Vitamin B12-Mangel und starke Darmschmerzen

Guten Tag,

ich möchte gerne die Geschichte von meinem Freund schildern. Er war bei mehreren Ärzten, aber keiner hat ihm bisher geholfen. Darum bitte ich um Hilfe und hoffe, ihr könnt mir sagen, auf welche Sachen er sich noch testen lassen könnte, um endlich herauszufinden, was er hat.

Er hat einen deutlichen Vitamin B12-Mangel. Der Bluttest ergab einen Wert von 199. (normalwerte liegen bei >230 (und das ist schon die untergrenze))
Er ernährt sich nicht vegan oder vegetarisch. Er hat bereits eine Magen- und Darmspiegelung hinter sich. Diese ergab keine Auffälligkeiten. Auch der Test auf Lactose-Intoleranz und die Untersuchung auf Zöliakie ergab nichts Auffälliges. Er hat nun ein Reizdarmsyndrom diagnostiziert bekommen.

Also bisher haben die Ärzte bei ihm folgendes festgestellt:
Schlaf-Apnoe-Syndrom (45 Atemaussetzer von bis zu 30Sekunden pro Schlafstunde)
Restless-Legs-Syndrom (175mal pro Schlafstunde)
Vitamin B12-Mangel
Reizdarmsyndrom

Allerdings scheinen sich nun alle damit abzufinden, dass er so einen niedrigen B12-Wert hat. Jedoch die Symptome und Auffälligkeiten, unter denen er leidet und die laut mehrerer Medizinbücher und Internetseiten damit zusammenhängen, werden nicht behandelt.

Er leidet unter folgenden Symptomen:
Er hat bereits vor Jahren gemerkt (er ist jetzt 21), dass er oft „verklatscht“ ist. Also er hat starke Symptome vor allem beim Gehen und Sehen, z.B. einen verschwommenen Blick. Manchmal hat er auch eine Art Tunnelblick und dabei ist alles verschwommen. Außerdem hat er Probleme mit der Konzentration.
Er hat also deutliche neurologische Symptome, wie Konzentrationsschwäche und mangelhafte Merkfähigkeit. Ich möchte betonen, dass er immer gut in der Schule war, also die Probleme sind neu.
Er beschreibt, dass es sich manchmal so anfühlt, als ob seine Augenbrauen bzw. die Partie über den Augen dauerhaft hochgezogen wären, obwohl er das nicht tut.
Er fühlt sich als würde er neben sich stehen.
Manchmal hat er ein Händezittern, das ich als Freundin sogar bemerke, welches allerdings sehr unregelmäßig auftritt. Er beschreibt auch eine Art Demenz, Verwirrtheit. Er fährt schon über ein Jahr selbst kein Auto mehr, weil er sich das nicht mehr zutraut (verschwommenes Sehen, Konzentrationsprobleme…)
Weiterhin hat er starken Ausschlag im Gesicht, an den Augenbrauen, um die Nase und unter den Augen.

Er hat starke Darmschmerzen, 15Minuten nach dem Essen Durchfall und die Geräusche im Verdauungstrakt sind deutlich hörbar. Er beschreibt beobachten zu können, dass dies vor allem nach Quark und Milch vorkommt. Der Lactose-Intoleranz-Test war allerdings negativ. Der Stuhl ist schaumig, sieht aus wie fast zersetzt, schleimig, eben keine durchgängige Konsistenz, ab und zu Blut im Stuhl. Er hat starke Bauchschmerzen, sodass er gekrümmt ist und sich kaum bewegen kann.

Ich meine mit dem Schlafapnoe-Syndrom und Restless-Legs finden wir uns ab. Das ist nun mal so. Andererseits lesen wir öfter, dass das alles auch zusammenhängen kann mit anderen Ursachen und deswegen befürchten wir, dass da noch etwas anderes dahinter stecken könnte.

