Ekzem, Prognose

Hallo,

ich habe ein Ekzem an der Innenseite des rechten Daumens, zwischen den beiden oberen Gelenken. Bin damit beim Hautarzt vorstellig gewesen, und mittels Dermatop, Basodexan sowie Gummihandschuhen beim Putzen, überhaupt wenig durchfeuchten und viel viel Pflege habe ich es geschafft, di akuten Phasen zu verkürzen und die Abstände zwischen den akuten Phasen zu verlängern. Heilbar ist es wohl nicht.
Was mich interessiert, ist, warum die Fläche, die von dem Ekzem betroffen ist, immer größer wird, so mit jedem Ausbruch kommen so geschätzte 2-10qmm hinzu. Ist meine rechte Hand irgendwann ein einziges Ekzem? Es ist ja nciht ansteckend, aber wenn es gerade akut oder am Abheilen ist, sieht es doch für einen Unwissenden aus, als hätte ich die Krätze.
Meinen Hautarzt habe ich immer vergessen, das zu fragen, und bis zum nächsten Termin dauert es noch eine Weile.

Vielen Dank für die Antworten,

Die Franzi

Hallo,

lass dich doch mal gezielt auf Diabetes mellitus testen, d.h. einfach mal deine Blutzuckerwerte ermitteln, um eben das auszuschliessen!

MfG

pb

Meine Empfehlung:
nicht mehr kratzen!
Desinfektion mit Knoblauchzehen
Bepanthen Augen und Nasensalbe 3xtäglich 21 Tage lang.
MfG George

Hi,

da is nichts mit kratzen, das juckt nicht. Es wird rot und entzündet, schwillt daadurch etwas an, es bildet sich dicke Hornhaut, dann heilt es und die entstandene Haut pellt sich ab, die Haut drunter ist neu und sehr dünn. Ich hab auch verbot vom Arzt, die alte Haut dann abzupellen, und halte mich relativ gut dran.

Die Franzi

Hi,

hm, ist das beim „normalen“ Blutbild mit dabei? Habe ich, seit das Ekzem da ist, aus anderen Gründen mehrfach gemacht.
Bin u.a. wegen des Ekzems vom niedergelassenen Hautarzt (der hat nur Hautprobe genommen) zur Uniklinik gewechselt, die haben auch Blut genommen (hab aber noch Haarausfall und Rosaea). Da frag ich nochmal nach beim nächsten Mal, ob die das mitgemacht haben, also Diabetes mellitus. Sollte das zur Routine gehören, bei Ekzemen auf Diabetes zu testen?

Die Franzi

Hallo Franzi,

ich kann nur aus meiner bisherigen Neurodermitiserfahrung sprechen: Es gibt ein paar Stellen, an dem ein Ekzem vor allem oder ständig auftritt (Hände gehören auch dazu). Wenn ein Schub kommt und ich nicht gleich etwas dagegen tue, dann breitet es sich aus. Was nicht heißt, dass es so bleibt, manchmal geht es wieder zurück, manchmal bleibt es.
Du musst also nicht unbedingt Angst haben, dass du bald nur noch aus Ekzem bestehst :smile:

Allerdings wäre es vielleicht ganz gut, etwas Ursachenforschung zu betreiben.
Hat denn der Hautarzt noch etwas dazu gesagt? Wird z.B. auf atopische Determatitis getippt oder auf eine reine Kontaktallergie? Welche Pflege benutzt du (weil du „viel, viel Pflege“ geschrieben hast)? Wie lange und in welchem Umfang hast du denn die Kortison- und die Harnstoffsalbe angewendet?

Es kann ja sein, dass du im Beruf (oder wo auch immer) mit Stoffen in Berührung kommst, die der Auslöser sind und wenn du die meidest, sich das Problem von alleine löst. Vielleicht verwendest du auch eine suboptimale Pflege und das Problem verschlimmert sich dadurch. Vielleicht ist es auch nichts von dem oben genannten, aber man sollte sich zumindest damit beschäftigen.

Viele Grüße
Kati

Hallo,

Desinfektion mit Knoblauchzehen
Bepanthen Augen und Nasensalbe 3xtäglich 21 Tage lang.

Deine Kristallkugel musst du mir mal leihen…
Wie kannst du denn ohne ihre Haut genau zu kennen solch genaue Tipps geben?

