Moin RoyalFlush,
Interessant: hier ist die Haaranalyse plötzlich ein
fragwürdiges Verfahren, geht es aber darum den Nachweis von
Cannabiskonsum per Haaranalyse zu erbringen, im Zusammenhang
von Polizeikontrollen, ist sie es dann wieder nicht.
Richtig.
Auch wenn es dir nicht leicht fällt, denke doch mal
wissenschaftlich.
Jede Analyse hat Grenzen und Parameter, die ihre Aussagekraft
bestimmen. Und es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ich
eine Probe
a)auf ANWESENHEIT einer Substanz untersuche, weil allein der
qualitative Nachweis bereits gerichtsverwertbar
beweist, daß diese illegale Substanz konsumiert
wurde, oder
Der qualitative Nachweis der Substanz (also Ablagerung im Haar) - stimmt
b) eine quantitative Analyse einzelner Elemente in einem
möglicherweise fragwürdigen Verfahren
Diese Analyse beruht auf den gleichen Gesetzen, ob man nun nach einem Rückstand von Cannabis oder Schwermetallen sucht. Daß das Verfahren fragwürdig sein soll ist eine von dir nicht belegbare Behauptung. Genausogut könnte ich behaupten, daß das Verfahren zur Messung des Cannabisrückstandes unwissenschaftlich ist.
Hier mißt du bei vergleichbaren Methoden mit zweierlei Maß und das ist tatsächlich UNwissenschaftlich!
und Labor zu einem Wert
führt, über dessen Aussagekraft keine verbindlichen
Richtlinien existieren
wieder eine unbelegte Behauptung - bestimmte Schwermetalle haben auch in kleinsten Spuren im Körper nichts zu suchen. Jeder Rückstand ist giftig.
der aber eine m.E. völlig überteuerte
und gefährliche „Therapie“ begründen soll.
Überteuerte Therapie - da stimme ich dir zu. Es gibt Methoden um Schwermetalle wieder los zu werden, die erheblich preiswerter sind. Aber leider nur im Bereich der Naturheilkunde und Homöopathie. Die Medizin beschränkt sich in diesen Fällen auf die medikamentöse Unterdrückung der Symptome, etwa mit Cortison u.a., das wiederum schwere Nebenwirkungen hat.
Gerade die seriöse Wissenschaft, deren Hauptkennzeichen ein
ständiges Hinterfragen ihrer eigenen Methoden, Theorien und
Arbeitsweisen ist, muß diese Art Haar"analyse" zu den
ungeeigneten Methoden legen.
Wobei die fehlerhafte Einschätzung deinerseits darin liegt, daß die medizinische Wissenschaft diese Methode der Haaranalyse gar nicht erst erforscht hat, sondern lediglich pauschal abtut, ohne den Gegenbeweis erbracht zu haben. Von echter Erforschung kann hier leider nicht die Rede sein.
Sicher werden
Untersuchungen bei unterschiedlichen Laboren unterschiedliche
Ergebnisse erbringen, das hält die Medizin aber nicht davon
ab, Blutuntersuchungsergebnisse ernst zu nehmen, die aus
Laboren stammen. Nur Ergebnisse unterschiedlicher Labore sind
nicht unbedingt vergleichbar, doch die Tendenz ist erkennbar.
Wieder irrst du gewaltig und zeigst, daß du weder von Analytik
noch von Qualitätssicherung den blassesten Schimmer hast.
Ich irre hier keineswegs - die Qualitätssicherung findet in jedem Labor statt, Ergebnisse ein und desselben Labors sind vergleichbar. Das kommt in meiner Aussage auch zum Ausdruck.
Wenn die gleiche Probe in verschiedenen Laboren verschiedene
Werte ergibt, so kann das nur folgende Ursachen haben:
- Verschiedene Methoden. Die Art der Probenaufbereitung und
die Meßmethode können das Ergebnis stark beeinflussen. Bestes
Beispiel aus meiner täglichen Praxis sind
Kornverteilungsanalysen, die je nach Methode (Laserbeugung
oder Scheibenzentrifuge) auch verschiedene Kurven ergeben.
Die Details sind mir bekannt - also kann die gleiche Probe in verschiedenen Laboren unterschiedliche Ergebnisse liefern, u.a. weil andere Parameter zugrunde liegen. Nichts anderes habe ich gesagt, ohne allerdings einen Roman dazu zu schreiben. Dies gilt auch für deine Punkte 2. und 3.
- Mangelnde Qualitätssicherungssysteme. Z.B. schlecht
kalibrierte und gewartete Geräte, nicht sauber ausgearbeitete
und geprüfte Arbeitsanweisungen, mangelnde statistische
Methodik (Probenteilung, Mehrfachbestimmung, Ringanalysen
etc.)