Ich wende mich nun an das Forum, weil ich hoffe, Tipps zu erhalten. Die Ärzte schicken ihn weg, weil sie sagen, die Tests wären eindeutig negativ und wissen nicht woher der B12-Mangel kommen könnte. Aber gegen den Mangel an sich tun sie auch nichts (habe gelesen, dass B12 auch gespritzt werden kann, wenn der Darm nicht in der Lage ist, diesen aufzunehmen). Er hat keine depressiven Symptome oder ein traumatisierendes Erlebnis in der Kindheit etc.

Kennt vielleicht jemand einen Test, mit dem genauer festgestellt werden kann, wie die Mangelzustände zu Stande kommen? Bzw. einen Test, der überhaupt die Ursache für den starken Vitamin B12-Mangel feststellen kann? Man muss doch irgendwie die Ursache herausfinden.

Wir waren bisher beim Neurologen, beim Allgemeinarzt, beim Magen-Darm-Spezialisten und beim Psychiater. Keiner konnte wirklich weiterhelfen. Alle Tests, die die angeleitet haben (MRT, Zöliakie- und Lactose-Intoleranz-Test und Magen-Darm-Spiegelung), wurden durchgeführt.
Alle finden nur den Vitamin B12-Mangel und sonst nichts.

Was könnte er haben? Hat vielleicht jemand schon mal etwas Ähnliches erlebt / gehört / gesehen?
Was könnte der Grund sein, dass da keine Ursache für den Mangel gefunden wird und was können wir tun? An wen soll man sich wenden?
Wieso unternehmen die Ärzte nichts gegen den Mangel (das war beim Bluttest der einzige Wert, der wirklich auffällig war, kein anderer)?
Wir haben gehört, dass Folsäure manche Werte verfälschen kann. Kann das hier der Fall sein? Es gibt ja noch andere Werte im Blut, die bei Krankheiten auffällig sind.

Vielen Dank im Voraus.
Lieben Gruß
M.

PS: Mir ist klar, dass hier keine Ferndiagnose gestellt werden kann. Ich weiß nur nicht, an wen wir uns noch wenden sollen und können und hoffe deshalb auch Denkanstöße bzw. Erfahrungswerte anderer bzw. Ratschläge.
Listen mit Krankheiten, die mit B12 in Verbindung stehen, kann ich mir auch anschauen, aber mir ist wichtig, was ihr denkt.

Hallo,

wurde hierauf schon untersucht?

Zitat von hier: http://www.medizinfo.de/haematologie/anaemie/vitamin…
""Das Fehlen des Intrinsic factor ist die häufigste Ursache für eine Vitamin B12- Mangel- Anämie. Das Fehlen des Intrinsic factor kann bei vollständiger Entfernung des Magens entstehen. Zu einer mangelhaften oder fehlenden Bildung von Intrinsic factor kommt es auch bei der Perniziösen Anämie. Bei dieser Erkrankung, die zu den Autoimmunerkrankungen gezählt wird, kommt es zur Bildung von Antikörpern. Die Antikörper richten sich gegen die Zellen der Magenschleimhaut (Belegzellen), die den Intrinsic factor bilden. So entsteht eine chronische Form einer Magenschleimhautentzündung. Der Begriff „perniziös“ (lateinisch „perniziosus= verderblich) deutet daraufhin, dass diese Erkrankung früher, als es noch keine Behandlung dagegen gab, zum Tod führte.“

Wurde das MRT vom Kopf gemacht? Mit Kontrastmittel?

Habe ich das richtig verstanden:

Magenspiegelung - Ohne Befund
Darmspiegelung - OB
sämtliche Blutergebnisse (welche?) - OB

Was ist mit:
Fructose-Intoleranz ?
Zöliakie?
Histamin-Intoleranz?

Wenn du hier nicht weiter kommst, kann ich dir dies empfehlen:

http://www.medizin-forum.de/phpbb/index.php?sid=933f…

Und sonst:

  1. Man kann auch B12 Infusionen bekommen.
  2. Ich würde die Ärzte wechseln.
  3. Ggf. die Krankenkasse kontaktieren, ob die Spezialisten kennen - ggf. stationär.

Ich wünsche euch viel ERfolg - und sag mal Bescheid, wenn ihr was herausgefunden habt.

