Hallo,
Nun habe ich jetzt im Stuhl weiße Fäden entdeckt und befürchte
irgendein Wurmbefall. Hab mich schlau gemacht und gelesen das
der Fuchsbandwurm im Endsatdium tödlich sein kann, da sich die
Eier/ Finnen in die Organe setzen.
Annähernd in Frage käme hier wirklich nur das Würmchen Enterobius/Oxyuris vermicularis = Madenwurm, das in einer sog. Flachspültoilette auch optimal im noch warmen Zustand für kurze Zeit beweglich zu sehen wären, sodass man gleich Bescheid weiß. Seine Wurmeier lassen sich mikroskopisch in einer Stuhlprobe schlecht, nämlich höchstens zu 5% nachweisen, weil sie außerhalb, perianal abgelegt werden. Tesa-Objektträgermethode wird oft bei Kindern genommen.
Wenn Du wirklich dünne „Fäden“ meinst, dann könnte es sich eher um unverdaute Zellulosefasern aus der Nahrung handeln. Das ist nichts Ungewöhnliches.
Echinokokkosen durch Fuchs oder Hund kommen gar nicht in Frage, keine Sorge! Das kann es also nicht sein. Im Falle, wenn hiervon Eier aufgenommen wurden, gehen die geschlüpften Larven über die Blutbahn in Leber, u. a. und bilden dort Zysten bzw. Alvolen je nach Art. Diese Brut gelangt nicht in den Darm und ist daher auch nicht sichtbar oder parasitologisch über Stuhlproben nachzuweisen.
Frage: Wäre ein solcher Fuchsbandwurmbefall oder generell ein
Wurmbefall vor 2 Monaten bei den Untersuchungen sichtbar
gewesen? Oder funktioniert hier nur eine Probenuntersuchung?
Finnenhaltige Leberzysten, bez. -alveolen durch Fuchs- oder Hundebandwurm lassen sich per Ultraschall und noch besser per CT oder MRT nachweisen und natürlich serologisch.
Aber darum geht es Dir hier gar nicht.
Einzelne Würmchen sieht man natürlich auf keiner Rö-Aufnahme und in keiner CT.
Andere menschenpathogene Wurmarten, die man sich noch gut in Urlaubsregionen mit eingeschränkten Hygienemöglichkeiten bezügl. der Ernährung einfangen kann, sind nicht als „Fäden“ im Stuhl sichtbar. Sie wären parasitologisch per Stuhlprobe nachweisbar. Da diese in der Regel im Dünndarm leben, kommen nur einzelne Wurmabgänge vor, wie z. B. Proglottiden von Schweine- oder Rinderbandwurm, daran stirbt man nicht, die kann man mit einer Tablette behandeln. Oder der menschenpath. Spulwurm (Ascaris lumbr.) kann vereinzelt abgehen und hat ca. Regenwurmgröße, ist aber weißlich, ist super behandelbar, usw.
Aber diese kommen, so denke ich alle nicht in Frage, denn Fäden sind das alles nicht.
Es ist ja schon einiges untersucht worden. Die seit einiger Zeit bestehenden Blähungsschmerzen haben aber eine Ursache. Wurde schon eine Laktoseintoleranz ausgeschlossen? Hierbei bauen Bakterien den unverdauten Zucker zu Gas + Säure ab. Auch andere Unverträglichkeiten sind möglich (Fruchtzucker, Gluten, usw.)
Gruß, Renate