Ohr Empfindlichkeit ?

Hallo zusammen,

Versuche mich so kurz wie möglich zu halten.
Bin 22 Jahre alt und hab einen tinitus seit dem ich 16 bin ca. konnte bisher ganz gut damit umgehen mal lauter mal leiser. wenn man denn selben ton hat kann man sich daran gewöhnen.

Was am schlimmsten ist beschreibe ich jetzt mal.
Der HNO sag es ist eine ohrempfindlichkeit und kommt von der psyche.Das rechte ohr ist betroffen wo auch der tinitus ist.

"Immer wenn ein Geräusch kommt (sei es jetzt eine unterhaltung, ein kurzes bellen vom hund, oder einfach nur Besteck was ich einsortiere)habe ich ein lautes Polten/Rumpeln auf dem Ohr was sich anhört als würde man eine grosse platik Plane zerknüddeln.

Ich hab enorme Probleme damit umzugehen weil ich mich nicht daran gewöhnen kann. Bin dadurch immer gereitzt und versuch schon unterhatungen so kurz wie möglich zu halten.was mir aufgefallen ist das wenn ich dauerlärm ausgesetzt bin wie zb. wen ich auf dem Flohmarkt bin und die ganze zeit geräusche da sind hat das ohr keine chance das geräusch zu geben.

könnte jetzt noch so viel erzählen merk aber schon das das ein roman wird.

hoffe mir kann jemand hier weiter helfen.

MFG
Andre

nur so interesse habler. darf ich fragen wie du dich ernährst? viel fleisch? muss aber nichts heissen bin da nicht so kompentent.

lg m

Morgens brot mit wurst. gibt aber auch ab und zu nuttella oder erdbeerm.
Mittags vieles aber meist leider fettig, ab und zu mal was gesundes dazwischen.aber übermässig viel flisch nicht.
Abends das vom mittag oder was anderes was würtzig ist :smiley:
1,78 m gross 75g kann alles essen.

Hallo,
also ich habe seit ca. 5 Jahren einen Tinitus(also mit 20) bekommen, damit umzugehen ist sehr schwer, ein Tinnitus ist eine Durchblutungsstörung! Die du beim HNO behandeln lassen kannst. Sprich mit Infusionen oder Durchblutungsförderne Mittel. Dies habe ich schon mehrmals hinter mir, es bringt Erfolg, aber wenn du nach der Therapie wieder voll im Stress bist, beginnt der ganze Mist wieder. Ich habe auch Entspannungstherapie mit Tai Chi gemacht, bringt wenig, wenn man sich nicht richtig abschalten kann. Du musst versuchen ganz viel Zeit für dich zu finden, leider muss dir auch bewusst sein, dass Tinnitus auch zur Höherveschlechterung führen kann. Ist bei mir eingetroffen!! Um so mehr du dir Stress machst, so mehr neg. Sachen sind auf dein Ohr betroffen. Ich habe eine lange (schlimme) Geschichte hinter mir. Meistens ist der Tinnitus auch ein Gehörstörz gewesen, den du evtl. gar nicht bemerkt hast. Falls du Fragen hast, frag ruhig. Grüße

Das mit deinem tinitus tut mir leid wie jeder andere der das bekommt auch tut. Mit dem tinitus hab ich mich schon fast abgefunden. in diesem thema sprech ich das mit dieser ohrempfindlichkeit an.

Das mit den infusionen und durchblutungs tabletten hab ich bereits alles hinter mir geholfen hat es nix , der tinitus kann ja so viele verschiedene ursachen haben wie vom Kiefer der halswirbelseule und und und… bei mir wird das bereits alles auf die psyche geschoben.

Ich hab ihrgentwie das gegenteil von Stress ich hab nix zutuhen, wohnung aufräumen und mit dem hund gehen das wars :smiley:.

mfg
andre

Hallo Andre,

Das mit den infusionen und durchblutungs tabletten hab ich
bereits alles hinter mir geholfen hat es nix , der tinitus
kann ja so viele verschiedene ursachen haben wie vom Kiefer
der halswirbelseule und und und…

bei mir wird das bereits
alles auf die psyche geschoben.

das ist wieder typisch! wenn die lieben Ärzte nicht weiter wissen, na dann ist es halt die Psyche. Ist ja so praktisch, weil man da nichts beweisen kann und alles sein kann.

Ich hab ihrgentwie das gegenteil von Stress ich hab nix
zutuhen, wohnung aufräumen und mit dem hund gehen das wars :smiley:.

Ich nehme mal an, dass Du die ganzen Möglichkeiten, die Du oben selbst aufgezählt hast, schon alle überprüfen hast lassen, oder?

Vielleicht wäre es für die mitlesenden wer-weiss-wasler hilfreich, wenn diese wüssten, was denn genau schon alles untersucht und gemacht wurde. Vielleicht hat dann ja noch eine® eine Idee, auf die Deine Ärzte noch nicht gekommen sind.

Wie sieht es denn mit sonstigen Beeinträchtigungen körperlicher und geistiger Art aus? Durchschlafprobleme, Vergesslichkeit, wechselnde körperliche Schmerzen z.B. am Rücken, den Händen/Füßen, Gelenken, Zerstreutheit („was wollte ich hier eigentlich?“) Temperaturmissempfindungen (frieren obwohl es warm ist oder umgekehrt) Lichtempfindlichkeit (Blendung bei nächtlichen Autofahrten) oder oder oder. Alles, was halt Deine Mitmenschen, welche gesund sind, nicht haben.

Nur eine Gesamtzusammenschau des ganzen Körpers kann womöglich auf die richtige Ursache für Deinen Tinitus führen.

Schnelle Besserung wünscht

Alexander

Wie sieht es denn mit sonstigen Beeinträchtigungen
körperlicher und geistiger Art aus? Durchschlafprobleme,
Vergesslichkeit, wechselnde körperliche Schmerzen z.B. am
Rücken, den Händen/Füßen, Gelenken, Zerstreutheit („was wollte
ich hier eigentlich?“) Temperaturmissempfindungen (frieren
obwohl es warm ist oder umgekehrt) Lichtempfindlichkeit
(Blendung bei nächtlichen Autofahrten) oder oder oder. Alles,
was halt Deine Mitmenschen, welche gesund sind, nicht haben.