Alles Gute
Maren

Hallo, Maren!

Ja, also MRT wurde mit Kontrastmittel gemacht. Er hatte keine operativen Eingriffe. Darm - und Magenspiegelung waren gänzlich ohne Befund. Es wurden glaube ich vier Biopsien entnommen, und das ganze ist etwa ein Monat her. Zum Thema Fructose - und Histaminintoleranz kann ich nur sagen, dass der Arzt meinte „haben Sie nicht - glaub ich nicht“. Weitere Untersuchungen wollte er auch nicht einleiten. Und Zöliakie hat er auch nicht; das wurde aber getestet.

Nur der B12-Wert als einziger war auffällig. Wieso das so ist, kann sich kein Mensch erklären. Ausserdem berichtet er explizit von neurologischen Störungen / Auffälligkeiten (mein Freund). Kann er, trotz Blutbild beim Hausarzt(großes) und einem vom Gastroenterologen gemachtes Blutbild, eine Perniziöse Anämie haben? Ich meine jetzt, wenn die nichts entdeckt haben. Ist das sofort sichtbar für „Experten“?.

Auch das Händezittern muss doch extrem auffällig sein für ein Arzt.
Das macht mir auch mitunter am meisten Angst.

LG
Melanie

Guten Tag,

Hallo !

ich möchte gerne die Geschichte von meinem Freund schildern.
Er war bei mehreren Ärzten, aber keiner hat ihm bisher
geholfen. Darum bitte ich um Hilfe und hoffe, ihr könnt mir
sagen, auf welche Sachen er sich noch testen lassen könnte, um
endlich herauszufinden, was er hat.

Nun, das wird schwierig werden so auf die Distanz…

Er hat einen deutlichen Vitamin B12-Mangel. Der Bluttest ergab
einen Wert von 199. (normalwerte liegen bei >230 (und das ist
schon die untergrenze))
Er ernährt sich nicht vegan oder vegetarisch.

Eine vegetarische Ernährung macht gelegentlich einen Eisenmangel,
aber in der Regel keinen Vitamin B12-Mangel. Im Gegenteil: Dieses
Vitamin ist in vielen Gemüsesorten enthalten.

Er hat bereits
eine Magen- und Darmspiegelung hinter sich. Diese ergab keine
Auffälligkeiten. Auch der Test auf Lactose-Intoleranz und die
Untersuchung auf Zöliakie ergab nichts Auffälliges. Er hat nun
ein Reizdarmsyndrom diagnostiziert bekommen.

Nun, diese Untersuchungen sind ja schon ganz sinnvoll. Aber
bevor man einen Reizdarm attestiert, sollten noch weitere
Erkrankungen / Störungen ausgeschlossen werden (siehe unten).

Also bisher haben die Ärzte bei ihm folgendes festgestellt:
Schlaf-Apnoe-Syndrom (45 Atemaussetzer von bis zu 30Sekunden
pro Schlafstunde)
Restless-Legs-Syndrom (175mal pro Schlafstunde)
Vitamin B12-Mangel
Reizdarmsyndrom

Allerdings scheinen sich nun alle damit abzufinden, dass er so
einen niedrigen B12-Wert hat. Jedoch die Symptome und
Auffälligkeiten, unter denen er leidet und die laut mehrerer
Medizinbücher und Internetseiten damit zusammenhängen, werden
nicht behandelt.

Das spricht entweder gegen die Kompetenz der behandelnden Ärzte oder
aber für eine Nachlässigkeit derselben. Es läuft letztlich aber
auf dasselbe hinaus: Dein Freund sollte den Arzt wechseln !

