Chelat-Therapie, Cd und ein bisschen Pb

Moin zusammen,
ich bin medizinischer Laie und mein FachFrau ist gerade im Urlaub, aber Meinungen sammeln kann ja nie schaden :smile:
Ich habe aus einer Haaranalyse (wahrscheinlich der erste Streitpunkt) zwei interessante Schwermetallwerte erfahren: Pb 2,4ug/g (hier wird ein Grenzwert von 0,8 genannt) sowie Cd 1,3ug/g (Grenzwert hier 0,15).
Ginge es um Arbeitsschutz, lägen die Grenzwerte sicher höher, damit niemand eine Kontamination seiner Angestellten eingestehen müsste. Und sicher gibt es tausende glücklicher Menschen auf der Welt, die über diese Werte nur lachen können.

Ich bin jedoch wegen ungesunder Hautfarbe und Hautjucken beim Internisten gewesen, das große Blutbild war top, nur die Haarprobe…

Was mich nun interessieren würde: was können diese Werte im Extremfall bedeuten, und was kann man dagegen tun? Dass mir ausgerechnet die umstrittenste Methode - zig Infusionen EDTA - nahegelegt wurde, stört mich ein wenig. Es wird von Nebenwirkungen berichtet, es würde 2-3kEuro kosten und ich habe ein ungutes Gefühl dabei, mir literweise Waschmittel durch die Adern pumpen zu lassen.

Ich hoffe auf möglichst viele Meinungen, damit ich meine Mitte finden kann :wink:
Falls sonstige Werte noch interessieren: Hg 0,3ug/g, für den Rest wurden Bereiche angegeben, wobei Ca, Mn, Cu, Mo, Ba an der unteren Grenzen kleben, B, Bi und V weit drunter und Sn mit 6ppm weit drüber liegen.

Die Zinnbelastung führe ich erstmal nicht auf organische Zinnverbindungen zurück, da ich seit 20 Jahren regelmäßig löte - dafür halte ich das Pb aber für erstaunlich niedrig, und für das Cd habe ich keine Erklärung. Falls dazu jemandem etwas einfällt, nur zu…

[MOD]: Aus dem Artikel wurde ein off-topic Satz entfernt.

Zum Mittelweg
Moin shaun

Ich hoffe auf möglichst viele Meinungen, damit ich meine Mitte
finden kann :wink:

Uiii - dazu fällt mir spontan der Sponti-Spruch ein:
„In Gefahr und höchster Not ist der Mittelweg der Tod.“
Gruß,
Branden

Der hilft mit Sicherheit, wird aber vorerst nicht als Lösung akzeptiert :smile:

Als wichtigstes stellt sich die Frage: Wie kommen diese Werte zustande? Arbeitsplatz? Privatleben? Chelat-Therapie: Möglich, aber das ist Kosmetik. Man muß´die Ursache finden.

Die Frage stelle ich mir ja auch. Das Blei kann durchaus über das bisher bleihaltige Lötzinn zu mir gekommen sein, wenn andere durch ein bisschen Bleiglasur auf irgendwelchen Tonpötten schon zu solchen Werten kommen, würde es mich nicht wundern. Aber für das Cd habe ich keine Erklärung. Es gibt zwar explizit Cd-haltiges Lot, aber nicht für meine Anwendungen. Fisch esse ich praktisch nicht. Wo ist das Zeug noch drin?
Was ist allgemein von der Höhe der Werte zu halten?

Hi Shaun,

Messwerte liefern grundsätzlich nur dann eine medizinisch verwertbare Information, wenn geprüfte Vergleichs-, Referenz- oder Grenzwerte zur Verfügung stehen. Solche gibt es bei der Haaranalyse derzeit nicht und sind auch in Zukunft nicht zu erwarten.

Die veröffentlichten Normbereichsangaben zeichnen sich dadurch aus, dass in der Regel erhebliche Variationen von Element zu Element und von Labor zu Labor angegeben werden.

In der Praxis wird ein Büschel Haare vom Patienten zur Analytik eingeschickt oder in der Apotheke entnommen. Aus der Haarprobe werden dann häufig einige Dutzend Parameter, in der Regel Metalle, bestimmt. Bei der Vielzahl der durchgeführten Untersuchungen werden erwartungsgemäß Überschreitungen einzelner, der meist laborintern festgelegten Referenzwerte gefunden.

Zusammengefasst: Die Haaranalyse bringt nix, weil jedes Labor selber festlegt, ab wann eine außergewöhnliche Belastung vorliegt und auch die Proben selbst verunreinigt sein können (v.a. durch Haarpflegeprodukte).

Wenn Du glaubst, Du hättest eine erhöhte Cadmium-Belastung, mußt Du anders vorgehen. Hier sind Untersuchungen im Vollblut und im Harn (24 Stunden Sammelurin bzw. Morgenurinprobe) vorzunehmen, denn wegen der Anreicherung von Cadmium in der Niere, gilt die Urinausscheidung als entscheidender Parameter.

Schöne Grüße, Bernhard

Moin alleine,

Ich habe aus einer Haaranalyse (wahrscheinlich der erste
Streitpunkt) zwei interessante Schwermetallwerte erfahren: Pb
2,4ug/g (hier wird ein Grenzwert von 0,8 genannt) sowie Cd
1,3ug/g (Grenzwert hier 0,15).

Wer legt denn den Grenzwert fest?
Etwa der, der dir auch die „Therapie“ verkaufen will?

Ginge es um Arbeitsschutz, lägen die Grenzwerte sicher höher,
damit niemand eine Kontamination seiner Angestellten
eingestehen müsste.

Ahh, da kommt´s her. Jetzt haben wir auch die nötige Prise „die da“, „SIE“ und „alles wird vertuscht“ drin, was wäre eine gescheitre Panikmache ohne etwas verschwurbelter Verschwörungstheorie…

Und sicher gibt es tausende glücklicher
Menschen auf der Welt, die über diese Werte nur lachen können.

Nochmal die Frage: WAS sagen uns die Werte überhaupt?
Sind sie für die Probenahmestelle überhaupt relevant?
Sind „Pb und Cd im Haar“ aussagekräftig?

Ich bin jedoch wegen ungesunder Hautfarbe und Hautjucken beim
Internisten gewesen, das große Blutbild war top, nur die
Haarprobe…

Fragt sich, ob da nicht ein Hautarzt besser gewesen wäre.
Und „das große Blutbild“ sagt nichts, rein gar nichts zur Belastung mit Schwermetallen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Blutbild#Gro.C3.9Fes_Bl…
So what??
Hat man denn mal überprüft, ob du überhaupt nennenswert mit diesen Metallen belastet bist?
Blutwerte?
Urinwerte?
Potentielle Quellen in deinem Lebenswandel?