Was ich bisher getahen habe:

  • Schilddrüse untersuchen lassen (negativ)
  • Halswirbelseule röntgen lassen (negativ)
  • " in der Kernspint ablichten lassen (MRT)(negativ)
  • 3 Monate in einer Klinik für psychotherapie(soll ja daran liegen)
  • Infusionen und Tabletten für die durchblutung (nix gebracht)
  • Aufbisschiene anfertigen lassen um den Kiefer zu entlasten, dazu kann ich jetzt nix sagen weil ich die zu kurz getragen habe wie sich jetzt rausgestellt hat, soll sie anstatt 2 wochen , 3 monate tragen.
  • Am herz kann es ev auch liegen hab ich gelesen, deshalb langzeit EKG
    und herz ultra (negativ)
  • Massagen aber unregelmässig.

das hab ich mit 22 schon hinter mir…

Meine beschwerden körperlich hohoho:

  • Tinitus

  • Poltern/Rumpeln auf dem Ohr nach geräusch

  • Schwitzige hände, schwitzige füsse, (läst nach wenn ich zubett gehe)

  • Kalte hände , Kalte füsse , (läst nach wenn ich zu bett gehe)

  • Kribeln an beiden Händen in dem kleinen finger und ring finger

  • Manchmal von morgens bis abends extreme unerklärliche nackenschmerzen

  • Manchmal schlimmer Herz rüdmussstörung für 2-5 sek

  • Einschlaf probleme bis zu 45 min

  • Vergesslichkeit im normalen mass

  • Zerstreutheit ab und zu steht ich mal da was wollte ich noch gleich
    aber denke auch im normalen mass

  • TemperaturEmpfindlichkeit

  • Temperaturmissempfindung ja

  • Aufgeregt sein obwohl es keinen grund gibt

  • Stress obwohl keiner da ist

  • Genervt liegt aber denk ich an den ganzen klamotten die ich habe.
    will lieber meine ruhe. obwohl ich mal das gegenteil war.

  • Zittern wenn was ansteht, was jetzt aber nicht so wichtig ist das man zittern müste.

  • öffters mal angst das der tinitus schlimmer wird oder die herzstörungen kömmen

mehr fällt mir gerade nicht ein , ich saug mir hier nix aus denn finger.

Eine schnelle besserung wäre schön :smile:

Hallo 85Andre,

Wie sieht es denn mit sonstigen Beeinträchtigungen
körperlicher und geistiger Art aus? Durchschlafprobleme,
Vergesslichkeit, wechselnde körperliche Schmerzen z.B. am
Rücken, den Händen/Füßen, Gelenken, Zerstreutheit („was wollte
ich hier eigentlich?“) Temperaturmissempfindungen (frieren
obwohl es warm ist oder umgekehrt) Lichtempfindlichkeit
(Blendung bei nächtlichen Autofahrten) oder oder oder. Alles,
was halt Deine Mitmenschen, welche gesund sind, nicht haben.

Was ich bisher getan habe:

  • Schilddrüse untersuchen lassen (negativ)
  • Halswirbelseule röntgen lassen (negativ)
  • " in der Kernspint ablichten lassen
    (MRT)(negativ)
  • 3 Monate in einer Klinik für psychotherapie(soll ja daran
    liegen)
  • Infusionen und Tabletten für die durchblutung (nix gebracht)
  • Aufbisschiene anfertigen lassen um den Kiefer zu entlasten,
    dazu kann ich jetzt nix sagen weil ich die zu kurz getragen
    habe wie sich jetzt rausgestellt hat, soll sie anstatt 2
    wochen , 3 monate tragen.
  • Am herz kann es ev auch liegen hab ich gelesen, deshalb
    langzeit EKG
    und herz ultra (negativ)
  • Massagen aber unregelmässig.

das hab ich mit 22 schon hinter mir…

Meine beschwerden körperlich hohoho:

  • Tinitus

  • Poltern/Rumpeln auf dem Ohr nach geräusch

  • Schwitzige hände, schwitzige füsse, (läst nach wenn ich
    zubett gehe)

  • Kalte hände , Kalte füsse , (läst nach wenn ich zu bett
    gehe)

  • Kribeln an beiden Händen in dem kleinen finger und ring
    finger

  • Manchmal von morgens bis abends extreme unerklärliche
    nackenschmerzen

  • Manchmal schlimmer Herz rüdmussstörung für 2-5 sek

  • Einschlaf probleme bis zu 45 min

  • Vergesslichkeit im normalen mass

  • Zerstreutheit ab und zu steht ich mal da was wollte ich noch
    gleich (aber denke auch im normalen mass)

  • TemperaturEmpfindlichkeit

  • Temperaturmissempfindung ja

  • Aufgeregt sein obwohl es keinen grund gibt

  • Stress obwohl keiner da ist

  • Genervt liegt aber denk ich an den ganzen klamotten die ich
    habe.
    will lieber meine ruhe. obwohl ich mal das gegenteil war.

  • Zittern wenn was ansteht, was jetzt aber nicht so wichtig
    ist das man zittern müste.

  • öffters mal angst das der tinitus schlimmer wird oder die
    herzstörungen kömmen

mehr fällt mir gerade nicht ein , ich saug mir hier nix aus
denn finger.

Ich sortiere jetzt mal diese Antworten ein wenig:
Teil 1, der von Dir genannten Dinge:

  • Tinitus

  • Poltern/Rumpeln auf dem Ohr nach geräusch

  • Schwitzige hände, schwitzige füsse, (läst nach wenn ich
    zubett gehe)

  • Kalte hände , Kalte füsse , (läst nach wenn ich zu bett
    gehe)

  • Kribeln an beiden Händen in dem kleinen finger und ring
    finger

  • Manchmal von morgens bis abends extreme unerklärliche
    nackenschmerzen

  • Manchmal schlimmer Herz rüdmussstörung für 2-5 sek

  • Einschlaf probleme bis zu 45 min

  • TemperaturEmpfindlichkeit

  • Temperaturmissempfindung ja

  • Aufgeregt sein obwohl es keinen grund gibt

  • Stress obwohl keiner da ist
    will lieber meine ruhe. obwohl ich mal das gegenteil war.

  • Zittern wenn was ansteht, was jetzt aber nicht so wichtig
    ist das man zittern müste.

