Hallo Pädda,
das Wort „Lymphknotenkrebs“ ist nur ein Oberbegriff. Deshalb kann man von dem Wort allein keine Prognose ableiten.
Es gibt zwei Hauptarten:
- Morbus Hodgkin
- die Non-Hodgkin-Lymphome
(hierunter gibt es zahlreiche verschiedene Tumortypen, die sich aus den verschiedenen Arten und Reifestufen der Lyphozyten ergeben - die Prognosen sind ebenfalls unterschiedlich. Die Lymphozyten sind wiederum eine Unterart der verschiedenen weißen Blutkörperchen. Weiterhin hängt die Prognose vom Stadium ab. Günstig ist es, wenn die Ausbreitung bisher nur auf einer Seite des Zwerchfells stattgefunden hat (Stadium I bis II) und je „unreifer“ die entartete Zellform ist, denn hier hat die Chemo ihre besten Erfolge. Die Chemotherapie in ihrer Zusammensetzung und die Anzahl der Blöcke/Zyklen werden genau auf den Patienten und seine Tumorart + Stadium zugeschnitten.
In den letzten 10 Jahren haben alle dokumentierten Erfahrungsberichte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dazu beigetragen, dass unsere Therapieverfahren gezielter und effektiver geworden sind.
Es ist heute üblich, die Patienten vor allem vor einer Chemotherapie, sehr genau über alles aufzuklären und zu jeder Zeit alle weiteren Fragen zu beantworten.
Hier findest du Broschüren der deutschen Krebshilfe: scrollen bis „Non-Hodgkin-Lymphome“ und anklicken. Hier gibt es die ausführlichen Broschüren-Informationen über alles was mit Lymphomen zu tun hat.
http://www.krebshilfe.de/neu/infoangebot/brosch.html…
Wenn du etwas über die Einstufung der Gefährlichkeit wissen möchtest, solltest du einen behandelnden Arzt in der Klinik ansprechen, aber nicht im Beisein deines Vaters! Er muss freiwillig entscheiden, wann er sich solche Gespräche anhören will! Dein Vater befindet sich psychisch jetzt, zu Anfang der Therapie, in einer besonders angespannten Ausnahmesituation. Deshalb solltest du ihn nicht mehr als nötig belasten, wenn du merkst, dass er deine Fragen als quälend empfindet oder gar nicht in der Lage ist, sie zu beantworten.
Versuche ein Gespür dafür zu entwickeln, über welche Fragen du mit ihm sprichst. Einen Patienten, der gerade unter Schock die Diagnose erfahren hat, kannst du nicht fragen, wie weit denn der Krebs schon fortgeschritten ist - wenn er dann nicht frei antwortet (du glaubst, dass er nicht die Wahrheit sagt), dann drückt er damit seine Betroffenheit aus.
Er muss entweder von selbst das Bedürfnis haben, darüber zu reden, das kommt oft erst, wenn der erste Schock abgeklungen ist, oder du musst versuchen, dir deine Informationen erstmal beim Arzt zu holen.
Die Ärzte werden dir als Sohn Auskunft geben.
Viele Grüße
Renate
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