Er leidet unter folgenden Symptomen:
Er hat bereits vor Jahren gemerkt (er ist jetzt 21), dass er
oft „verklatscht“ ist. Also er hat starke Symptome vor allem
beim Gehen und Sehen, z.B. einen verschwommenen Blick.
Manchmal hat er auch eine Art Tunnelblick und dabei ist alles
verschwommen. Außerdem hat er Probleme mit der Konzentration.
Er hat also deutliche neurologische Symptome, wie
Konzentrationsschwäche und mangelhafte Merkfähigkeit. Ich
möchte betonen, dass er immer gut in der Schule war, also die
Probleme sind neu.
Er beschreibt, dass es sich manchmal so anfühlt, als ob seine
Augenbrauen bzw. die Partie über den Augen dauerhaft
hochgezogen wären, obwohl er das nicht tut.
Er fühlt sich als würde er neben sich stehen.
Manchmal hat er ein Händezittern, das ich als Freundin sogar
bemerke, welches allerdings sehr unregelmäßig auftritt. Er
beschreibt auch eine Art Demenz, Verwirrtheit. Er fährt schon
über ein Jahr selbst kein Auto mehr, weil er sich das nicht
mehr zutraut (verschwommenes Sehen, Konzentrationsprobleme…)
Weiterhin hat er starken Ausschlag im Gesicht, an den
Augenbrauen, um die Nase und unter den Augen.

Er hat starke Darmschmerzen, 15Minuten nach dem Essen
Durchfall und die Geräusche im Verdauungstrakt sind deutlich
hörbar. Er beschreibt beobachten zu können, dass dies vor
allem nach Quark und Milch vorkommt. Der
Lactose-Intoleranz-Test war allerdings negativ. Der Stuhl ist
schaumig, sieht aus wie fast zersetzt, schleimig, eben keine
durchgängige Konsistenz, ab und zu Blut im Stuhl. Er hat
starke Bauchschmerzen, sodass er gekrümmt ist und sich kaum
bewegen kann.

Ich meine mit dem Schlafapnoe-Syndrom und Restless-Legs finden
wir uns ab. Das ist nun mal so. Andererseits lesen wir öfter,
dass das alles auch zusammenhängen kann mit anderen Ursachen
und deswegen befürchten wir, dass da noch etwas anderes
dahinter stecken könnte.

Ich wende mich nun an das Forum, weil ich hoffe, Tipps zu
erhalten. Die Ärzte schicken ihn weg, weil sie sagen, die
Tests wären eindeutig negativ und wissen nicht woher der
B12-Mangel kommen könnte. Aber gegen den Mangel an sich tun
sie auch nichts (habe gelesen, dass B12 auch gespritzt werden
kann, wenn der Darm nicht in der Lage ist, diesen
aufzunehmen). Er hat keine depressiven Symptome oder ein
traumatisierendes Erlebnis in der Kindheit etc.

Hier kann ich mich nur wiederholen: Ab zu einem anderen Arzt,
der die Störung ernstnimmt und bereit ist, den Dingen da mal
auf den Grund zu gehen ! Deine Informationen zur Vitamin-B12-
Zufuhr sind korrekt. Das Vitamin kann und muss (!) zugeführt
werden, wenn der Körper es selbst nicht aufnehmen kann.
Wird dies unterlassen, so drohen dauerhafte Schäden am
Zentralnervensystem (siehe auch hierzu: http://de.wikipedia.org/wiki/Funikul%C3%A4re_Myelose).

Kennt vielleicht jemand einen Test, mit dem genauer
festgestellt werden kann, wie die Mangelzustände zu Stande
kommen? Bzw. einen Test, der überhaupt die Ursache für den
starken Vitamin B12-Mangel feststellen kann? Man muss doch
irgendwie die Ursache herausfinden.

Nun, hier bietet sich noch der sog. „Schilling-Test“ an,
mit dessen Hilfe man prüft, ob der Körper in der Lage ist,
Vitamin B12 aufzunehmen (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Schilling-Test).
Falls dieser zeigt, dass dem nichtso ist, so muss man weiter
forschen.

Wir waren bisher beim Neurologen, beim Allgemeinarzt, beim
Magen-Darm-Spezialisten und beim Psychiater. Keiner konnte
wirklich weiterhelfen. Alle Tests, die die angeleitet haben
(MRT, Zöliakie- und Lactose-Intoleranz-Test und
Magen-Darm-Spiegelung), wurden durchgeführt.
Alle finden nur den Vitamin B12-Mangel und sonst nichts.

