Kinderwunsch - Hormonbehandlung?

Von: , Frage gestellt am Do, 1. Feb 2001

Hallo!

Na gut, so richtig aktuell ist es noch nicht. Aber ich mache mir Gedanken um so einiges und hoffe, daß ihr mir vielleicht die eine oder andere davon beantworten könnt.

Bei mir wurde vor einigen Jahren (sorry, das muß ich abschreiben.. *g*) eine Normo-gonadotrope,normoprolaktionämische Ovarialinsuffiezienz ohne Hyperandrogenämie (**uffz allein das zu tippen ist der Hammer**) diagnostiziert. Soweit zum Fachjargon. Mir erklärte man damals, daß es zu gut Deutsch heißt, daß ich keinen Eisprung habe, sie aber auch nicht wissen warum - und ich daher halt die Pille nehmen muß, um einen Zyklus zu simulieren. So weit so gut.

Die Ärzte waren nie sehr gesprächig und wenig hilfreich. Ich frage mich nun, was denn eigentlich passiert, wenn ich mal Kinder haben möchte. Dann muß ich ja auch Hormone nehmen, damit das überhaupt klappt. Wird es damit überhaupt klappen? Und wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit, daß es gleich Mehrlinge werden? Und wieviele werden das dann so???? Ich persönlich finde Zwillinge irgendwie das höchste vertretbare...

Wäre toll, wenn ich ein paar Erfahrungen von Euch bekommen könnte. Irgendwie würde ich nämlich mich lieber jetzt schon damit beschäftigen, bevor ich dann irgendwann unbedingt ein Kind haben will und dann frustriert feststellen muß, daß es nicht so klappen wird, wie ich (oder eher wir) uns das vorstellen.

Viele Dank!
Snoef

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
    Re: Kinderwunsch - Hormonbehandlung?

    Hallo Swantje! (Schöner Name übrigens.)

    Ich würde Dir raten, deinem Arzt so lange auf den "Keks" zu gehen, bis Du Antworten auf alle Deine Fragen hast. Und wenn er nicht kooperationsbereit ist, dann laß Dir deine Unterlagen aushändigen (das muß der Arzt tun) und such Dir den nächsten und wieder den nächsten und wieder den nächsten...
    So lange, bis Du absolute Klarheit hast. Es ist enorm wichtig für spätere Kinderwunschbehandlungen, gut vorbereitet zu sein, und dem Behandelnden Arzt zu signalisieren, daß Du nicht blauäugig eine doch sehr aufwendige Behandlungsprozedur auf Dich nimmst.
    Auch wenn es heute noch nicht so akut sein sollte, irgendwann wird es das bestimmt sein. Und dann zahlt es sich aus, aufgeklärt zu sein. Ein vernünftiger Arzt weiß das sehr zu schätzen.

    Ich wünsche Dir viel Glück dabei.

    Gruß, Stefanie. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 7 Tagen hilfreich
      Re^2: Kinderwunsch - Hormonbehandlung?

      Hallo Swantje,

      ich habe die ganze sache zwar schon lange hinter mir, bin jetzt 43, aber ich kann dir dazu meine erfahrungen gerne mitteilen. auch bei mir lag das problem vor, dass kein eisprung stattfand. wir hatten wahnsinnigen kinderwunsch, es klappte über 3 jahre nicht, jeden monat wieder die depris, wenn die regel kam. dann eine schwangerschaft, fehlgeburt, nochmehr depris. daraufhin hormontherapie und bereits im 2. monat der behandlung - bingo. meine zwillinge, mädchen sind heute 18 und die schönsten tollsten kinder der welt. es hat sich mehr als gelohnt und war das beste, was ich im leben auf die beine stellte, obwohl ich als geschäftsfrau ansonsten auch nicht unbedingt eine niete bin ;-))
      allerdings musst du mit mehrlingsschwangerschaft rechnen, aber aus meiner erfahrung raus sage ich dir, ich hatte mit meinen 2 süssen IMMER wesentlich weniger trouble als freundinnen mit ihren einzelkindern, ganz einfach, weil mit 2 auf einmal von vornherein nicht soviel theater gemacht wird.
      drück dir die daumen, dass alles so gut klappt wie bei mir,
      gruss
      karin [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
    Re: Kinderwunsch - Hormonbehandlung?

    Hallo Swantje,

    das hört sich ja alles mächtig kompliziert an. Ich habe auch eine Hormonstürung ohne Eisprung und habe vor fünf Jahren eine - erfolglose - Kinderwunschbehandlung hinter mir.

    Die Suche nach einem guten Arzt/einer guten Ärztin halte ich auf jeden Fall für sinnvoll. Vielleicht gibt es ja in deiner Stadt ein Frauengesundheitszentrum, das dir bei der Suche weiterhelfen kann.

    Was hältst du von alternativen Methoden? Ich finde zum Beispiel Homöopathie (bevorzugt bei einem/r erfahrenen klassischen Homöopathen/in. Was gerade im Zusammenhang mit Kinderwunsch total interessant ist, ist Lunayoga, eine fruchtbarkeitsfördernde Form des Yoga. Informationen findest du unter www.lunayoga.de.

    Meine Erfahrungen mit der Schulmedizin sind nicht so toll. Ich fühlte mich reduziert auf meine Diagnose und halte diesen Ansatz in meinem Innersten für grundfalsch. Vielen Schulmedizinern fällt es schwer, ihre eigenen Grenzen zu akzeptieren. Sie wissen einfach nicht alles. Das verlangt auch niemand von ihnen außer ihnen selbst. Ich bin auch mit einer Hormonstörung immer noch ein ganzer Mensch und möchte auch so gesehen und behandelt werden.

    Es gibt im Internet jede Menge zu lesen über Kinderwunschbehandlung, da geht aber viel über In-Vitro-Fertilisation und das habe ich für mich bisher abgelehnt. Du solltest dir vor einer Kinderwunschbehandlung auf jeden Fall über die große psychische Belastung für dich und deine Beziehung klar werden. Viele Beziehungen zerbrechen daran, wenn es dann doch nicht so klappt wie gewünscht. Ich finde es also immer sinnvoll, wenn sich der Partner auch mitkümmert.

    Ganz verrückt finde ich übrigens, dass die "Erfolgsquote" (das heißt, eine Geburt!) für Paare mit Kinderwunsch genau so hoch ist, wenn sie die Behandlung abbrechen und sich von ihrem Kinderwunsch und dem ganzen Druck, der damit verbunden ist, verabschieden wie für Paare, die eine In-Vitro-Fertilisation machen lasssen.

    Auch witzig: Ich kenne inzwischen vier Frauen, denen ihre Frauenärzte gesagt haben, dass es ohne Hormonbehandlung nichts wird, die jetzt alle ein bzw. zwei Kinder haben. Als bei der einen der Frauenarzt die Schwangerschaft festgestellt hat, hat sie erst einmal den Arzt gewechselt, weil sie so überzeugt von der Diagnose "unfruchtbar" war, dass sie es einfach nicht geglaubt hat.

    Noch eines möchte ich dir mit auf den Weg geben:

    Hör gut auf dich und deinen Körper. Ich glaube, dass niemand auch kein Arzt entscheiden kann, was am besten für dich ist. Der eigene Körper ist wahnsinnig schlau und man kann dieses Wissen nutzen, wenn man ihm nur zuhört.

    Alles Liebe,

    Christiane

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