Verehrte Experten,
leider fand ich kein Brett, dem diese Frage zweifelsfrei zuzuordnen wäre. Insofern versuche ich es einfach mal hier.
Neulich war in dem Blatt zu lesen, welches einst antrat „Fakten, Fakten, Fakten“ zu liefern, im Gegenzug aber wohl weniger Hintergrundinformationen, kleine Jungs würden sich langsamer als kleine Mädchen entwickeln, weil sie schon im Embryonalstadium höheren Risiken ausgesetzt seien. Man beruft sich auf eine Studie.
Gern hätte ich gewußt, worin diese höheren Risiken bei männlichen Embryonenen bestehen, bzw. wie es dazu kommt.
Besten Dank an die oder auch den Antwortenden.
Freundliche Grüße, hh
Tag Herr Hesse, welche Ehre.
Der Hauptgrung liegt wohl in der Genetik begründet. Der Mensch hat von allen Chromosomen (=Träger der Erbinfo) zwei Stück, d.h., wenn auf einem Chromosom etwas kaputt geht oder ein Chromosom nicht so leistungsfähig ist, besteht immer noch die Chance, daß das andere Chromosom (das man auch vom jeweils anderen Elternteil vererbt bekommen hat) ausgleichen kann.
Nur bei einem Chromosom gibt es eine Besonderheit, nämlich dem sog. „Geschlechtschromosom“ Da gibt es die Variante X und die Variante Y. Hat frau zwei X-e, ist sie ein Weibchen, hat man ein X und e Y, wird man Mann. Das Problem ist, das auf dem Y ausser der Info „werde ein Männchen“ kaum noch was anderes steht, d.h. das betreffende X-Chromosom ist für alles allein verantwortlich. Deshalb gibt es zB deutlich mehr Erbkrankheiten bei Jungs.
So seh ich das.
Chris
Stimmt weitestgehend (o.T.)
(o.T.) heißt ohne Text (scheint aber sehr verlockend zu sein 
Wieso nur weitestgehend??
einen text
Es gibt auch einige andere Gründe, warum weibliche Organismen stabiler sind als männliche (spiegelt sich auch in der durchschnittlichen Lebenserwartung wieder).
U.A. ist es durch die Hormonsituation bedingt.
Streß wird von weiblichen Organismen auch besser vertragen als von männlichen.
Der Hauptgrund ist aber das XY-Chromosomenpaar.
Gandalf