Ich habe eine Frage zum Thema Schizophrenie.
Am Besten schildere ich kurz die Situation, auf die sich meine Frage
bezieht.
Meine Schwester hat sich vor ein paar Monaten von ihrem Freund
getrennt. Zu seinem Background: Sein Vater ist nachgewiesen
schizophren. Der Freund meiner Schwester hatte vor circa 8 Jahren ein
Suchtproblem (Haschisch), das bei ihm eine Schizophrenie auslöste.
Das ging so weit, dass er in eine Klinik eingewiesen wurde. Nach
seiner Entlassung musste er weiterhin Medikamente nehmen, sein
Verhalten stabilisierte sich so weit, dass er auf eigene Faust die
Medikamente absetzte.
Ein paar Jahre lief alles gut, er verhielt sich auch ohne die
Einnahme von Medikamenten normal. Vor circa einem Jahr tauchten seine
damaligen Schizophrenie Symptome wieder auf. Religionswahn (Gott
lenkt ihn, beschützt ihn, die Bibel ist sein Ein und Alles), innere
Stimmen(befehlen ihm Dinge zu tun, die allerdings harmloser Natur
sind wie Einkäufe, Fahrkarten lösen etc.), Reden in
zusammenhangslosen Sätzen, Glaube, dass andere Menschen ihm Böses
wollen. Aufgrund dieses Verhaltens verlor er auch seine Arbeit und
ist auch nicht mehr in der Lage, eine neue zu finden. Hilfe nimmt er
nicht an. Meine Schwester hat sich wie erwähnt von ihm getrennt, ist
jedoch weiterhin für ihn da. In der Stadt, in der sie wohnen, kennt
er Niemanden, er sitzt dementsprechend daheim und taucht ab und zu
unangemeldet bei meiner Schwester auf. Sein Verhalten ist nicht
agressiv, nur wenn er sich provoziert fühlt, wird er lauter. Er hat
noch nie Irgendjemandem Etwas getan. Meine Schwester meint, es wird
immer schlimmer. Ärzte, Medikamente sowie einen Rückzug in seinen
Heimatort(Freunde und Familie wohnen da) lehnt er ab.
Ich bin sehr besorgt um meine Schwester und natürlich trotz Allem um
ihn. Besorgt vor Allem, dass er meiner Schwester eines Tages Etwas
antun könnte, weil sie ihn verlassen hat. Meine Frage: Wie geht man
mit ihm am besten in der derzeitigen Situation um? Welche
Möglichkeiten gibt es, ihm zu helfen?