Ich habe nun schon seit längerer Zeit ein Jucken in den Ohren, rechts mehr als links.
Das gleiche hat mein Freund aber auch bekommen, er sogar ein wenig früher als ich. Aber eigentlich so ziemlich gleichzeitig. Bei ihm war es aber so schlimm, dass er zum Arzt musste, weil er schon fast nichts mehr gehört hatte.
Der Hausarzt war der Meinung, dass es eine Mittelohrentzündung ist. Der HNO meinte nur, dass das Quatsch wäre und er eine allergische Reaktion hätte. Wäre an sich auch naheliegend, da er unter Neurodermitis leidet. Also hat er ihm erstmal die Ohren gesäubert und eine Salbe verschrieben. Die Salbe hat zwar dann das Jucken beendet, aber auch nur für kurze Zeit.
Der Schmerz ist bei ihm jetzt weg und auch hören kann er wieder gut. Aber der permanente Juckreiz ist geblieben wie auch bei mir.
Auch ich leide unter Neurodermitis wie mein Freund. Allerdings wirkt sich ein Ausbruch eigentlich anders aus und ich hatte schon sehr lange Zeit keinen mehr, genauso wie mein Freund. Außerdem wäre es doch sehr seltsam, wenn wir jetzt gleichzeitig einen Ausbruch bekämen, der sich auf die Ohren auswirkt!
Könnten es nicht eher Milben oder Pilze sein? Wie kann man sich das denn holen, da wir keine Erklärung dafür hätten? Was hilft am besten dagegen?
Das Problem ist nämlich, dass mein Freund und ich an einen gewissen Arzt gebunden sind und dessen Kompetenz eher anzuzweifeln ist.
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen! Danke im Voraus!
Könnten es nicht eher Milben oder Pilze sein? Wie kann man
sich das denn holen, da wir keine Erklärung dafür hätten? Was
hilft am besten dagegen?
Das Problem ist nämlich, dass mein Freund und ich an einen
gewissen Arzt gebunden sind und dessen Kompetenz eher
anzuzweifeln ist.
Guten Tag,
Skabies sind an den Ohrmuscheln oder in den externen Ohrgängen untypisch, ansonsten würden auch andere Körperstellen (Beugeseiten, Intertrigines) befallen sein.
Ich habe nun schon seit längerer Zeit ein Jucken in den Ohren,
zum Arzt
musste, weil er schon fast nichts mehr gehört hatte.
Der Hausarzt war der Meinung, dass es eine Mittelohrentzündung
ist. Der HNO meinte nur, dass das Quatsch wäre und er eine
allergische Reaktion hätte. Wäre an sich auch naheliegend, da
er unter Neurodermitis leidet.
Hallo,
Das ist vor allem ein Fall für den Dermatologen.
Bei Neurodermitis ist es nicht ungwöhnlich, wenn auch der äußere Gehörgang betroffen ist. Das dort beim Schub austretende Gewebswasser suppt und kann den äußeren Trommelfellbereich verkleben, sodass das Hören sogar stark beeinträchtigt wird. Dieser klebrige Belag ist ebenfalls ein guter Nährboden für alle möglichen Keime.
Der HNO-Arzt verschreibt hier Pfropf auflösende Tropfen, die manchmal nicht so schnell helfen, wenn die Situation schon lange besteht. Nach einer gewissen Anwendungszeit kann dann manchmal eine einfache Ohrenspülung helfen, das Trommelfell wieder so zu reinigen, dass das Hören sich wieder normalisiert.
Das atopische Ekzem ist dann aber noch immer nicht verschwunden und juckt und suppt vor sich hin. Jetzt ist der Dermatologe gefragt, ob er ein Cortison, ein Immunsuppressivum (z. B. Elidel) oder etwas anderes verschreibt, das das Ekzem zunächst ausheilt.
Außerdem wäre es doch sehr seltsam, wenn wir jetzt
gleichzeitig einen Ausbruch bekämen, der sich auf die Ohren
auswirkt!
Wieso nicht? Ihr seid beide Atopiker.
Das Problem ist nämlich, dass mein Freund und ich an einen
gewissen Arzt gebunden sind und dessen Kompetenz eher
anzuzweifeln ist.
Und wenn man diesen Arzt um eine Überweisung zum Hautarzt bittet und sich ggf. mit der Krankenkasse zwecks Abklärung in Verbindung setzt?
Ein kurzfristiger Einsatz eines Kortison-Preparats kann hilfreich sein. Allerdings erreicht man bei langfrister Behandlung nur das Gegenteil. Sofern die Ohren Sauber sind, kann man versuchen den Gehörgang mit Olivenöl geschmeidig halten. Innenohrkopfhörer sind zu vermeiden und jegeliche Manipulation durch Finger und andere Werkzeuge auch - auch wenn es einem schwer fällt. Dadruch dringen zusätzlich Bakterien ein. Auch kann es hilfreich sein das Ohr längerfristig mit einer Anti-Pilz salbe zu behandeln. Wenn es kein Pilz ist, dann hilft wenigsten der Salbeneffekt. Des weiteren das Schampoo nicht in die Ohren laufen lassen. Bei einer bakteriellen Infektion kann eine 3% Essigsäure helfen(Apotheke). Die Säure reizt natürlich. Danach kann man dann auch wieder mit einer Salbe(ohne Duftstoffe etc) z.B. Dexpantenol nachbehandeln.
Ausdauer und Zuversicht! Manchmal dauert es eine ganz schön lange Zeit, bis sich die Haut wieder selbst reguliert hat.