Hallo, Brillenschlangen!!!
Demnächst muß ich mir eine Brille besorgen und bin jetzt vor der Frage, ob ich Bifokal- oder Gleitsichtgläser nehmen soll! Hat jemand von Euch Erfahrung damit, was angenehmer beim Tragen ist? Ich möchte nicht total ungebildet zum Optiker gehen!
Mit viele Grüßen
Annemarie
Hi Annemarie!
Demnächst muß ich mir eine Brille besorgen und bin jetzt vor
der Frage, ob ich Bifokal- oder Gleitsichtgläser nehmen soll!
Hat jemand von Euch Erfahrung damit, was angenehmer beim
Tragen ist? Ich möchte nicht total ungebildet zum Optiker
gehen!
Warum eigentlich nicht? Der ist doch ein Fachmann und kann dich doch am besten beraten, das ist doch auch sein Aufgabe!
Ob Bifokal- oder Gleitsichtgläser hängt sehr von deinem „Sehverhalten“ ab.
LGChrisTine
Hallo Annemarie,
Hat jemand von Euch Erfahrung damit, was angenehmer beim
Tragen ist? Ich möchte nicht total ungebildet zum Optiker
gehen!
selbst wenn einige Dir ihre Erfahrungen mitteilen werden sie Dir nicht viel nutzen.
Im Rheinland sagt man ‚Jeder Jeck ist anders‘ und meint damit, daß man persönliche Erfahrungen ncht so ohne weiteres übertragen kann.
Geh zum Optiker, laß Dich beraten und nimm die Linsenart, die Dir am besten gefällt oder mit der Du am besten klar kommst.
Gandalf
Guten Tag.
Ich möchte nicht total ungebildet zum Optiker gehen!
Nun gut, du wirst also beim Optiker sagen, dass Herr X schlechte und Frau Y gute Erfahrungen mit der einen und Frau Z schlechte und Herr π² gute mit der anderen gemacht haben. Das nützt natürlich, abgesehen davon, dass man diese Aussage nur mit einer leistungsfähigen Tabellenkalkulation auseinander klabustert bekommt, gewaltig …
Es hilft nichts - deine körperlichen Besonderheiten musst du schon selbst ermitteln, und das geht am besten unvoreingenommen. Mein Optiker hat mich seinerzeit gewarnt, ich sollte ja gaanz vorsichtig sein in den ersten Tagen mit dem neuen (Gleitsicht)Spekuliereisen, weil alles wackelt, dreht und ggf. verschwimmt, und Auto fahren sollte ich auch erst mal nicht. Und was war? Nix war - weder verzerrte irgendwas, noch bekam ich Kopfweh oder Übelkeit …
Nützt dir das was? Nø.
GEK
Mahlzeit,
Du solltest Dir vor allem - bevor Du den Weg zum Optiker antrittst - darüber klar sein, was Du ausgeben möchtest.
Für eine Gleitsichtbrille nicht wirklich übertrieben hohen Standards wirst du schnell um die 700,00 los.
Gruß
Demenzia
Hallo Annemarie,
der Frage, ob ich Bifokal- oder Gleitsichtgläser nehmen soll!
Hat jemand von Euch Erfahrung damit, was angenehmer
beim Tragen ist?
Ich gehe davon aus, dass Du bisher eine Monofokalbrille (mit Einstärkengläsern) besitzt und nun zwischen Ferne und Nahsehen unterschiedliche Stärken benötigst.
In früheren Jahren war dann die Bifokalbrille weit verbreitet, die mit dem von außen gut sichtbaren „Fensterchen“ eine klare Trennlinie aufweist. Diese Brille sieht man heute kaum noch. Sie mag den Vorteil haben, dass man sich als Anfänger schneller auf die beiden Bereiche (Fokusse) einzustellen lernt.
Die Multifokalbrille (Gleitsichtbrille) dagegen hat den großen Vorteil, dass sie uns mehr Komfort bietet: sie sieht wie eine „normale“ Brille aus, wirkt dadurch auch eher modisch.
Man sieht auch in mittleren Bereichen scharf!
Wenn ich persönlich nur den absoluten Fernbereich und den Nahbereich meiner Brille nutze, dann hätte ich am PC ein Problem… nicht so mit der Gleitsichtbrille.
Man sollte aber nicht verheimlichen, dass die meisten Menschen mit ihrer ersten Gleitsichtbrille erst lernen müssen und zwar intensiver, als mit der Bifokalbrille. Manche sehen anfangs ovale Teller statt runde - das Gehirn muss eben auch erst lernen, und das kann um so länger dauern, je größer der Stärkenunterschied in Dioptrien gemessen, zwischen Nah- und Fernbereich ist!
Deshalb misst ein erfahrener Optiker immer diese Bereiche nach, wenn er vermeiden will, dass sein Kunde an seiner neuen Brille verzweifelt. Etwas „Spiel“ besteht immerhin, um einen zu extremen Stärkenunterschied zu vermeiden, was die Eingewöhnung wesentlich erleichtert.
Beim Einstieg ist daher ein schwacher oder starker Stärkenunterschied oftmals der Grund dafür, dass es „Multifokal-Erstlinge“ gibt, die vom ersten Tag an schon ihre Brille genießen und andere, die sie noch nach Wochen und gar Monaten in die Ecke schmeißen wollen.
Fazit:
Nur zum ersten Eingewöhnen „kann“ die teurere Multifokalbrille anstrengender sein, aber sie bietet auf Dauer den besten Komfort und sieht modischer aus.
Gruß, Renate
Liebe Renate!
Vielen Dank für Deine wirklich ausführliche und hilfreiche Information! Das, was Du hier schreibst, erklärt warum in meinem Bekanntenkreis eigentlich viele mit Bifokalbrillen besser zurecht kommen! Jedenfalls weiß ich nun, daß man Geduld braucht - denn von der Logik her kommen mir auch Gleitsichtbrillen als die bessere Variante vor.
Danke nochmals und liebe Grüße
Annemarie