Gruß
Kati

Hi,

nun ja, der niedergelassene Hautarzt hat mir (nachdem 2 Hautproben keinen hinweis auf Bakterien oder Pilze gaben) nichts zum Behandeln gegeben, „nur“ eine Handcreme aus der Apotheke (excipial repair und excipial protect) aufgeschrieben und gesagt, viel cremen, wenig nassmachen, kann auch von der Kreide kommen (bin Lehrerin). Dann hat er mir mir eine lange Liste gegeben mit nahezu allen Lebensmitteln und dem Titel „Atopisches Ekzem“ in die Hand gedrückt und ist gegangen. Die Sprechstundenhilfe sagte mir dann, ich wäre Atopikerin und solle mal ausprobieren, welches Lebensmittel es denn nun sei.
Daraufhin bin ich genervt zur Uniklinik gewechselt. Die gaben mir eben DErmatop und Basodexan, Blut und Haut vom Finger wurden genommen, aber es wurde auch der Haarausfall untersucht, ich habe nicht hanchgefragt, was alles am Blut untersucht wurde (mach ich aber noch, ist ja nicht so, dass ich nie wieder hingehe *gg* ist nur immer ne halbe Weltreise.).
Dermatop mache ich drauf, solange das Ekzem akut entzündet ist (2x täglich, dauert immer so ca. ne Woche, etwas weniger vielleicht, je nachdem). Während es verheilt, Basodexan 2x täglich. Wenn Ruhe ist, normale kosmetische Handcreme. Da bin ich nciht mehr so fleißig (ca. 2mal täglich, ggf zusätzlich zu den anderen) wie ich mal war (6-8mal, ausschließlich mit excipial repair oder excipial + kosmetisches Produkt). Ich muss da wieder fleißiger werden, denn das hat auch zu einer vergrößerung der Intervalle geführt.
Ich muss unbedingt nochmal nach möglichen Ursachen fragen, aber in der Uniklinik kriege ich nur aller Vierteljahre einen Termin, und den will ich mir auch noch nach Möglichkeit in die Ferien legen, weil ich da einen halben Tag dransetze - geht also nicht während der Arbeit. Aber ich will in der Zwischenzeit schon mal ein bisschen an möglichen Ursachen forschen. Die liebe Neugierde…

Die Franzi

Hallo Franzi,

ich sage es als Warnung vorneweg: Ich habe keinerlei medizinische Ausbildung, sondern kann nur aus Patientensicht (meiner und was ich von anderen Atopikern kenne) schreiben. Und ich gehe einmal von der Neurodermitis-Annahme aus.

nun ja, der niedergelassene Hautarzt hat mir (nachdem 2
Hautproben keinen hinweis auf Bakterien oder Pilze gaben)
nichts zum Behandeln gegeben, „nur“ eine Handcreme aus der
Apotheke (excipial repair und excipial protect) aufgeschrieben
und gesagt, viel cremen, wenig nassmachen, kann auch von der
Kreide kommen (bin Lehrerin).

Soweit hätte ich kein Problem damit.

Aber ab hier:

Dann hat er mir mir eine lange
Liste gegeben mit nahezu allen Lebensmitteln und dem Titel
„Atopisches Ekzem“ in die Hand gedrückt und ist gegangen. Die
Sprechstundenhilfe sagte mir dann, ich wäre Atopikerin und
solle mal ausprobieren, welches Lebensmittel es denn nun sei.

würde ich zu einem Arztwechsel raten, ja drängen. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass du nichts vergessen hast zu erwähnen.

Das passt alles irgendwie nicht zusammen. Ich vermute, du weißt es, aber der Vollständigkeit halber erwähne ich, dass das „Atopische Ekzem“ auch Neurodermitis genannt wird.
Wenn dein Arzt ein Atopisches Ekzem vermutet, dann solltest du über die Krankheit und Behandlungsmöglichkeiten gut aufgeklärt werden. Es ist immerhin eine chronische Krankheit, unter der du möglicherweise dein Leben lang leidest. Dass du das von der Arzthelferin erfährst, ist ein Witz.

Außerdem: Was soll das mit der Liste? Neurodermitis tritt zwar häufig zusammen mit Allergien auf, darunter sind auch häufig Nahrungsmittelallergien, aber „welches Lebensmittel es denn nun sei“- so einfach kann man es sich auch nicht machen. Zuerst einmal -falls du Atopikerin bist- ist damit noch gar nicht gesagt, dass du wirklich eine Allergie hast.

