Sauerstoff auf 4000m Höhe

Hallo,

neulich habe ich eine Doku gesehen. Darin ging es um Menschen in Peru die in Dörfern über 4000 m Höhe leben.

Es gab wohl auch eine Untersuchung, dass Frauen welche normal nicht auf dieser Höhe leben, deutlich mehr Fehlgeburten haben. Da sie an den geringen Sauerstoff nicht gewöhnt sind, ist der Fötus wohl unterversorgt.

Aber wie ist es anders herum? Vielleicht eine doofe Frage, aber ich weiß es nicht.
Wenn also so eine Bergdorffrau auf 400m über Meeresspiegel geht, ist sie dann total auf Sauerstoff? Was passiert dann mit ihr? Merkt sie überhaupt einen Unterschied?

Kann mir das jemand erklären? Vielen Dank

Gruß Lulea

Hallo Senftube,

Im Prinzip handelt es sich hier ja nur um das, was Leistungssportler als Höhentraining bezeichnen. Sie trainieren eine zeitlang auf großne Höhen und gewöhnen ihren Körper daran, da der Partialdruck des Sauerstoffes dort niedriger ist.
Der Körper stellt sich um und produziert hauptsächlich Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen, der Sauerstoff transportiert
Wenn diese Frau nun (wie eben auch die Sportler) wieder auf 400m runter kommt, dann wird sie selber keine Probleme damit haben. Sie wird eine relativ gute Ausdauer haben und bei der Arbeit evtl. nicht so schnell ermüden. Wenn sie aber in der 4000m Höhe nur rum saß… hat sie aber genauso wie wir Muskeln verloren und ist auf Meereshöhe genauso „unbelastbar“ wie wir…bzw noch weniger.

lg Stiftel

hi,

wenn sauerstoff und kohlenstoff in gleicher konzentration vorhanden sind dann ist alles optimal,auch wenn du im kosos lebst.wenn kohlenstoff viel weniger ist als nötig entstehen probleme.optimal ist wichtig!

Hallo,

,auch wenn du im kosos
lebst

Wie meinen?
Ich verstehe es wirklich nicht.
Und wie bitte beeinflusst man das Verhältnis von Sauerstoff und Kohlenstoff auf „optimal“?

Gruß
Elke

Hallo,

Im Prinzip handelt es sich hier ja nur um das, was
Leistungssportler als Höhentraining bezeichnen.

Aber nur im Prinzip. Höhentraining findet NICHT auf 4000m Höhe statt.

Wenn diese Frau nun (wie eben auch die Sportler) wieder auf
400m runter kommt, dann wird sie selber keine Probleme damit
haben.

Könnte es sein, dass es ein Unterschied ist, ob ich drei Monate auf 2000m Höhe trainiere, oder ob ich seit Geburt auf 4000m lebe (wobei 4000m schon sehr extrem sind, die meisten Besiedlungen in den Anden liegen unter 3500m).

Um auf normale Höhen runterzukommen: wenn man jahrelange auf 1800m lebt (in Johannesburg, Südafrika, zum Beispiel), dann merkt man einen geringen Unterschied in Kondition, wenn man auf Meeresspiegel kommt.

Richtig auffällig wird es allerdings, wenn man seine Kondition mit einem Flachländer auf 1000-1500m vergleicht.

Was aber wenig mit der Frage der UP zu tun hat.

Gruß
Elke

Ja, dann noch eine Frage dazu :smile:

Das dachte ich mir eben auch, dass die Bergbewohner irgendwie gedopt sind :smile:

Ist das dann ein Dauerzustand, oder würde das im Laufe der Zeit nachlassen?

Vielen Dank,

Gruß Lulea

Hallo
Der Artikel ist offensichtlich Unsinn.
Er verwechselt zum einen Kohlenstoff mit Stickstoff, zum anderen ist der partielle Druck vom Sauerstoff entscheidend, welcher etwa bei 0,2 bar liegen sollte.
MfG

Hallo.
In gewisser Maßen, kann man das so sagen mit dem Doping :smile:

Leider würde dieser Effekt nachlassen - sonst würde ich nämlich auch drei Jahre mal auf 4000 meter ziehen und wäre dann mr. Kondition :smile:

Wenn du chemisch etwas damit anfangen kannst, Grund des erhöhten Hämoglobins ist die vermehrte Ausschüttung von Erythropoetin (auch Epo genannt - welches der Körper in der Niere produziert).
Epo wird aber nur gebildet, wenn ein sogenannter Hypoxie induzierter Faktor (HIF) nicht abgebaut wird - dieser bewirkt dann die Bildung von Epo.
Wenn die gute Frau dann aber wieder "viel Sauerstoff hat, kommt es mittels dem O2 zur hydroxylierung des HIF mit anschließender ubiquitinilierung und dadurch Abbau…so einfach ist das :smile:

schönes Wochenende
stiftel