also ich fange mal ganz von von an:
am Fr, den 27.02 musste ich ins Krankenhaus. Hatte nach dem Bücken morgens so ein Ziehen im Lendenwirbelbereich, jede weitere minimale Bewegung brachte bisher noch nie dagewesenen Schmerz
Fing Donnerstag schon an zu ziehen, weil ich auf unmöglichste Weise (mit angewinckelten Armen gebückt)einen leichten Tisch anhob. Hatte den Abend schon Schmerzen, aber die waren morgens weg.
So, im Krankenhaus wartete man 4Std, als ich immer noch nicht aufstehen bzw. mich aus meiner seitliche abgestützten Haltung bewegen konnte, gab man mir Novalgin (1 g) und Tramal (ich glaub 100ml) intravenös.
Fand mein Kreislauf nicht so doll. Nachdem ich mein Bewustsein wieder erlangte und auch taube Beine hatte (ich nehme an vom ganzen Blut in den Beinen) schaffte ich es aufzustehen und konnte gehen(immer noch ohne Blutdruck messen). War wohl mein „Überlebenswillen“.
So weit so gut. Nahm Ibu 600 und Montag zum Arzt. Immer noch förmlich kriechend wollte der mich wieder zur Arbeit schicken (ohne mich mal aufstehen zu lassen oder zu tasten). Dann doch 1 Woche krank geschrieben. Freitag wieder hin, weil Schmerzen ab Mittwoch wieder sehr schlimm, die Hüfte runter bis ins Knie (mit Brennen).
Am Montag zum Orthopäden.Gleich 2 Wochen krank geschrieben und zum MRT geschickt. Verdacht: lumbales Wurzelreizsyndrom links/Radikulopathie.
Der schnellste Termin erst am 23.03! Mittlerweile schmerzt das ganze Bein, im sitzen unerträglich, im gehen funktionierts ne Weile. Nachts Stufenlagerung, Bein wird dann ganz heiß.Mache mich schon so irre, dass ich das Gefühl hab, da drückt was auf die Blase weil ich nicht mehr so gut halten kann und so oft auf Toilette muss.
Jetzt weiß ich nicht, wie ernst ich das nehmen muss. Ist das ok solange bis zum MRT warten zu müssen?
Was habt ihr für Erfahrungen gemacht???
Bin gespannt auf regen Austausch!
P.S.: Ich habe schon seit der Schwangerschaft Probleme mit dem Ischias, aber genau auf der anderen Seite.
So einen Leidensweg hört man heute immer häufiger !
Die Krankenhäuser sind überfüllt und die Termine bei niedergelassenen
Fachärzten rar.
Meiner Ansicht nach hätte man Dich im Krankenhaus gleich stationär
aufnehmen müssen. Wärst Du bei mir in der Notaufnahme erschienen,
dann hätte ich da nicht lange gefackelt…
Nach Hause geschickt hätte ich einen Patienten mit mutmaßlichem
Bandscheibenvorfall jedenfalls nicht, schon gar nicht, wenn es
unter Gabe eines Schmerzmittels zum Kreislaufkollaps kommt ! Oder WOLLTEST Du gehen ? Dann wäre es natürlich etwas Anderes !
Und dann der Hausarzt: Nun, der hat sich auch nicht gerade mit
Ruhm bekleckert…
Du gehörst nämlich nicht nur krankgeschrieben, sondern meiner
Meinung nach auch in eine Klinik !
Begründungen:
Du brauchst eine adäquate Schmerztherapie, was ambulant meist
nicht so gut zu realisieren ist.
Du brauchst auch Physiotherapie und physikalische Therapie
(z.B. Wärmeanwendungen), was zuhause auch nicht so einfach geht.
Man muss ja auch klären, ob man das nicht operieren muss !
Dafür braucht man eine MRT-Aufnahme der LWS, was ja ambulant,
wie Du gemerkt hast, auch schwierig ist.
Daher von mir 2 Ratschläge:
Wenn Du ein Taubheitsgefühl an den Beinen (speziell Oberschenkel)
oder sogar eine Urin-Inkontinenz entwickelst, dann rufe
bitte UMGEHEND einen Notarzt und lasse Dich ins Krankenhaus
bringen, da dann der Bandscheibenvorfall notfallmäßig operiert
werden muß ! Sonst droht Dir nämlich evtl. eine bleibende
Lähmung der Beine
(Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Reithosenan%C3%A4sthesie)
Auch wenn es von den Schmerzen nicht mehr geht: Lasse Dich in
eine Klinik einweisen !
