Hörsturz-Was nun?

Ich hoffe ich bin hier richtig! Ich habe nun innerhalb eines halben Jahres meinen zweiten Hörsturz. Körperlich bin ich sonst gesund. Mein Arzt schiebt es auf meinen täglichen Streß. Leider kann ich mein Arbeitspensum nicht minimieren.
Kann mir vielleicht jemand sagen, wie und wann ich wieder richtig hören kann? Derzeitig höre ich wie durch einen Wattebausch.
Gibt es vielleicht auch Übungen, in denen ich lernen kann mit Streß besser umzugehen?

Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe!
Gruß
Christiane

Hallo,

dass Dein Hörsturz allein am Stress liegt, glaube ich nicht. Er kann viele Ursachen haben, aber so ganz einig ist sich die Wissenschaft in dem Punkt nicht. Hast Du mal in der Wikipedia unter Hörsturz nachgeguckt? Da werden viele vernünftige Sachen zu dem Thema gesagt.

Ich hoffe, Dein Arzt macht mehr als Dir nur vom Stress abzuraten? Du liest in dem Wikipedia-Artikel auch, dass es ganz viele verschiedene Dinge gibt, die man versuchen kann. Wenn der Arzt sich auf den einen Ratschlag beschränkt, würde ich es mal mit einem anderen versuchen.

Auf jeden Fall würde ich die Sach ernster nehmen, als Du es bis jetzt offenbar tust. Denn eine Prognose über den weiteren Verlauf des Problems kann Dir niemand geben: Es kann in ein paar Tagen vorbei sein, oder in ein paar Wochen oder Monaten - Du kannst aber auch gehörlos werden. Und dann wirst du die Arbeit, die Du angeblich nicht reduzieren kannst, vermutlich gar nicht mehr ausüben können.

Grüße
Carsten

Hallo,

ich habe keine persönlichen Erfahrungen mit Hörsturz, aber:

Mein Arzt schiebt es auf meinen täglichen Streß.
Leider kann ich mein Arbeitspensum nicht minimieren.

das solltest du dir wirklich überlegen. Eine Kollegin hat ihre Beschwerden nach einem Hörsturz konsequent ignoriert, den Stress auch versucht zu ignorieren und hat nun, nach einem erneuten Hörsturz, die Prognose in absehbarer Zukunft, taub zu werden, wenn sie nicht extreme Veränderungen in ihrem Lebensstil vornimmt.

Gruß
Elke

Hallo Christiane,

ich bin kein Mediziner, habe aber mal als Physiker in einer HNO-Klink gearbeitet.

Dort wurde „Hörsturz“ immer als Notfall behandelt, es muss innerhalb kürzester Zeit die Ursache gefunden werden da einige Ursachen nur noch kurzfristig zu behegen sind bevor Dauerschäden auftreten, z.B. Blockierung von Nerven.

Abwarten geht nicht! Also ab zum (anderen) Arzt, sofort!

Gute Besserung!

Gruß Volker

Ein Hörsturz kann viele Ursachen haben. Diese sollten möglichst gefunden werden. Erst wenn keine zu finden ist, wäre die Erklärung Stress für mich befriedigend.

Als naturheilkundlich arbeitender Mensch würde ich unter anderem an folgende Therapien denken:
Eigenblut, Homöopathie, Oxyvenierung nach Dr. Regelsberger, Akupunktur, Pflanzeheilkunde (europ./chines.), Ernährungsumstellung, Coaching.

Viel Erfolg.

Hallo,
schnellstmöglich einen HNO-Arzt aufsuchen.
Ein Heilpraktiker mit Fachgebiet Neuraltherapie kann Dir evtl. auch helfen.
Um Streß abzubauen, solltest Du einen Physiotherapeuten, der eine Ausbildung als Osteopath hat, aufsuchen. Osteopathie kostet zwar
einiges, wirkt aber sehr positiv auf den ganzen Körper.

