ich habe ein für mich äußerst wichtiges Anliegen.
Es geht um meine 43 jährige Schwester.
Letzten Samstag bekam sie plötzlich sehr starke Unterleibschmerzen,
so stark, dass sie vor Schmerzen weinte. Da ich Angst hatte, es könne
sich um etwas gefährliches handeln, brachte ich sie in ein
Krankenhaus. In der Notaufnahme wurde sie untersucht und man stellte
ein Myom mit einem Durchmesser von 7 cm in der Gebärmutterwand fest.
Außerdem war ihr crp Wert erhöht. Dieser lag bei 7,5 (pro dl). Der
Arzt meinte, sie kann nach Hause gehen, wenn sie möchte, sollte aber
vielleicht lieber bleiben, da sie einen starken Druck im Unterbauch
verspürte. Ich dachte mir, dass sie dort am besten aufgehoben ist und
ließ sie bleiben. Am nächsten Tag (am Sonntag)hieß es, es solle am
Montag eine Ausschabung (Cürretage) gemacht werden. Sie bekam
den Aufklärungsbogen und unterschrieb. Am Montag, als die anderen
Ärzte (Chefärztin und Oberarzt) da waren, meinten diese dann, eine
Ausschabung sei nicht notwendig, es solle mit einer
Antibiotikatherapie versucht werden, den crp-Wert zu senken. Am
Mittwoch (also 3 Tage nach Antibiotikabeginn) meinte man, der Wert
habe sich gesenkt. Am 4. Tag hieß es dann plötzlich, der Wert sei
weiter gestiegen. Nun ist heute Sonntag (7. Tag der Antibiotikagabe
per Infusion) und die Ärztin meinte, der Crp -Wert liegt bei 9 und
die Chefärztin entscheidet morgen, ob die Gebärmutter rauskommt. Ich
bin ziemlich verunsichert, da meine Schwester eine ansonsten sehr
gesunde Frau ist, mit den besten Blutwerten, sie Sport macht und auf
eine gesunde Ernährung achtet, dass sie durch so eine Entfernung
Nachteile bekommt. Meine Schwester hat bis jetzt ihre Periode jeden
Monat immer regelmäßig bekommen und so starke Schmerzen hatte sie bis
vor einer Woche noch nie. Die Ärztin hat mich beängstigt, als sie
sagte, vermutlich nekrotisiert das Myom und die Entzündung kann sich
verbreiten, und wenn die Entzündung ins Blut geht, kann ich gar
nichts mehr machen. Ich denke, sie werden morgen operieren wollen,
die Ärztin meinte, man sollte sofort operieren, da die Entzündung
sich verbreiten kann. Was ist ihre Meinung dazu? Muss man wirklich
sofort die Gebärmutter rausnehmen? Ich fragte die Ärztin, ob es nach
einer Gebärmutterentfernung nicht zu Senkungen usw. kommen könnte,
sie sagte einfach „nein“. Auch sonst reden die Ärzte in diesem
Krankenhaus nur sehr wenig. Was sollten wir tun? An dieser Stelle
muss ich erwähnen, dass meine Schwester seit 10 Jahren nicht mehr
beim Frauenarzt war und die Ärzte im Krankenhaus dies auch durch uns
erfahren haben. Auf meine mehrmaligen Fragen, ob man denn nicht nur
das Myom entfernen könne, sagt man einfach „nein“. Als Untersuchungmethode wurden immer nur vaginale Sonographien und normale Blutuntersuchungen gemacht. Kann sich so eine Entzündung wirklich so schnell verbreiten, dass man sich lieber nicht aus dem Krankenhaus entlassen lassen und eine andere Meinung einholen sollte?
Ich hoffe, dass Sie mir antworten und bedanke mich herzlich…
Freundliche Grüße,
Fleur
Hallo Fleur!
Vorweg: Ich bin kein Arzt, möchte dir aber einfach auf meine Weise helfen.
Ich hatte vor 10 Jahren 2 Myome, die fast 11 cm groß waren. Sie wurden in einer OP mit Bauchschnitt einfach rausgeschnitten. Myome sind gutartige (also nicht zerstörend wachsende)Tumoren in der Muskulatur der Gebärmutter. Es muss also nicht unbedingt eine Hysterektomie erfolgen.
Allerdings scheint bei deiner Schwester ein Entzündungsverlauf stattzufinden, der nicht eingedämmt werden kann. So etwas kann tatsächlich zu einer Sepsis führen, an der man sterben kann.
Ich finde es sehr wichtig, dass ihr die Ärzte noch einmal dazu drängt, euch die Zusammenhänge zu erklären, gerade, weil die OP möglicherweise ganz schnell durchgeführt werden muss. Wenn deine Schwester nicht dazu in der Lage ist, dann kümmere du dich, tust du ja ohnehin schon.
Ein Patient hat das Recht, ausreichend informiert zu werden bei einem so schwerwiegendem Eingriff. Besteht darauf!
Aber ich hoffe, dass hier noch Fachleute antworten.
Dir und deiner Schwester alles Gute!
LiebeGrüßeChrisTine
Gebärmutterentfernung
Hallo,
ob das nun notwendig ist oder nicht, kann ich Dir auch nicht sagen. Wenn es unklar ist, würde ich die Ärzte löchern.
Auch finde ich es komisch, dass die Ärzte die Frage nach Folgend der OP einfach verneinen. Also nochmal genau nachfragen.
Wenn alle Vor- u. Nachteile bzw. Risiken gegeneinander abgewogen wurden, wird man in der Klinik eine Entscheidung treffen, die von der Patientin auch mitgetragen werden sollte.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen (zwei Jahre nach GM-Entfernung), dass es zu keinerlei Nachteilen gekommen ist. Und ich kenne auch viele Frauen, bei denen es genauso ist. Allerdings KANN es, alleine schon weil es eine OP ist, zu Folgeproblemen kommen. Aber wie gesagt, man wird die OP hoffentlich gut begründen können…
VG
Monroe
Hallo,
will Deine Schwester noch Kinder bekommen?
Mit etwa 43 Jahren hatte ich so starke Regelblutungen, dass ich - weil ich auf Reisen war - dort in ein Krankenhaus musste. Die gaben mir vorläufig etwas zur Blutstillung und sagten, ich solle in meinem Heimatort ins Krankenhaus und ein sehr groß gewordenes Myom entfernen lassen.
Auch das Krankenhaus in der Nähe meines Wohnortes sah die Notwendigkeit an. Ich ließ den Eingriff machen und habe es bisher nicht bereut.
Kinderwunsch war bei mir nicht mehr vorhanden (ich war schon sterilisiert) und sonst gab es nach der Entfernung der Gebährmutter keine Probleme bei mir.
Es hat für mich sehr viele Vorteile, wenn ich nicht alle vier Wochen mich mit der Regelblutung „rumschlagen“ muss. Da die Eierstöcke noch arbeiteten, war keinerlei Hormongabe notwendig.
Die OP war vor 13 Jahren und ich habe weder Wechseljahresbeschwerden noch sonstige Probleme. Im Gegenteil ich fühle mich seither „frei“.
Die Tage nach der OP waren nicht besonders lustig und auch einige Wochen danach musste ich mich sehr schonen. Das war alles. Ich bin in meinem Bekanntenkreis nicht die Einzigste, die diese OP hinter sich hat - keine der Frauen hat Probleme und der Nebeneffekt, dass es keine Regelblutung mehr gibt, finden alle angenehm.
Gruß
Ingrid