gerne hätte ich die Diskussion im Brett „Ethik“ angeregt, finde ein solches aber leider nicht.
Also nun:
Mitte letzter Woche erlitt unser Hund, der 16 Jahre bei uns lebte, einen Schlaganfall. Er war kaum noch fähig, zu laufen, fiel immer wieder hin, konnte kaum noch Flüssigkeit zu sich nehmen.
Da er ja nicht verstand, dass er eigentlich aus seinem Körbchen nicht mehr aufstehen konnte, versuchte er es immer wieder, und stürzte dabei - fast immer mit voller Wucht - auf den Kopf.
Nachdem wir uns diese Quälerei für das arme Tier 3 Tage angesehen hatten - und ihn auch nicht medikamentös schmerzfrei bekamen, haben wir uns am Sonntag Abend dazu entschlossen, ihn einschläfern zu lassen.
Und mir erscheint dieser Tod war viel humaner, als er uns Menschen vergönnt sein wird.
Man stelle sich dieselbe Situation beim Menschen vor: Er weiß - aus irgend einer Erkrankung heraus - nicht, dass er von seinem Stuhl/Bett nicht mehr aufstehen kann, versucht es immer wieder und stürzt jedes Mal. Die Konsequenz wird sein, dass man ihn an Stuhl oder Bett „fixieren“ muss.
Ich für mich möchte so nicht monate- oder jahrelang leben.
Selbstverständlich kann ich bei einem Menschen auch nicht die Lösung anstreben, wie bei einem Tier - aber Gedanken müssen doch erlaubt sein, welche Vorgehensweise hier tatsächlich humaner ist.
Ich weiß, es wird jetzt einen Aufschrei geben. Aber wie gesagt - bin gespannt auf die Diskussion.
Nun, meine Meinung: Ich nehme keinerlei Recht in Anspruch mich in diese Entscheidung, die ein anderer Mensch gefällt hat oder fällen möchte, einzumischen.
Ich selbst wüsste, wie ich so eine Situation für mich gestalten möchte, jedoch akzeptiere ich auch jede andere Entscheidung eines Betroffenen.
Also - Diskussion… Möchte ich persönlich hier nicht. Das muss jeder selbst und für sich selbst entscheiden.
Nachdem wir uns diese Quälerei für das arme Tier 3 Tage
angesehen hatten - und ihn auch nicht medikamentös schmerzfrei
bekamen, haben wir uns am Sonntag Abend dazu entschlossen, ihn
einschläfern zu lassen.
Die richtige Entscheidung!
Und mir erscheint dieser Tod war viel humaner, als er uns
Menschen vergönnt sein wird.
Kann man nicht verallgemeinern. Wenn Oma mit 91 sich noch selbst versorgt hat, Spaß am Leben hatte und dann abends friedlich einschlief, ist das sicherlich „humaner“.
Der „Sekundentod“ eines 41-jährigen Bekannten von uns war auch nur für die Hinterbliebenen schrecklich.
Ich für mich möchte so nicht monate- oder jahrelang leben.
Dann mußt Du rechtzeitig z.B. in die Schweiz übersiedeln.
Ich glaube Belgien u. die Niederlande sind auch noch eine gute Adresse.
Da gibt es schon einen Unterschied zwischen Hund und Mensch. Beim Hund ist es aktive Sterbehilfe, beim Menschen wird ausschließlich passive Sterbehilfe diskutiert, die man in einer Patientenverfügung niederlegen kann. Evipan- Injektion beim Menschen gibt es nicht, auch wenn man sich das unter bestimmten Umständen wünschen würde.
Udo Becker
Man stelle sich dieselbe Situation beim Menschen vor: Er weiß
aus irgend einer Erkrankung heraus - nicht, dass er von
seinem Stuhl/Bett nicht mehr aufstehen kann, versucht es immer
wieder und stürzt jedes Mal. Die Konsequenz wird sein, dass
man ihn an Stuhl oder Bett „fixieren“ muss.
Ich für mich möchte so nicht monate- oder jahrelang leben.
Ich auch nicht, deshalb habe ich schon seit Jahren eine Patentienverfügung und hoffe, dass sie im Fall der Fälle auch berücksichtigt wird.
Wenn es die Nazis damals nicht verbockt hätten, könnte man mit so einem Thema viel offener umgehen. Aber jetzt treten ständig irgendwelche selbst ernannten „Lebensschützer“ auf den Plan und fühlen sich ganz furchtbar gut dabei, wenn sie ihre Mitmenschen dazu zwingen, ihr Leben weiterzuleben, ganz egal, wie es ihnen dabei geht.
Ich finde das sehr bedrohlich. Am besten ist natürlich die freie Entscheidung des Patienten, solange er dazu noch in der Lage ist.
An zweiter Stelle kommt aber für mich die „Lösung“ der Nazis, und erst an letzer Stelle diese „Lebensschützer“, die sich auch über den erklärten Willen des Patienten hinwegsetzen, so dass man erst monate- und jahrelang klagen muss, bis einer Abschaltung der medizischen Systeme zugestimmt wird.