Hws leiden nach verkehrsunfall

Guten Tag,

Also ich erzähl mal kurz meine Geschichte.
Ich hatte am 23.4 einen Unfall mit einem Motorroller als Beifahrerin. Mit circa 30-35 km/h sind wir gestürzt. Ich hatte eine Platzwunde am Knie die wieder verheilt ist aber sonst nichts. So circa einen Monat nach dem Unfall ging es los das ich Kopfschmerzen bekam und leichte Nackenschmerzen. Der Chirurg meinte das sei normal nach so einem Unfall. Er hat aber trotzdem geröngt und mir Krankengymnastik verschrieben. Bei dem Röntgenbild meinte er das nichts ‚knöcherndes‘ zusehen sei. Bei der Krankengymnastik sind die Nackenschmerzen auch ein wenig besser geworden nur die Kopfschmerzen nicht. Ein wenig Schwindel ist auch dazu gekommen. Die Therapeutin meinte das sollte man mal näher untersuchen und dann wurde ich zum Neurologen geschickt. Es wurde ein EEG und doppler gemacht. Ohen Befund. Diese Ärztin hat mich dann zum Mrt geschickt. Kopf und Hws wurden untersucht. Ohne Befund. Naja Schwindel Und Kopfschmerzen hab ich keine mehr.

So jetzt mein eigentliches Problem :smile:

Ich habe ständig Nackenschmerzen. Meist wenn ich ruhe habe. Bin ich unterwegs am laufen dann habe ich kaum Probleme aber sobald ich irgendwie sitze oder sonste was geht es los. Dann ist es ein ganz komisches Gefühl am Übergang vom Hals zum Kopf. So ein ‚instabiles‘ Gefühl, es ist kaum zu beschreiben irgendwie locher, einfach super unangenehm. Nachts kann ich kaum einschlafen weil ich keine ahnung habe wie ich liegen soll. Wenn ich meinen Kopf bewege/kreise knackt es immer und ‚knirscht‘ so komisch. Total unangenehm. Von Beruf bin ich Friseurin und bei einer Tätigkeit wo ich meine Arme oben haben muss, kann ich meinen Nacken vergessen…

Ich weiss jetzt echt nicht mehr was ich machen soll, da ja alle Untersuchungen ohne Befund sind.
Was kann das sein???
Können die was übersehen haben?
Ich hatte auf irgendeiner Seite mal gelesen das die Bänder überdehnt sein könnten!?
Kann man die Bänder überhaupt auf dem Mrt sehen?

Ich überlege ob ich nochmal einen Orthopäden aufsuche, da mein Unfallarzt/Chirurg das Problem auch irgendwie nicht so ernst nimmt. Ist jedenfalls mein gefühl.

So falls irgendjemand irgendwas dazu weiss oder ähnliche Probleme hat wäre es echt super wenn mir irgendjemand sagen kann was ich jetzt noch machen kann.
Bin echt verzweifelt.

Lg LiZ

Hallo LiZ,

was Du beschreibst ist ein ziemlich typische Halswirbelschleudertrauma.

Das Trauma ist eine Mischung aus Mikrodefekten (z.B. minimale Bandverletzungen) und psychosomatischen Komponenten (ein Unfall und dessen Verarbeitung ist ja keine rein körperliche Angelegenheit).
Versteh’ mich nicht falsch, ich will Dich keineswegs auf die „Psychoschiene“ schieben, aber schon Deine Beschreibung oben lässt mich ganz dolle an eine Somatisierung („körperlich machen“) denken: Nicht ein Wort dazu wie es Dir seelisch ging, nur körperliche Daten.

Die Bänder kann man übrigens sehr gut im MRT sehen. Du scheint insgesamt bereits EXTREM gut durchgecheckt.

Neben klassischer Krankengymnastik bieten sich „ganzheitliche“ Ansätze an, wie z.B. die Osteopathie, Autogenes Training oder ähnliches.

Gruß,

Manticor

Erstmal danke für deine antwort!
Ja das hab ich auch schon überlegt ob ich mir das alles nur einbilde ^^

Aber man kann sich doch solche Schmerzen nicht einbilden!?

Was mich noch wunder die haben ja vom ganzen kopf mrt gemacht. Wenn da jetzt eine Zyste wäre hätten die das nicht gesehen?
Denn da ist eine das weiss ich (war mal beim ct) aber die haben da gar nix gesagt. Haben die nicht vielleicht was übersehen??

Mein Unfallarzt meinte nur das ich jetzt den rest meines Lebens immer anfälliger für Kopfschmerzen bin!!

Kann das vielleicht nur ein verlangsamter Heilungsprozess sein?

Liza, Psychosomatik hat nicht viel mit Einbildung zu tun. Deswegen habe ich doch versucht zu erklären, dass ich das gerade NICHT als Spinnerei sehe.

(Man kann sich Schmerzen übrigens bestens einbilden, aber das behaupte ich gar nicht.)

Im CT kann man andere Sachen gut beurteilen als im MRT. Außerdem hat jedes Verfahren bestimmte Schichtdicken und andere Limitationen, so dass Befunde in einem Verfahren auftauchen und in einem anderen nicht zu finden sind.

Bänder sind sog. bradytrophes Gewebe, was bedeutet, dass der Stoffwechsel dort sehr langsam abläuft, entsprechend auch Heilungsprozesse, die auch mal ein halbes Jahr in Anspruch nehmen können.

Bitte, bitte, beschäftige Dich schlicht aber mal mit dem psychosomatischen Anteil am HWS-Trauma. Ich wette, es würde Dir besser tun als alle Untersuchungen der Welt.

Gruß,

Manticor