Urinzuckerprüfung

Hallo
Anfang des Jahres wurde bei mir ein erhöhter Blutzuckerwert festgestellt und ich mußte meine Ernährung dementsprechend umstellen.

Ich habe auch so „Sticks“ bekommen, mit denen ich meinen Urin auf überzuckerung testen kann.
Dies soll ich 2 Stunden nach einer Mahlzeit nehmen.

Nun wollte ich mal fragen, wie das ist, wenn man zum Beispiel Abends etwas isst, dann ins Bett geht (also nicht mehr Uriniert) und dann erst wieder am Morgen… Kann man das dann da auch noch testen?
Weil ich tu mich immer schwer damit die „zwei Stunden später zu finden“ :smile:

Würde mich mal interessieren, ob das so auch geht…

Danke

Hallo
Nein, wenn es heißt, 2 Stunden nach dem Essen, must Du das dann auch machen.
Grund ist der zunächst beim Essen angestiegene Zuckerspiegel, welcher danach langsam wieder absinkt.
Du würdest Dich also selbst belügen.
MfG

Hallo Andreas,

Anfang des Jahres wurde bei mir ein erhöhter Blutzuckerwert
festgestellt und ich mußte meine Ernährung dementsprechend
umstellen.

Ich habe auch so „Sticks“ bekommen, mit denen ich meinen Urin
auf überzuckerung testen kann.
Dies soll ich 2 Stunden nach einer Mahlzeit nehmen.

wenn man zum Beispiel
Abends etwas isst, dann ins Bett geht (also nicht mehr
Uriniert) und dann erst wieder am Morgen… Kann man das dann
da auch noch testen?

Kann man schon, was wurde denn mit dem Hausarzt vereinbart?
Gerade der Morgenurin ist für die Urindiagnostik sehr beliebt, weil der ja besonders konzentriert ist. Bei Typ I Diabetikern ist das auch sinnvoll.

Aber handelt es sich hier nicht um Typ II (ernährungsbedingter Diabetes)?

Heutzutage hat doch auch jeder Patient sein eigenes kleines Blutzuckermessgerät (wobei die Teststreifen nicht ganz billig sind). Die Softclix bzw. die Stechhilfe für die Fingerbeere spürt man fast gar nicht mehr, früher war das mal richtig schmerzhaft. So kann man doch exakt den postprandialen Wert ermitteln.

Dieser Urinzuckertest ist auch bei Nierenerkrankungen sinnvoll, zur Therapiekontrolle bei Diabetikern ist er gar nicht mehr so üblich.
Ab einem Blutzucker von 160-170 mg/dl wird die sog. Nierenschwelle überschritten, sodass man dann Urinzucker nachweisen kann.

Ein gut eingestellter Diabetiker sollte die Nierenschwelle eigentlich gar nicht überschreiten.

Dann gibt es auch noch die Möglichkeit den HbA1C-Wert zu bestimmen, um rückblickend zu sehen, ob der Patient gut eingestellt war/ist.

Gruß, Renate

Hallo
Also bei mir wurde wie gesagt Anfang des Jahres ein erhöhter Blutzuckerwert festgestellt. Ich sollte meine Ernährung umstellen und das habe ich auch getan.
Die letzten beiden Untersuchungen haben auch keinen erhöhten Blutzucker festgestellt.

Diese „Sticks“ habe ich quasi „als Geschenk“ bei einer Schulung bekommen. Damit könne man halt 2 Stunden nach einer Mahlzeit feststellen, ob man erhöhten Blutzucker hat.
Nun ja. Wie gesagt, hatte ich ja meine Ernährung umgestellt und wenn man ohnehin kein Zucker zu sich nimmt, brauchte ich diese Sticks ja nicht.

Und nun habe ich halt ein paar mal kurz vorm Schlafengehen „richtig“ gegessen (ist Tagesablaufsbedingt) und kurz danach ins Bett.
Daher eben die Frage, ob ich das auch noch am nächsten Tag machen könnte, weil ich denke, das der Zucker im Urin ja bleiben würde, oder baut der sich über Nacht wieder ab?

Gruß
Andreas

Hallo Andreas,

Die letzten beiden Untersuchungen haben auch keinen erhöhten
Blutzucker festgestellt.

Das ist doch optimal, herzlichen Glückwunsch.

Diese „Sticks“ habe ich quasi „als Geschenk“ bei einer
Schulung bekommen. Damit könne man halt 2 Stunden nach einer
Mahlzeit feststellen, ob man erhöhten Blutzucker hat.
Nun ja. Wie gesagt, hatte ich ja meine Ernährung umgestellt
und wenn man ohnehin kein Zucker zu sich nimmt, brauchte ich
diese Sticks ja nicht.

Das ist richtig. Die werden in der Regel erst dann positiv, wenn der sog. Nierenschwellenwert für Glucose (zwischen 160-180 mg/dl Glucose im Blut!) überschritten wird. Selbst ein Typ II Diabetiker, der gut eingestellt ist, sollte solche Werte heute nicht mehr oft erreichen.

Vor vielen Jahren, als es noch keine guten Patientenmessgeräte gab, eine Blutzuckerbestimmung aufwändig war, es noch keine Insulinpens gab und man noch nicht so viel über die Entstehung der Typen I und II wusste, da arbeitete man noch viel öfter mit den Urinteststreifen und empfahl sie auch, noch gesunden Patienten in der Apotheke zwecks Eigenkontrolle zu kaufen (was bei Typ I - Diagnostik nach wie vor sinnvoll sein kann)

Und nun habe ich halt ein paar mal kurz vorm Schlafengehen
„richtig“ gegessen (ist Tagesablaufsbedingt) und kurz danach
ins Bett.
Daher eben die Frage, ob ich das auch noch am nächsten Tag
machen könnte, weil ich denke, das der Zucker im Urin ja
bleiben würde, oder baut der sich über Nacht wieder ab?

Nein, der baut sich im Urin nicht ab (nur im entnommenen Vollblut durch ein Enzym). Der konzentrierte Morgenurin wird z. B. auch in Kliniken gern zu Untersuchungen verwendet.

Gruß, Renate