Ich wünsche Dir gute Besserung !
Kai (Assistenzarzt für Innere Medizin)
ups…Das Wort Bandscheibe hinterlässt aber einen bitteren Beigeschmack. Kann es was damit zu tun haben? Ich höre/lese das zum ersten mal.
Die Schmerzmittel"therapie" ist eigentlich ja keine, weil als die Ibu 600 leer waren habe ich keine mehr bekomme. Nehme jetzt auf eigenen Wunsch ,sozusagen, 1 1/2 400er!
Und nein, ich bin nicht auf eigenen Wunsch gegangen. Eigentlich konnte ich wieder nach 3 std „gehen“(hatte 20 Tropfen Novalgin bekommen), aber weil ich dann nicht hochkam bekam ich eine std später als nervige reaktion des arztes die intravenösen medis! Ich glaube die nahmen mich nicht ernst, vieleicht weil ich noch nicht so alt (26) bin?
Bezüglich der Blasenschwäche kann ich meinem Kollegen nur zustimmen: Es ist zwar mittlerweile was OP-Indikationen angeht ein sehr konservatives Jagdgebiet, aber wenns eine absolute Indikation gibt dann ist es das Caudasyndrom(blasenmastdarm störungen und Reiterhosen Paraesthesien)…
Wenn das bleibt mußte wirklich dringlichstens in die Klinik… wirf denen sonst halt wirklich das Wort Caudasyndrom an den Kopf, dann sollte es klingeln…
Das hört sich so ernst an, ihr macht mir n bissel angst!!!
Wie merke ich genau, dass es davon kommt. Ist ja nun nicht so, dass ich mir in die Hose mach. Aber ich beobachte, dass der Harndrang immer kürzer in den Abständen wird und es auch schneller drückt.
Liebe Nadia,
da Du Ischialgie, taube Beibe UND Blasenprobleme beschreibst, kann es sein, daß nicht nur etwas auf Deinen Ischiasnerv drückt, sondern auch auf die Nerven die Blase und Mastdarm versorgen.
Das ist eine Situation, die so schnell wie möglich behandelt werden sollte, wenn man keine Folgen davon tragen will.
Deshalb laß Dich bitte in die Klinik fahren!
Und erwähne die Beschwerden in dem Zusammenhang!
Ich wünsche Dir Alles Gute!
Melde Dich mal, wie es Dir geht!
Gruß
Achterwasser
vor 10 oder 12 Jahren hatte ich etwas vergleichbares. Im laufe des Tages wurde es zunehmend schwieriger, mich auf einen Stuhl zu setzten oder aufzustehen. Am Abend endlich zu Hause angekommen, konnte ich mich nur noch mühsam unter Schmerzen vom Bett rollen, um auf allen vieren ins Bad zu kriechen, damit ich, mich an Waschbecken und Wanne abstützend, wieder aufrichten konnte. Ein Besuch beim Orthopäden war typisch, kaum Infos bekommen, aber dafür beinahe eine Spritze. Die wollte ich nicht, zumal mir Herr Doktor auch nicht sagte was und wofür das sei. Lediglich das Wort Wurzelreizsyndrom gab er mir mit. Ich habe mich krankschreiben lassen und eine Woche in Stufenhochlage mit Wärme und vor allem Ruhe zugebracht. Danach war der Spuk im Wesentlichen vorbei. Ein anderer Arzt sagte mir dann, Bewegung sei von nun an das Beste und ich habe tapfer die muskelstärkende Krankengymnastik durchgezogen. Seither nichts mehr.
Ich wollte damals keine Schmerzmittel und vor allem kein muskelentspannendes Mittel, weil mir klar war, daß mein Körper sich da schon was bei gedacht hat. Ihn auszutricksen hätte mir wohl eher nur geschadet als dauerhaft geholfen. Mit der zwangsverordneten Ruhe und Wärme und der Aufmerksamkeit, die ich mir selber geben mußte, bin ich deutlich besser gefahren. Das war in den ersten Tagen auch nicht immer leicht, weil ich zu der Zeit alleine wohnte und der Weg zum Klo ja immer auf den Knien zurückgelegt werden mußte.