Ist Nanotechnologie in Zahnfüllungen gefährlich?

Hallo, hab gestern im Radio gehört dass man direkten Körperkontakt mit Nanotechnologie vermeiden soll da noch nicht ganz klar ist was diese Teilchen im Körper anrichten können.
Hab Anfang diesen Jahres bei meinem Zahnarzt drei Füllungen einsetzen lassen. Soweit ich mich entsinnen kann gab es für mich drei zur Auswahl. Ich hab mich damals für die teuerste Variante mit Nanotechnologie entschieden da diese Füllung angeblich eine sehr glatte Oberfläche hatt, sich daher weniger Partikel anhaften können und sie deshalb auch länger weiß bleibt.
Nun ist es so dass ich seit ungefähr März diesen Jahres an einem Ohrgeräsch (Tinnitus) leide das nur in Ruhefasen zu hören ist.Tabletten zur Blutverdünnung, Infusion, MRT (Magnetresonanztomographi des Schädels), besuch bei meinem Orthopäden, Liquidentnahme am Rückenmark und Gehirnströme messen inkl. Hörtest beim HNO haben nichts ergeben. Nun meine Frage, könnte ich meinen Tinnitus von meinen Füllungen bekommen haben oder bin ich auf dem Holzweg? Danke schon mal im Vorraus, gruß

Hi Horst,

Hallo, hab gestern im Radio gehört dass man direkten
Körperkontakt mit Nanotechnologie vermeiden soll da noch nicht
ganz klar ist was diese Teilchen im Körper anrichten können.

Das weiß man von sehr vielen anderen Teilchen auch nicht. Dennoch ist nicht jede Unbekannte gleich gesundheítsschädlich. Im Gegenzug weiß man aber von Stoffen, die wirklich gefährlich sind und die ziehen sich haufenweise Leute rein.

Nun meine
Frage, könnte ich meinen Tinnitus von meinen Füllungen
bekommen haben oder bin ich auf dem Holzweg?

Eher auf dem Holzweg. Wenn dein Tinnitus nur in Ruhephasen auftritt, scheint er nicht besonders laut zu sein, von daher könnte es auch ein „Grundrauschen“ sein. Aber selbst wenn es ein „echter“ Tinnitus ist, ist der Zusammenhang mit deiner Füllung recht weit hergeholt.

Grüße,
JPL

Hallo,

Die „Nanotechnologie“ beim Zahnarzt bezieht sich in diesem Fall nur auf die Bestandteile des Füllungsmaterials. In diesem ist ein Kunstharz mit vielen sehr kleinen (im Nanometerbereich) Keramikpartikeln vermischt. Das Ganze wird im Mund gehärtet und bildet eine Verbundmasse (Composite) aus Kunststoff und Keramik.

Das Ganze ist nun nicht wirklich neu, Keramikfüllkörper in dieser Größe wurden schon früher in Füllungswerkstoffen benutzt, den aktuellen Werkstoffen hat man eben jetzt einen trendigen Namen angehängt.

Gesundheitsgefahr beseteht bei den Nanopartikeln AFAIK vor allem, wenn sie eingeatmet werden. Wenn sie mit Kunststoff vermischt sind, kann dies nicht passieren, also keine Gefahr.

Gruß Christian

Ok, vielen Dank für die ausführliche Erklärung, hat mir 100 prozentig weitergeholfenen!