Augen-OP bei Kindern

Hallo,

bei meinem Sohn (5) wurde eine Fehlsichtigkeit auf einem Auge von -6 Dioptrien festgestellt. Das andere Auge ist ok. Eine Brille hilft da nicht, die Unterschiede sind zu groß. Die Fehlsichtigkeit beruht auf einem etwas zu langem Augapfel. Die Pupille und sonst auch das Auge sind vollkommen in Ordnung.

Gibt es Operationen, die das berichtigen können? Wieviel Erfolg hat so eine Augapfel-OP? Bis wann sollte das erledigt sein (Alter). Wie hoch ist das Risiko oder was sind mögliche Folgen?

Trotz vieler Fragen. Danke für Antworten.

Viele Grüße
Selorius

PS: Ich möchte nicht mein Schicksal (ein Auge mit gleichem Fehler, jedoch über -20 Dioptrien) meinem Sohn weiterreichen. Heute ist die Wissenschaft doch wesentlich weiter! Lt. Ärzten wäre mein Fehler nicht weitervererbbar, nun ist es doch passiert…

Hy,

also medizinisch kann man es Lasern lassen,
das heißt es wird Hornhaut abgetragen.
Eine Kollegin von mir hat das auch schon machen lassen, allerdings mit mäßigem Erfolg. Aber Sie tat es wegen starkem schielen.
Bei einer Fehlsichtigkeit ist das ein Routineeingriff und sollte für einen guten Arzt kein Problem sein.
Die „Heilungschance“ ist auch sehr hoch, aber individuell von der Sachlage abhängig.

Folgen:

  1. Es kann zu viel abgetragen werden bzw die komplette Hornhaut
  2. Das Auge verträgt es nicht und verkrustet
  3. Überempfindlichkeit / trockene Augen

Hallo Selorius,

bevor Du etwas mit OPs versuchst, würde ich nach Kontaktlinsen fragen. Wurde Dir diese Alternative nicht vom AA genannt?

Es gibt Kontaktlinsen, die nur einmal im Monat eingesetzt werden und dann Tag und Nacht im Auge bleiben können. Wenn Fremdkörper ins Auge kommen ist allerdings auch eine Reinigung notwendig.

Hole Dir WIRKLICH eine zweite Meinung eines anderen AA ein!

Die KL sollten stark Silikon-haltig sein, damit die Sauerstoffversorgung gewährleistet ist.

Gruß Volker

Hallo,

also medizinisch kann man es Lasern lassen,

Hast du gelesen, dass es sich um ein Kind handelt?

Gruß
Elke

Soweit ich nun recherchiert habe gibt es für Kinder derzeit keine Möglichkeit einen derartigen Fehler zu korrigieren. Habe mich oben verschrieben, es sind nicht -6, sondern -9 Dioptrien. Eine OP ist mit nicht ausgewachsenen Augen unmöglich. Eine direkte Operation des Augapfels mit zu hohen Risiken verbunden.

Nachteilig ist, das das Gehirn keine Möglichkeit hat, sich an die Fehlsichtigkeit anzupassen. Heraus kommt ein optisches „Abschalten“ des schwachen Auges, was zur Folge hat, das kein Stereosehen möglich ist. Wird mit ca. 18 bis 22 Jahren eine Korrektur vorgenommen (leider nur bis -6 Dioptrien gut beherrschbar, dann steigt das Risiko exponentiell), sind die beiden Bilder der Augen im Hirn nicht deckungsgleich groß. Das Sehen wäre verheerend gestört.

Sollte es wirklich keine Methode geben, mit vertretbarem Risiko das Auge zum Sehen zu bringen, so muß es so bleiben wie es ist. Heilung durch optische Hilfsmittel ist unmöglich, Korrekturen bei derartiger Fehlsichtigkeit praktisch nicht machbar (Größe der beiden Bilder!).

