Wie man immer wieder sieht tragen alle Leute im OP-Saal spezielle Kleidung, ein lustiges Mützchen und natürlich auch einen Mundschutz. Macht ja auch Sinn, damit der Patient nicht mit irgendwelchen Keimen des Personals angesteckt wird.
Nun aber die Frage: Warum bekommt der Patient selbst (z.B. bei einer Teilnarkose) keinen Mundschutz? Ein Mützchen gab’s bei mir, das weiß ich noch, aber bei 2 Spinalanästhesien bekam ich beide Male keinen Mundschutz. Muss ich nicht auch vor meinen eigenen Keimen geschützt werden, oder tun die mir nichts?
Bakterien können nicht fliegen, außer in kleinen Tröpfchen. Der Sinn des Mundtuches ist also, die Tröpfchen vom Prsonal, die direkt in die Wunde fallen könnten (Husten, Niesen, Sprechen) aufzuhalten. Der Patient hat zu der Wunde keinen direkten Weg (es ist immer ein Tuch dazwischen), also braucht er kein Mundtuch.
das möchte ich aber bezweifeln, denn Bakterien können sich z.B. via Staubpartikeln wohl durch die Luft fortbewegen (schon mal was von laminar air flow in Op’s gehört?)
Ein Patient in Spinaler Narkose, sprich wachem Bewußtseinszustand ist durchaus in der Lage, z.B. zu Husten, zu Niesen, etc… Daß die Bakterien von dem Tuch über dem Bügel zuverlässig abgehalten werden, halte ich für eine kühne Aussage.
In den Krankenhäusern, in denen ich bisher gearbeitet habe, haben alle Patienten, die nicht intubiert waren, im OP einen Mundschutz getragen. Zu Recht, wie ich meine.