Alles Gute wünscht Dir
Rosa

Hallo lady_beetle,
ich habe gerade im Januar einen Hörsturz bekommen, der auch aus Streßgründen entstanden ist.
Leider habe auch ich erst drei Tage später auf das Symptom reagiert und bin erst in eine Notfallsprechstunde gegangen, als mir zusätzlich noch schwindelig wurde und ich mich deshalb überall festhalten musste…
Die Ärzte haben mich sofort für vier Wochen aus dem Verkehr gezogen.
Erst in dieser Zeit ist mir klar geworden, was diese Krankheit bedeutet. (Und das, wo ich aus dem medizinischen Sektor komme!!!)
Letztendlich muss Dir einfach klar sein, dass ein Hörsturz nicht mal eben nur ein bisschen Taubheit ist, die man jetzt gerade (wo man doch sooo im Streß ist!) gar nicht gebrauchen kann.
HÖR AUF DEINEN KÖRPER!!!
Er kann sich nur so äußern, wenn er Alarm schlägt!
Ich bin mit Eigenblut behandelt, mit klassischer medikamentöser Infusion therapiert und mit Meeresrauschen-CDs und Hörsturztherapien losgezogen. Letztendlich hat nur eins geholfen: Ich mußte mir darüber klar werden, daß ich trotz jahrelangem Coaching noch immer nicht gelernt hatte, auf mich und meine Grenzen zu hören (!) und in der Januarphase hatte ich mir auch noch zusätzlich dermaßen viel aufgeladen, daß meine Ohren (und zum Glück „nur“ die) nur zusammen brechen konnte.
Ich dachte die ganze Zeit, daß ich mir ohne Ende Mühe gebe und an allen Baustellen alles gebe, was ich kann. Als ich dann endlich Zeit hatte, darüber nachzudenken, was ich wirklich will, war mir klar, daß keiner da war, der mal „Danke“ gesagt hat oder auch nur wahrgenommen hat, was ich eigentlich alles geleistet habe. (Aber wer überall arbeitet, kann nichts 100%ig machen - da fällt halt irgendwas irgendwann hinten runter.)
Also leg Pausen ein. Mach nicht irgendwelche „mal-eben-nebenbei“-Telfefonate, obwohl Du gerade Pause hast. Oder die E-Mailliste bearbeiten, während Du ins Frühstücksbrot beißt. Oder Sport als Ausgleich.
Der Spruch der HNO-Ärztin war ziemlich treffend:„Höre in Dich hinein und nicht über Dich hinweg!“
Gerade, wenn Du jetzt schon den zweiten Hörsturz hast, frage ich Dich: Was brauchst Du noch, um klüger zu werden? Ist irgendjemand auf der Welt da, der es Dir dankt, wenn Du taub vor ihm stehst? Du kannst nur dann 100%ig für ihn da sein, wenn Dein Körper 100%ig funktioniert! Auch das hat etwas damit zu tun, weiterhin leistungsfähig zu sein - so, wie Du es Dir im Grunde genommen doch wünschst, oder???
Ich hoffe, ich bin hier nicht zu bösartig rüber gekommen. Aber hätte ich nicht genügend Freunde gehabt, die MICH so in die Realität zurückholen, wäre ich jetzt vermutlich taub…
Liebe Grüße und gute Besserung
TF

Hallo Tolle Frau,

für Deinen eindrucksvollen Artikel gibt´s ein *.

Ich bin überhaupt kein „Arztgänger“, aber bei Hörsturz muss es sein, sofort!

Auch beim Verdacht eines Herzinfarktes kann man nicht warten.

Gruß Volker

Hallo Volker,
ich danke Dir! *rotwerd*
Liebe Grüße
TF

@all- DANKE!
Hey alle zusammen,
vielen Dank für die Antworten. Sie haben mir dahingehend geholfen, das ich mich nach einem neuen HNO umgesehen habe und dieser Mensch mir nun tatsächlich hilft. Ich bin nun erst einmal krank zu Hause und gelobe zukünftig Besserung!
Also, Danke nochmal und liebe Grüße
Christiane