Vielleicht ist die Medizin in 50 Jahren weiter… :frowning:

Viele Grüße
Selorius

Hallo,

Eine OP ist mit nicht ausgewachsenen Augen
unmöglich. Eine direkte Operation des Augapfels mit zu hohen
Risiken verbunden.

Das sind auch meine Infos - nur kenne ich das alles nur aus 2. Hand (betrifft meinen Mann), weshalb ich mich etwas zurückhalten wollte. Es ärgert mich nur immer, wenn Leute denken, dass man 1. mit Lasern alles machen kann, 2. Lasern keinerlei Gefahr beinhaltet.

Sollte es wirklich keine Methode geben, mit vertretbarem
Risiko das Auge zum Sehen zu bringen, so muß es so bleiben wie
es ist. Heilung durch optische Hilfsmittel ist unmöglich,
Korrekturen bei derartiger Fehlsichtigkeit praktisch nicht
machbar (Größe der beiden Bilder!).

Mein Mann hatte mit etwa 10 Jahren einen Unfall, der beim einen Auge eine Kurzsichtigkeit zur Folge hatte, die erst mit 18 (Führerscheinprüfung) entdeckt wurde.
Bis dahin hatte sich sein gutes Auge auf -6 verschlechtert. Er trug die nächsten Jahre eine Brille mit -6 und -12 (das war das Beste, was ging, er sah aber auf dem schlechten Auge mit der Brille nicht richtig gut, er konnte Autofahren, aber hatte die Beschränkung von 100km/h).
Er hat dann lange mit Kontaktlinsen rumgewerkelt, hat sich immer wieder über Lasern informiert (aber die Technik war damals nicht so fortgeschritten, dass sie wirklichen Erfolg versprach - aber das wird besser). Dennoch, warum ich das alles schreibe: die korrektive Medizin hat in dieser Zeit sehr viel Fortschritte gemacht, dein Sohn hat die Zeit bestimmt noch auf seiner Seite!

Alle Gute,

Elke

Hallo,

Nachteilig ist, das das Gehirn keine Möglichkeit hat, sich an
die Fehlsichtigkeit anzupassen. Heraus kommt ein optisches
„Abschalten“ des schwachen Auges, was zur Folge hat, das kein
Stereosehen möglich ist.

Richtig, deshalb muss eine Korrektur erfolgen.

Wird mit ca. 18 bis 22 Jahren eine
Korrektur vorgenommen (leider nur bis -6 Dioptrien gut
beherrschbar, dann steigt das Risiko exponentiell), sind die
beiden Bilder der Augen im Hirn nicht deckungsgleich groß. Das
Sehen wäre verheerend gestört.

Die/der Betroffene wird das räumliche Sehen wohl nicht mehr lernen.

Das kann ich nicht nachvollziehen, weshalb soll durch die Korrektur die Bildgröße beider Augen (wesentlich) unterschiedlich sein?

es ist. Heilung durch optische Hilfsmittel ist unmöglich,

Warum?

Korrekturen bei derartiger Fehlsichtigkeit praktisch nicht
machbar (Größe der beiden Bilder!).

Das trifft im wesentlichen für die Brille zu, warum sind Kontaktlinsen keine Alternative? Mein Vater war einseitig aphak aufgrund einer Star-OP, d.h. die Augenlinse wurde extrahiert. Die Korrektur erfolgte mit einer KL!

Die Verhältnisse Brille/Kontaktlinse und Auge sind unterschiedlich, da die Brille einen gewissen Abstand von der Hornhaut hat während die KL direkt auf dem Auge aufliegt.

Bitte, nochmal ganz deutlich sagen, weshalb KL nicht in Frage kommen, gerne auch per Mail, wenn es nicht öffentlich sein soll.

Gruß Volker

Hallo,

wie Elke schon schreibt, es ist ein enormes Risiko einer OP. Hier geht es um ein kleines Kind von 5 Jahren, da wirds mit Kontaktlinsen schwierig.

