Süßstoffgeschmack: genetisch bedingte Wahrnehmung?

Von: , Frage gestellt am Di, 26. Mai 2009

Hallo,

ich habe mal gehört, dass einige Menschen diesen ekelhaften Nachgeschmack von Süßstoff (Aspartam?) nicht schmecken können. Für mich war das immer die Erklärung, warum manche Menschen Cola light trinken können, ohne dass sie k***** müssen. Diese These wollte ich jetzt nem Freund unterbreiten, der das Zeug liebt. Leider konnte ich mit Google nicht fündig werden. Weiß jemand, ob sowas aus medizinischer Sicht überhaupt Sinn ergibt, also ob bestimmte Geschmacke oder Gerüche genetisch bedingt nur von bestimmten Menschen wahrgenommen werden können? Bei Spargel-Urin habe ich mal ähnliches gehört, bewegt sich aber alles im Rahmen gefährlichen Halbwissens. Vielleicht kennt ja sogar jemand eine wissenschaftliche Untersuchung (zB Artikel), der dem Süßstoff-Phänomen nachgeht.

Schon mal besten Dank,
Jan

9 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
    Re: Süßstoffgeschmack: genetisch bedingte Wahrnehm

    Wissen tu ich nicht, aber glaube das ist einfach Geschmacksache, der eine mag Spinat der andere nicht.
    Ich glaube nicht das es eine medizinische Erklärung für eine Abneigung gegen Süßstoff gibt!!
    Aber wie gesagt: wissen tu ich es nicht :-)

    • Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Süßstoffgeschmack: genetisch bedingte Wahrne

      Also so wie ich das verstanden habe, soll es eine genetische Prädisposition sein, dass man diesen Beigeschmack überhaupt schmeckt. Insofern passt der Vergleich mit Spinat weniger, weil ja jeder den Spinatgeschmack schmeckt, nur mag ihn nicht jeder. Beim Süßstoff soll aber demnach objektiv anders geschmeckt werden.

      • Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Süßstoffgeschmack: genetisch bedingte Wahrne

        Wäre eine Erklärung, wieso ich bei Coke Zero immer kotzen muss und
        andere es mögen :-)

        • Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Süßstoffgeschmack: genetisch bedingte Wahrne

          Naja den Süßstoffbeigeschmack schmeck ich auch, ich find auch das normale Cola besser schmeckt aber trotzdem trink ich grad ein Coke zero!!!

  2. Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
    Re: Süßstoffgeschmack: genetisch bedingte Wahrnehm

    Hallo Jan, ich habe mal gehört, dass einige Menschen diesen ekelhaften
    Nachgeschmack von Süßstoff (Aspartam?) nicht schmecken können.
    Für mich war das immer die Erklärung, warum manche Menschen
    Cola light trinken können, ohne dass sie k***** müssen.
    Offenbar sind deine Geschmacksknospen noch intakt und normal empfindlich, so daß sie Fremdstoffe, die dem Körper eigentlich gar nicht zugeführt werden sollten, herausschmecken. Das K... ist dann eine ganz normale Reaktion. Seitdem ich nur noch BioBrot esse, kann ich das Industriezeugs nicht mehr ab - erstens schmeckt's nicht mehr und zweitens erzeugt es regelrechten Widerwillen, wenn ich mal anderes Brot essen muß, etwa auswärts.

    Ich schmecke z.B. auch raus, wenn ein Kuchen mit Margarine statt Butter gebacken wurde. Vor vielen Jahren las ich mal einen Artikel in "Natur" wie Margarine genau hergestellt wird und was da für'n Zeug drin ist. Da habe ich mich dann nicht mehr gewundert, daß ich Margarine noch nie mochte.

    Hier noch Links zu Aspartam:
    http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ia-aspartam-sue...
    http://de.wikipedia.org/wiki/Aspartam
    siehe hier insbesondere Metabolisierung und Gesundheitsfragen.

    Interessant ist auch, daß die Zulassung in den USA erst nach Benennung von Arthur Hull Hayes zum Chef der FDA durchgesetzt werden konnte, der vorher bei und mit verschiedenen Pharmafirmen arbeitete:
    http://people.forbes.com/profile/arthur-hull-hayes/1...

    Außerdem muß man natürlich berücksichtigen, daß die höchstzugelassene Dosis je kg Körpergewicht leicht überschritten werden kann, wenn man viele Diätprodukte und Süßes isst.

    Wer sich generell gesund ernährt, ist, außer bei Diabetikern, mit ganz normalem Zucker auf der sicheren Seite. Warum soll man sich das Zeug denn unbedingt antun?

