Antwort von
nach einer Stunde
hilfreich
Re: Angst wegen Weisheitszahn
Hallo Sabine,
bin zwar kein Fachmann bzw. keine Fachfrau, sondern nur jemand mit einiger Weisheitszahnerfahrung *gg*, aber vielleicht gelingt es mir trotzdem, Dir Deine Angst etwas zu nehmen.
Die Schmerzen könnten vom Durchbruch herrühren und dementsprechend von alleine wieder verschwinden, sobald sich die Sache beruhigt und sich Dein Kiefer sozusagen an die veränderten Verhältnisse gewöhnt hat. Soweit ich weiß, gibt es mit den oberen Weisheitszähnen viel seltener Probleme als mit den unteren. Kann natürlich auch sein, dass der Zahn nicht gerade im Kiefer steht und deswegen Schmerzen verursacht. Am besten gehst Du mal zu nem guten Zahnarzt und lässt das abklären.
Sollte es nur ne vorübergehende Sache sein besteht kein Grund, den Zahn zu ziehen. Weisheitszähne müssen nicht unbedingt raus, nur weil sie eben Weisheitszähne sind. Sie sind zwar anfälliger für Karies, weil sie beim Putzen schwer zu erreichen sind, aber das war´s dann auch schon.
Sollte das Teil allerdings tatsächlich Probleme machen und an einer Extraktion kein Weg vorbeiführen - keine Panik!!
Wie gesagt, die oberen sind meist kein Problem und Du schreibst ja auch selbst, dass Dein Zahn gerade rausgekommen ist.
Ich habe mich vor einigen Monaten von 3 Zähnen getrennt. Zuerst kam einer der oberen dran und ich hatte genauso ne Sch....angst wie Du. Völlig umsonst, wie sich rausgestellt hat.
Kaum angefangen, schon war´s auch schon vorbei. Innerhalb von ca. 2 Minuten war das Teil gezogen. Kein Gezerre und Gemache mit Kraftaufwand seitens meiner Zahnärztin, so wie man das von früher kennt. Ich hab absolut nichts gespürt und auch der Wundschmerz hinterher war so minimal, dass ich noch nicht mal Schmerzmittel nehmen musste.
Sollte Dir sowas bevorstehen, also 'normales' Zahnziehen, dann lass Dich blos nicht verrückt machen. Es ist wirklich nichts, wovor man sich fürchten muss.
Sollte der Zahn bei Dir operativ entfernt werden müssen, dann wird´s zwar etwas komplizierter, will sagen aufwändiger, aber es ist trotzdem kein Horrorszenario.
Die unteren beiden lagen bei mir noch vollkommen im Kiefer und noch dazu quer. Klasse Sache :-(
Das war dann wohl das, was Du mit 'seitlich aufschneiden' meinst. So wurde es zumindest bei mir gemacht. Dann wurden die Zähne im Kiefer zerteilst und stückchenweise rausgenommen.
Ist zugegebenermaßen etwas unangenehmer, als das normale Ziehen, schon alleine, weil´s länger dauert, weil die Geräusche beim Fräsen nicht so toll sind und ich schon alleine die Vorstellung, was da gerade gemacht wird, alles andere als prickelnd fand, aber es ist auch auszuhalten. Ebenso die Wundschmerzen hinterher, diesmal hab ich mich zwar an den Tabletten schadlos gehalten, aber mit Schmerzmitteln ist auch das kein soo grosses Problem.
Nun zur Narkose. Es gibt die Möglichkeit, das alles unter Vollnarkose machen zu lassen (wobei es keine richtige Vollnarkose ist, sondern wohl so ne leichte Volle ;-) ).
Das wollte ich ursprünglich auch haben, hab mich aber dann vom Gegenteil überzeugen lassen. Letztendlich - es ist und bleibt ne Narkose und ist mit nem Risiko verbunden (sei es auch noch so klein).
Manche ZA´s machen es lieber unter Vollnarkose, weil sie dann ungestörter arbeiten können und nicht mit unwillkürlichen Bewegungen des Patienten rechnen müssen. Mag was für sich haben, aber nach meiner Erfahrung ist es wirklich nicht nötig, schon gar nicht, wenn es sich um ne normale Extraktion und auch nur um nen einzelnen Zahn handelt.
Haben die Zähne erst Wurzeln, sobald sie aus dem Zahnfleisch
rauskommen?
Wie gesagt, bin kein ZA, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Wurzeln immer da sind, sozusagen schon dann, wenn der Zahn sich entwickelt. Ob sich der Zahn innen oder aussen befindet, macht keinen Unterschied. Meine unteren WZ´s waren beide innen und was hatten die für Wurzeln ;-)
Ausserdem kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Zahn es mitbekommt, ob er draussen ist oder nicht, so nach dem Motto 'Ah, ich bin draussen, jetzt schlag ich aber schnell mal Wurzeln' *ggg* - you know what I mean..
gezeigt, nur halb geöffnet, von der Seite? (da ich Probleme
mit meinen Kieferbändern habe, und deswegen den Mund nicht so
weit aufmachen kann ;-)
Keine Angst, ich dachte auch, ich müsste den Mund gaaaanz weit aufreissen, damit die ZA da hinten hinkommt. War aber nicht. Sie meinte sogar des öfteren, ich sollte den Mund etwas mehr schliessen.
Tut das wirklich so weh, wenn nach einer Woche
diese Watte rausgezogen wird (also mehr schmerzen als das
ziehen selbst)?.
Kommt auch wieder drauf an. Zum einen - ein oberer WZ, der ganz normal im Kiefer steht, der wird einfach nur gezogen und fertig. Anschließend beisst Du noch 2 Stunden auf nen Wattepad, hältst Dich an die guten Ratschläge des ZA (nicht rauchen, kein Alkohol, nichts Heisses trinken etc.) und das war´s auch schon.
Ne Drainage, wie ich es jetzt mal nennen möchte, wird nur dann gelegt, wenn geschnitten wurde, damit die Wundflüssigkeit abfliessen kann. Ob das rausnehmen weh tut? Well, kann sein, muss aber nicht. Bei mir tat´s beim ersten bzw. zweiten Zahn überhaupt nicht weh. Beim dritten hab ich das Teil nach ein paar Tagen von selbst verloren. Weh tat dann nur, als ein neues gelegt werden sollte - das war nicht so schön.. :-(
Aber soweit muss es bei Dir ja gar nicht kommen. Mach Dich nicht verrückt und lass Dir von Deinem ZA erst mal erklären, ob der Zahn überhaupt gezogen werden muss. Und selbst wenn - soo schlimm ist es wirklich nicht.
Ansonsten denke ich, es werden sich sicher auch noch Fachleute zu Deinem Posting äussern (vielleicht sogar schon, während ich das hier schreibe) und auch meines kommentieren, sollte ich hier als Laie fachlichen Unsinn (Wurzeln etc. )verzapft haben.
Viel Glück und Kopf hoch
Gudrun :-)