Wechselwirkngn. Lariam/trizyklische Antidepressiva

Bitte um Rat:
Wechselwirkungen zwischen Lariam und trizyklischen Antidepressiva

Ich habe eine dringende Frage zu den Wechselwirkungen zwischen Lariam und trizyklischen Antidepressiva.
Es wurden bereits Ärzte und Apotheker befragt, die eher vage Antworten gaben.
Mein Freund nimmt täglich Fluoxetin und Amitryptilin ein (trizyklische Antidepressiva)-alleridngs nicht mehr seit dem 1.3. denn:
Er nahm ausserdem 1x vom Arzt verordnete Malaria Mittel Lariam (prophylaktisch wg. Indienreise)-der Artz beachtete dabei nicht/ oder wusste nicht, dass er die Antidepressiva nimmt.
Erst nach der 1. Einnahme wurde ich auf die Wechselwirkungen aufmerksam.
Weder Apothekerin, der Hausarzt noch sein Psychiater konnten ihm nun sagen, wie er weiter verfahren soll. Der eine verwies auf den anderen…
Da er morgen abreist, mache ich mir Gedanken ob und wie er die Reise übersteht- wenn er weiter auf die Antidepressiva verzichtet, die er seit dem 1.3. nicht mehr nimmt…Meine Frage: Wann kann er die Antidepressiva wieder einnehmen, wenn er nun weiterhin auf Lariam verzichtet? Oder sollte er beides nehmen?
Meiner Meinung nach sind die Antidepressiva an 1. Stelle für ihn, damit er psychisch „stabil“ bleibt.
Ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen? Bislang habe ich noch keinen Hinweis auf Hilfe… :frowning:

Hi, 1. Tropeninstitut anrufen u. da d. Lage schildern!
2. Auf gar keinen Fall LARIAM nehmen! Es gibt auf dem Markt wohl kaum noch ein Mittel, dass mit solch schwerwiegenden Nebenwirkungen u. Folgeerscheinungen behaftet ist wie Lariam! Für Indien wird sowieso nur ein Stand by Medikament empfohlen.

http://www.fit-for-travel.de/reisemedizin/reiseziele…

Kannst Du hier alles nachlesen.
MfG ramses90

Es kann bei gleichzeitiger Einnahme vonLariam und trizyklischen ADa sehr selten zu Veränderungen im EKG kommen. Das ist sehr unwahrscheinlich. Es ist allerdings schlimmer, ADa plötzlich abzusetzen da das zu einem depressiven Schub führen kann. Noch dazu sind depressive Verstimmungen eine mögliche Nebenwirkung von Lariam.
Lösungsvorschlag: Malarone nehmen, ist wegen der knappen Zeit zwar nur suboptimal, aber immer noch besser.
Grüße
Ingrid

Hallo,

hier wäre ein gute tropenmedizinische Beratung sehr wichtig gewesen.

Ein Patient, der auf seine Antidepressivakombi angewiesen ist, wird diese nicht bei einer Indienreise einfach abbrechen dürfen/können.
Weiterhin ist gerade Lariam, ein Medikament, das für seine zahlreichen Nebenwirkungen, gerade im psychischen Bereich bekannt ist: z. B.
Depression, Stimmungsschwank., Panikattacken, Vergesslichkeit, Verwirrtheit, Halluzinationen u. psychotische od. paranoide Reakt.

Für Indien wäre es besser, nicht über die lange Zeit (zu Hause beginnen, nach der Reise fortführen) Lariam zu nehmen, sondern ein Standby-Malariamittel im Fieberfall anzuwenden.

Gruß, Renate