Leberwerte

Hallo,

folgender Fall --> Leberwerte Mitte März GPT 29, GGT 80 ,
Mitte Juli GPT 59, GGT 64, GOT 37.

Was kann man über den Zustand der Leber sagen? Liegt ein Schaden vor?
Person: 22 Jahre männlich, 168cm, 69 KG, ab un an exzessiver Alkoholkonsum max. 1mal im Monat, ansonsten normal- Alhoholkonsum eher unregelmäßig und manchmal exzessiv?
Müdigkeit vorhanden, jedoch möglicherweise bedingt durch den Beruf. Keine auffälligen Körperzeichen wie gelbe Augen usw.

Kann dies durch den Alkohol stammen oder liegt eine Vererbung vor?

Hallo Mayer,

Laborwerte bitte immer mit dazugehörigen Laborreferenzwerten posten.

Ob eine Leberparenchymschädigung vorliegt und ob sie evt. durch den Alkoholabusus bedingt ist, lässt sich aufgrund der 3 Leberwerte nicht sagen. Möglich ist ihre leichte Erhöhung durch den Alkoholeinfluss, möglich sind aber auch ganz andere Ursachen. Es handelt sich hierbei um keine spezifischen Alkoholmarker, auch nicht beim MCV!
Spezifisch als Marker zur Erkennung von Alkoholmissbrauch ist das CDT (Carbohydrate deficient Transferrins)

Schlechte Leberwerte werden glücklicherweise nicht vererbt, wohl aber eine genetisch bedingte Neigung zum Suchtverhalten, im Zusammenhang mit dem Dopaninhaushalt (Botenstoff im Gehirm).

Gruß, Renate

Hallo Renate,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Die Laborreferenzwerten sind bei GOT bis 35, GPT bis 50 und GGT 50. Frauen haben niedrigere Referenzwerte.
Der CDT ist mir leider nicht bekannt, wohl aber nicht auffällig zumal eine umfassende Blutuntersuchung durchgeführt worden ist.
Es überraschte mich sehr, dass vor allem der GPT-Wert angestiegen ist , da dieser eigtl. nicht empfindlich sein kann, sondern nur der GGT-Wert, kann man denn die Leberwerte senken lassen? Das einzig Positive an dieser Sache jedoch ist, dass der GGT- Wert von 80 auf 64 gesunken ist(für 4Monate ist das ziemlich wenig).
Hinzufügen möchte ich jedoch noch, dass meine Großmutter bereits mit 32 an Leberzirrhose verstorben ist. Meine Mutter hatte auch mal erhöhte Leberwerte hatte (GGT: 100) , nach drei Monaten sanken diese Werte glücklicherweise jedoch.

Ob eine Leberparenchymschädigung vorliegt […], lässt sich aufgrund : :der 3 Leberwerte nicht sagen.

Liebe Gemeinde :wink:,

2 der 3 genannten „Leberwerte“ sind spezifisch (GGT, GPT) und können daher sehr wohl hinsichtlich eines Parenchymschadens bewertet werden. Allerdings sollten Sie das nicht überbewerten, nur weil Sie häufiger mal einen über den Durst trinken und wenn Sie sich ansonsten fit fühlen. Eine abschließende Bewertung kann hier natürlich genauso wenig getroffen werden.

HG
sunconure

Moin Mayer,

folgender Fall --> Leberwerte Mitte März GPT 29, GGT 80 ,
Mitte Juli GPT 59, GGT 64, GOT 37.

auch wenn hier jemand etwas von spezifisch geschrieben hat, die Transaminasen sind sind nur bedingt und nur in Zusammenhang mit mehreren anderen Faktoren ein Indikator, daß eine Leberschädigung vorliegt.
Sie sind z.B. sehr häufig bei normalen Infekten erhöht, oder bei Rheumatischen Beschwerden, oder Allergien oder…

Nur aufgrund dieser Werte von einer Schädgung auszugehen, halte ich für eher gewagt, auch bei der Vorgeschichte des Herrn.