Wenn das Bild optisch korrigiert wird, so ist bei solchen Dioptrien-Werten das erzeugte Abbild auf der Netzhaut um einige Größenordnungen kleiner als beim gesunden Auge. Das hat im Hirn ein Doppelbild zur Folge. Und dies ist kein Sehen. Den Gesetzen der Optik folgend wird bei solchen Dioptrienwerten ein scharfes Bild nun mal kleiner dargestellt als ohne Korrektur. Das ist das unlösbare Problem.

Ich kann keine bessere Erklärung.

Viele Grüße
Selorius

Hallo nochmal,

wie Elke schon schreibt, es ist ein enormes Risiko einer OP.

Richtig.

Hier geht es um ein kleines Kind von 5 Jahren, da wirds mit
Kontaktlinsen schwierig.

WARUM?

Es gibt Säuglinge, die ohne Augenlinse geboren werden, sie können mit KL versorgt werden. Es ist aber eine erfahrender Anpasser notwendig. Wenn die Eltern das Einsetzen nicht schaffen, gibt es KL, die einmal im Monat eingesetzt werden, dies kann dann beim Optiker oder AA erfolgen. Sie können dann Tag und Nacht durchgetragen werden.

Wenn das Bild optisch korrigiert wird, so ist bei solchen
Dioptrien-Werten das erzeugte Abbild auf der Netzhaut um
einige Größenordnungen kleiner als beim gesunden Auge. Das hat
im Hirn ein Doppelbild zur Folge. Und dies ist kein Sehen. Den
Gesetzen der Optik folgend wird bei solchen Dioptrienwerten
ein scharfes Bild nun mal kleiner dargestellt als ohne
Korrektur. Das ist das unlösbare Problem.

Ja, aber dieser Effekt ist eben bei der Brille besonders ausgeprägt, da zwischen der Brille und dem Auge noch ein Luftzwischenraum vorhanden ist.
Die KL verringert dieses Problem ganz dramatisch! Frag mal nach diesen VT-KL, VT steht für verlängerte Tragezeit, Materialien, die hoch Silikon-haltig sind sollten in Frage kommen.

Ich muss jetzt noch mal suchen, ich habe sicher noch Zahlenmaterial.

Gruß Volker

Ergänzung
Hallo nochmal,

ich habe mit meinem Scanner Probleme, deshalb kann ich nur ein Bild meiner Kamera hochladen, die Qualität ist nicht toll, aber man kann alles lesen. Die Quelle ist:

Handbuch für Augenoptik, Carl Zeiss, Oberkochen, 3. Auflage 1987, S. 181

http://www.bilder-space.de/show.php?file=04.11MDRelf…

Ich denke, das ist eine seriöse Quelle.

Wenn Du genauere mathematische Berechnungen möchtest, hm, da brauch ich ein wenig Zeit, es ist lange her, dass ich mich mit dem Thema intensiver befaßt habe.

Mit fünf Jahren ist noch die Chance vorhanden das räumliche Sehen zu erlernen! Wenn Dein Optiker/AA nicht auf die KL „anspringt“ such einen anderen, ich wüßte keine bessere Methode.

ABER, ich bin kein AA oder Anpasser, vlt. gibt es andere Hinderungsgründe, die ich aus Deinen Posts nicht erkennen kann. Du musst aber handeln, schnell!

Wie Du aus meiner ViKa erkennen kannst, habe ich lange, als Physiker, mit KL gearbeitet, also so ganz grundlos bin ich nicht so penetrant.

Nochmal mein Angebot, ich helfe gerne auch per Mail, selbstverständlich bleibt alles unter uns!

Es wäre schade, wenn ein Kind eine vorhandene(!) Möglichkeit nicht angeboten bekommt.