    Herzliche Grüße,
    Cantate

    • Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Süßstoffgeschmack: genetisch bedingte Wahrne

      Hallo, Vor vielen Jahren las ich mal
      einen Artikel in "Natur" wie Margarine genau hergestellt wird
      und was da für'n Zeug drin ist. Da habe ich mich dann nicht
      mehr gewundert, daß ich Margarine noch nie mochte.
      ich erinnere mich da an einen Satz unseres Chemiedozenten zum Thema wikrsame Werbung:
      "Die Werbung hat es geschafft das Chemieprodukt Margarine zum guten und das Naturprodukt Butter zum schlechten Nahrungsmittel zu machen."

      Gruß, Niels

      • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
        Re^3: Süßstoffgeschmack: genetisch bedingte Wahrne

        Hallo Niels, Vor vielen Jahren las ich mal
        einen Artikel in "Natur" wie Margarine genau hergestellt wird
        und was da für'n Zeug drin ist. Da habe ich mich dann nicht
        mehr gewundert, daß ich Margarine noch nie mochte.
        ich erinnere mich da an einen Satz unseres Chemiedozenten zum
        Thema wikrsame Werbung:
        "Die Werbung hat es geschafft das Chemieprodukt Margarine zum
        guten und das Naturprodukt Butter zum schlechten
        Nahrungsmittel zu machen."
        Ein sehr kluger Professor!

        Das trifft auch auf die Diät- bzw. angeblichen Schlankheitsprodukte zu. Da wird chemisch einiges entfernt, von den unvermeidbaren Rückständen der chemischen Mittel redet aber keiner, auch nicht von den gehärteten Fetten darin, die wir gar nicht verdauen können.

        Hast du mal "streichfreundliche" Butter probiert? Ich hab sie mal versehentlich gekauft: schmeckt nach nix und hinterläßt im Mund einen seltsamen Pelz - als hätte man den Mund mit Erdöl gespült. Habe sie gleich weggeworfen und gucke jetzt genau hin...

        Ähnliche Beispiele gibt es en gros: mit Marketing-Tricks kann man vieles verkaufen, was die Menschen sonst nicht einmal mit der Zange anfassen würden.

        Herzlicher Gruß,
        Cantate

  3. Antwort von nach 9 Stunden 0 hilfreich
    Re: Süßstoffgeschmack: genetisch bedingte Wahrnehm

    Hallo Grobbelflopp,

    ist nicht nur bei Süßstoff so. Stevia beispielsweise hat für mich einen ganz eindeutigen Geschmack nach Erbrochenen. Keine Chance, ich habs wirklich versucht, das Zeug ist ja im Vergleich zu anderen Süßungsmitteln recht gesund und empfehlenswert.

    Schade eigentlich.

    Gruß

    Annie

  4. Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
    Re: Süßstoffgeschmack: genetisch bedingte Wahrnehm

    HAllo, das ist eine natürlich Abwehr, dass du nach Light K*** musst. Ob du anders schmeckst lässt sich nur schwer herausfinden (entsprechende Tests gibts beim Neurologen, allerdings eher in der Klinik als einer Praxis)
    Aber falls du deinen Kumpel überzeugen willst, das Süßstoffe nicht gut sind, dann findest du vieles im Internet dazu (insbes. zu Aspartam aber auch Phenylalanin) oder seriösere Info in medizinischen ZEitschriften, die man zB. hier findet http://www.pubmed.de/data/dimdi.link.html (stichworte: sweetener toxicity)

    Autor: Mead MN
    Titel: Sour finding on popular sweetener.
    Quelle: Environmental health perspectives; VOL: 114 (3); p. A176 /200603/
    > verursacht Nierenkrebs, leukämie oder Lymphdrüsenkrebs

    Autoren: Rencüzogullari E; Tüylü BA; Topaktas M; Ila HB; Kayraldiz A; Arslan M; Diler SB
    Titel: Genotoxicity of aspartame.
    Quelle: Drug and chemical toxicology; VOL: 27 (3); p. 257-68 /200408/
    >selbsterklärend

    Whitehouse CR; Boullata J; McCauley LA
    Titel: The potential toxicity of artificial sweeteners.
    Quelle: AAOHN journal : official journal of the American Association of Occupational Health Nurses; VOL: 56 (6); p. 251-9; quiz 260-1 /200806/
    Abstract: Since their discovery, the safety of artificial sweeteners has been controversial. Artificial sweeteners provide the sweetness of sugar without the calories. As public health attention has turned to reversing the obesity epidemic in the United States, more individuals of all ages are choosing to use these products. These choices may be beneficial for those who cannot tolerate sugar in their diets (e.g., diabetics). However, scientists disagree about the relationships between sweeteners and lymphomas, leukemias, cancers of the bladder and brain, chronic fatigue syndrome, Parkinson's disease, Alzheimer's disease, multiple sclerosis, autism, and systemic lupus. Recently these substances have received increased attention due to their effects on glucose regulation. Occupational health nurses need accurate and timely information to counsel individuals regarding the use of these substances. This article provides an overview of types of artificial sweeteners, sweetener history, chemical structure, biological fate, physiological effects, published animal and human studies, and current standards and regulations.

    Prost
    Susanne

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