Was mich nun interessieren würde: was können diese Werte im
Extremfall bedeuten, und was kann man dagegen tun? Dass mir
ausgerechnet die umstrittenste Methode - zig Infusionen EDTA -
nahegelegt wurde, stört mich ein wenig.

EDTA, soso.
Das ist doch das Zeug, das wir im Labor als Maskierungsmittel bzw. Titrationsreagenz für Fe, Ca, Mg, Zn etc. pp benutzen.
Tolle Idee, sich das ins Blut zu hauen, ich möchte deine Ca- und Mg-Werte danach mal gerne sehen.
Es gibt nur einen sinnvolle Anwendung von Komplexbildnern: Bei einer akuten und schweren Vergiftung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Chelat-Therapie
und die hast du nicht!!

Es wird von
Nebenwirkungen berichtet, es würde 2-3kEuro kosten und ich
habe ein ungutes Gefühl dabei, mir literweise Waschmittel
durch die Adern pumpen zu lassen.

Das Gefühkl trügt dich nicht.
Man will dich ausplündern und du läufst Gefahr schwerster Nebenwirkungen, laß das sein!

Falls sonstige Werte noch interessieren: Hg 0,3ug/g, für den
Rest wurden Bereiche angegeben, wobei Ca, Mn, Cu, Mo, Ba an
der unteren Grenzen kleben, B, Bi und V weit drunter und Sn
mit 6ppm weit drüber liegen.

Was zur Hölle sucht denn Ca in der Liste??

Die Zinnbelastung führe ich erstmal nicht auf organische
Zinnverbindungen zurück, da ich seit 20 Jahren regelmäßig löte

  • dafür halte ich das Pb aber für erstaunlich niedrig, und für
    das Cd habe ich keine Erklärung. Falls dazu jemandem etwas
    einfällt, nur zu…

Ja, sorge für eine vernünftige Lötrauchabsugung un dverwende nur zugelassenes Lötmaterial, da ist das Geld sinnvoller angelegt als bei dem Scharlatan, den du - das ist mein letzter Tip - umgehend in den Wind schießen solltest.

Gruß
AKQJ10s

Moin,

ich bin medizinischer Laie und mein FachFrau ist gerade im
Urlaub, aber Meinungen sammeln kann ja nie schaden :smile: Ich bin
auf eine Schlammschlacht zwischen Esos und Dr.-meds gefasst,
al so nur zu.

Interessant: hier ist die Haaranalyse plötzlich ein fragwürdiges Verfahren, geht es aber darum den Nachweis von Cannabiskonsum per Haaranalyse zu erbringen, im Zusammenhang von Polizeikontrollen, ist sie es dann wieder nicht.

Ich habe aus einer Haaranalyse (wahrscheinlich der erste
Streitpunkt) zwei interessante Schwermetallwerte erfahren: Pb
2,4ug/g (hier wird ein Grenzwert von 0,8 genannt) sowie Cd
1,3ug/g (Grenzwert hier 0,15).

Ich bin jedoch wegen ungesunder Hautfarbe und Hautjucken beim
Internisten gewesen, das große Blutbild war top, nur die
Haarprobe…

Dann solltest du es auch ernst nehmen. Sicher werden Untersuchungen bei unterschiedlichen Laboren unterschiedliche Ergebnisse erbringen, das hält die Medizin aber nicht davon ab, Blutuntersuchungsergebnisse ernst zu nehmen, die aus Laboren stammen. Nur Ergebnisse unterschiedlicher Labore sind nicht unbedingt vergleichbar, doch die Tendenz ist erkennbar.

Cadmium geht leicht in die Luft über und Cadmiumvergiftungen nehmen an Bedeutung zu - Umwelt… Und in der Nahrung:
Siehe: http://www.was-wir-essen.de/sonstiges/schadstoffe_c.php

Aus Wikipedia kopiert - Verwendungen von Cadmium - woher es kommen kann:

Zitat: Verwendung
wegen der hohen Toxizität von Cadmium und seinen Verbindungen ist deren Bedeutung abnehmend. Cadmium wird/wurde eingesetzt:
* als Rostschutz für Eisenwerkstoffe (Vercadmen)
* für Nickel-Cadmium-Akkus
* für gelbe bis tiefrote Farbpigmente aus Cadmiumsulfid und Cadmiumselenid für Lacke und Kunststoffe (mittlerweile geringe Praxisbedeutung wegen möglicher Gesundheitsgefährdung, vor allem bei der Verbrennung entsprechender Artikel)
* Legierungsmetall in niedrigschmelzenden Legierungen, zum Beispiel Lagerwerkstoffe oder Woodsches Metall
* früher als Schmiermittel in Scheibenbremsen
* Bestandteil von Lötwerkstoffen (Lötzinn), auch für Hartlote
* Herstellung von Halbleitern
* Cadmiumoxid als Leuchtstoff in Schwarz-Weiß-Fernsehröhren sowie Zusatz in Blau- und Grünphosphor von Farbröhren.
* Regelstäbe in der Nukleartechnik aufgrund des besonders hohen Wirkungsquerschnitts für thermische Neutronen unterhalb der sogenannten Cadmiumkante bei etwa 0,4 eV.
* Als Quelle von energiereicher Gammastrahlung (rund 7 MeV) aus thermischen Neutronen zur späteren Erzeugung von Positronen durch Paarerzeugung
* Nutzung als Cadmiumsulfid in Belichtungsmessern, deren spektrale Empfindlichkeit der des menschlichen Auges gleicht.
* Cadmiumtellurid als infrarotempfindlicher Sensor für Kameras (focal plane arrays)
* in Dünnschicht-Solarzellen als Cadmiumtellurid zur Stromerzeugung
* Cd-Stearat als Stabilisator in Kunststoffen beispielsweise in PVC (unempfindlich gegen Licht, allerdings mittlerweile von geringer Praxisbedeutung wegen möglicher Gesundheitsgefährdungen)
* Früher in den Weston-Normalelementen zur Festlegung von einem Volt, der Maßeinheit der elektrischen Spannung.
* Cadmium-Bismut-Legierungen für Schmelzsicherungen
* Silber-Cadmium-Legierungen als Desoxidationsmittel in der Herstellung von Sterling-Silber
* Schmuckwaren: goldgrüne Gold-Cadmium-Legierungen
* Cadmium-Lampe
* Helium-Cadmium-Laser
* In der Elektrophysiologie werden Cadmium-Ionen zur Blockade spannungsaktivierter Kalziumkanäle verwendet. Zit. Ende.

Also ist es ebenfalls in Lötzinn enthalten!