Und hier der andere Teil Deiner Antworten (im Folgenden als „Teil 2“ bezeichnet):

  • Vergesslichkeit im normalen mass
  • Zerstreutheit ab und zu steht ich mal da was wollte ich noch
    gleich (aber denke auch im normalen mass)
  • Genervt liegt aber denk ich an den ganzen klamotten die ich
    habe.
  • öffters mal angst das der tinitus schlimmer wird oder die
    herzstörungen kömmen

Ich kenne mich einigermaßen mit der Krankheitsgruppe der Borreliose aus. Ich habe schon häufiger hier im wer-weiss-was darüber geschrieben, die findest die Beiträge (auch von anderen) zu diesem Thema hier über das Archiv mit dem Suchwort „Borreliose“.
Es handelt sich um eine Gruppe von etwa 10 verschiedenen Einzelkrankheiten, welche in der Mehrzahl bakterielle Infektionen sind. Alle Einzelkrankheiten ähneln sich sehr in ihren Symptomen. Die Erreger, welche für diese Krankheiten verantwortlich sind, werden überwiegend (aber höchst wahrscheinlich NICHT ausschließlich) bei einem Zeckenbiss übertragen.

Zecken tragen sehr häufig eine Vielzahl von Erregern in sich. Die bekanntesten Erreger sind wohl die Viren, die die sogenannte Hirnhautentzündung (FSME) auslösen. Gegen diese Viren kann man gut, sicher und im Allgemeinen gut verträglich geimpft werden. In meinen Augen sollte jeder in Deutschland, der sich öfter in der freien Natur aufhält, sich gegen diese Hirnhautentzündung impfen lassen, da die Durchseuchung der Zecken deutschlandweit ständig zunimmt. Die Gefahr durch die FSME-Erreger ist innerhalb Deutschlands ziemlich unterschiedlich verteilt. Landkarten über die FSME-Risiko-Gebiete gibt es in jeder Apotheke, oft sogar im Schaufenster.

Die weitaus häufigere Krankheit, die jedoch leider völlig unterschätzt wird, ja teilweise sogar richtiggehend negiert wird, ist die Gruppe der Borreliose-Erkrankungen. Die Gefahr, dass Zecken mit Borrelien oder einem der Co-Erreger infiziert ist, ist in deutschlandweiter Verteilung ähnlich groß und liegt bei etwa 60%, manche Wissenschaftler sprechen sogar von einer Durchseuchung von 2/3 aller Zecken. Die Erreger werden - entgegen der veralteten Lehrmeinung - ab der ersten Sekunde, also dem Zeckenbiss selbst, in den menschlichen Organismus übertragen.

Die Erreger nisten sich schon kurz nach dem Eindringen in den Körper in die Zellwände und das Zellinnere ein und halten sich nur selten im Blut auf. Dies ist auch der Grund, weshalb die Bluttests bei Borreliose so unzuverlässig sind. Je nach Testverfahren und Erreger auf den getestet wird, liegen die falschen Untersuchungsergebnisse in einer Größenordnung zwischen 25 bis zu 60% (manche sagen sogar bis zu 65%). Somit kann man sich auf Blutergebnisse leider überhaupt nicht für diese Krankheitsgruppe verlassen. Ein recht neues Testverfahren verwendet nicht mehr das Blut, sondern Hautpartikel. Dieses scheint deutlich richtigere Ergebnisse zu liefern, steht aber erst am Anfang der Entwicklung und wird noch bei weitem nicht von jeder Krankenkasse bezahlt. Über die Höhe der Fehlerquote bei diesem Testverfahren liegen mir noch keine Zahlenwerte vor.

Der Zeckenbiss selbst bleibt in den allermeisten Fällen vom Betroffenen unbemerkt. Manchmal (aber bei weitem nicht immer) findet der Betroffene beim Duschen oder Umziehen eine festgebissene Zecke. Diese gilt es schnellstmöglichst (und möglichst professionell) entfernen zu lassen. Hier zählt wirklich jede Minute. Die Entfernung kann über eine Zeckenzange oder Zeckenschlaufe geschehen. Eine Verwendung von Öl (wie man früher empfohlen hat) sollte vermieden werden, da man heute davon ausgeht, dass die Zecke bei der daraus resultierenden Luftabgeschlossenheit Panik bekommt und dabei besonders viele Erreger in den Menschen „hineinpumpt“ (das wird momentan so empfohlen, aber ob das wirklich so zutrifft, wissen wohl nur die Götter, vielleicht sagt man in 5 Jahren schon wieder ganz anders). Am sichersten ist es, wenn man die Zecke von einem Arzt entfernen lässt. Ist kein Arzt greifbar (z.B. Wochenende, Feiertag, mitten in der Nacht), so kann man versuchen mit einer Pinzette die Zecke - ohne diese zu quetschen - herauszuziehen. Dabei reißt oft der Zeckenkopf ab und bleibt im Gewebe des Menschen stecken. Dies ist zwar nicht gut, aber heute wird dies nicht mehr soooo tragisch gesehen wie früher. Hauptsache, der lebende Zeckenorganismus ist weg.

Wenn man die Zecke entfernt hat, kann man den Zeckenkörper gegen eine Gebühr (ich habe was von 35 EURO gehört, aber ohne Gewähr) auf Krankheitserreger untersuchen lassen (FSME-Viren, Borrelien, Ehrlichien, Babesien, Rickettsien, Bartonellen etc.). Eine Untersuchung der Zecke selbst bietet nach heutigem Kenntnisstand die sichersten Untersuchungsergebnisse.

Wie äußért sich die Borreliose oder eine der Co-Erreger-Erkrankungen:

  • in etwa 60% aller Zeckenbisse erscheint nach einigen Tagen eine sogenannte „Wanderröte“.
    http://images.google.de/images?hl=de&q=wanderr%C3%B6…
    Diese kann jucken, muss aber nicht. Diese Stelle kann anschwellen, muss aber nicht.
    Und wie gesagt: die Wanderröte selbst kann erscheinen, muss aber nicht.
    aber wenn die Wanderröte erscheint, so ist es ein sicheres Zeichen einer Infektion und dass der Körper gegen die Erreger ankämpft. In diesem Frühstadium der Infektion ist die Krankheit noch recht einfach und sicher mit einem Antibiotikum zu behandeln (zumeist wird Doxycyclin aus der Gruppe der Tetracycline verabreicht). Allerdings erkennen viele Ärzte die Wanderröte nicht oder verschreiben das Antibiotikum zu kurz und/oder zu niedrig dosiert. Es gilt die Regel einer Mindestdauer von 30 Tagen und einer Dosierung von 4 bis 5 mg je Kg Körpergewicht und Tag.

generell gilt: Mit ganz wenigen Ausnahmen entwickelt sich das Krankheitsbild der Borreliose schleichend und allmählich. Dass die Krankheit plötzlich mit aller Heftigkeit ausbricht, ist sehr selten.