- Schlecht ausgebildetes Personal
Zitat: Verwendung
wegen der hohen Toxizität von Cadmium und seinen Verbindungen
ist deren Bedeutung abnehmend.
Richtig.
Nein falsch - zeigt mal wieder welcher Unsinn oft bei Wikipedia verbreitet wird.
In meinen MEDIZINISCHEN Fachbüchern steht genau das Gegenteil: insbesondere Cadmiumvergiftungen nehmen zu. Nachvollziehbar weil es in Spuren immer noch in vielen Produkten enthalten ist und sich in der Natur angereichert hat.
* früher als Schmiermittel in Scheibenbremsen
Das muß aber schon sehr lange her sein.
Dann berichtige bitte Wikipedia!
Ich weiß aus der Praxis, daß Reibbelagsrezepturen
mindestens seit Anfang der 90er solche Stoffe
nicht mehr enthalten dürfen. Als ehem. Produktmanager für ein
synthetisches Zinksulfid, das eben auch in Reibbelägen
eingesetzt wird, bekam ich regelmäßig Anfragen bezgl.
Begleitelementen und Verunreinigungen, inbsbesondere ging es
um Cd, Hg, Pb, Tl, Cr(VI), Se, As, Sb.
Dann berichtige bitte Wikipedia!!!
Teilweise waren die Wünsche des VDA sogar so weltfremd (und
chemisch mangelhaft gebildet), daß Grenzwerte mit „0“
gefordert wurden…
Bei gefährlichen Schwermetallen sollte die Forderung nach Grenzwerten von „0“ eigentlich das A und O sein. Oder willst du befürworten, daß wir langsam aber stetig vergiftet werden? Schwermetalle kann der Körper nur irgendwo einlagern und ohne Hilfe von außen nicht ausscheiden. Sie reichern sich also im Körper an und verursachen langfristig schwere Erkrankungen. Blei- und PCB-Vergiftungen sind typische Beispiele hierfür.
* Cd-Stearat als Stabilisator in Kunststoffen
beispielsweise in PVC (unempfindlich gegen Licht, allerdings
mittlerweile von geringer Praxisbedeutung wegen möglicher
Gesundheitsgefährdungen)
Soweit einverstanden, Cd- und Pb-basierende PVC-Stabis sind
weitgehend von Ba- und Ca-Verbindungen verdrängt worden. Ist
auch gut so.
Na, wenigstens eine positive Nachricht…
Was mich nun interessieren würde: was können diese Werte im
Extremfall bedeuten
Ob deine Werte zu hoch sind und wann mit Krankheiten zu
rechnen ist, kann ich nicht beurteilen.
Das kann auf Basis solcher fragwürdigen Zahlen keiner.
Aber nur weil wir nicht wissen, und die Wissenschaft nicht erforscht hat, ab welchen Werten, wir von diesen Einlagerungen schon krank werden. Dir dürfte ja auch bekannt sein, daß sich in unserem Leben mindestens 2.000 künstliche Chemikalien tummeln, von denen die Wirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt NIE erforscht wurden. Wir sind also weiterhin die Versuchskaninchen der Chemieindustrie, die ständig neue Chemikalien, ausschl. auf ihren Anwendungszweck hin erforscht, auf den Markt bringt. Wie sie auf Mensch, Tier, Umwelt wirken, wird ganz vornehm ausgeklammert.
Eines ist aber auch zu
berücksichtigen, daß die sog. Grenzwerte nur
Durchschnittswerte sind und als solche wenig aussagen,
Jetzt wird´s richtig amüsant.
Es gibt also Grenzwerte (die ja per definition eine Schwelle
darstellen, die eine Entscheidung bzw. ein Handeln erfordern!)
- aber das sind Mittelwerte (woraus bitteschön??) und sie
sagen nichts aus??
Wenn ich meinen Kunden mit so was käme, wäre ich morgen
arbeitslos.
In diesem Bereich sind die niedrigen Grenzwerte, die von Ärzten und Verbrauchern, teilweise mit gut belegten Studien gefordert wurden, nicht diesen Studien gemäß festgesetzt worden, sondern es wurden nach Einflußnahme der Chemieindustrie, durch die Bank weit höhere Grenzwerte festgelegt. Damit sind es Grenzwerte, die den kommerziellen Interessen gerecht werden, aber nicht dem Schutz der Menschen vor Krankheiten. Wenn du aus dieser Sparte kommst, sollte dir das auch bekannt sein.
zumal
die Menschen sehr unterschiedlich auf diese Belastungen
reagieren und verschiedene Metalle miteinander reagieren und
die Folgen sich dadurch multiplizieren, nicht nur addieren.