Siehe auch:
http://www.umweltdatenbank.de/cms/lexikon/lexikon-c/…
http://www-dgaum.med.uni-rostock.de/leitlinien/cadmi…
http://www.chemlin.de/chemische-elemente/cadmium.htm

Was mich nun interessieren würde: was können diese Werte im
Extremfall bedeuten

Ob deine Werte zu hoch sind und wann mit Krankheiten zu rechnen ist, kann ich nicht beurteilen. Eines ist aber auch zu berücksichtigen, daß die sog. Grenzwerte nur Durchschnittswerte sind und als solche wenig aussagen, zumal die Menschen sehr unterschiedlich auf diese Belastungen reagieren und verschiedene Metalle miteinander reagieren und die Folgen sich dadurch multiplizieren, nicht nur addieren. Das hat sich auch bei Amalgam, PCB und anderen gezeigt, der eine scheint Jahrzehnte nichts davon zu merken und der nächste kann schon nach wenigen Monaten schwer krank werden.

Andererseits braucht der Körper z.B. Zink in winzigen Spuren und auch andere Metalle, Cadmium, Zinn und Blei gehören allerdings nicht dazu.

und was kann man dagegen tun?

Es gibt verschiedene Ausleitungsverfahren für Schwermetalle, etwa von der Firma Phönix, desweiteren hat Max Daunderer, München, in diesem Bereich geforscht, homöopathische Verfahren stehen ebenfalls zur Verfügung. Eine weitere Möglichkeit ist MMS, das sich bei der Neutralisierung von Schwermetallen bereits bewährt hat. Infos hierzu:
http://www.mineral-mms.de/anwendung.php
http://www.mineral-mms.de/produkte.php
http://www.mineral-mms.de/geschichte.php
http://www.mineral-mms.de/forschung.php
Ich werde es in Kürze selbst ausprobieren - kostet mit 1x MMS und 5x Aktivator Euro 28,50 - also nicht gleich 3kEuro. Siehe auch das Buch: MMS: Der Durchbruch und Rezensionen bei amazon.

Falls sonstige Werte noch interessieren: Hg 0,3ug/g, für den
Rest wurden Bereiche angegeben, wobei Ca, Mn, Cu, Mo, Ba an
der unteren Grenzen kleben, B, Bi und V weit drunter und Sn
mit 6ppm weit drüber liegen.

Die Zinnbelastung führe ich erstmal nicht auf organische
Zinnverbindungen zurück, da ich seit 20 Jahren regelmäßig löte

  • dafür halte ich das Pb aber für erstaunlich niedrig, und für
    das Cd habe ich keine Erklärung.

Siehe mögliche Herkunft oben. Zinn, Blei und Cadmium hat im Organismus nichts zu suchen und ins Haar gelangen diese nicht zuerst! Also sollten sie rausgespült bzw. neutralisiert werden.

Gutes Gelingen und weniger Juckreiz - stelle ich mir gräßlich vor.

Grüße,
Cantate

[MOD]: Aus dem Artikel wurde ein Satz entfernt, der off topic und der Anfang einer Metadiskussion über das Heilpraktikerwesen ist.

Moin,
danke erstmal für den langen Beitrag.

Wer legt denn den Grenzwert fest?
Etwa der, der dir auch die „Therapie“ verkaufen will?

Nö, das Labor, aber wie weit das mit den Therapeuten verstrickt ist… nein, keine Verschwörungstheorien hier…

Ahh, da kommt´s her. Jetzt haben wir auch die nötige Prise
„die da“, „SIE“ und „alles wird vertuscht“ drin, was wäre eine

Nicht wirklich. Sollte keine Diskussion über potenzielle Berufskrankheiten werden, sondern nur aufzeigen, dass ich nicht weiss, was ich davon halten soll.

Nochmal die Frage: WAS sagen uns die Werte überhaupt?
Sind „Pb und Cd im Haar“ aussagekräftig?

Tja, deshalb frage ich hier ja.

Fragt sich, ob da nicht ein Hautarzt besser gewesen wäre.

War ich schon. Das ist noch ein ganz anderes Thema.
Von Cortison-hilft-immer bis zu weniger schulmedizinisch erworbenen Diagnosen kann ich alles bieten…

Und „das große Blutbild“ sagt nichts, rein gar nichts zur
Belastung mit Schwermetallen:

Das wollte ich damit auch nicht gesagt haben, es sollte nur als Zusatzinformation dienen. Mein Problem ist: ich glaube weder denen, die mich auswaschen wollen oder ähnliches, noch denen, die durch vermeintliche Wissenschaftlichkeit alles erklären zu können glauben.

Hat man denn mal überprüft, ob du überhaupt nennenswert mit
diesen Metallen belastet bist?

Bis auf die Haaranalyse: nein.

EDTA, soso.
Tolle Idee, sich das ins Blut zu hauen, ich möchte deine Ca-
und Mg-Werte danach mal gerne sehen.

Ich nicht, wie gesagt, das kommt für mich nicht in Frage.

Es gibt nur einen sinnvolle Anwendung von Komplexbildnern: Bei
einer akuten und schweren Vergiftung:
und die hast du nicht!!

Tja das war ja gerade meine Frage - was sollen mir die Werte, vor allem für Cd, sagen? Ich habe wie gesagt keine medizinische Bildung, weder schul- noch komplementär-, daher frage ich ja. Und wenn die Haaranalyse dazu nicht geeignet war - ok. Wenn der Labormensch seinen Geräte bedienen kann und die Probe nicht kontaminiert hat, war da aber wohl Cd drin, und ich finde, das gehört da nicht hin. Dass sich nun zwei Gruppen finden - eine voll und ganz davon überzeugt, dass das sofort ausgeleitet gehört, die andere ebenso voll und ganz davon überzeugt, dass dem nicht so ist und mein Problem wo anders liegen muss - war mir schon klar. Vermutlich haben beiden nicht so viel Recht, wie sie gerne hätten…

Das Gefühkl trügt dich nicht.
Man will dich ausplündern und du läufst Gefahr schwerster
Nebenwirkungen, laß das sein!

Ich hatte es nicht vor. Dass „einige“ von hunderttausenden von Patienten berichten, wovon nicht einer Schäden davongetragen hat und andere ganze Websites ihren leidvollen Erfahrungen damit widmen ist mir nicht entgangen. Die Wahrheit wird auch hier irgendwo dazwischen liegen, und das ist schlimm genug.

Was zur Hölle sucht denn Ca in der Liste??

Weiss ich doch nicht. War ja auch nicht als „Schadstoff“ aufgeführt.

Ja, sorge für eine vernünftige Lötrauchabsugung un dverwende
nur zugelassenes Lötmaterial, da ist das Geld sinnvoller

Habe ich, und was ist schon zugelassen - in dem „alten“ Lot für Reparaturen sind nun mal 38% Pb, im neuen zum Glück nicht mehr, allerdings ist das Zeug auch nicht frei von Nachteilen. Übrigens sind inzwischen auch Bismut-haltige Lote aufgetaucht, ob mich das jetzt beruhigen sollte? Naja, die neuen Sachen werden mit SnCuAg gelötet, ob und wieviel Cd trotzdem noch im einen oder anderen drin ist, weiss ich natürlich nicht.