Ein weiteres Kennzeichen für die Krankheitsgruppe der Borreliose ist die Unstetigkeit der Symptome. Du verwendest mehrfach das Wort

manchmal

Das heißt: Mal ist ein Symptom da, dann wieder nicht.

Ein weiteres Kennzeichen für diese Krankheitsgruppe ist, dass sich im Laufe der Zeit immer weitere (neue) Symptome dazugesellen. Da Du als Überschrift das Ohr gewählt hast, nehme ich fast an, dass es bei Dir mit den Ohren angefangen hat. Anschließend schreibst Du über kalte bzw. heiße Hände und Füße. Dann über etc.

Ein weiteres Kennzeichen für diese Krankheitsgruppe ist, dass sich oft gegenteilige Empfindungen innerhalb kurzer Zeit einstellen: Du beschreibst dies als

  • Schwitzige hände, schwitzige füsse, (läst nach wenn ich
    zubett gehe)
  • Kalte hände , Kalte füsse , (läst nach wenn ich zu bett
    gehe)

Oder auch - um zum Ohr zurück zu kommen: An einem Tag ist Dir alles zu laut, am nächsten Tag ist Dir die genau gleiche Lautstärke zu leise. Oder Du frierst obwohl es normal warm ist und eine Stunde später fühlst Du Dich bei genau der gleichen Temperatur als wärst Du in der Sauna…

Ein weiteres Kennzeichen dieser Krankheitsgruppe ist, dass fast nie nur ein einziges Symptom erscheint, sondern dass meist eine Vielzahl der ca. 130 verschiedenen möglichen Symptome auftreten. Siehe Deine Liste. Regel: Ein Symptom macht noch keine Borreliose (vergleichbar dem Spruch: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer).

Ein weiteres Kennzeichen dieser Krankheitsgruppe ist, dass scheinbar völlig unabhängige Symptome auftreten: Als Laie kommt man nicht unbedingt auf die Idee, dass z.B. kalte (oder schwitzige) Füße etwas mit dem Tinitus im Ohr zu tun haben könnten.

Dabei kommt es häufig (aber nicht immer) vor, dass sich zu „rein“ körperlichen Beschwerden (Tinitus, Herzstörungen, Nackenschmerzen) auch noch „geistige“ (man verzeihe mir den Ausdruck, wahrscheinlich gibt es einen besseren dafür) Symptome dazu kommen: Einschlafstörungen, Aufgeregtheit ohne Grund, Zittern ohne Grund, Ruhe-haben-wollen obwohl man eigentlich ein geselliger Mensch ist etc.

Ein weiteres Kennzeichen dieser Krankheitsgruppe ist, dass fast immer eine verringerte Leistungsfähigkeit auftritt: schnellere Ermüdung, schnelle Erschöpfungszustände u.ä. Natürlich kann man jetzt sagen: Gerade dieses Kennzeichen besagt doch nur, dass IRGENDwas nicht stimmt, aber das muss doch keine Borreliose sein. Dieser Einwand ist zwar prinzipiell richtig, kann aber nur dann gelten, wenn keine der anderen Kennzeichen einer Borreliose auftreten.

Ich habe bisher nur als Beispiele die Symptome genannt, welche Du in Deiner Liste in Teil 1 aufführst. Die Symptome aus Teil 2 habe ich bewusst außen vor gelassen, da Du diese als „im normalen Maß“ einschätzt. Ich weise deutlich darauf hin, dass ich nur einen Bruchteil der möglichen Symptome genannt habe. So ist beispielsweise ebenfalls ein typisches mögliches Symptom Beschwerden in Gelenken (sowohl Großgelenke wie Knie oder Hüfte als auch Kleingelenke wie Finger oder Zehen) oder im Rückenbereich (Pseudo-Bandscheibenvorfälle), Probleme mit inneren Organen (bei Dir Herz; sonst ist auch häufiger die Blase betroffen), Probleme mit den Nevenbahnen (z.B. Sehnenscheidenentzündung, „Tennisarm“, Muskelschmerzen etc.). Bei den „geistigen“ Symptomen wären noch zu nennen: Ungeschicklichkeiten (Kaffeetasse umschütten), Ortsfindungsstörungen (an das falsche Auto gehen, nur weil es die gleiche Farbe hat; in die Küche statt ins Bad gehen etc.), Buchstaben- oder Wortprobleme (Buchsatbnedrheer; „hast Du die Töpfe schon in den Nudel getan?“), Lichtempfindlichkeit (Blendbarkeit bei nächtlichen Autofahrten oder auch Sonnenbestrahlung) etc.

Du siehst, es sind enorm viele Symptome möglich, die auf diese Krankheit hindeuten könnten. Je mehr Symptome zusammen kommen, um so eher ist an eine Borreliose oder eine der Co-Erreger-Erkrankungen zu denken.

Leider kennen sich die Ärzte mit dieser Krankheitsgruppe überhaupt nicht aus und behandeln daher oft auf alles Mögliche und Unmögliche, ohne jeglichen bzw. ohne nennenswerten Erfolg.

Dies ist auch so ziemlich das letzte, hier und jetzt von mir genannte Kennzeichen der Borreliose-Erkrankungen: Lange Therapien auf verschiedenstes andere „diagnostizierte“ Krankheiten haben keinen oder zumindest keinen nennenswerten Erfolg gebracht. In diesem Zusammenhang erwähne ich mal die Krankheiten, die des öfteren „diagnostiziert“ und ohne Therapieerfolg behandelt werden: Rheuma, Multiple Sklerose, CFS (Chronisches Müdigkeits-Syndrom), Fibromyalgie, Alzheimer, Bandscheibenvorfall, Sehnenscheidenentzündung, Blasenentzündung, Herzprobleme, Augenentzündung, etc. etc.). Um gleich dem Aufschrei der Weißkittel zuvor zu kommen: Zum Einen sage ich nicht, dass Du Borreliose HAST, ich sage nur, dass die von Dir aufgezählten Symptome zu einer Borrelioseerkrankung passen - und sogar sehr gut passen. Außerdem sage ich NICHT, dass Du nicht zum Arzt gehen sollst um die anderen möglichen Krankheiten auszuschließen (aber das hast Du ja eh schon ausgiebig getan, so wie Du schreibst). Ferner sage ich NICHT, dass jedes Herzproblem, jedes Bandscheibenproblem etc. von einer Borrelioseinfektion herrührt, sondern ich betone, dass BEI THERAPIEVERSAGEN auf diese Krankheiten hin nach einer anderen Ursache gesucht werden muss und dass dann diese Ursache möglicherweise in einer Borrelioseerkrankung liegen könnte.

