Haarausfall bei Frauen?!

Seit circa 2,5 Monaten habe ich ziemlich plötzlich heftigen Haarausfall bei mir festgestellt. Mit heftig meine ich, Haare verstopfen den Abfluss beim duschen, in der Wohnung liegen sie, morgens auf dem Kopfkissen. Ich habe Angst mir die Haare zu waschen weil dann immer auf einmal deutlich wird welche Haarmenge verloren geht. Ziemlich, wenn nicht sogar zeitgleich wurden die Haare auch schuppig. Wobei ich noch nie schuppiges Haar hatte. Diverse Shampoos konnten die Schuppen eindämmen, kommen aber dennoch regelmäßig durch. Der aufgesuchte Hautarzt sprach nach einer Blutuntersuchung, welche normal war, von erblichen Haarausfall und hat mir Regaine für Männer nahe gelegt. So recht möchte ich mich aber damit nicht zufrieden geben. Hat vielleicht jemand Tipps woher das noch kommen könnte und ob sich eine Haaranalyse lohnen würde? Wo könnte ich mir noch eine andere Meinung einholen? Ich sollte erwähnen, dass ich gerade Anfang 20 bin…
Vielen Dannk!

Weißt Du, ob bei der Blutuntersuchung auch Dein Ferritinwert bestimmt wurde? Dein HB-Wert kann durchaus (noch) normal sein, dein Ferritinwert aber schon nicht mehr. Und wenn der sehr niedrig ist, Du also unter Eisenmangel leidest, könnte das durchaus die Ursache für den Haarausfall sein. Erst wenn der Ferritinwert längerfristig und endgültig im Keller ist, sinkt auch der HB-Wert. Dann ist es aber schon zu spät… Ich hoffe, ich habe das halbwegs richtig erklärt, die Profis mögen mir verzeihen :wink:
Typische - weitere - Symptome für Eisenmangel sind übrigens: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Schlafprobleme, Kopfschmerzen.
Viel Glück!

Hallo,

Der aufgesuchte Hautarzt
sprach nach einer Blutuntersuchung

was wurde denn untersucht? wie waren die Werte? Blutbild, Eisen, Schilddrüse, Antikörper, etc. Alles normal?
Und zum Haarausfall: sieht man schon was? Ist es gleichmäßig? Warst du in letzter Zeit krank? Nimmst du Medikamente? Wie sind deine Haare, wie die Haare deiner Eltern? Welche Rasse (Türkin, Chinesin) usw. Ein paar mehr Informationen wären hier schon hilfreich

erblichen Haarausfall und hat mir Regaine für Männer nahe
gelegt.

Da hast du sicher was falsch verstanden, 'ne Frau knapp über 20 und Regaine, das kann ich mir nur schwer vorstellen, das hilft doch nur, wenn du es für den Rest deines Lebens nimmst, es ist teuer, ein männliches Antihormon mit langfristig unbekannten Nebenwirkungen, also das kann ich mir einfach nicht vorstellen, das ein Hautarzt so etwas vorschlägt. Da scheint mir eine Informationslücke zu sein, irgendwo.

Tipps woher das noch kommen
könnte und ob sich eine Haaranalyse lohnen würde?

Wie gesagt, mehr Information ist hier nötig

Wo könnte
ich mir noch eine andere Meinung einholen?

Beim Friseur, z.B.

Gruß
Gerd

>Ich habe Angst mir die Haare zu waschen weil dann immer auf einmal >deutlich wird welche Haarmenge verloren geht.
Wie häufig Du wäscht hat nichts mit der Ursache zu tun, das mußte ich auch lernen.
>Regaine für Männer nahe gelegt.
Ich habe das Mittelchen für Frauen, nehme es nicht jeden Abend und glaube fast, dass es nicht die Wirkung bei mir zeigt, die es soll, aber will auch nicht aufhören, damit nicht noch mehr Haare ausfallen.

Was bei mir wirklich hilft sind die Pillen inneov. Du mußt sie 2-3 Monate nehmen (Schachtel ist auch teuer), aber es hilft, jedenfalls bei mir. Und meine Blutwerte waren absolut okay, keine Anzeichen für irgendwelche Mangelerscheinungen im Blutbild. Und wenn Du einen guten Arzt findest, der Dir die Wirkung bescheinigt, vielleicht zahlt das sogar die KV.
Viel Glück - Haarausfall ist sehr frustrierend!

Hallo!

Haarausfall kann verschiedenste Ursachen haben:

  • Hormonumstellung
  • diverse Diäten
  • Mangelernährung
  • Mangel an Vitaminen o. Mineralstoffen / Eisenmangel
  • erbliche Vorbelastung
  • durch chem. Einflüsse ( zuviel Färben etc. )

Lies mal hier: http://www.macht-ist-beauty.de/?p=41

Wenn sich nichts bessert, vielleicht nochmal ein neues Blutbild machen lassen - aber mit allem drum und dran!