Dann solltest du es auch ernst nehmen. Sicher werden

Ich nehme es insofern ernst als da was zu sein scheint, was da nicht hingehört. Und solange mir keiner glaubhaft versichern kann, dass die vorgefundene Menge unter keinen Umständen irgendwelche Symptome verursachen kann, wäre ich das gerne wieder los.

Aus Wikipedia kopiert - Verwendungen von Cadmium - woher es
kommen kann:

Hab ich schon gelesen. Es wird in Loten verwendet, das bedeutet aber nicht zwingend, dass alle Lote es enthalten. Es gibt spezielles Cadmiumlot, allerdings weniger in der Elektronik, sondern als Hartlot (Stangenwarte). Cd-haltiges Elektroniklot (Cd-Ag-…) wurde und wird dort noch eingesetzt, wo besonders niedrige Arbeitstemperaturen erforderlich sind, in alten Messgeräten zB um Bauteile in silber-plattierte Kelche von Keramik-Leisten zu löten. Ist mir bisher aber nicht unter den Kolben gekommen.

Ob deine Werte zu hoch sind und wann mit Krankheiten zu
rechnen ist, kann ich nicht beurteilen. Eines ist aber auch zu

Eben, das scheint mir keiner 100%ig zu können, schon gar nicht die, die es am lautesten sagen :wink:

Es gibt verschiedene Ausleitungsverfahren für Schwermetalle,
etwa von der Firma Phönix, desweiteren hat Max Daunderer,

Das sind dann aber keine Chelat-Bildner, oder?

München, in diesem Bereich geforscht, homöopathische Verfahren
stehen ebenfalls zur Verfügung. Eine weitere Möglichkeit ist

Hmmtja, da ich Homöopathie ab D6 ja nicht mehr traue…

MMS, das sich bei der Neutralisierung von Schwermetallen

Ohje, wenn das Wundermittel schon Wundermittel, äh, Wundermineral heisst… damit tue ich mich etwas schwer, nicht so schwer wie mit der Infusion von irgendwelchem Sondermüll, wird es wohl schwierig für mich.

Gutes Gelingen und weniger Juckreiz - stelle ich mir gräßlich
vor.

Jep, ist zum Glück seltener geworden. Woran auch immer das gelegen haben mag. Ein Hautarzt hat ja schon mal was gemacht (nicht Cortison, das war ein anderer :wink: ), aber von den ganzen Schulmedizinern hat sich bisher nur eine ernsthaft angehört, unter welchen Einflüssen sich die Beschwerden verstärken. Mag sein dass ich mich da zu hoch bewerte, aber wie will mir jemand helfen, der es für unwichtig hält, wie sich mein Körper unter bestimmten Einflüssen verhält? Wenn ich in meinem Beruf einen Fehler suche, muss ich auch mehr Möglichkeiten in meine Überlegungen einbeziehen als die, die ich bei einem anderen Objekt für ein ähnliches Fehlerbild schon mal als Ursache ausgemacht habe.

Moin,

Interessant: hier ist die Haaranalyse plötzlich ein
fragwürdiges Verfahren, geht es aber darum den Nachweis von
Cannabiskonsum per Haaranalyse zu erbringen, im Zusammenhang
von Polizeikontrollen, ist sie es dann wieder nicht.

Richtig.
Auch wenn es dir nicht leicht fällt, denke doch mal wissenschaftlich.
Jede Analyse hat Grenzen und Parameter, die ihre Aussagekraft bestimmen. Und es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ich eine Probe
a)auf ANWESENHEIT einer Substanz untersuche, weil allein der qualitative Nachweis bereits gerichtsverwertbar beweist, daß diese illegale Substanz konsumiert wurde, oder
b) eine quantitative Analyse einzelner Elemente in einem möglicherweise fragwürdigen Verfahren und Labor zu einem Wert führt, über dessen Aussagekraft keine verbindlichen Richtlinien existieren, der aber eine m.E. völlig überteuerte und gefährliche „Therapie“ begründen soll.
http://de.wikipedia.org/wiki/Haaranalytik#Angebote_z…
http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/test/-…
Vernichtender als im zweiten Link kann ein Urteil nicht ausfallen.
Gerade die seriöse Wissenschaft, deren Hauptkennzeichen ein ständiges Hinterfragen ihrer eigenen Methoden, Theorien und Arbeitsweisen ist, muß diese Art Haar"analyse" zu den ungeeigneten Methoden legen.
Die mangelnde Aussagekraft ist einerseits in der Analyse begründet, ganz offenbar finden sich alle beliebigen Werte, was auf völliges Fehlen eines QM-Systems schließen läßt. Andrerseits sind selbst die Aussagen zu den gefundenen Werten konträr, sprich: Jeder deutelt dran rum wie´s ihm grade (in seine Umsatzstrategie?) paßt.

Ich bin jedoch wegen ungesunder Hautfarbe und Hautjucken beim
Internisten gewesen, das große Blutbild war top, nur die
Haarprobe…

Dann solltest du es auch ernst nehmen. Sicher werden
Untersuchungen bei unterschiedlichen Laboren unterschiedliche
Ergebnisse erbringen, das hält die Medizin aber nicht davon
ab, Blutuntersuchungsergebnisse ernst zu nehmen, die aus
Laboren stammen. Nur Ergebnisse unterschiedlicher Labore sind
nicht unbedingt vergleichbar, doch die Tendenz ist erkennbar.

Wieder irrst du gewaltig und zeigst, daß du weder von Analytik noch von Qualitätssicherung den blassesten Schimmer hast.
Wenn die gleiche Probe in verschiedenen Laboren verschiedene Werte ergibt, so kann das nur folgende Ursachen haben:

  1. Verschiedene Methoden. Die Art der Probenaufbereitung und die Meßmethode können das Ergebnis stark beeinflussen. Bestes Beispiel aus meiner täglichen Praxis sind Kornverteilungsanalysen, die je nach Methode (Laserbeugung oder Scheibenzentrifuge) auch verschiedene Kurven ergeben.
  2. Mangelnde Qualitätssicherungssysteme. Z.B. schlecht kalibrierte und gewartete Geräte, nicht sauber ausgearbeitete und geprüfte Arbeitsanweisungen, mangelnde statistische Methodik (Probenteilung, Mehrfachbestimmung, Ringanalysen etc.)
  3. Schlecht ausgebildetes Personal

Zitat: Verwendung
wegen der hohen Toxizität von Cadmium und seinen Verbindungen
ist deren Bedeutung abnehmend.

