Hallo Michael,
leider ist die Frage etwas unpräzise formuliert, so dass ich mit 38 ohne zugehöriger Einheit nicht viel anfangen kann. 38 passt nicht zur Eryzahl, nicht zum Hb, Serumeisen, evt. Hk, aber was sagt das allein schon über eine Eisenmangelanämie aus?
Da wurde doch sicher ein ganzer Eisenstatus gemacht, einschließlich Ferritin, Transferrin, usw., woran man dann „ablesen“ kann, ob es sich um einen prälatenten, latenten oder manifesten Eisenmangel handelt.
Hat jemand einen Eisenmangel, muss man dazu unbedingt die Ursache finden, denn man kann nicht irgendwo etwas hineinfüllen, das woanders ungehindert wieder verloren geht, das bringt nichts. An erster Stelle steht daher immer die Ursachenfindung.
Bei Frauen, im gebärfähigen Alter ist Eisenmangel überwiegend mit einer starken Menstruationsblutung verbunden und damit recht weit verbreitet. Manchmal sind Myome ursächlich, die dann beseitigt werden sollten, etc., oft gibt es auch andere Gründe, wie z. B. hormonell bedingte starke Blutungen i. d. Wechseljahren.
Ist ein Eisenmangel durch Verwertungsstörungen (z. B. fehlende Magensäure) bedingt, nutzt eine orale Substitution gar nichts. Dann muss eben die Verwertungsstörung unter die Lupe genommen werden.
Häufig haben vegetarisch lebende Menschen geringere Eisenwerte als üblich, dann wäre eine Veränderung in der Ernährung gefragt, neben Eisen- auch wegen Vitamin B12, B6-Mangel (Vollkornprodukte statt Weißmehl, aber auch saure Ergänzung zur Nahrung wie z. B. O-Saft, welche die Eisenaufnahme mit Hilfe des sauren Magenmilieus begünstigt.) also kein mineralstoffarmes Fastfood!
Die Folgen einer Anämie können vielfältig sein, z. B. Müdigkeit, körperliche Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten (wegen Sauerstoffmangel), Blässe, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Infektanfälligkeit, manchmal auch Depressionen, Reizbarkeit, Herzrasen, Luftnot, Kälteempfindlichkeit, Haut-/Haar-/Nagelprobleme, Neigung zu Mundwinkelrhaghaden usw.
Gruß, Renate