Gruß Volker

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Ergänzung II
Moin,

ich habe nochmal gesucht und folgende Quelle gefunden:

Heinz Baron, KONTAKTLINSEN Ein Lehrbuch und Leitfaden, Verlag Optische Fachveröffentlichung GmbH, Heidelberg, 1981, S. 244.

e_quer = 13,35 mm ist der Abstand eines Brillenglases vom Auge, e_quer wird für KL mit 1,35 mm angenommen. Du erkennst sehr deutlich den Unterschied zwischen Brille und KL. Bei - 6 dpt ist das Netzhautbild bei der Brille ca. 8% verkleinert, bei der KL aber nur ca. 1%, also wesentlich günstigere Verhältnisse!
Hier der Scan:

http://www.bilder-space.de/show.php?file=04.11lQwO0f…

Also nochmal, wenn es keine bislang unbekannten Hinderungsgründe gibt, ist die KL hier das Mittel der Wahl. Das Handling wird man mit etwas Übung hinbekommen!

Gruß Volker

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Ergänzung III
Hallo,

noch eine Quelle:

Montague Ruben, Farbatlas der Kontaktlinsenanpassung, Springer-Verlag, 1984, S. 75:

http://www.abload.de/image.php?img=saeugling_kl001vd…

Gruß Volker

Hallo Selorius,

es gibt noch eine weitere OP Möglichkeit, die hier noch nicht genannt wurde und die in Deutschland (leider) noch wenig bekannt ist.
Inwieweit diese auf ein Kind anwendbar ist, muss ein Facharzt klären.

Mir stellt sich beim Lesen eine Frage:
Wieso möchtest du den Sehfehler deines Kindes bereits jetzt korrigieren lassen? Seine Augen sind noch im Wachstum.

Bei der von mir angedachten Methode handelt es sich um implantable contact lenses (kurz ICL, deutsch IOL - intraokulare Linsen), biokompatible Linsen, die direkt ins Auge gesetzt werden.
In Deutschland gibt es etwa 40 Zentren, wo diese OP durchgeführt wird.
Natürlich handelt es sich hierbei um eine OP (mit OP-typischen Risiken) und wie jede andere Augenkorrektur, werden diese eigentlich erst durchgeführt, sobald die Änderung der Sehstärke stagniert und die Augen „ausgewachsen“ sind (mit 21-23 Jahren). Bei einem Kind verändert sich die Sehstärke noch sehr stark.
Daher würde ich raten, doch bis zum Erwachsenenalter zu warten. Seine Mutter hat dasselbe und ist doch auch groß geworden :wink:
Ich selbst habe diese Linsen OP durchführen lassen, um meine Fehlsichtigkeit zu korrigieren (-13 Diopt.)
Der Vorteil dieser Methode: Es wird nur ein kleiner Schnitt am Auge durchgeführt, um die Linse zu platzieren. Dieser heilt komplett wieder ab (im Gegensatz zum Hornhaut-Lasern). Die Linsen können jederzeit wieder entfernt oder ausgetauscht werden, d.h. die OP ist reversibel.
Für mich der wichtigste Punkt für die ICL, gegen eine LASIK oder andere Laser-Methode.
Die Linsen werden entweder in die vordere oder hintere Linsenkammer eingesetzt und verankert.
Die refraktive Chirurgie hat heutzutage schon grandiose Möglichkeiten.
Solche Linsen können bis zu einer Sehschwäche von >20 Dioptrin korrigieren - und wenn der heute 5 Jährige erwachsen ist, ist die Medizin noch 15 Jahre weiter entwickelt.

Links zum Thema:
http://www.icl-info.de/
http://www.iqgen.com/
http://www.augenportal.de/ICL_Linse

Hallo Nixa,

vielen Dank für deine Informationen. Ich selbst habe mind. -20 Dioptrien auf dem linken Auge, werde mal sehen ob ich mittels Facharzt da was machen kann. Ok, ich bin 44, weitab von sinnvoller Operation, aber vielleicht gibts einen Weg. Und für meinen Kleinen ist das eine mögliche Lösung. Man muß halt noch verschiedene Untersuchungen machen. Ein kleines Problem gibts noch: Mein Sohn lebt in Island.