Richtig.

* früher als Schmiermittel in Scheibenbremsen

Das muß aber schon sehr lange her sein.
Ich weiß aus der Praxis, daß Reibbelagsrezepturen mindestens seit Anfang der 90er solche Stoffe nicht mehr enthalten dürfen. Als ehem. Produktmanager für ein synthetisches Zinksulfid, das eben auch in Reibbelägen eingesetzt wird, bekam ich regelmäßig Anfragen bezgl. Begleitelementen und Verunreinigungen, inbsbesondere ging es um Cd, Hg, Pb, Tl, Cr(VI), Se, As, Sb.
Teilweise waren die Wünsche des VDA sogar so weltfremd (und chemisch mangelhaft gebildet), daß Grenzwerte mit „0“ gefordert wurden…

* Cd-Stearat als Stabilisator in Kunststoffen
beispielsweise in PVC (unempfindlich gegen Licht, allerdings
mittlerweile von geringer Praxisbedeutung wegen möglicher
Gesundheitsgefährdungen)

Soweit einverstanden, Cd- und Pb-basierende PVC-Stabis sind weitgehend von Ba- und Ca-Verbindungen verdrängt worden. Ist auch gut so.

Was mich nun interessieren würde: was können diese Werte im
Extremfall bedeuten

Ob deine Werte zu hoch sind und wann mit Krankheiten zu
rechnen ist, kann ich nicht beurteilen.

Das kann auf Basis solcher fragwürdigen Zahlen keiner.

Eines ist aber auch zu
berücksichtigen, daß die sog. Grenzwerte nur
Durchschnittswerte sind und als solche wenig aussagen,

Jetzt wird´s richtig amüsant.
Es gibt also Grenzwerte (die ja per definition eine Schwelle darstellen, die eine Entscheidung bzw. ein Handeln erfordern!) - aber das sind Mittelwerte (woraus bitteschön??) und sie sagen nichts aus??
Wenn ich meinen Kunden mit so was käme, wäre ich morgen arbeitslos.

zumal
die Menschen sehr unterschiedlich auf diese Belastungen
reagieren und verschiedene Metalle miteinander reagieren und
die Folgen sich dadurch multiplizieren, nicht nur addieren.

Du meinst wohl, daß sich Wirkungen kumulieren können und bestimmte Verbindungen als Co-Faktoren die Wirkung anderer Substanzen verstärken, oder? N.B.: Die Metalle reagieren NICHT miteinander!

und was kann man dagegen tun?

Es gibt verschiedene Ausleitungsverfahren für Schwermetalle,
etwa von der Firma Phönix, desweiteren hat Max Daunderer,
München, in diesem Bereich geforscht, homöopathische Verfahren
stehen ebenfalls zur Verfügung. Eine weitere Möglichkeit ist
MMS, das sich bei der Neutralisierung von Schwermetallen
bereits bewährt hat. Infos hierzu:
http://www.mineral-mms.de/anwendung.php
http://www.mineral-mms.de/produkte.php
http://www.mineral-mms.de/geschichte.php
http://www.mineral-mms.de/forschung.php
Ich werde es in Kürze selbst ausprobieren - kostet mit 1x MMS
und 5x Aktivator Euro 28,50 - also nicht gleich 3kEuro. Siehe
auch das Buch: MMS: Der Durchbruch und Rezensionen bei amazon.

GRÖÖÖHHHLLL
OK, driften wir ab in die Weiten des menschlichen Aberglaubens.
Wir nehmen also eine angesäuerte Lösung von „Natriumchlorit“ zu uns.
Ein Gefahrstoff (

) der aber anscheinend soweit verdünnt ist, daß weder eine Kennzeichnung der gebinde noch ein SDB erforderlich ist - das hoffe ich zumindest, denn sonst werden die armen Anwender mehr als nur Geld aufs Spiel setzen.
Daß von „Chlorgeruch“ berichtet wird macht mich allerdings sehr mißtrauisch!!
Was kann also Wasser, Zitronensäure und eine winzige Spur ClO2 bewirken? Allen Ernstes mehr als ein Besuch in einem öffentlichen Schwimmbad…?
Sorry, hier wird Kohle abgezockt, sonst nichts.

Die Zinnbelastung führe ich erstmal nicht auf organische
Zinnverbindungen zurück, da ich seit 20 Jahren regelmäßig löte
- dafür halte ich das Pb aber für erstaunlich niedrig, und für
das Cd habe ich keine Erklärung.

Siehe mögliche Herkunft oben. Zinn, Blei und Cadmium hat im
Organismus nichts zu suchen und ins Haar gelangen diese nicht
zuerst! Also sollten sie rausgespült bzw. neutralisiert
werden.

Und ich wiederhole mich noch einmal:
eine äußerst fragwürdige Analyse, gepaart mit einer noch fragwürdigeren Interpretation sind keine Argumente für oder gegen irgendeine Therapie. M.E. liegt keine akute Vergiftung vor, die Sofortmaßnahmen erfordert. Und bevor man sich der Scharlatanerie eines „Wunderminerals“ hingibt sollte man die wirkliche Belastung durch Urin- und Blutuntersuchungen prüfen. Mit dem Hintergrund „Löt- / Schweißrauchexposition“ sind solche weiterführenden Untersuchungen m.E. angesagt. Natürlich ist auf geeignete Arbeitssicherheitsmaßnahmen zu achten, das habe ich ja bereits empfohlen.
Erst mit dem Gesamtbild lassen sich weitere Empfehlungen abgeben.

Esoterisches Geschwurbel und Wunderheiler sind absolut kontraproduktiv und helfen dem verunsicherten UP nicht im Geringsten - ich halte sie in diesem Kontext sogar für verwerflich.

Gruß
AKQJ10s

4 „Gefällt mir“

Hallo,

Ich nehme es insofern ernst als da was zu sein scheint, was da
nicht hingehört. Und solange mir keiner glaubhaft versichern
kann, dass die vorgefundene Menge unter keinen Umständen
irgendwelche Symptome verursachen kann, wäre ich das gerne
wieder los.

Ein Auszug aus dem medizinischen Fachlexikon Pschyrembel:
Grenzwerte werden nicht angegeben.
Cadmium: physiologische Funktionen nicht bekannt, zunehmende Bedeutung als Umweltgift (s. Cadmiumvergiftung)
Zur Vergiftung: Giftwirkung beruht auf einer Hemmung der SH-Enzyme,
schädigt Nieren, Leber, Lungen bei Einatmung, kann zu Osteoporose führen, kann zur Schädigung der Lendenwirbelsäule mit rheumaartigen Schmerzen in Becken und Gliedmaßen führen u.v.m.

