Blutdrucksenkende Mittel

Ich habe ein großes Problem. Seit 20 Monaten muss ich 3 Blutdrucksenkende Mittel (Codiovan 360, Moxonidin Morgens, Amplonidin Abends), ein Pulssenkendes Mittel und 2 starke Schmerzmittel am TAG schlucken. Da ich in beiden Knien fast keinen Knorpel mehr habe, ist schmerzfreies Laufen auch nach 2x 100 mg Diclac nicht möglich. Langsam komme ich mir vor, als ob ich mich langsam aber sicher mit dieses vielen Mitteln vergifte. Da ich fast bewegungsunfähig geworden bin, ist eine stätige Gewichtszunahme leider auch nicht zu verhindern. Ich bin verzweifelt!!! Müssen drei Blutdruckmittel wirklich sein?

Müssen drei Blutdruckmittel wirklich sein?

hallo

das kann dir hier sicherlich keiner beantworten, weil niemand deine werte kennt, welchen ursprungs deine hypertonie ist, wie es um deinen allgemeinzustand bestellt ist etc…

gerade mit einstellung von blutdruck solltest du keine eigenen experimente machen, sondern mit deinem arzt zusammenarbeiten

good luck
Karin

ich weiß das es die möglichkeit gibt, das du mit deinen medikamenten zu deiner apotheke gehst und diese schaut nach, wie die verträglichkeit untereindaner ist. dann hast du die möglichkeit immer einen zweiten arzt zu konsultieren ( kardiologe ).
was ich seltsam finde 3 blutdrucksenker.
wie sind denn die werte und seit wann sind die werte erhöht?
nicht zu vergessen bei bestimmten symtomen- das bevorstehende oder schon vorhandende klimakterium. wir wechseln von…nach.
wie ist es bezüglich deiner knie-e mit einer knorpelverpflanzung? wenn du privatversichert bist kannst du dadrüber nachdenken, als kassanpat. auch- da musst du mit deiner kasse verhandeln. gruß konstanze

Hallo Konstanze,
vielen Dank für Deine Antwort. Ich bin Kundin bei einer einzigen Apotheke und habe dort ein „Stammblatt“. Der Computer spuckt sofort ein Alarmzeichen aus, wenn ein Medikament sich mit einem anderen nicht verträgt. Das ist für mich schon einmal sehr wichtig! Ich bin bei einem anderen Kardiologen gewesen. Was hat er gemacht? Hat mir zu den 3 Betablockern noch zusätzlich einen Puls-Senker verabreicht, weil mein Ruhepuls bei 110 war. Mit der jetzigen Medikation hat sich mein Blutdruck auf ca 135/80(90) eingespielt. Festgestellt wurde die Hypertonie vor ca zwei Jahren in der Földiklinik (Lyphklinik). Nach dem wickeln am Morgen hatte ich plötzlich einen Blutdruck von 225/170. Von da an bekam ich die hohe Medikamentendosierung. Bis zu diesem Tag war ich eigentlich überzeugt einen eher niedrigen Blutdruck zu haben. Beim messen wurde immer so ca 110/60 festgestellt.
Ich habe nun im Januar die Einnahme der Pille nach 30 Jahren eingstellt. Ich hoffe, dass mein Blutdruck sich jetzt etwas normalisiert oder wenigstens etwas sinkt.
Habe mich heute auch mal nach dem Trufit Plug (Knorpelverletzungs Behandlung)erkundigt. Muss mich aber noch ein wenig intensiver damit befassen. Meine Kasse sagt, dass sie diese Behandlung bezahlt, aber meine Knie evtl. zu sehr beschädigt sind. Diese Methode wird eigentlich nur bei Knorpelverletzungen, nicht bei total Abbau angewandt.

Hallo Sabine,

je mehr Antworten Du bekommst, um so mehr rückst Du mit der Sprache raus. Und das ist gut so. Je mehr die hier Lesenden wissen, um so besser können sie die Situation einschätzen.

Bitte korrigiere mich, wenn ich nicht richtig zusammenfasse:

Du hast folgende Symptome:

Bluthochdruck
Kniebeschwerden
Gewichtszunahme

(das hattest Du schon früher geschrieben).