Was könnte er haben? Hat vielleicht jemand schon mal etwas
Ähnliches erlebt / gehört / gesehen?

Also, hier mal ein paar Dinge, die mir zu Deinem Freund noch einfallen:

  1. Wurde der Stuhl, der ja auch auffällig ist, mal auf Keime
    oder Parasiten untersucht (ein Bandwurm erworben durch Konsum von
    rohem Fisch z.B. kann auch einen Vitamin B12-Mangel und diverse
    Symptome hervorrufen)? Da so ein Wurm auch im Dünndarm siedeln
    kann, wird er bei einer normnalen Magen- bzw. Dickdarmspiegelung
    nicht gesehen.

  2. Hat er einen Intrinsic Factor-Mangel ? Dieses Protein wird im
    Magen gebildet und ermöglicht erst die Vitamin B12-Aufnahme aus
    der Nahrung im Dünndarm. Allerdings ist die häufigste Ursache ja
    die atrophische Gastritis. Und die hätte man bei einer Magen-
    spiegelung mit Biopsien sicher entdeckt. Trotzdem sollte man hier
    sicherheitshalber nochmal weitere Laboruntersuchungen veranlassen.

  3. Hat er eine Knochenmarks- oder Bluterkrankung ? Auch für die
    Blutbildung wird viel Vitamin B12 benötigt. Sind hier Störungen
    (Knochenmark bildet zu viele funktionsuntüchtige Blutzellen)
    vorhanden, so kann auch dadurch ein Vitamin B12-Mangel entstehen.
    Allerdings sind derartige Störungen bei jungen Menschen sehr
    selten.

  4. Hinsichtlich der Darmbeschwerden / Durchfälle:
    Wurde schon eine Fructose-Intoleranz ausgeschlossen ?

So, ich hoffe, ich konnte hier noch ein paar Anregungen geben.
Wie Du siehst, ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.
Wünsche Dir und vor allem Deinem Freund alles Gute und dass sich
ein Arzt findet, der gut und kompetent untersucht und behandelt.

Gruß Kai

Hallo Melanie,

hast du den Link gelesen, den ich geschickt hatte? Dort stehen ziemlch genau - meiner Meinung nach - die Beschwerden beschrieben (musst weit nach unten scrollen).

Das würde ich mal ausdrucken (weil auch weitere Untersuchungen und Therapien beschrieben sind) und mit zu dem Arzt nehmen. Wenn der nicht reagiert, dann Arzt wechseln. Nur vertrösten lassen, würde ich mich nicht länger.

Ggf. bei der Kasse beschweren.

LG Maren

Hallo Kai,

zu deinem Posting:

Er hat einen deutlichen Vitamin B12-Mangel. Der Bluttest ergab
einen Wert von 199. (normalwerte liegen bei >230 (und das ist
schon die untergrenze))
Er ernährt sich nicht vegan oder vegetarisch.

Eine vegetarische Ernährung macht gelegentlich einen
Eisenmangel,
aber in der Regel keinen Vitamin B12-Mangel. Im Gegenteil:
Dieses
Vitamin ist in vielen Gemüsesorten enthalten.

Quatsch (sorry, aber so was kann man doch nicht verbreiten. Es könnte jemand glauben!). B12 ist fast ausschließlich in tierischen Produkten enthalten. Ausnahme ist z.B. Sauerkraut.

Bitte lesen:
http://www.vitamine-lexikon.de/vitamin-b12-cobalamin…

Gruß Maren

Hallo Maren !

Danke für Deinen Hinweis. Du hast recht: die Angabe in meinem
Beitrag zum Vitamin B12-Vorkommen war nicht korrekt.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass auch Vegetarier einen
Vitamin B12-Mangel eher selten erleiden, da sie ja nicht komplett
auf tierische Produkte verzichten (sonst wären sie Veganer).
Sie trinken ja zumeist auch Milch und essen Eier bzw. Ei-Produkte.
Da der tägliche Vitamin B12-Bedarf aufgrund der hohen
Speicherkapazität des Organismus gering ist, reicht diese Zufuhr
in aller Regel aus, um einem Mangel vorzubeugen.