Leider verschlimmert sich eine Borreliose langsam aber sicher immer weiter und führt unbehandelt oder falsch behandelt leider oft über kurz oder lang in die Berufsunfähigkeit.

Um das ganze zu beenden, weise ich Dich nicht nur auf das Archiv von wer-weiss-was zu diesem Thema hin, sondern auch auf die Selbsthilfegruppe im Internet „Borreliose-Forum“ des Deutschen Borreliose Bundes. In diesem Forum sind neben Betroffenen auch Ärzte vertreten. Dort kann man Dir viel gezielter und besser Auskunft geben, auch über Detailfragen, als ich das je könnte.

Hier der Link:
http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

Eine schnelle Besserung wäre schön :smile:

Das glaube ich Dir aufs erste Wort!

Schnelle Besserung wünscht

  • auf dass Du NICHT unter dieser heimtückischen Krankheit leiden mögest -

Alexander

Mein gott hast sie/du dir eine mühe gemacht. Danke erstmal dafür,
denke das ist hilfreich.

bevor ich mich in diesem Forum anmelde, ist es nicht ratsam erstmal einen test zu machen auf borreliose, worauf gleich die nächste frage kommt kann ich mich auf borreliose so einfach testen lassen vom artzt wenn ich das möchte.
Mein Hausartzt wird mich mit sicherheit fragen: HERR xxxx WIE KOMMEN SIE DEN SCHON WIEDER AUF SOWAS, „wissen sie was das kostet“ das sagte er zumindestens als ich ein MRT wollte, oder diesen allgemeinen vorsorge check machen wollte der glaub ich so mit 40 gemacht wird und nicht in meinem alter.

Borreliose ist für mich neuland, gibt es da nur einen test?
da es ja noch diese Co. erreger gibt. das mit denn co erregern muss ich gleich nochmal nachlesen.

Auf einer seite wäre ich glücklich wenn ich wüste was mit meinem körper los ist auf der anderen seite möchte ich das auf keinen fall haben.

Bis dahin
Danke

MFG
Andre

Hallo Andre,

denke das ist hilfreich.

freut mich

ist es nicht ratsam
erstmal einen test zu machen auf borreliose,

Die Schwierigkeit ist, dass die Aussagekraft der Blutuntersuchungen im gleichen Maß abnimmt, je länger die Erregerübertragung zurückliegt. Falsch-negative Tests sind leider bei Borreliose-Chronikern weit häufiger, als korrekte Testergebnisse. Von daher kann man die Sinnhaftigkeit der Bluttests dahingehend in Frage stellen, je länger man an den Symptomen leidet.

Es gibt die verschiedensten Testverfahren, welche unterschiedliche Qualität haben. Ganz grob kann man die Qualität eines Verfahrens als Daumen-Mal-Pi-Regel in Zusammenhang bringen, wie lange die Auswertung von der Blutabnahme bis zum Resultat dauert. Ein Test, der schon nach 3 Tagen ein „Ergebnis“ liefert, ist der sogenannte „Elisa“. Ihm wird eine FEHLERquote von 60% (manche sagen sogar 2/3) nachgesagt. Dieses Testverfahren ist der Standardtest, den auch alle Krankenkassen (idiotischerweise) zahlen.

Dann gibt es noch den sog. „LTT“-Test. Bei diesem muss man zwischen 8 und 10 Arbeitstagen auf das Ergebnis warten. Früher war er im Leistungkatalog aller Krankenkassen enthalten, mittlerweile ist er bei vielen KK aus dem Leistungskatalog gestrichen worden. Die Schwierigkeit bei diesem Test ist, dass das Blut möglichst frisch untersucht werden muss. Ist das Blut länger als 20 Stunden aus dem Körper, so verliert dieser Test einen sehr großen Teil seiner Zuverlässigkeit. Somit wäre dieser (relativ preiswerte) Test, dessen Fehlerquote auf „nur“ noch 30 bis 35 % (je nach Wissenschaftler) veranschlagt wird, immer dann zu empfehlen, wenn es dem Patienten möglich ist, selbst in eines der Labors zu gehen, denen man nachsagt, sie seien gut auf dieses Testverfahren eingerichtet (wer kann’s überprüfen? Letztlich von unsereins gar niemand) um sich vor Ort (also in diesem Labor) das Blut abnehmen zu lassen, so dass zwischen Abnahme und Untersuchung weniger als eine Stunde liegt.

Ein weiteres Testverfahren, dem man eine ähnliche Zuverlässigkeit nachsagt, ist der sog. Westernblot. Dieser wird übrigens häufig (aber nicht immer) als Komplementärtest zum o.g. „Elisa“-Testverfahren verwendet (weil eben der Elisa allein viel zu unsicher ist). Auch hier ist für die Ergebnisermittlung ca. 10 Werktage anzusetzen.

Das zuverlässigste (sofern man dieses Wort überhaupt in den Mund nehmen will) Bluttestverfahren für mögliche Erreger nach einem Zeckenstich ist der sog. „Elispot“, für dessen Ergebnisermittlung zwischen 12 und 15 Arbeitstage zu veranschlagen sind. In der Fachliteratur wird von einer Fehlerquote von „nur“ (na ja!) 25% berichtet. In meinen Augen sind 25% Fehlerquote immer noch indiskutabel hoch, von den höheren % der anderen Verfahren ganz zu schweigen.