Viele Grüße
Selorius

Hallo Nixa,

es gibt noch eine weitere OP Möglichkeit, die hier noch nicht
genannt wurde und die in Deutschland (leider) noch wenig
bekannt ist.

Das ist so falsch, aber aus gutem Grund werden diese IOLs (meist) erst beim erwachsenen Auge eingesetzt.

Inwieweit diese auf ein Kind anwendbar ist, muss ein Facharzt
klären.

Ok.

Mir stellt sich beim Lesen eine Frage:
Wieso möchtest du den Sehfehler deines Kindes bereits jetzt
korrigieren lassen? Seine Augen sind noch im Wachstum.

Genau deshalb, das Kind muss das räumliche Sehen lernen, das wird mit 20-Jahren nichts mehr!

[…] Die IOLs sind mittlerweile eine Standardmethode und etabliert.

Daher würde ich raten, doch bis zum Erwachsenenalter zu
warten. Seine Mutter hat dasselbe und ist doch auch groß
geworden :wink:

Wie sieht es mit ihrem räumlichen Sehen aus?

[…] Ok., die IOL ist reversibel, das aber immer mit einem erneuten Risiko und auch nicht beliebig oft! Jetzt erkläre mir bitte wie mit der IOL die Akkommodation erfolgen soll. Eine multifokale IOL ist auch nur eine Notlösung, da die Lichtintensität auf mehrere Bilder verteilt wird, sprich der Kontrast nimmt ab!

http://www.icl-info.de/
http://www.iqgen.com/
http://www.augenportal.de/ICL_Linse

Gruß Volker

Hallo Selorius,

ja ich muss mich nochmal einmischen.

vielen Dank für deine Informationen. Ich selbst habe mind. -20
Dioptrien auf dem linken Auge, werde mal sehen ob ich mittels
Facharzt da was machen kann. Ok, ich bin 44, weitab von
sinnvoller Operation, aber vielleicht gibts einen Weg.

Für Dich sehe ich da einen Weg mein Vater hat mit ca. 50 eine IOL bekommen, mein Schwiegervater mit ca. 70 Jahren, nur zum Lesen muss man dann halt eine Brille nutzen.

Und für
meinen Kleinen ist das eine mögliche Lösung. Man muß halt noch
verschiedene Untersuchungen machen. Ein kleines Problem gibts
noch: Mein Sohn lebt in Island.

Ich halte es für keine Lösung für Deinen Sohn! Aber ich wiederhole mich. Ich bin sicher, dass auch eine KL-Anpassung auf Island möglich ist.

Solange ich nicht weiß, weshalb bei Deinem Sohn eine KL keine Lösung ist, bleibe ich bei meiner Meinung. Nein, ich verdiene kein Geld damit. Ich möchte nur, dass ein Kind die dreidimensionale Welt erleben kann und das muss jetzt ermöglicht werden!

Ich sags nochmal deutlich:

aufgrund Deiner Fragen, Nachfragen, Kommentaren habe ich den Eindruck, dass Du nicht richtig informiert bist, vlt. ein inkompetenter AA oder Optiker, Meinungen von Bekannten aus irgendwelchen „Zeitungen“.

Schau Dir bitte noch die Ergänzung drei an. Meine Beiträge sind tröpfenweise gekommen, sorry, ich habe lange mit den Themen nichts mehr zu tun gehabt und deshalb musste ich die Bücher erst aus meinen Kisten heraus suchen.

Ich wünsche euch beiden „Gute Sicht!“.

Gruß Volker

Gruß Volker

Hallo Volker,

worauf bezieht sich dein „das ist so falsch“?
Ich meinte mit dieser Angabe nicht, das es bei der deutschen Ärzteschaft und Medizin eher unbekannt ist, sondern als Alternative zu Lasik und anderen Lasermethoden bei den vielen Menschen in Deutschland, welche eine Sehschwäche haben.
Die Lasik wurde weltweit „ein Renner“ und ist sehr bekannt und wird heute meist im ersten Zuge genannt, dabei gibt es einige weitere, sehr gute Möglichkeiten.

