,Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift, allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist!" Paracelsus
Hallo Leute,
habe heute dieses Zitate gefunden und verstehe es nicht ganze, warum er meint, dass alle dinge giftig seien…
das mit der dosis ist mir schon klar, also wenn man z.B nur eine kopfschmerztablette nimmt ist das ok, aber wenn man gleich ne handvoll nimmt st das schädigend…
trotzdem kann ich das ,Ding" nicht interpretieren…
trotzdem kann ich das ,Ding" nicht interpretieren…
Ding meint ‚Irgendwas‘
Und das alles giftig sein kann, mag am Beispiel Speisesalz demonstriert werde.
Normalerweise würde keiner sagen, daß Kochsalz giftig sei. Würde man aber einige hundert Gramm zu sich nehmen, sieht die Sache schon anders aus.
Oder wenn Du zehn Liter Wasser auf einmal trinen müßtest, wäre das sicher auch nicht sooo gesund.
da würde ich aber nicht von Vergiften sprechen, sondern vonn
Platzen. Obwohl - 10 Liter Bier passen hinein. Jetzt bringst
Du mich ins Grübeln…
Die Toxizität von Wasser liegt in seiner Eigenschaft, (wasser)lösliche Bestandteile zu lösen bzw. gelöste Stoffe weiter zu verdünnen.
Deine Zellen brauchen eine bestimmte Konzentration an gelösten Stoffen (v.a. Ionen, also gelöste Salze), weil sie zum einen den osmotischen Druck in den Zellen bestimmen und zum anderen notwendig sind, an den Zellmembranen ein elektrochemisches Potential aufzubauen, welches die Zelle mithilfe von chemo- und elektrosensitiven Kanälen zur Kommunikation benutzt.
Zu viel Wasser (was gleichbedeutend ist mit: zuwenig gelöste Salze) führt dazu, dass die Osmoregulation und die Kommunikation der Zellen nicht mehr funktioniert und die Zelle daran zugrunde geht. Wegen der Osmose kann es tatsächlich sein, dass Zellen sich mit dem Wasser vollsaugen (weil das Wasser versucht, die *in* den Zellen gelösten Salze zu verdünnen) und schließlich platzen. Damit warst Du also gar nicht so verkehrt
Mit dem Bier kann man die Wirkung nicht erreichen, weil mit dem Bier gleichermaßen auch das „Gegengift“ verabreicht wird (die im Bier gelösten Salze). Hier überwiegt bei weitem die Giftigkeit des Alkohols, in extremen Mengen vielleicht auch noch die Gerb- und Bitterstoffe.
Allgemein ist die Flüssigkeitsmenge selbst unkritisch, solange die Flüssigkeit *isoton* ist, also die selbe Osmolarität hat wie die Körperflüssigkeit. Allerdings kann man den Salzhaushalt durcheinander bringen (was auch wieder „giftig“ ist), wenn die Salzzusammensetzung in der Flüssigkeit eine andere ist wie im Körper (mit einer isotonen Kochsalzlösung kann man Kalium, Kalzium, Magnesium etc. aus dem Körper „ausschwemmen“ und dann zB. an einem Kalium-Mangel sterben (weil das Nervensystem nicht mehr funktioniert).
man muss auch im Hinterkopf behalten wann Paracelsus gelebt hat
(* vermutlich 10. November 1493 in Egg bei Einsiedeln; † 24. September 1541 in Salzburg)
Damals war die Erkenntnis, dass die Dosis das Gift bestimmt und nicht die Substanz an sich ein großartiger Durchbruch.
P. Aussage kann man übrigens in zwei Richtungen interpretieren, nämlich dass jedes Ding (jede Substanz) giftig sein kann, wenn sie in ausreichend hohen Dosen eingenommen wird. Aber auch das giftige Stoffe in hoher Verdünnung durchaus positive Effekte haben können (z.B. Fingerhut (Digitalis) bei Herzinsuffizienz, oder Atropin, z. B. aus Tollkirsche).
wohl wahr. Bäuerin zum Bauern: „Wie kann man nur so saufen, jeder Ochs im Stall weiß, wann er genug hat!“ „Müsste ich Wasser saufen, wüsste ich es auch…“
Die Toxizität von Wasser liegt in seiner Eigenschaft,
(wasser)lösliche Bestandteile zu lösen bzw. gelöste Stoffe
weiter zu verdünnen.
eine seriöse Quelle bitte, dass auf die Art schon mal jemand umgekommen ist - nur eine. Diese Geschichte hält sich ja hartnäckiger als die Spinne in der Yuccapalme.
eine seriöse Quelle bitte, dass auf die Art
schon mal jemand umgekommen ist - nur eine. Diese Geschichte
hält sich ja hartnäckiger als die Spinne in der Yuccapalme.
meine Englischkenntnisse auf dem Sektor Medizin sind eher bescheiden, mir gibt aber zu denken, dass intoxication vom Webster auch mit Trunkenheit übersetzt wird (dazu passt water intoxication due to polydipsia). Mit hypoxemia (PO2 = 44 +/- 8 mm Hg) and hyponatremia (plasma Na = 112 +/- 2 mmol/L) fange ich nun wenig an, aber dass die Blutwerte nicht normal sind, wenn ein Mensch an zuviel Wasser stirbt, liegt wohl nahe.
Danke für die 3 genannten abstracts, das klingt schon anders als die News, die Wikipedia zitiert.
Definition Vergiftung lang:http://www.medhost.de/gesundheit-lexikon/vergiftung…
(man beachte besonders die Formulierung „Ein Toxin kann jede Substanz sein, die eine Krankheit auslösen oder zum Tod führen kann.“, die auf wunderbare Weise in modernem Deutsch den Ausspruch von Paracelsus wiedergibt)