Viele Patienten und auch Ärzte, die sich mit dieser Krankheitsgruppe wirklich auskennen (sind leider deutschlandweit erschreckend wenige!), sind sehr skeptisch bis ablehnend gegenüber Blutuntersuchungen eingestellt. Tenor ist: Bringt kaum was, kostet nur Geld und wiegt durch viel zu häufige falsch-negative Ergebnisse die Ärzte und Patienten in einer falschen Sicherheit. Wichtiger ist die Diagnostik aufgrund der Symptome. Zitat eines uns persönlich bekannten Arztes: „ich therapiere nicht das Blutbild sondern die Ursache der Symptome“. Leider sind viel zu viele Ärzte „Blutbild-gläubig“, und wo keine Auffälligkeiten im Blut zu finden sind, da ist auch keine Krankheit (oder vielleicht noch was Psychisches). Der Grund, weshalb die Erreger oder Antikörper dagegen so häufig nicht über das Blut nachzuweisen sind, ist, dass sich die Erreger (oft Spirochäen) in den Zellwänden bzw. im Zellinneren einnisten und somit nur selten in der Blutbahn sind.

es gibt weitere Testverfahren mittels Blut, aber die bisher Genannten sind die häufigsten.

Seit relativ kurzer Zeit gibt es ein neues Testverfahren, PCR genannt, welches nicht das Blut, sondern Hautpartikel als Untersuchungsmaterial nutzt. Diesem sagt man eine deutlich zuverlässigere Ergebnisermittlung nach (ich habe von Fehlerquoten von 5 bis 15% gehört, je nach dem welchen Wissenschaftler man befragt). Das ist natürlich schon mal um Welten besser, aber ob ich es deshalb schon als „gut“ (oder gar „sehr gut“) bezeichnen soll, da bin ich mir selbst noch nicht schlüssig. Er ist zumindest vielversprechend, zumal er eben noch relativ neu ist (und bisher erst selten von Krankenkassen übernommen wird). Ich denke, da werden in den nächsten Jahren durchaus noch Weiterentwicklungen/Verbesserungen stattfinden. Ich würde auf alle Fälle das PCR-Verfahren probieren.

worauf gleich die
nächste frage kommt kann ich mich auf borreliose so einfach
testen lassen vom artzt wenn ich das möchte.

Prinzipiell sollte das jeder Hausarzt können. Und zwar für alle Testverfahren. Allerdings haben oft die „Hauslabore“ der Hausärzte nur ein Null-Acht-Fufzehn-Programm und sind in den seltensten Fällen auf ausgefallenere Testverfahren eingestellt (geschweige denn, dass diese dann Routine hätten in der Handhabung und was es alles zu beachten gibt). Daher sollte für eine Borreliose-(und/oder Co-Erreger)-Untersuchung gezielt ein Labor ausgewählt werden, welches sich auf derartige Tests spezialisiert hat. Informationen, welche Labore das sind, kann sich der Hausarzt im von mir schon genannten Borreliose-Forum (in dem auch Ärzte beteiligt sind!) besorgen.

Mein Hausartzt wird mich mit sicherheit fragen: HERR xxxx WIE
KOMMEN SIE DEN SCHON WIEDER AUF SOWAS, „wissen sie was das
kostet“

dann kannst Du antworten, dass eine angemessene Behandlung, die einen Behandlungserfolg bringt, in allen Fällen deutlich billiger ist, als wenn der Patient (in dem Fall Du) zum Chroniker wirst und über Jahre oder Jahrzehnte teure und nicht enden wollende Medikamente benötigt mit all den negativen Begleiterscheinungen wie Nebenwirkungen/Folgekrankheiten, Einschränkung der Lebensqualität (z.B. durch Schmerzen), dem sehr realen Risiko berufsunfähig zu werden und einem gesteigerten Risiko zu einem Pflegefall zu werden und dass somit die adäquate Behandlung auch direkt das Einkommen des Hausarztes in den kommenden Jahren hilft zu sichern. Je weniger Chroniker, desto mehr Einkommen für den Arzt. Es wird von Wissenschaftlern geschätzt, dass es deutschlandweit etwa 2,5 Mio Patienten gibt, die an chronischer Borreliose (oder eine der Co-Erreger-Erkrankungen) leiden. Quelle: Bundeskonferenz in Bonn -> genauen Link über das Borreliose-Forum erhältlich!
Lege ich nun für jede Artztpraxis der Einfachheit halber 1000 zu versorgende Personen zu Grunde (von denen natürlich bei weitem nicht alle chronisch krank sind), so ergibt sich bei gerundeten 80 Millionen Einwohnern ein %-Satz von gerundeten 3% der deutschen Bevölkerung. Somit sind in jeder deutschen Arztpraxis ca. 30 Patienten, die chronisch an Borreliose leiden. Auch in der Hausarztpraxis, die Du kennst. Dann kann sich der Arzt leicht selbst ausrechnen, wie viele Behandlungen, Therapien, Medikamente, Operationen, Kuren etc. diese Chroniker bekommen und somit sein Einkommen schmälern. Hätte er all diese durch richtige Behandlung im Frühstadium vor dem Chroniker-Status bewahrt, könnte er (der Hausarzt) schon heute lange so viel Geld verdient haben, dass er nicht mehr praktizieren müsste.

das sagte er zumindestens als ich ein MRT wollte, oder
diesen allgemeinen vorsorge check machen wollte der glaub ich
so mit 40 gemacht wird und nicht in meinem alter.

Gerade in Deinem Alter schadest Du durch die real drohende mittelfristige Berufsunfähigkeit ihm resp. seinem Einkommen (und nebenbei auch dem Staat) mehr (von Deiner Lebensqualität ganz zu schweigen!), als wenn er jetzt schnellstmöglichst in die Pötte kommt und wirklich klotzt, was das Zeug her gibt. Klar ist dies für ihn zusätzlicher Schreibkram: Er muss gegenüber der Krankenkasse begründen, warum so teuere Behandlungen/Untersuchungen/Medikamente. Aber wenn er dies plausibel darlegt, insbesondere aufgrund Deines wirklich jungen Alters, so wird ihm dann auch für Dich ein Sonderstatus gewährt, so dass ihm die Kosten für Deine Behandlung nicht oder nur zum Teil aus sein Budget angerechnet werden. Aber wie gesagt: ER muss halt bei der Krankenkasse aktiv werden (viel Schreibkram!).

Borreliose ist für mich neuland, gibt es da nur einen test?

siehe oben.

da es ja noch diese Co. erreger gibt. das mit denn co erregern
muss ich gleich nochmal nachlesen.

