Schilddrüsenunterfunktion

Guten Tag,
ich bin Basti, 22 Jahre alt,
also ich habe eine längere Geschichte. Angefangen hat alles vor 2 Jahren mit einer schweren Depression (Angstzustände, Panik, veränderte Wahrnehmung usw.) Das Ganze wurde dann mit Antidepressiva behandelt (Citalopram und Mirtazapin) Als ich mit dem Citalopram begann, fing es mit der Schlaflosigkeit an, daraufhin bekam ich dann 7,5 mg Mirtazapin zum schlafen. Alles lief nach 3 Monaten wieder sehr gut. Nach ca. 1 Jahr setzte ich dann das Citalopram ab wegen sexueller Funktionsstörungen. Nahm dann das Mirtazapin weiter erstmal zum schlafen. Nebenwirkung davon ist man tagsüber hundemüde, das ganze wurde dann immer schlimmer und jetzt schließlich setzte ich es diesen Februar ganz ab. Ja seitdem war es aus mit dem Schlafen. Anfangs war ich tagsüber zwar leistungsfähiger als mit dem Zeug aber das änderte sich nach 3 Monaten ganz schnell. War auf einmal totmüde, abgeschlagen, lustlos, Antriebslos usw. tagsüber aber konnte trotzdem nicht schlafen.
Jetzt komm das andere „Problem“. Bei mir wurde eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt. TSH 5,08, die anderen Werte werden gerade untersucht. Meine Hausärztin verschrieb mir trotzdem L-Thyroxin 25 ug für den Anfang, obwohl noch nicht alle Werte da sind. Da kann ja nichts passieren oder? Kommen die Symptome von der UF? Ich hoffe mal das ist die Ursache für die ganzen Beschwerden?

ich bin leider kein mediziner und kann dir bei deinem problem nicht helfen… aber es ist schon ein bisschen komisch, dass du unter schlafstörungen leidest. „normalerweise“ sind doch die symptome einer schilddrüsenunterfunktion (habe ich selbst) schlappheit und müdigkeit?

Hallo Basti,

Deine Symptome kenne ich auch aus der Unterfunktion, Antriebslosigkeit, bleierne Müdigkeit, depressive Stimmlage und auch Schlaflosigkeit trotz der Müdigkeit.

Es ging bei mir auch erst aufwärts, als die Thyroxindosis gut eingestellt war.
Daher hat Deine Ärztin schon Recht, Dir Thyroxin zu verschreiben, kann auch gut sein, dass Du das noch steigern musst, da man bei den Schilddrüsenhormonen mit kleiner Dosis anfängt und dann langsam steigert, bis die Blutwerte sich im normalen Bereich einpendeln.
Übrigens fängt bei mir der „Wohlfühlbereich“ erst unter einem TSH von 1 an, das liegt aber an einer stark verkleinerte Schilddrüse, das hat mir auch mein Endokrinologe so empfohlen.
Ich würde Dir zusätzlich raten, Deine Schilddrüse von einem Facharzt (Radiologe oder Endokrinologe) untersuchen zu lassen.

Es ist also zuerst ganz wichtig, dass Du die Unterfunktion los wirst, das kann einige Zeit gehen, bis sich die Symptome bessern.
Ich empfand das dreiviertel Jahr, bis ich gut eingestellt war, als sehr belastend wegen der Müdigkeit und vor allem auch wegen der antriebslosen, lustlosen Stimmung, man kann sich zu nichts mehr aufraffen und auch an nichts richtig freuen.
Wobei ich sonst alles andere als eine „Schlaftablette“ oder depressiv bin, in der Unterfunktion bin ich es…
Auch die Schlafstörungen sind besser, seit ich gut eingestellt bin und auch wieder mehr Lust auf Sport habe.

gute Besserung,
Gruß,
Petra

Beim Radiologen war ich schon, die Schilddrüse ist ok. Er hat dann nochmal Blut abgenommen, um die anderen Werte zu checken, T3 und T4 glaub ich. Das mit der Schlaflosigkeit ist seit dem Absetzen vom Mirtazapin. Aber theoretisch müsste ich wieder schlafen können, weil das Citalopram schon vor 1 Jahr ausgeschlichen wurde. Hoffe mal das kommt von der Unterfunktion. Nehm auf keinen Fall wieder so Schlafzeug, das macht auch müde und behebt die Ursache nicht

Hallo Basti,

Noch einmal kurz zur Schilddrüse: meine Schilddrüse war laut Radiologen auch ok. Unterfunktionssymptome waren aber massiv vorhanden, die Blutwerte grenzwertig. Die Aussage des Radiologen war damals auch: ihre Schilddrüse ist ok, schlafen Sie sich halt mal wieder richtig aus!
Zwei Jahre später war die Schilddrüse auf die Hälfte verkleinert(die Autoimmunerkrankung heißt Hashimoto und war beim ersten Mal auch nicht im Blut nachweisbar).
Das Traurige: wegen dieser ersten Aussage des Radiologen wurden alle Symptome zwei Jahre lang auf die Psyche geschoben…

gute Besserung,
Petra

Bei mir wurd auch alles auf die Psyche geschoben 2 Jahre lang, allerdings war da noch nicht die Unterfunktion bekannt, Blut wurde regelmäßig untersucht. Das einzige was diese ganzen dummen Ärzte immer konnten war Antidepressiva verschreiben, obwohl ansonsten alles ok ist. Großes Problem ist ja nur die Schlaflosigkeit und die Müdigkeit, was mich sehr einschränkt. Aber naja im Moment gehts mir soweit ganz gut, geh Montag wieder arbeiten und dann abwarten wie sich das mit dem Medikament so entwickelt.

Danke euch allen

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Ich brauche nochmal Rat. So langsam geht mir diese Schlaflosigkeit total auf die Nerven. Bin zwar müde den ganzen Tag, ab und zu auch extrem, aber ich kann einfach nicht einschlafen. Nach 4-5 Stunden dann mal für ne Stunde im Land der Träume aber das wars dann auch. Was soll ich machen? Ich weiß nicht mehr weiter. Hab zwar Montag endlich den Termin beim Neurologen aber ich kann mir schon vorstellen was der mir wieder erzählt…