Kai

Hi Maren,

ja, also bei der Nachbesprechung der Magen - und Darmspiegelung und als auch schon die Biopsieergebnisse da waren, konnte der Arzt alles ausschließen. „Es ist bei Ihnen eine funktionelle Störung“
Ich weiß nicht, ob der Arzt die Biopsie, die er von der Magenschleimhaut entnommen hat, auch auf das Fehlen des Instrinsic-Factors hat überprüfen lassen. Ist davon auszugehen?

Ja, ich habe deinen Link gelesen. Dort sehe ich z.B., dass einige Werte erhöht sind „die roten Blutkörperchen werden zu groß etc“. Jetzt meine Frage: Sieht der Arzt das überhaupt bei einem „standard“ Blutbild? Ich habe leider keine Ahnung. Oder wird beispielsweise nur die Anzahl der Rotenblutkörperchen ermittelt? Nicht aber die Größe? Wenn er das doch haben kann, trotz „normal und unauffälligen“ Laborwerten, weil es a) nicht zu sehen ist ohne explizite Untersuchung oder b) auch bei komplett normalen Werten sein kann, dann ja…wäre ich sprachlos.

Vielen Dank für deine Mühe, die du dir bisher machst!

Lieben Gruß
Melanie

Hallo Kai,

danke erstmal für deine Tipps! Das Bekloppte ist, mein Freund hat so einen Schilling-Test machen müssen. Dort wurde aber nur auf LI getestet, obwohl der B12 Wert 199ng/l schon feststand. Histamin - und Fructosetest wollte der Arzt nicht machen. Wäre eh was „funktionelles“ bei meinem Freund.

Der Arzt sagte, 199ng/l wäre noch nicht niedrig genug.

LG

Melanie

Eine Ergänzung zu meinem letzen Post noch.

Könnte (!) er auch eine Perniziöse Anämie haben? Oder kann man das mit den Standard-Blutwerten, (entschuldige meine Formulierung, aber ich bin keine Expertin) als behandelnder Arzt sofort ausschliessen? Was sind deine Gedanken dazu?

Vielen vielen Dank für deine Mühe!

Hallo Melanie,

Ich weiß nicht, ob der Arzt die Biopsie, die er von der
Magenschleimhaut entnommen hat, auch auf das Fehlen des
Instrinsic-Factors hat überprüfen lassen. Ist davon
auszugehen?

Nicht unbedingt. Besser nachfragen. Am besten, du lässt dir alle Blutergebnisse audrucken und mitgeben - bzw. dein Freund. Das mache ich immer und überall mit allen Ergebnissen. So kannst du die Ergebnisse ggf. dem weiterbehandelnden Arzt vorlegen und er braucht nicht dieselben Werte erneut bestimmen zu lassen.

Ja, ich habe deinen Link gelesen. Dort sehe ich z.B., dass
einige Werte erhöht sind „die roten Blutkörperchen werden zu
groß etc“. Jetzt meine Frage: Sieht der Arzt das überhaupt bei
einem „standard“ Blutbild? Ich habe leider keine Ahnung. Oder
wird beispielsweise nur die Anzahl der Rotenblutkörperchen
ermittelt? Nicht aber die Größe? Wenn er das doch haben kann,
trotz „normal und unauffälligen“ Laborwerten, weil es a) nicht
zu sehen ist ohne explizite Untersuchung oder b) auch bei
komplett normalen Werten sein kann, dann ja…wäre ich
sprachlos.

Das weiß ich nicht. Ich weiß nicht, was er hat bestimmen lassen. Daher, die Werte geben lassen und prüfen, ob die, die in dem Artikel genannt wurden, bestimt worden sind. Sonst nachfragen - oder Arzt wechseln - mit den bisherigen Werten.

Vielen Dank für deine Mühe, die du dir bisher machst!

Gerne. Aber vielleicht kommt ja bei dem anderen Forum noch was raus. Dort solltest du auch die Blutwerte einstellen, nicht wahr?

