Hallo Andrea,
Du hattest ja neulich schon mal hier gefragt.
Ich habe Dir damals geantwortet und zurück gefragt, da Deine Angaben etwas wenig waren.
ich fragte:
Hallo Andrea,
hattest Du damals Antibiotika bekommen? Wenn ja, welches, wie lange
und in welcher Dosierung? Du weißt, dass ABs immer in Bezug auf das
Körpergewicht des Patienten abgestimmt werden müssen, damit sie
richtig wirken können und dass die Gabe ausreichend lange sein muss?
Diclo ist ja nur ein Schmerzmittel und bekämpft nicht die Ursache.
Bekommst Du darüber hinaus jetzt aktuell was gegen die festgestellte
Entzündung (Infektion)?
Schnelle Besserung wünscht
Alexander
Leider hattest Du mir damals nicht geantwortet.
Nun schreibst Du, dass Dein Arzt eine völlig andere Diagnose stellt, eben das Pfeiffersche Drüsenfieber, welches auf den EBV (= Virus) zurück geht. Dies geht ja auch eindeutig über die erhöhten Werte aus der Blutuntersuchung hervor.
ich habe heute meine Blutwerte bekommen. Mein hausarzt sagt,
ich habe oder hatte Pfeiffersches Drüsenfieber
EBV-EA IgG LIA = 68,0 positiv
Was bedeuten diese Werte genau?
Es ist ziemlich einfach: Viele Menschen haben diesen Virus in sich. Zumeist ist er durch das körpereigene Immunsystem gut unter Kontrolle zu halten. Dass er sich in einer derartigen Weise im Blutbild bemerkbar macht, zeigt eindeutig, dass sich in Deinem Körper eine weitere, anders geartete Entzündung befindet, die Dein Immumsystem zu bekämpfen versucht.
Es ist über ausführliche Untersuchungen nachgewiesen worden, dass eine EBV-Erkrankung oft einher geht mit einer Erkrankung durch Borrelien oder andere Co-Erreger (zumeist Bakterien, Spirochäen). Diese werden allesamt überwiegend durch Zecken auf den Menschen übertragen. Allerdings sind auch andere Übertragungswege nicht völlig ausgeschlossen. Somit ist ein Zeckenbiss in der Vergangenheit ein Indiz für eine mögliche Borreliose (oder eine der ca. 10 Co-Erkrankungen), ein fehlender Zeckenbiss aber eben kein Gegenbeweis.
Vor ca. 5 Wochen hatte ich stark angeschwollene Lymphknoten im
Halsbereich (Hühnerei groß). Der HNO-Arzt meinte es war eine
Seitenstrangangina. 3 Wochen später bekam ich starke
unerträgliche Schmerzen in den Armen und Beinen und bin dann
zum Hausarzt, der hat nun durchs Blutbild diese Werte
festgestellt. Die Halslymphknoten sind noch immer ein wenig
angeschwollen, tun aber nicht weh. Hat der HNO-Arzt nicht
gründlich genug untersucht? Wie kann man sich das alles
erklären?
Alle die Symptome, die Du hier beschreibst, sind typisch für die Borreliose, welche sich in ca. 130 verschiedenen Symptomen äußern kann.
Wenn Du Dich weiter informieren möchtest, kannst Du hier im Forumsteil des Medizinbrettes in verschiedenen Beiträgen darüber lesen, oder aber auch über die Archivsuche zahlreiche Beiträge zum Thema auch von anderen Teilnehmern finden. Schon dann wirst Du einen ersten Einblick haben, ob diese Krankheitsgruppe auf Dich zutreffen könnte oder nicht.
Die wahren Experten findest Du in der Internet-Selbsthilfegruppe „Borreliose-Forum“ des Deutschen Borreliose Bundes. Sowohl Betroffene als auch Ärzte beteiligen sich dort.
Hier der Link:
http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php
Erneut wünsche ich Dir schnelle Besserung und vor allem DIE richtige Behandlung.
Schöne Pfingsten
Alexander