Guten Tag,
gestern hatte ich eine sonderbare Situation in meiner Apotheke. Seit 6 Jahren nehme ich regelmäßig Betablocker da ich an ventrikulären Herzrh.-Störungen leide und dadurch mehrmals auf der Intensiv-Station gelandet bin. Mein Hausarzt hatte damals verschiedene (billigere) Alternativen ausprobiert, mit teilweise erheblichen Nebenwirkungen, jedoch hat er, mein Kardiologe und die Klinik davon abgeraten und mir BELOK ZOK wieder vorgeschrieben, mit dem ich im grossen und ganzen auch zufrieden bin. Da das Hausarzt Budget überlastet ist (und ich auch Verständnis für meinen Arzt aufbringe) sind wir nach langem hin und her so verblieben, dass er mir zwar das Präparat aufschriebt, ich in der Apotheke aber die Differenz zu dem billigeren selber entrichte. Ärgerlich, aber es funktioniert.Waren ja auch nur 5,- pro Packung, also alle 2-3 Monate. Das verkrafte ich.
Gestern jedoch bekam ich es nicht mehr. Die Apothekerin sagte, der Arzt müsse „aut idem“ ankreuzen (auf Deutsch: „oder anders“)dann könnten wir auch weiterhin so verfahren. Kreuzt er es nicht an und schreibt nur den Präparate-Namen auf (Belok ZOK 95mg), ist sie verpflichtet mir eine Alternative zu geben und kann mir auch keinesfalls die Differnz zu der billigeren Alternative berechnen so wie bisher), sondern muss den vollen Präparatepreis einziehen.
Mal davon abgesehen, dass dann der Sinn des Kreuzchens auf dem Rezept total daneben liegt hat sich noch folgendes aufgetan: Die Sprechstundenhilfe (Arzt war leider schon weg) sagte mir, wenn sie das Kreuzchen setzen würde, wird das Ärztebudget noch mehr belastet und das läßt der Arzt sicherlich nicht zu… hat mich schon sehr verwundert. Denn: Warum zahle ich die Differenz zur Billig-Alternative und der Arzt obendrein??? Hier kann doch etwas nicht stimmen, oder?
Über jeden Tipp würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank !
Gestern jedoch bekam ich es nicht mehr. Die Apothekerin sagte,
der Arzt müsse „aut idem“ ankreuzen (auf Deutsch: „oder
anders“)dann könnten wir auch weiterhin so verfahren. Kreuzt
er es nicht an und schreibt nur den Präparate-Namen auf (Belok
ZOK 95mg), ist sie verpflichtet mir eine Alternative zu geben
und kann mir auch keinesfalls die Differnz zu der billigeren
Alternative berechnen so wie bisher), sondern muss den vollen
Präparatepreis einziehen.
Also, im Grunde hat die Apothekerin schon recht. Sie kann die Beloc Zok nur abgeben, wenn „aut idem“ angekreuzt ist, in dem Falle müsstest Du auch nur die Rezeptgebühr bezahlen.
Du scheinst ja immer in die gleiche Apotheke zu gehen, vielleicht ist die Apothekerin neu und kannte Dich noch nicht oder hat sich nicht getraut (oder hatte keine Lust) Kollegen zu fragen.
Ich arbeite selbst in einer Apotheke und wir handhaben das so, daß der Kunde gern die Differenz zahlen darf, wenn er unbedingt das Original-Präparat oder eine andere Firma haben möchte.
Am besten wendest Du Dich mal an den Apothekenleiter. Die versuchen meistens mehr, auf den Kunden einzugehen!
Die Sprechstundenhilfe (Arzt war leider schon weg) sagte mir,
wenn sie das Kreuzchen setzen würde, wird das Ärztebudget noch
mehr belastet und das läßt der Arzt sicherlich nicht zu… hat
mich schon sehr verwundert. Denn: Warum zahle ich die
Differenz zur Billig-Alternative und der Arzt obendrein???
Hier kann doch etwas nicht stimmen, oder?
Wenn der Arzt „aut idem“ ankreuzt, musst Du ja nur die normale Rezeptgebühr bezahlen (wie bei Firma Ratiopharm, Heumann, usw.). Dann geht das aber wirklich von seinem Budget weg. Wenn Ihr es aber so macht wie bisher, ohne „aut idem“ und Du zahlst die Differenz, wird sein Budget nicht belastet.
Also entweder sprichst Du mal mit Deinem Arzt oder mit der Apothekenleitung. Oder Du suchst Dir eine neue Apotheke.