Du meinst wohl, daß sich Wirkungen kumulieren können und
bestimmte Verbindungen als Co-Faktoren die Wirkung anderer
Substanzen verstärken, oder? N.B.: Die Metalle reagieren NICHT
miteinander!
Unter dem Einfluß von zustäzlichen Belastungen mit weiteren Chemikalien können dann auch die Metalle miteinander reagieren und sich gegenseitig beeinflussen. Kaum ein Metall ist absolut rein, fast alle enthalten Kombinationen.
und was kann man dagegen tun?
Es gibt verschiedene Ausleitungsverfahren für Schwermetalle,
etwa von der Firma Phönix, desweiteren hat Max Daunderer,
München, in diesem Bereich geforscht, homöopathische Verfahren
stehen ebenfalls zur Verfügung. Eine weitere Möglichkeit ist
MMS, das sich bei der Neutralisierung von Schwermetallen
bereits bewährt hat. Infos hierzu:
http://www.mineral-mms.de/anwendung.php
http://www.mineral-mms.de/produkte.php
http://www.mineral-mms.de/geschichte.php
http://www.mineral-mms.de/forschung.php
Ich werde es in Kürze selbst ausprobieren - kostet mit 1x MMS
und 5x Aktivator Euro 28,50 - also nicht gleich 3kEuro. Siehe
auch das Buch: MMS: Der Durchbruch und Rezensionen bei amazon.
*GRÖÖÖHHHLLL*
OK, driften wir ab in die Weiten des menschlichen
Aberglaubens.
Wir nehmen also eine angesäuerte Lösung von „Natriumchlorit“
zu uns.
Ein Gefahrstoff (http://de.wikipedia.org/wiki/Natriumchlorit)
der aber anscheinend soweit verdünnt ist, daß weder eine
Kennzeichnung der gebinde noch ein SDB erforderlich ist - das
hoffe ich zumindest, denn sonst werden die armen Anwender mehr
als nur Geld aufs Spiel setzen.
Daß von „Chlorgeruch“ berichtet wird macht mich allerdings
sehr mißtrauisch!!
Was kann also Wasser, Zitronensäure und eine winzige Spur
ClO2 bewirken? Allen Ernstes mehr als ein Besuch in
einem öffentlichen Schwimmbad…?
Sorry, hier wird Kohle abgezockt, sonst nichts.
Damit zeigst du, daß du weder die Zusammensetzung von MMS wirklich kennst, noch wie die Kombination der darin enthaltenen Stoffe im Körper wirken. Du nimmst hier, wie das so oft geschieht, alles einzeln, widerlegst - meinst du - deren Einzelwirkung und behauptest dann so sei es insgesamt. Davon, daß eine Kombination der Moleküle verschiedener Stoffe völlig anders wirken, wenn sie eine Verbindung eingegangen sind - davon hast du scheinbar noch nie gehört. Und damit sage ich:
Gröhl, ob deines verzapften Unsinns. Soll das etwa deine Art Wissenschaftlichkeit zeigen? Dann pack lieber gleich ein…
Und ich wiederhole mich noch einmal:
eine äußerst fragwürdige Analyse, gepaart mit einer noch
fragwürdigeren Interpretation sind keine Argumente für oder
gegen irgendeine Therapie. M.E. liegt keine akute Vergiftung
vor, die Sofortmaßnahmen erfordert.
Ja, wenn es dir nach ginge, dürfte sich der Fragesteller den Rest seines Lebens damit beschäftigen sich zu kratzen, dauerhafter Juckreiz ist in deinen Augen also was Schönes und man sollte das tunlichst behalten???
Esoterisches Geschwurbel und Wunderheiler sind absolut
kontraproduktiv und helfen dem verunsicherten UP nicht im
Geringsten - ich halte sie in diesem Kontext sogar für
verwerflich.
Ich habe hier weder von Esoterik noch von Wunderheilung gesprochen, sogar betont, daß MMS keineswegs ein Wundermittel ist. Das tust du.
Viel verwerflicher ist m.E. deine vorgetäuschte Wissenschaftlichkeit - mit dicken Löchern - die den Fragesteller daran hindern soll, sich selbst ein Bild zu machen und dann selbst zu entscheiden.
Mir kommt er keineswegs verunsichert vor, er scheint durchaus selbst in der Lage zu sein, Anregungen zu überprüfen und dann gemäß seiner eigenen Meinung vorzugehen.
Gruß,
Cantate