Dann: Normalerweise wird empfohlen, eben NICHT selbst auf Verdacht zu suchen, gegen was man allergisch ist. Natürlich wird man nicht darum herumkommen, sein eigenes Essverhalten zu überprüfen (merke ich, dass es nach bestimmen Sachen schlimmer wird), aber eine systematisch Suche ist wohl nur unter Aufsicht möglich. Zum einen, um möglichst Fremdeinflüsse zu vermeiden, zum anderen, um keine Mangelernährung zu riskieren.

Daraufhin bin ich genervt zur Uniklinik gewechselt. Die gaben
mir eben DErmatop und Basodexan, Blut und Haut vom Finger
wurden genommen, aber es wurde auch der Haarausfall
untersucht, ich habe nicht hanchgefragt, was alles am Blut
untersucht wurde

Was war denn deren Diagnose? Kortison und Harnstoff klingt, als wenn auch da auf Neurodermitis getippt wird.

Auch wenn ich jetzt wild drauflosrate: Ich vermute, dass man zumindest deinen IgE-Wert bestimmt.

Warum ich nach der Pflege gefragt habe: Zum einen würde ich einen allgemeinen Allergietest empfehlen, in dem auch auf Duftstoff-Mix getestet wird. Nicht wenige Neurodermitis-Patienten, die ich kenne, sind dagegen allergisch und da sind „normale“ Cremes natürlich gerade schlecht.

Zum anderen gibt es ein paar Fehler, die man machen kann, wenn man die Pflege nicht an das jeweilige Stadium anpasst, zum Beispiel wenn man eine entzündete Haut auch noch mit sehr fetthaltiger Creme „erstickt“.

Auch wenn es im Moment bei dir jetzt nicht so schlimm zu sein scheint, ich würde mir auf jeden Fall noch einen Arzt suchen, zu dem du auch früher kommst. Dass es sich weiter ausbreitet- dass ist ja kein Zeichen, dass man ignorieren kann.

Zusammenfassend: Ich würde einen neuen Hautarzt und die Standard-Allergietests empfehlen.

Viele Grüße
Kati

Hallo,

da is nichts mit kratzen, das juckt nicht. Es wird rot und
entzündet, schwillt daadurch etwas an, es bildet sich dicke
Hornhaut, dann heilt es und die entstandene Haut pellt sich
ab, die Haut drunter ist neu und sehr dünn. Ich hab auch
verbot vom Arzt, die alte Haut dann abzupellen, und halte mich
relativ gut dran.

Ich habe erst jetzt diesen Beitrag gelesen, nachdem ich den anderen geschrieben hatte. Neurodermitis hat zwar viele Formen, aber was du da schreibst, klingt jetzt nicht unbedingt typisch. Vielleicht ist es ja doch etwas anderes…

Gruß
Kati

Hallo,
ich hab auch hin und wieder trockene, schuppende und entzündete Stellen an den Fingern. Mir hilft dann ein Pilzmittel mit Clotrimazol als Wirkstoff, wie z.B. Canesten Salbe. Zusätzlich nehme ich noch Ecural Salbe vom Hautarzt, aber nur wenn es stark entzündet ist.
Mit Harnstoffsalbe, wie Linola urea, creme ich mir abends vor dem Schlafen die Hände ein. Meistes gibt es sich dann nach wenigen Tagen.
Weiter meide ich Wasser, wo es geht und benutze Handschuhe, auch beim Waschen der Haare.
Es gibt Baumwollhandschuhe, am günstigsten in Drogerien, welche man unter die Gummihandschuhe ziehen kann, damit man darunter nicht so stark schwitzt.

Alles Gut,
Rosa

Hi,

deinen Beitrag unten habe ich auch gelesen. Da ich mir selber schon dachte, dass es keine Neurodermitis sein kann (kenn da auch zwei Leute) und ich das Verhalten des Arztes auch seltsam fand, habe ich bereits vor einem reichlichen halben Jahr den Arzt gewechselt, wie gesagt, zur Uniklinik. Zwar mussich da ein Vierteljahr auf den Termin warten, aber ich kann mir ja im Voraus auf Verdacht Termine holen und bei Nichtgebrauch rechtzeitig absagen. War da nur bishern icht so sehr hinterher, weil ich eben ertmal gucken wollte, wie das mit Kortison und Harnstoff so wird. Und die Frage nach dem „Was ist das genau, außer’Ekzem’“ und „Warum wird die betroffene Fläche immer größer“ hab ich beim letzten Mal vergessen zu stellen, war erst zweimal da.

Die Franzi