Gute Besserung!!

Hallo,

Da hast du sicher was falsch verstanden, 'ne Frau knapp über
20 und Regaine, das kann ich mir nur schwer vorstellen, das
hilft doch nur, wenn du es für den Rest deines Lebens nimmst,
es ist teuer, ein männliches Antihormon mit langfristig
unbekannten Nebenwirkungen, also das kann ich mir einfach
nicht vorstellen, das ein Hautarzt so etwas vorschlägt. Da
scheint mir eine Informationslücke zu sein, irgendwo.

Der Wirkstoff in Regaine ist Minoxidil, das ist kein Hormon. Minoxidil wird (oral eingenommen)als Blutdrucksenker eingesetzt, dabei hat man festgestellt, dass es das Haarwachstum beeinflusst. Diese Wirkung behält es auch bei, wenn man es nur auf die Haut aufträgt.

Es wäre allerdings eine regelmäßige Dauerbehandlung bei anlagebedingtem Haarausfall (auch bei Frauen)das stimmt. Nach 3 Monaten Nichtbenutzung stellt sich der Zustand ein, als wäre nie eine Therapie gemacht worden.

Gruß
Maja

Vielen Dank schonmal für alle so schnelle Antworten!!!

was wurde denn untersucht? wie waren die Werte? Blutbild,
Eisen, Schilddrüse, Antikörper, etc. Alles normal?
Und zum Haarausfall: sieht man schon was? Ist es gleichmäßig?

Genaues kann ich dazu leider nicht sagen, weil ich nicht weiter nachgefragt habe, was -normal- ist. Ich weiss jedoch, dass die Schilddrüse untersucht und der Vitaminhaushalt gecheckt wurde. (Ich werde allerdings nochmal genauer nachfragen und die Werte dann hier beschreiben.)

Warst du in letzter Zeit krank? Nimmst du Medikamente?
Ich war Ende vergangenen Jahres krank (Lunge) und nahm aufgrund dessen von Oktober - Februar Cortison (anfangs 20mg). Seit 4 Wochen nehme ich jetzt täglich Biotin, aufgrund der Haare…
Hatte währenddessen alleridngs keine spürbaren Nebenwirkungen.

Wie sind deine Haare, wie die Haare deiner Eltern? Welche Rasse
(Türkin, Chinesin) usw.

Mein Bruder hatte auch Anfangs 20 die ersten Probleme und hat jetzt mit 25 tiefe Geheimratsecken und auch hinten lichte Stellen. Dünne Haare hatte er schon immer. Gleicher Haartyp wie mein Vater. Meine Mutter hatte schon immer volles dickes Haar, wie ich eigentlich auch.
Jetzt sind die Haare im Scheitel lichter geworden. Generell würde ich aber sagen, dass der Ausfall gleich verteilt ist über den Kopf. Der Scheitel fällt beim Anblick in Spiegel mehr auf…
Wir sind deutsch…

Und zum Thema Regaine: Es war wirklich so, dass der Hautarzt mir das empfohlen hat. Er hält die Dosierung für Frauen generell für unwirksam, deshalb das für Männer, da es bei mir erblich bedingter Haarausfall sei und man nichts anderes tun könne.
Auf meine Frage hin, wieso das so plötzlich und heftig kommt, wurde mir gesagt, dass es bei erblichem Haarausfall häufig schubweise kommt…
Soweit meine Informationen…

Hallo,

Warst du in letzter Zeit krank? Nimmst du Medikamente?

Ich war Ende vergangenen Jahres krank (Lunge) und nahm
aufgrund dessen von Oktober - Februar Cortison (anfangs 20mg).

vielleicht liegt es doch daran; ich hatte mal ähnlich heftigen Haarausfall, so, dass ich mich lieber draußen gekämmt habe, damit nicht der ganze Boden voller Haare ist :smile: Blut und alles waren auch okay, und nach einem guten Dreivierteljahr ist es einfach wieder weggegangen. Das hat auch mehr oder weniger im Anschluss an eine Lungenentzündung, verbunden mit einer Menge verschiedener Antibiotika und Cortison, stattgefunden, dauerte dann aber noch deutlich länger an; wie gesagt, fast ein Jahr, aber es ist medikamenten- und spätfolgenlos wieder weggegangen. Vielleicht ist es bei dir auch so.
Grüße
Sonja

Hallo, hat dein Arzt die Kopfhaut genau untersucht? Die Schuppenbildung könnte mit einer Pilzinfektion der Kopfhaut zusammenhängen und auch das kann zu Haarausfall führen.

Muß nicht sein, würde ich aber beim Hautarzt abklären lassen.
Grüße
Ingrid

Hallo!