Theoretisch müsste man alle bisher bekannten Erreger (ca. ein Dutzend) testen lassen. Und das bei geschätzten 10 Testverfahren ergäbe somit (theoretisch) 12 Erreger x 10 Verfahren = 120 Bluttests. Du siehst: es ist utopisch, sich auf alle (bisher bekannten) Erreger mit allen (existierenden) Testverfahren testen zu lassen.

Ich persönlich würde den PCR machen lassen für Borrelien, Ehrlichien, Bartonellen und Rickettsien. Dies sind - soweit ich weiß - die in Europa überwiegend vorkommenden Erreger aus der Borreliose-Gruppe. Ob man die Babesien (übrigens so ziemlich die hartnäckigsten Viecher aus dieser Gruppe!) mit testen lässt oder nicht, ist am besten in Absprache mit einem der wenigen in Deutschland befindlichen Borreliose-Spezialisten festzulegen.

Übrigens wird im Zuge der Borreliose-Blutuntersuchung(en) zumeist auch ein EBV-Test mitgemacht. Das ist zwar ein Virus (Epstein-Barr-Virus), aber man weiß heute, dass dieser erhöhte Wert häufig gleichzeitig mit einer Borreliose-Erkrankung vorkommt. Ein erhöhter EBV besagt ja eigentlich nur, dass in den allermeisten Fällen neben dem Virus (den eh die allermeisten Menschen in sich tragen) noch eine weitere Infektion im Körper arbeitet. Somit ist die Diagnose „Pfeiffersches Drüsenfieber“ oft eine falsche Interpretation aufgrund des erhöhten EBV-Wertes und müsste eigentlich lauten „Infektion unbekannter Art“. Wenn man Glück hat, ist es eine relativ harmlose Geschichte, die nach einer gewissen Krankheitsdauer wieder (nach Bettruhe und entsprechenden Medikamenten) verschwindet. Oder eben auch nicht. Wenn nicht, ist dieser hohe EBV-Wert eben auch so ein Indikator, dass eine Borrelioseinfektion dahinter stecken KÖNNTE (nicht muss!).

Der Spezialist wird dies sicher anhand der konkreten Symptome und des Krankheitsverlaufes beurteilen, daher ist es für diese Krankheit mit den extrem vielfältigen Symptomen enorm wichtig, ein „Befindlichkeitstagebuch“ zu führen. Dieses hat neben der Befindlichkeitsstörung auch die Dauer (10 min oder 5 Stunden), den Zeitpunkt/-raum (morgens nüchtern nach Aufwachen; bei starker Konzentration während der Arbeit; während/nach der Mahlzeit von … - was gegessen wurde) und die Intensität der Beeinträchtigung festzuhalten (Empfehlenswert sind die Schulnoten von 1 bis 6 mit „1“ = Symptomfrei bis „6“ unerträgliche Schmerzen; wobei die „1“ dann zu vergeben wäre, wenn ein Symptom völlig verschwunden ist, was bei der letzten Eintragung noch (relativ) stark vorhanden war). Aber wie Du ein derartiges „Befindlichkeitstagebuch“ führst, hängt auch von Deinen individuellen Beeinträchtigungen ab. Ein Eintrag könnte z.B. lauten: „Morgens beim Essen Kaffeetasse umgeschüttet“ So etwas erübrigt natürlich eine Bewertung von 1 bis 6, denn es trifft einfach nicht zu. Oder auch „Schlafstörung: wach von 2 Uhr bis ca. 4 Uhr“ - entbehrt natürlich auch einer Note. Aber zum Beispiel „Herzklopfen/-pochen“ kann durchaus ganz unterschiedlich also von 1 bis 6 als störend empfunden werden. Aber da findest Du selbst schnell einen für Dich gangbaren Weg.

Ein derartiges Symptombuch hilft natürlich auch Deinem Arzt. So hat er in der Zusammenschau alles und kann entsprechend besser handeln.

Auf einer seite wäre ich glücklich wenn ich wüste was mit
meinem körper los ist auf der anderen seite möchte ich das auf
keinen fall haben.

Beides glaube ich Dir gern. Ich empfehle Dir nochmal - im Sinne des Computerlogik-Begriffes „UND GLEICHZEITIG“ - rede mit Deinem Arzt (kannst ihm auch gerne meine Beiträge zeigen) UND GLEICHZEITIG wende Dich an das Borreliose-Forum, in dem Du wahre Experten für diese Krankheitsgruppe findest. Gegen die dort bin ich der reinste Naivling.

P.S.: Die Mitgliedschaft im Borreliose-Forum ist kostenlos.

Auf dass es bei Dir auf dem Heilungsprozess möglichst schnell vorangehen möge.

schönes Wochenende wünscht

Alexander

Puhh mal wieder ne menge zu lesen :smiley: danke wieder für diese umfassende und gut übersichtliche antwort.

120 tests ist klar kann ich nicht machen lassen.

aber ich denke gerade darüber nach, wenn ich meine ganzen Symptome schildere, muss der artzt doch eingrenzen können was ich ev habe(so wie du das gemacht hast :smiley: ), sprich er kann die blut test auch eingrenzen so das er ev nur 10 machen muss was eigentlich ja auch noch ziemlich viel ist :smiley:

an so ein Symptombuch hatte ich auch schon gedacht aber kein buch vielmehr einen zettel zu machen wo all meine Symptome drauf stehen und die dann den artzt zu geben weil ich probleme hab in der kurzen zeit alles aufzuzählen.war mir bisher aber zu doof, da ich immer dachte der artzt hält mich dann sofort für bekolppt.

Langesam habe ich auch kein vertrauen mehr in die ärtzt hier in meiner umgebung. weil ich mit meinen problemen auch einfach nicht weiter komme. mein gott ich war sogar wegen meinen symtomen in einer Klinik 3 monate lang,da mir ja gesagt worden ist es kommt von der psyche, mir gings vom kopf her besser da es eine Ich Stärkende Behandlung war. aber die symptome habe ich weiter hin, sogar als ich da raus kam habe ich noch eins mehr bekommen.nähmlich das mit dem poltern auf dem ohr, bei geräuschen.