Ich habe die IOL OP mit 27 Jahren machen lassen. Soweit mir bekannt, ist die älteste IOL Patientin über 90 gewesen.
Als Kind habe ich geschielt und hatte eine 1.Korrektur-OP deswegen - 10 Jahre vor der IOL. Ein gewisser Schielgrad blieb zurück. Nach der IOL OP musste sich mein Gehirn an die neue Sehschärfe gewöhnen und einstellen - seitdem schiele ich nicht mehr.

Nochmal Hallo Volker,

jetzt habe ich erst deinen Kommentar hier noch gesehen, der war falsch eingerückt. Entschuldige.

Kann es sein das du hier was verwechselst?
Ich rede nicht von einem refraktiven Linsenaustausch, bei dem die natürliche Linse gegen eine künstliche Linse getauscht wird. Dies wurde sicherlich bei deinem Vater / Schwiegervater vorgenommen - diese findet häufig bis ausschließlich bei älteren Menschen Anwendung.
Das sind 2 verschiedene Methoden.
Eine implantierte Kontaktlinse, wie ich sie meine, wird zusätzlich zu der natürlichen Linse in eine der Augenkammern verankert.
Die natürliche Linse mit ihrer Akkommodationsfunktion bleibt erhalten und übernimmt auch weiterhin diese Aufgabe des Einstellens auf Nah und Fern.
Die Akkommodationsfunktion der natürlichen Linse nimmt mit dem Lebensalter ab, einer der Gründe, warum bei älteren Personen meist dann ein Linsenaustausch vorgenommen wird, d.h. die natürliche Linse wird entfernt und eine künstliche Linse in das vorhandene Bett eingesetzt (Multifokallinsen dann für Fern und Nahsicht).

[…] Ok., die IOL ist reversibel, das aber immer mit einem erneuten Risiko und auch nicht beliebig oft! Jetzt erkläre mir bitte wie mit der IOL die Akkommodation erfolgen soll. Eine multifokale IOL ist auch nur eine Notlösung, da die Lichtintensität auf mehrere Bilder verteilt wird, sprich der Kontrast nimmt ab!

http://www.icl-info.de/
http://www.iqgen.com/
http://www.augenportal.de/ICL_Linse

Gruß Volker

Guten Abend Selorius,

auch bei -20 Dioptrin und 44 Jahren kann diese OP eine Lösung darstellen. Solange sonst keine weitere Probleme bestehen, würde ich dann auch eine zusätzliche, künstliche Linse empfehlen (keinen Linsenaustausch der natürlichen Linse, siehe Antwort auf Volkers Beitrag).

Bei deinem Sohn würde ich auch zu allererst mal der Kontaktlinse eine Chance geben, wie auch Volker empfiehlt.
Man muss hierbei sehen, wie er damit zurecht kommt. Eine Kontaktlinse kann die Fehlsichtigkeit genauer korrigieren, wie eine Brille - je näher das Korrekturgerät am / im Auge, umso genauer - aber er könnte Probleme haben mit dem Fremdkörpergefühl auf dem Auge. Da hilft nur ausprobieren. Eine OP würde ich immer erst als 2. oder letzten Schritt in Betracht ziehen.

Ich wollte nur nicht missen, dich auch auf die andere Möglichkeit der intraokulären Linse (zusätzlich zur natürlichen Linse!) hinzuweisen.

Viel Glück :smile:

Hallo Nixa,

Kann es sein das du hier was verwechselst?

Ja, mag sein, ich werde mir Deine Links nochmal ausführlich anschauen, wenn es wirklich „zusätzliche“ Linsen sind und die eigene Augenlinse erhalten bleibt, ist es wohl eine sinnvolle Sache. Aber ich habe von diesem Verfahren keine Informationen.

Aber auch dann ist der Eingriff immer noch etwas „gefährlicher“ als eine KL auf´s Auge zu setzen.

Gruß Volker