Deswegen, unbedingt geben lassen. Sie stehen deinem Freund zu!!!

Gruß Maren

Ich sag ja: Arzt wechseln - dringend !!!

Gruß Maren

Hallo Melle1984,

bei all den Symptomen und all den schon durchgeführten Untersuchungen und all den Aussagen der bisherigen Ärzte sollte man doch auch mal in ganz andere Richtungen denken und forschen:

Hatte Dein Freund vielleicht in den letzten Jahren (in der Zeit, als er die von Dir "neu"en Störungen noch nicht hatte) einmal eine Zecke?

Zecken können etliche Krankheiten übertragen, welche zu zum Teil sehr schweren Krankheiten führen können.

Oft bemerkt man aber einen Zeckenbiss gar nicht. Somit wäre eine Antwort „nein, nicht dass er weiß“, kein Ausschlusskriterium.

Bekannt ist die durch Zecken übertragbare Hirnhautentzündung (FSME), eine Virusinfektion, gegen die man sich sicher und gut verträglich impfen lassen kann. DasFSME-Risiko ist innerhalb Deutschlands ziemlich ungleich verteilt und kann auf Landkarten in jeder Apotheke (oft sogar in deren Schaufenster) nachgesehen werden.

Noch bei weitem nicht so bekannt aber viel häufiger und genau so gefährlich ist die sogenannte „Borreliose“. Dies ist ein Überbegriff für ca. 10 verschiedene (zumeist bakterielle) Infektionen, die durch Erreger beim Zeckenstich in den Menschen übertragen werden. Das Risiko, dass eine Zecke mit Borreliose-Erregern verseucht ist, ist innerhalb Deutschlands sehr ähnlich verteilt und liegt je nach Quelle zwischen 60 und 66%. Also sehr hoch, Tendenz steigend.

Oft aber nicht immer zeigt sich am Beginn einer Borrelioseinfektion (oder einer der Co-Erreger) eine sog. Wanderröte

http://images.google.de/images?hl=de&q=wanderr%C3%B6…

Vielleicht kann sich ja Dein Freund an so etwas erinnern. Aber selbst wenn nicht, diese Hautveränderung erscheint nur in etwa 60% aller Zeckenbisse.

Die Borreliose ist eine schleichende Krankheit, die am Beginn oft vom Betroffenen kaum selbst wahrgenommen wird. Wenn er dann bei steigender Symptomzahl schließlich zum Arzt geht, dann ist zumeist das Anfangsstadium der Infektion schon vorbei. Aber just in der Anfangsphase wäre diese Krankheit recht leicht und sicher über eine Therapie mit einem Antibiotikum behandelbar. je länger aber die Infektion im Köper ist, um so schwerer wird es, diese wieder in den Griff zu bekommen.

Die von Dir geschilderten Symptome könnten schon auf eine Borreliose passen. Ich habe hier schon mehrfach über dieses Thema geschrieben, daher findest Du über die Archivsuche „Borreliose“ etliche Artikel von mir, aber auch von anderen Personen. Wenn Du Dir davon einige durchliest, so wird Dir und Deinem Freund sicher schnell klar, ob diese Krankheitsgruppe auf ihn zutreffen könnte - oder eben nicht.

Für weitergehende Informationen zu diesem Thema könntet Ihr Euch auch an das Borreliose-Forum des Deutschen Borreliose Bundes wenden, in dem sich betroffene Patienten und Ärzte beteiligen.

Hier der Link:

http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

Einen letzten Hinweis an dieser Stelle: leider sind die Bluttests für diese Krankheitsgruppe sehr unzuverlässig (Fehlerquoten bis zu 60% je nach angewendetem Testverfahren), so dass die Diagnose in aller Regel über die Symptome führt. Dazu ist ein „Beschwerdentagebuch“ hilfreich.

soweit für den Moment.

Solltet Ihr der Meinung sein, dass das für Deinen Freund wichtig sein sollte, so dürft Ihr Euch gern noch mal melden.

Schnelle Besserung und ein schönes Wochenende wünscht

Alexander