Ich würde meinem artzt das schon sehr gerne vorzeigen was ich hier erfahren habe nur mehr als 15min hat er meinst nicht für mich.

ps: habe ne geile idee ich such mir 12 ärtzt und lass bei jedem 10 verschiedene bluttest machen dann komm ich auf 120 bin dann zwar sehr blutarm aber egal :smiley: scherz. alles kacke… nur mit humor kann man sowas noch verarbeiten.

schönen sonntag dir noch
Andre

Hallo Andre,

Puhh mal wieder ne menge zu lesen

Wenn es sich wirklich um Borreliose handelt, so ist dies eine echt komplexe Sache, die man eben nicht „mal so“ auf 10 Zeilen abhandeln kann.

D danke wieder für diese
umfassende und gut übersichtliche antwort.

das ist mir wichtig. Ich versuche, so zu schreiben, dass jemand, der noch nie etwas damit zu tun gehabt hat, es auch versteht.

aber ich denke gerade darüber nach, wenn ich meine ganzen
Symptome schildere, muss der artzt doch eingrenzen können was
ich ev habe(so wie du das gemacht hast :smiley: ),

Das ist leider ein Trugschluss. In ganz Deutschland kennen sich nur etwa ein Dutzend Ärzte mit dieser Krankheitsgruppe wirklich aus. So gibt es beispielsweise in ganz München keinen, der den Namen „Spezialist für Borrelioseerkrankungen“ verdient. Auch wenn der eine oder andere dies von sich behauptet. Schlicht, weil ein Borreliosepatient, welcher bereits im chronischen Stadium ist, ein „Zuschussgeschäft“ für jeden Arzt ist. Daher werben die echten Experten damit nicht, und die Ärzte, die damit werben, zeigen mit dieser Werbung, dass sie von der Materie keine Ahnung haben. Die meisten Ärzte kennen noch keine 5 (in Worten: FÜNF) typische Kennzeichen einer Borreliose-Erkrankung. Die Wanderröte bringen die meisten noch hin (aber auch nicht alle), bei etlichen hakt es sogar schon an der Kenntnis, dass eben diese Wanderröte nur in etwa 60% aller Fälle auftritt.

sprich er kann
die blut test auch eingrenzen so das er ev nur 10 machen muss
was eigentlich ja auch noch ziemlich viel ist :smiley:

Vergiss die Bluttests. Sie sind zu unzuverlässig. Wenn Du und Dein Arzt wirklich Tests machen wollt, dann geht den Weg über die Hautpartikel (PCR-Testverfahren). Und bitte, bitte, bitte: Nicht an das Hauslabor des Arztes schicken lassen, sondern sich gezielt eines raussuchen (lassen), welches sich mit PCR UND GLEICHZEITIG den zu testenden Erregern auskennt.

an so ein Symptombuch hatte ich auch schon gedacht aber kein
buch vielmehr einen zettel zu machen wo all meine Symptome
drauf stehen und die dann den artzt zu geben weil ich probleme
hab in der kurzen zeit alles aufzuzählen.war mir bisher aber
zu doof, da ich immer dachte der artzt hält mich dann sofort
für bekolppt.

Ein Buch hat halt folgenden Vorteil: du kannst jede Zeile für ein Symptom belegen. Und in der Senkrechten kannst du dann den Tag verwenden. Jedes Symptom erhält auch auf den Folgeseiten des Buches genau die gleiche Zeile. Damit kannst Du dann sehr übersichtlich und leicht sehen: Aha: in Woche 5 ist Symtpom xy ganz verschwunden, aber Symptom 15 extrem verschlimmert etc. Dadurch kannst Du Dir sehr einfach Diagramme erstellen, welches die Wellen einzelner Symptome veranschaulicht. Wenn Du dann noch die Symptomgruppen (Körperliche Beschwerden vs. geistige Probleme) mit verschiedenen Farben machst, dann kannst Du schön den Krankheitsverlauf nachvollziehen.

Ach übrigens: bitte nicht vergessen zu notieren, welche Medikamente du zeitgleich genommen hast, denn die Medis sollen ja den Krankheitsverlauf beeinflussen!

Langesam habe ich auch kein vertrauen mehr in die ärtzt hier
in meiner umgebung. weil ich mit meinen problemen auch einfach
nicht weiter kommen.

das glaube ich Dir gerne.

mein gott ich war sogar wegen meinen
symtomen in einer Klinik 3 monate lang,da mir ja gesagt worden
ist es kommt von der psyche,

das ist immer die Standardausredeantwort, wenn die Ärzte nicht mehr weiter wissen: „Es ist die Psyche“.

mir gings vom kopf her besser da
es eine Ich Stärkende Behandlung war. aber die symptome habe
ich weiter hin, sogar als ich da raus kam habe ich noch eins
mehr bekommen.nähmlich das mit dem poltern auf dem ohr, bei
geräuschen.

Klar, weil Deine eigentliche Krankheit ja nicht behandelt wurde und somit ungehindert sich weiter verschlimmern konnte.

Ich würde meinem artzt das schon sehr gerne vorzeigen was ich
hier erfahren habe nur mehr als 15min hat er meinst nicht für
mich.

Borreliose-Chroniker kosten einen Arzt weit überdurchschnittlich viel Zeit im Vergleich zu „normalen“ Patienten. Aber hätte er Dich gar nicht so weit kommen lassen, so hättest Du keine Probleme mehr, und er keinen erhöhten Zeitaufwand für Dich. Wenn es ein halbwegs verantwortungsbewusster Arzt ist, dann muss er da jetzt durch. Hilf nichts. Und was die Kosten anbetrifft: wie gesagt: es gibt die Möglichkeit über viel Schreibkram bei der Krankenkasse für Dich einen Sonderstatus zu erhalten, damit die Behandlungskosten, die Du verursachst, eben nicht bzw. nicht voll aus seinem Budget zu begleichen sind. Aber auch das muss ER in die Wege leiten, nicht Du.

ps: habe ne geile idee ich such mir 12 ärtzt und lass bei
jedem 10 verschiedene bluttest machen dann komm ich auf 120
bin dann zwar sehr blutarm aber egal :smiley: scherz. alles kacke…
nur mit humor kann man sowas noch verarbeiten.

Tja, das gänge nur, wenn die 12 Ärzte untereinander zusammen arbeiten würden. aber ob Du das hin bekommst???

schönen sonntag dir noch

Schönen Sonntag auch Dir, halt die Ohren steif (trotz Deiner Ohrempfindlichkeit *grins*)

Viele Grüße

Alexander