Hallo lieber Vater,
mein Sohn (fast 7) sollte eine Brille tragen (-0,75)
damit er zum Beispiel genau lesen kann, was auf einer Schultafel steht - oder im Heft/Buch
Nun ist sein rechtes Ohr oben eingewachsen, so dass er keine
Brille tragen kann, da der Bügel nicht hinters Ohr geklemmt
werden kann. Man müsste operativ etwas machen.
Du solltest darüber wirklich nachdenken
erstens wird sich das Brilletragenmüssen nicht unbedingt als kurzzeitiges Ereignis im Leben Deines Sohnes herausstellen.
Zweitens sind Kontaktlinsen welcher Art auch immer nicht das gesamte Leben eines Menschen lang für diesen möglich - aus den unterschiedlichsten Gründen
Jetzt im Kindesalter das Ohrproblem gerichtet, erspart Deinem Sohn möglicherweise später mehr Umstände und größere Probleme
Man muss also auf Kontaktlinsen umsteigen. Nun hat der
Augenarzt einen entsprechenden Antrag gestellt, der Bescheid
steht noch aus.
und warum hast Du nicht längst Deinerseits bei der Krankenkasse nachgefragt?
Sachbearbeiter geben auch VOR Entstehung von Kosten Auskunft
In der Zwischenzeit hat er über einen sog. Vetreter die
Kontaktlinsen (ohne meine Zustimmung ) bereits bestellt und
wollte die auch bei meinem Sohn einpassen (probeweise).
SEHR wichtig!
Nicht jeder Mensch kommt überhaupt mit Kontaktlinsen klar. Einsetzen und Tragen müssen in Ruhe geübt werden.
Zweitens, wenn Dein Sohn noch niemals eine Sehhilfe benützen durfte, wird er mit Sehhilfe möglicherweise extreme Anpassungsschwierigkeiten erleben.
Ich erinnere mich gut an meine eigenen in etwa in diesem Alter.
Das
habe ich aufgrund des fehlenden Bescheids der KK bis dahin
abgelehnt.
Die Kosten würden für diese Kontaktlinsen (Z-Junior von
menicon, harte Linsen) ca. 250 einmalig betragen, Tragedauer
ca. 2-3 Jahre.
Ein Brillengestell und die passenden Gläser kommen unter Umständen auf den gleichen Betrag.
Als Brillen- und ehemalige Kontaktlinsenträgerin weiß ich, dass Krankenkassen noch nie in meinem Leben den ganzen Betrag für eine Brille ersetzt haben; selbst zu den goldenen Zeiten der KK-Vollversorgung nicht.
Umgekehrt wurden Kontaktlinsen aber immer voll übernommen.
UND - eine Brille muss gerade im Kindesalter jährlich überprüft und vielleicht neu angepasst werden. Kontaktlinsen „halten“ von der Sehstärke und dem -komfort her tatsächlich mehrere Jahre.
Fragen:
- Würde das die Krankenkasse in so einem Fall zahlen?
kommt auf die Krankenkasse und den Einzelfall an
noch einmal: warum hast Du nicht längst mit den zuständigen Sachbearbeitern gesprochen???
- Kennt jemand diese Z-Junior Linsen und soll ich das nehmen
oder soll ich besser zum Optiker gehen? (Ich habe den
Eindruck, Arzt und Vertreter wollen ein bisschen nebenher
verdienen)
Erstanpassungen von Kontaktlinsen sollte der Augenarzt vornehmen. Später kann man durchaus mit einem Optiker verhandeln.
Wenn der Arzt die Kontaktlinsen durch einen Vertreter des Herstellers bestellt, ist das grundsätzlich auch nichts anderes, als wenn der Optiker die Kontaktlinsen durch seine Vertriebswege bestellt.
Beide fertigen die Dinger doch nicht selbst an.
Zweitens - Kontaktlinsen im Auge als Kind und ungeübt ist nicht völlig einfach. Du kannst mit Kontaktlinsen alles mögliche Dumme anstellen: falsch einsetzen, Dir dabei Schmerzen zufügen, Schmerzen beim Tragen empfinden, lichtempfindlich werden et cetera.
Am Anfang sollte Dein Kind dabei durchaus einen studierten Medizinmann für die Augen an der Hand haben.
Glaube das bitte einer alten Frau, die 35 Jahre Kontaktlinsen trug und mittlerweile keine Lust mehr darauf hat
- unter Anderem deswegen, weil ich jetzt eine Lesebrille zu den Kontaktlinsen tragen müsste, eine Sonnenbrille für meine Lichtempfindlichkeit mit mir führen müsste und zusätzlich eine Sicherheitsbrille in passender Stärke für Kontaktlinsen-Unverträglichkeitszeiten (die vorkommen!)
btw kommen auf Euch bei Kontaktlinsen Dauerkosten für Kontaktlinsenpflegemittel und Augentropfen zu
viele grüße
Geli