Zudem sind diese Werte nicht wirklich erhöht.

Mein gemessener Rekord (hab in den Semesterferien in einem Krankenhauslabor gejobbt) waren Werte, die um den Faktor! 1000 erhöht waren! Das war ein frisch eingelieferter Fixer, der vier Wochen später fast Normalwerte hatte.

Also kein Freischein fürs Weitersaufen, aber auch kein Grund zur Panik.

Gandalf

Hallo,

2 der 3 genannten „Leberwerte“ sind spezifisch (GGT, GPT) und
können daher sehr wohl hinsichtlich eines Parenchymschadens
bewertet werden.

Meine Aussage ist vielleicht etwas missverständlich rübergekommen, soll heißen:

Das CDT ist ein spezif. Alkoholmarker.

Andere Leberwerte (z. B. OT, PT, G-GT) können/sind ebenfalls bei Alkoholabusus erhöht, sie sind aber nicht alkoholspezifisch, sondern können auch durch andere Ursachen erhöht sein. Das heißt soviel wie, die hier genannten, leicht erhöhten Werte müssen nicht zwingend durch Alkohol bedingt sein.

Und ob ein Leberparenchymschaden vorliegt, kann hier nicht anhand dieser leicht erhöhten Transaminasen allein diagnostiziert werden.

Gruß, Renate

Hallo Mayer106,

Die Laborreferenzwerten sind bei GOT bis 35, GPT bis 50 und
GGT 50.

Dann sind Deine Werte hier (PT 59 U/l GGT 64 U/l) im Vergleich dazu grenzwertig, bzw. ganz leicht erhöht.

Ursächlich kann natürlich der Alkohol sein, manchmal sind es aber auch Medikamente wie Paracetamol, Tetrazykline, Vitamin, A, Hormone (auch manche Pille bei Frauen), Drogen, Pilzgifte, uvm.

Kriterien, wie z. B. Ikterus (Galle-/Leberstauung) kommen nicht in Frage, sonst wären noch andere Werte erhöht. z. B. Bilirubin. Aber Du sagst, alle anderen Werte seien ok.

Der CDT ist mir leider nicht bekannt, wohl aber nicht
auffällig zumal eine umfassende Blutuntersuchung durchgeführt
worden ist.

Wird auch nicht routinemäßig bestimmt, dann muss schon ein dringender Verdacht auf eine Alkoholproblematik vorliegen, mit vorausgegangenen, wirklich auffälligen Leberwerten.

Es überraschte mich sehr, dass vor allem der GPT-Wert
angestiegen ist , da dieser eigtl. nicht empfindlich sein
kann, sondern nur der GGT-Wert, kann man denn die Leberwerte
senken lassen? Das einzig Positive an dieser Sache jedoch ist,
dass der GGT- Wert von 80 auf 64 gesunken ist(für 4Monate ist
das ziemlich wenig).

Die Werte verändern sich ständig etwas, im Zusammenspiel mit Ernährung, und anderen Faktoren. Sie sind nie gleich.
Senken: Wenn man der Leber Ruhe gönnt, z. B. keinen Alkohol trinkt, Packungsbeilage von Medikamenten im Hinblick auf Nebenwirkung „Erhöhung der Transaminasen“ durchgeht.

Hinzufügen möchte ich jedoch noch, dass meine Großmutter
bereits mit 32 an Leberzirrhose verstorben ist.

Deshalb musst Du nicht soetwas bekommen, mit Dir hat das gar nichts zu tun.

Meine Mutter

hatte auch mal erhöhte Leberwerte hatte (GGT: 100) , nach drei
Monaten sanken diese Werte glücklicherweise jedoch.

Das ist ja möglich, aber nicht wirklich problematisch und ohne die Ursache zu kennen, erst recht nicht relevant.
Das kannst Du alles nicht auf Dich beziehen. Mit Vererbung hat das nicht zu tun.

Trotzdem, mit dem Alk. kannst Du es etwas ruhiger angehen lassen :smile: dann wärst Du auf der sicheren Seite.

Gruß, Renate

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