Es gibt verschiedene Ausleitungsverfahren für Schwermetalle,
etwa von der Firma Phönix, desweiteren hat Max Daunderer,

Das sind dann aber keine Chelat-Bildner, oder?

Nein, das sind andere Verfahren. Sie basieren zum Teil darauf, das Schwermetall zu lösen (aus Verbindungen, die es im Körper eingegangen ist) und dann abzutransportieren, wobei Nieren und Leber immer unterstützt werden sollen, weil diese dadurch stark belastet werden. Das sollte auch in Zusammenarbeit mit einem Heilpraktiker oder naturheilkundlich arbeitenden Arzt geschehen. Das Herauslösen darf nur langsam geschehen, da Nieren/Leber sonst zu stark belastet und geschädigt werden können.

München, in diesem Bereich geforscht, homöopathische Verfahren
stehen ebenfalls zur Verfügung. Eine weitere Möglichkeit ist

Hmmtja, da ich Homöopathie ab D6 ja nicht mehr traue…

Macht nichts, wirkt trotzdem - bei klassischer Homöopathie, sofern sie von einem erfahrenen Homöopathen angewandt wird.

MMS, das sich bei der Neutralisierung von Schwermetallen

Ohje, wenn das Wundermittel schon Wundermittel, äh,
Wundermineral heisst… damit tue ich mich etwas schwer, nicht
so schwer wie mit der Infusion von irgendwelchem Sondermüll,
wird es wohl schwierig für mich.

Das war auch meine Reaktion… Ich habe mich dann aber mal gründlich damit befaßt und kam zu dem Schluß, daß das Mittel keine Wunder vollbringt, doch auf handfesten Wirkweisen der Inhaltsstoffe basiert. Hier kann man nur sagen: man mache sich selbst ein Bild und entscheide dann, ob man es ausprobieren oder lieber lassen will. Aber es selbst überprüfen wäre schon sinnvoll. Positiv muß man bewerten, daß Jim Humble das Rezept zur Herstellung ohne wenn und aber veröffentlicht hat - Zugang für alle - und sich die Erforschung nicht gerade leicht gemacht hat.

Der Juckreiz kann vom Blei herkommen. Meine Mutter arbeitete mit Bleibuchstabensatz (Druckerei) und hatte das sehr stark an den Armen und Händen…

Gruß,
Cantate

Moin RoyalFlush,

Interessant: hier ist die Haaranalyse plötzlich ein
fragwürdiges Verfahren, geht es aber darum den Nachweis von
Cannabiskonsum per Haaranalyse zu erbringen, im Zusammenhang
von Polizeikontrollen, ist sie es dann wieder nicht.

Richtig.
Auch wenn es dir nicht leicht fällt, denke doch mal
wissenschaftlich.
Jede Analyse hat Grenzen und Parameter, die ihre Aussagekraft
bestimmen. Und es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ich
eine Probe
a)auf ANWESENHEIT einer Substanz untersuche, weil allein der
qualitative Nachweis bereits gerichtsverwertbar
beweist, daß diese illegale Substanz konsumiert
wurde, oder

Der qualitative Nachweis der Substanz (also Ablagerung im Haar) - stimmt

b) eine quantitative Analyse einzelner Elemente in einem
möglicherweise fragwürdigen Verfahren

Diese Analyse beruht auf den gleichen Gesetzen, ob man nun nach einem Rückstand von Cannabis oder Schwermetallen sucht. Daß das Verfahren fragwürdig sein soll ist eine von dir nicht belegbare Behauptung. Genausogut könnte ich behaupten, daß das Verfahren zur Messung des Cannabisrückstandes unwissenschaftlich ist.

Hier mißt du bei vergleichbaren Methoden mit zweierlei Maß und das ist tatsächlich UNwissenschaftlich!

und Labor zu einem Wert
führt, über dessen Aussagekraft keine verbindlichen
Richtlinien existieren

wieder eine unbelegte Behauptung - bestimmte Schwermetalle haben auch in kleinsten Spuren im Körper nichts zu suchen. Jeder Rückstand ist giftig.

der aber eine m.E. völlig überteuerte
und gefährliche „Therapie“ begründen soll.

Überteuerte Therapie - da stimme ich dir zu. Es gibt Methoden um Schwermetalle wieder los zu werden, die erheblich preiswerter sind. Aber leider nur im Bereich der Naturheilkunde und Homöopathie. Die Medizin beschränkt sich in diesen Fällen auf die medikamentöse Unterdrückung der Symptome, etwa mit Cortison u.a., das wiederum schwere Nebenwirkungen hat.

Gerade die seriöse Wissenschaft, deren Hauptkennzeichen ein
ständiges Hinterfragen ihrer eigenen Methoden, Theorien und
Arbeitsweisen ist, muß diese Art Haar"analyse" zu den
ungeeigneten Methoden legen.

Wobei die fehlerhafte Einschätzung deinerseits darin liegt, daß die medizinische Wissenschaft diese Methode der Haaranalyse gar nicht erst erforscht hat, sondern lediglich pauschal abtut, ohne den Gegenbeweis erbracht zu haben. Von echter Erforschung kann hier leider nicht die Rede sein.

Sicher werden
Untersuchungen bei unterschiedlichen Laboren unterschiedliche
Ergebnisse erbringen, das hält die Medizin aber nicht davon
ab, Blutuntersuchungsergebnisse ernst zu nehmen, die aus
Laboren stammen. Nur Ergebnisse unterschiedlicher Labore sind
nicht unbedingt vergleichbar, doch die Tendenz ist erkennbar.

Wieder irrst du gewaltig und zeigst, daß du weder von Analytik
noch von Qualitätssicherung den blassesten Schimmer hast.

Ich irre hier keineswegs - die Qualitätssicherung findet in jedem Labor statt, Ergebnisse ein und desselben Labors sind vergleichbar. Das kommt in meiner Aussage auch zum Ausdruck.

Wenn die gleiche Probe in verschiedenen Laboren verschiedene
Werte ergibt, so kann das nur folgende Ursachen haben:

  1. Verschiedene Methoden. Die Art der Probenaufbereitung und
    die Meßmethode können das Ergebnis stark beeinflussen. Bestes
    Beispiel aus meiner täglichen Praxis sind
    Kornverteilungsanalysen, die je nach Methode (Laserbeugung
    oder Scheibenzentrifuge) auch verschiedene Kurven ergeben.

Die Details sind mir bekannt - also kann die gleiche Probe in verschiedenen Laboren unterschiedliche Ergebnisse liefern, u.a. weil andere Parameter zugrunde liegen. Nichts anderes habe ich gesagt, ohne allerdings einen Roman dazu zu schreiben. Dies gilt auch für deine Punkte 2. und 3.

