Ist Wurmbefall des Darms auch nach CT sichtbar ?

Hallo zusammen,

habe seit Januar 09 unerklärliche Schmerzen, erst im Nierenbereich, im Ober-Bauch und an der linken Bauchseite/ Flanke, war deswegen Mitte Januar für 4 Tage im Krankenhaus. Dort wurde: Blutbild, CT, Ultraschall und Lungenröntgen durchgeführt, alles ohne Befund. Ich bekam Magentableten verordnet und dachte bisher dier Blähungen kommen von diesen Tabletten.
Vor 2 Wochen hatte ich dann eine Magenspiegelung. Ich hatte vorher 6 Wochen lang Magentabletten genommen, seit 4 Tagen abgesetzt. Ich dachte die Blähungen kommen von den Magentableten, doch ich hab die Blähungen immer noch. Aktuell habe ich ‚nur noch‘ Schmerzen an der linken Bauchseite und im Unterbauch.
Nun habe ich jetzt im Stuhl weiße Fäden entdeckt und befürchte irgendein Wurmbefall. Hab mich schlau gemacht und gelesen das der Fuchsbandwurm im Endsatdium tödlich sein kann, da sich die Eier/ Finnen in die Organe setzen.

Frage: Wäre ein solcher Fuchsbandwurmbefall oder generell ein Wurmbefall vor 2 Monaten bei den Untersuchungen sichtbar gewesen? Oder funktioniert hier nur eine Probenuntersuchung?

Ich möchte noch erwähnen, das ich in letzter Zeit häufiger Stuhlgang habe als früher, trotzdem das Gefühl habe mein Darm wäre nicht leer.

Danke und Gruß

Hallo…

das was Du als weiße Fäden beschreibst würde am ehesten den sogenannten Madenwurm (Oxyuris vermicularis) vermuten lassen. Oft besteht zusätzlich Juckreiz im Analbereich v.a. Nachts. Andere Symptome können auch Bauchweh, Uebelkeit und andere Magen-Darm-Beschwerden sein.

Der Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis), den Du befürchtest, siedelt sich vor allem im Bereich der Leber (aber auch in anderen inneren Organen) an. Bei Befall der Leber lassen sich in der Bildgebung typische zystenartige Strukturen nachweisen. Die Beschwerden treten oft erst auf, wenn schon Großteile der Leber zerstört sind und das wäre dann auch mit Leberfunktionsstörungen in Blutuntersuchungen nachweisbar. Die Verbreitung in Europa ist sehr gering. Meines Wissens nach scheidet man keine Larven bei Fuchsbandwurmbefall aus, sondern nur die Eier.

Allenfalls zählt zu den - in unseren Breiten relevanten - Wurmerkrankungen noch die Erkrankung am Hundebandwurm (Echinococcus granulosus).

Meine Empfehlung: Such Deinen Internisten auf und berichte ihm von Deinen Beobachtungen. Bei V.a. Wurmerkrankung gibt es heute gute Medikamente.

Hallo,

Nun habe ich jetzt im Stuhl weiße Fäden entdeckt und befürchte
irgendein Wurmbefall. Hab mich schlau gemacht und gelesen das
der Fuchsbandwurm im Endsatdium tödlich sein kann, da sich die
Eier/ Finnen in die Organe setzen.

Annähernd in Frage käme hier wirklich nur das Würmchen Enterobius/Oxyuris vermicularis = Madenwurm, das in einer sog. Flachspültoilette auch optimal im noch warmen Zustand für kurze Zeit beweglich zu sehen wären, sodass man gleich Bescheid weiß. Seine Wurmeier lassen sich mikroskopisch in einer Stuhlprobe schlecht, nämlich höchstens zu 5% nachweisen, weil sie außerhalb, perianal abgelegt werden. Tesa-Objektträgermethode wird oft bei Kindern genommen.

Wenn Du wirklich dünne „Fäden“ meinst, dann könnte es sich eher um unverdaute Zellulosefasern aus der Nahrung handeln. Das ist nichts Ungewöhnliches.

Echinokokkosen durch Fuchs oder Hund kommen gar nicht in Frage, keine Sorge! Das kann es also nicht sein. Im Falle, wenn hiervon Eier aufgenommen wurden, gehen die geschlüpften Larven über die Blutbahn in Leber, u. a. und bilden dort Zysten bzw. Alvolen je nach Art. Diese Brut gelangt nicht in den Darm und ist daher auch nicht sichtbar oder parasitologisch über Stuhlproben nachzuweisen.

Frage: Wäre ein solcher Fuchsbandwurmbefall oder generell ein
Wurmbefall vor 2 Monaten bei den Untersuchungen sichtbar
gewesen? Oder funktioniert hier nur eine Probenuntersuchung?

Finnenhaltige Leberzysten, bez. -alveolen durch Fuchs- oder Hundebandwurm lassen sich per Ultraschall und noch besser per CT oder MRT nachweisen und natürlich serologisch.
Aber darum geht es Dir hier gar nicht.

Einzelne Würmchen sieht man natürlich auf keiner Rö-Aufnahme und in keiner CT.

Andere menschenpathogene Wurmarten, die man sich noch gut in Urlaubsregionen mit eingeschränkten Hygienemöglichkeiten bezügl. der Ernährung einfangen kann, sind nicht als „Fäden“ im Stuhl sichtbar. Sie wären parasitologisch per Stuhlprobe nachweisbar. Da diese in der Regel im Dünndarm leben, kommen nur einzelne Wurmabgänge vor, wie z. B. Proglottiden von Schweine- oder Rinderbandwurm, daran stirbt man nicht, die kann man mit einer Tablette behandeln. Oder der menschenpath. Spulwurm (Ascaris lumbr.) kann vereinzelt abgehen und hat ca. Regenwurmgröße, ist aber weißlich, ist super behandelbar, usw.
Aber diese kommen, so denke ich alle nicht in Frage, denn Fäden sind das alles nicht.

Es ist ja schon einiges untersucht worden. Die seit einiger Zeit bestehenden Blähungsschmerzen haben aber eine Ursache. Wurde schon eine Laktoseintoleranz ausgeschlossen? Hierbei bauen Bakterien den unverdauten Zucker zu Gas + Säure ab. Auch andere Unverträglichkeiten sind möglich (Fruchtzucker, Gluten, usw.)

Gruß, Renate