Wurde vielleicht mal darüber nachgedacht, ob der Haarausfall durch die Wegnahme der Glucocorticoide entstanden sein könnte?

Viele Grüße,
Stefan

Und hattest oder hast Du vielleicht eine Autoimmunerkrankung?
Du schreibst ja was von Glucocorticoiden für die Lunge.
Autoimmungeschehen können Haarausfall verursachen.
Dein Hautarzt sollte Dir sagen können, ob er das in Anbetracht der Untersuchungsergbnisse etc. für relevant hält.

Hallo Maja

Regaine, das kann ich mir nur schwer vorstellen, das
hilft doch nur, wenn du es für den Rest deines Lebens nimmst,
es ist teuer, ein männliches Antihormon mit langfristig
unbekannten Nebenwirkungen, also das kann ich mir einfach
nicht vorstellen, das ein Hautarzt so etwas vorschlägt. Da
scheint mir eine Informationslücke zu sein, irgendwo.

Der Wirkstoff in Regaine ist Minoxidil, das ist kein Hormon.
Minoxidil wird (oral eingenommen)als Blutdrucksenker
eingesetzt, dabei hat man festgestellt, dass es das
Haarwachstum beeinflusst. Diese Wirkung behält es auch bei,
wenn man es nur auf die Haut aufträgt.

Stimmt, die Informationslücke lag bei mir, mir sind die Handelsnamen in Deutschland noch nicht so vertraut und ich habe angenommen (ohne mich zu vergewissern), das es Finasteride sei, ich habe schon einen Schreck bekommen. Du hast völlig recht, Regaine ist Minoxidil und kann auch Frauen gegeben werden, allerdings, wie du auch schreibst, die Wirkung hält nur an, wenn man es immer, also für den Rest seines Lebens nimmt.

Danke für den Hinweis.

Gruß

Gerd

Autoimmungeschehen können Haarausfall verursachen.

und natürlich auch entzündliche Erkrankungen; also die Krankengeschichte, insbesondere Vorerkrankungen und Medikamente könnten hier durchaus eine Rolle spielen.

Dein Hautarzt sollte Dir sagen können, ob er das in Anbetracht
der Untersuchungsergbnisse etc. für relevant hält.

Zum Trost: wenn es tatsächlich Vorerkrankungen bzw. Medikamente waren, die den Haarausfall bedingten, dann besteht eine gute Chance, dass die Haare wieder wachsen.
Die hormonelle Ausstattung der Kopfhaut bei Männern (also Bruder, Vater usw.) ist eine andere (jedenfalls vorne und in der Kopfmitte), aus dem Haarwuchs der männlichen Familienmitglieder kann man als Frau also keine generellen Rückschlüsse auf den eigenen Haarwuchs ziehen.

Gruß
Gerd

Hallo!

Zum Trost: wenn es tatsächlich Vorerkrankungen bzw.
Medikamente waren, die den Haarausfall bedingten, dann besteht
eine gute Chance, dass die Haare wieder wachsen.

Ich dachte gerade bei Autoimmungeschehen gingen die Haarfollikel irreversibel unter.

Viele Grüße,
Stefan

dass die Schilddrüse untersucht

Hallo!
Hatte auch einmal schleichenden Haarausfall, vom Hinterkopf her und sehr erheblich. Ist alles wieder gut :smile:

Bei meinem Hausarzt wurde vorher bei den üblichen Checks auch immer Blut untersucht, mit Schilddrüse, war aber nie was Auffälliges. Bin dann zum Hautarzt und der meinte, um festzustellen, ob die Schilddrüse am Haarausfall beteiligt ist, muss man eine radiologische Blutuntersuchung machen, die der Hausazrt routinemäßig nicht vornimmt. So konnte es passieren, dass ich unbemerkt eine Schilddrüsenentzündung durchgemacht hatte. Die Werte waren inzwischen wieder normal. Bekam Cortisonsalbe und Zinkpräparat und einen warmen Händedruck - „Entweder kommen die Haare wieder oder sie kommen nicht, das ist Schicksal.“ - und hatte das Glück, dass die Haare wieder komplett nachgewaxen sind. Also erkundige Dich, was für eine Blutbild gemacht wurde. Und die Hoffnung nicht aufgeben.

Drücke die Daumen!
Gruß,
Eva

Hallo, ich kenne dein Problem. Ich habe das auch. Ich bin 21. Mir hilft Biotin. Ich habe auch mein Blut untersuchen lassen und alles war okay. Dann habe ich mir Biotin gekauft und es hat zwar gedauert bis es gewirkt hat, aber es meinen Haarausfall deutlich gelindert. Ich meine zwar immer noch das es mehr als bei meiner Schwester ist, aber auf jeden Fall mehr als wie noch vor einen Jahr. Versuch das mal. ich kann das nur empfehlen.
Viel Glück

Laura