  1. Mangelnde Qualitätssicherungssysteme. Z.B. schlecht
    kalibrierte und gewartete Geräte, nicht sauber ausgearbeitete
    und geprüfte Arbeitsanweisungen, mangelnde statistische
    Methodik (Probenteilung, Mehrfachbestimmung, Ringanalysen
    etc.)
  2. Schlecht ausgebildetes Personal

Zitat: Verwendung
wegen der hohen Toxizität von Cadmium und seinen Verbindungen
ist deren Bedeutung abnehmend.

Richtig.

Nein falsch - zeigt mal wieder welcher Unsinn oft bei Wikipedia verbreitet wird.

In meinen MEDIZINISCHEN Fachbüchern steht genau das Gegenteil: insbesondere Cadmiumvergiftungen nehmen zu. Nachvollziehbar weil es in Spuren immer noch in vielen Produkten enthalten ist und sich in der Natur angereichert hat.

* früher als Schmiermittel in Scheibenbremsen

Das muß aber schon sehr lange her sein.

Dann berichtige bitte Wikipedia!

Ich weiß aus der Praxis, daß Reibbelagsrezepturen
mindestens seit Anfang der 90er solche Stoffe
nicht mehr enthalten dürfen. Als ehem. Produktmanager für ein
synthetisches Zinksulfid, das eben auch in Reibbelägen
eingesetzt wird, bekam ich regelmäßig Anfragen bezgl.
Begleitelementen und Verunreinigungen, inbsbesondere ging es
um Cd, Hg, Pb, Tl, Cr(VI), Se, As, Sb.

Dann berichtige bitte Wikipedia!!!

Teilweise waren die Wünsche des VDA sogar so weltfremd (und
chemisch mangelhaft gebildet), daß Grenzwerte mit „0“
gefordert wurden…

Bei gefährlichen Schwermetallen sollte die Forderung nach Grenzwerten von „0“ eigentlich das A und O sein. Oder willst du befürworten, daß wir langsam aber stetig vergiftet werden? Schwermetalle kann der Körper nur irgendwo einlagern und ohne Hilfe von außen nicht ausscheiden. Sie reichern sich also im Körper an und verursachen langfristig schwere Erkrankungen. Blei- und PCB-Vergiftungen sind typische Beispiele hierfür.

* Cd-Stearat als Stabilisator in Kunststoffen
beispielsweise in PVC (unempfindlich gegen Licht, allerdings
mittlerweile von geringer Praxisbedeutung wegen möglicher
Gesundheitsgefährdungen)

Soweit einverstanden, Cd- und Pb-basierende PVC-Stabis sind
weitgehend von Ba- und Ca-Verbindungen verdrängt worden. Ist
auch gut so.

Na, wenigstens eine positive Nachricht…

Was mich nun interessieren würde: was können diese Werte im
Extremfall bedeuten

Ob deine Werte zu hoch sind und wann mit Krankheiten zu
rechnen ist, kann ich nicht beurteilen.

Das kann auf Basis solcher fragwürdigen Zahlen keiner.

Aber nur weil wir nicht wissen, und die Wissenschaft nicht erforscht hat, ab welchen Werten, wir von diesen Einlagerungen schon krank werden. Dir dürfte ja auch bekannt sein, daß sich in unserem Leben mindestens 2.000 künstliche Chemikalien tummeln, von denen die Wirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt NIE erforscht wurden. Wir sind also weiterhin die Versuchskaninchen der Chemieindustrie, die ständig neue Chemikalien, ausschl. auf ihren Anwendungszweck hin erforscht, auf den Markt bringt. Wie sie auf Mensch, Tier, Umwelt wirken, wird ganz vornehm ausgeklammert.

Eines ist aber auch zu
berücksichtigen, daß die sog. Grenzwerte nur
Durchschnittswerte sind und als solche wenig aussagen,

Jetzt wird´s richtig amüsant.
Es gibt also Grenzwerte (die ja per definition eine Schwelle
darstellen, die eine Entscheidung bzw. ein Handeln erfordern!)

  • aber das sind Mittelwerte (woraus bitteschön??) und sie
    sagen nichts aus??
    Wenn ich meinen Kunden mit so was käme, wäre ich morgen
    arbeitslos.

In diesem Bereich sind die niedrigen Grenzwerte, die von Ärzten und Verbrauchern, teilweise mit gut belegten Studien gefordert wurden, nicht diesen Studien gemäß festgesetzt worden, sondern es wurden nach Einflußnahme der Chemieindustrie, durch die Bank weit höhere Grenzwerte festgelegt. Damit sind es Grenzwerte, die den kommerziellen Interessen gerecht werden, aber nicht dem Schutz der Menschen vor Krankheiten. Wenn du aus dieser Sparte kommst, sollte dir das auch bekannt sein.

zumal
die Menschen sehr unterschiedlich auf diese Belastungen
reagieren und verschiedene Metalle miteinander reagieren und
die Folgen sich dadurch multiplizieren, nicht nur addieren.

Du meinst wohl, daß sich Wirkungen kumulieren können und
bestimmte Verbindungen als Co-Faktoren die Wirkung anderer
Substanzen verstärken, oder? N.B.: Die Metalle reagieren NICHT
miteinander!

Unter dem Einfluß von zustäzlichen Belastungen mit weiteren Chemikalien können dann auch die Metalle miteinander reagieren und sich gegenseitig beeinflussen. Kaum ein Metall ist absolut rein, fast alle enthalten Kombinationen.

und was kann man dagegen tun?

Es gibt verschiedene Ausleitungsverfahren für Schwermetalle,
etwa von der Firma Phönix, desweiteren hat Max Daunderer,
München, in diesem Bereich geforscht, homöopathische Verfahren
stehen ebenfalls zur Verfügung. Eine weitere Möglichkeit ist
MMS, das sich bei der Neutralisierung von Schwermetallen
bereits bewährt hat. Infos hierzu:
http://www.mineral-mms.de/anwendung.php
http://www.mineral-mms.de/produkte.php
http://www.mineral-mms.de/geschichte.php
http://www.mineral-mms.de/forschung.php
Ich werde es in Kürze selbst ausprobieren - kostet mit 1x MMS
und 5x Aktivator Euro 28,50 - also nicht gleich 3kEuro. Siehe
auch das Buch: MMS: Der Durchbruch und Rezensionen bei amazon.

*GRÖÖÖHHHLLL*
OK, driften wir ab in die Weiten des menschlichen
Aberglaubens.
Wir nehmen also eine angesäuerte Lösung von „Natriumchlorit“
zu uns.
Ein Gefahrstoff (http://de.wikipedia.org/wiki/Natriumchlorit)
der aber anscheinend soweit verdünnt ist, daß weder eine
Kennzeichnung der gebinde noch ein SDB erforderlich ist - das
hoffe ich zumindest, denn sonst werden die armen Anwender mehr
als nur Geld aufs Spiel setzen.
Daß von „Chlorgeruch“ berichtet wird macht mich allerdings
sehr mißtrauisch!!
Was kann also Wasser, Zitronensäure und eine winzige Spur
ClO2 bewirken? Allen Ernstes mehr als ein Besuch in
einem öffentlichen Schwimmbad…?
Sorry, hier wird Kohle abgezockt, sonst nichts.