Hier schreibst Du nun

Bis zu diesem Tag war ich eigentlich
überzeugt einen eher niedrigen Blutdruck zu haben.

Also das Gegenteil: niedriger Blutdruck

Haben Deine Ärzte diese Symptome eigentlich schon mal in Zusammenhang betrachtet und überlegt, dass alle drei auf die gleiche Ursache zurück zu führen sein könnten? Insbesondere die Tatsache, dass Du von niedrigem Blutdruck zu hohem Blutdruck gewechselt bist, sollte zu denken geben.

Ich habe hier im wer-weiss-was schon öfter über eine Gruppe von Krankheiten geschrieben, welche bei den allermeisten Ärzten wenig bis gar nicht bekannt ist, was auch daher kommt, dass diese etwa 10 Einzelkrankheiten allesamt noch sehr wenig erforscht sind. Es handelt sich um eine Infektion, welche (überwiegend) durch Zecken übertragen werden. Die Krankheitsgruppe heißt „Borreliose“ und ist überwiegend durch Bakterien verursacht (Spirochäen). Diese sind obendrein leider extrem schlecht über Blutuntersuchungen nachzuweisen (Fehlerquote je nach Testverfahren und nach welchem Erreger gesucht wird bis zu 65%, manche behaupten bis zu 80%). Daher haben viele Borreliosekranke völlig „normale“ Blutwerte.

Sowohl im Forumsteil von diesem Brett als auch im Archiv von wer-weiss-was findest Du etliche Beiträge zum Thema, nicht nur von mir, aber auch. Beim Lesen wirst Du Dir sicher selbst schnell darüber klar, ob diese heimtückische Krankheit (gegen die man nicht impfen kann und die man nicht mit der Hirnhautentzündung FSME = Virusinfektion - verwechseln darf) auf Dich zutreffen könnte oder nicht.

Die Schwierigkeit ist dabei, dass diese Krankheit(en) oft sehr schleichend und vor allem sehr vielfältig auftritt. Insgesamt gibt es ca. 130 verschiedene Symptome, die aber nicht alle ein Mensch haben muss. Aber die von Dir genannten gehören z.B. dazu. Da viele dieser Symtome sehr unscheinbar sind („Zipperlein“), kommst Du vielleicht gar nicht auf die Idee, dass Du (vielleicht, möglicherweise) noch etliche weitere Symptome hast, die auf eine entsprechende Erkrankung hindeuten könnten. Ich nenne einfach mal ein paar, willkürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Gestörtes Temperaturempfinden (auch leichte Übertemperatur), Licht-/Geräuschempfindlichkeit, Gereiztheit, Ungeschicklichkeit (Kaffeetasse umschütten), Vergesslichkeit („was wollte ich hier eigentlich?“), Wortverdrehungen („Die Maschine in die Wäsche schmeißen“), Hautempfindlichkeit (Kribbeln, Brennen der Haut), Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Nachtschweiß, etc.etc.

Ganz typisch ist dabei die Unstetigkeit: Heute dieses, morgen jenes. Selbst bei körperlichen Beschwerden/Schmerzen: Heute das rechte Knie, morgen das linke, Tags drauf Rückenschmerzen, dann ist die Schulter dran etc. etc.

Wenn Du Dich genauer über diese Krankheitsgruppe informieren möchtest, so kannst Du eine Zeitlang bei der Internet-Selbsthilfegruppe „Borreliose-Forum“ des Deutschen Borreliose Bundes mitlesen. Dort sind nicht nur wahre Experten (sowohl Betroffene als auch Ärzte), sondern Du kannst dort auch über 1000 Krankengeschichten nachlesen, die Dir genauere Einblicke in das Krankheitsbild geben, so dass Du noch besser beurteilen kannst, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass Du an einer dieser Krankheiten leiden könntest.

Hier der Link:

http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

Ich hoffe, dass mein Verdacht nicht zutreffen möge. Aber bei geschätzten 2,5 Millionen chronisch Borreliosekranker allein in Deutschland wärst Du bei weitem nicht allein. Auch damit nicht, dass die Ärzte auf alles Mögliche behandeln, aber die eigentliche Ursache nicht herausfinden (weshalb natürlich dann auch die Therapien wenig oder gar nichts helfen).

Schnelle Besserung wünscht

Alexander