Damit zeigst du, daß du weder die Zusammensetzung von MMS wirklich kennst, noch wie die Kombination der darin enthaltenen Stoffe im Körper wirken. Du nimmst hier, wie das so oft geschieht, alles einzeln, widerlegst - meinst du - deren Einzelwirkung und behauptest dann so sei es insgesamt. Davon, daß eine Kombination der Moleküle verschiedener Stoffe völlig anders wirken, wenn sie eine Verbindung eingegangen sind - davon hast du scheinbar noch nie gehört. Und damit sage ich:

Gröhl, ob deines verzapften Unsinns. Soll das etwa deine Art Wissenschaftlichkeit zeigen? Dann pack lieber gleich ein…

Und ich wiederhole mich noch einmal:
eine äußerst fragwürdige Analyse, gepaart mit einer noch
fragwürdigeren Interpretation sind keine Argumente für oder
gegen irgendeine Therapie. M.E. liegt keine akute Vergiftung
vor, die Sofortmaßnahmen erfordert.

Ja, wenn es dir nach ginge, dürfte sich der Fragesteller den Rest seines Lebens damit beschäftigen sich zu kratzen, dauerhafter Juckreiz ist in deinen Augen also was Schönes und man sollte das tunlichst behalten???

Esoterisches Geschwurbel und Wunderheiler sind absolut
kontraproduktiv und helfen dem verunsicherten UP nicht im
Geringsten - ich halte sie in diesem Kontext sogar für
verwerflich.

Ich habe hier weder von Esoterik noch von Wunderheilung gesprochen, sogar betont, daß MMS keineswegs ein Wundermittel ist. Das tust du.

Viel verwerflicher ist m.E. deine vorgetäuschte Wissenschaftlichkeit - mit dicken Löchern - die den Fragesteller daran hindern soll, sich selbst ein Bild zu machen und dann selbst zu entscheiden.

Mir kommt er keineswegs verunsichert vor, er scheint durchaus selbst in der Lage zu sein, Anregungen zu überprüfen und dann gemäß seiner eigenen Meinung vorzugehen.

Gruß,
Cantate

Moin,
ich geb´s auf.
Du hast keine Ahnung von Analytik, von QM, von der Bedeutung von Grenzwerten und was Wissenschaft ist.
Stattdessen baust du dir eine Welt, wie sie schön einfach ist und verbannst alles, was etwas eigenes denken erfordert.
Wenn du wirklich glaubst, daß es normal sei, wenn verschiedene Labors auch signifikant verschiedene Ergebnisse liefern, dann ist Hopfen und Malz verloren.
Aber du glaubst ja auch, daß du nur Tumorfrei bist, weil du kein Mobiltelefon hast…

Zitat:
"…Zitat:

Verwendung
wegen der hohen Toxizität von Cadmium und seinen Verbindungen
ist deren Bedeutung abnehmend.
Richtig.

Nein falsch - zeigt mal wieder welcher Unsinn oft bei Wikipedia verbreitet wird.
In meinen MEDIZINISCHEN Fachbüchern steht genau das Gegenteil: insbesondere Cadmiumvergiftungen nehmen zu. Nachvollziehbar weil es in Spuren immer noch in vielen Produkten enthalten ist und sich in der Natur angereichert hat…"
Und deine Bücher unterscheiden nicht zwischen Verwendung und Verbreitung bzw. Anreicherung? Dann wirf sie weg oder lese sie gründlicher!

Zitat:
„…
Bei gefährlichen Schwermetallen sollte die Forderung nach Grenzwerten von „0“ eigentlich das A und O sein. Oder willst du befürworten, daß wir langsam aber stetig vergiftet werden? Schwermetalle kann der Körper nur irgendwo einlagern und ohne Hilfe von außen nicht ausscheiden. Sie reichern sich also im Körper an und verursachen langfristig schwere Erkrankungen. Blei- und PCB-Vergiftungen sind typische Beispiele hierfür…“
Allein die Forderung nach „0“ beweist, daß du nicht mal rudimentäre Kenntnise über ubiquitäre Spuren und Nachweisgrenzen hast. Stattdessen wird Angst suggeriert, sonst nichts.
Daß der Körper Schwermetalle nicht ausscheiden kann ist schlichtwegs falsch. Er tut es nur recht langsam.
Zum Rest: Paracelsus…
Wobei vermeidbare Exposition auch vermieden werden sollte, das ist richtig.

Zu deiner argumentlosen Polemik bezgl. der Chemie sage ich lieber nichts. Wem plapperst du das eigentlich nach?

Zitat:
„…Unter dem Einfluß von zustäzlichen Belastungen mit weiteren Chemikalien können dann auch die Metalle miteinander reagieren und sich gegenseitig beeinflussen. Kaum ein Metall ist absolut rein, fast alle enthalten Kombinationen…“
Aha. Was bilden sie denn? Legierungen? Was sind denn das für „Kombinationen“?

Daß dieses „MMS“ schlichter Betrug bzw. Verdummung ist willst du nicht glauben, habe ich auch nicht erwartet.
Ich kenne selbst einige, die sich strikt weigern ihren Glauben an solche Mittelchen oder Homöopathie zu hinterfragen, die sich weigern das Massenwirkungsgesetz oder die Hauptsätze der Thermodynamik auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Offenbar aus Angst, daß ihr Konstrukt einstürzt und sie ihres recht naiven Weltbilds beraubt werden.

Für mich ist der thread wegen mangelnder Ergfolgsaussicht zu Ende.

AKQJ10s

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Moin,
ich geb´s auf.

Moin,
prima! Oder Gott sei’s gedankt!
Offensichtlich fühlst du dich erst so richtig wohl, wenn du andere für dumm verkauft hast, ergo selbst als Superschlaumeier dastehst!
Sei dir gegönnt -
Andere können das wohl auseinanderhalten…

Gruß,
Cantate

Hallo,

da es sich hier um ein Brett handelt, das sich mit Krankheiten befasst, muss darauf hingewiesen werden, dass MMS ein Mittel ist, dessen Wirksamkeit keineswegs wissenschaftlich bewiesen worden ist, und dass es nicht zur Behandlung von Krankheiten zugelassen ist. Seitens der Hersteller wird ausdrücklich die Eigenverantwortlichkeit jedes Anwenders herausgestellt.

Gruß,
Montanus

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