Welche Untersuchungen sind sinnvoll?
Keine.
genau - weswegen sogar die gesetzlichen Krankenkassen eine
Menge der Vorsorgeuntersuchungen problemlos bezahlen, weil
sie wissen das sie wesentlich höhere Kosten damit evtl.
vermieden werden können
Ich habe doch gesagt, daß hierfür politische Gründe vorliegen.
Man bedenke: Ich kann zwar
beweisen, daß jemand krank ist, aber nicht, daß er gesund ist.
und manche Krankheiten kommen so heimlich und schleichend,
dass sie keiner bemerkt - wenn man sie bemerkt ist es zu spät.
Richtig. Und? Welche speziellen Krankheiten meinen Sie?
Mit einer Vorsorgeuntersuchung hätte man den Menschen evtl.
retten können
Möglich. Zunächst ist das aber eine unbewiesene Behauptung. Man wünscht es sich natürlich, daß es so wäre.
Jemand hat eine zu 70% verschlossene Coronararterie. Das EKG
ist und bleibt unter allen Umständen normal. Bis es eines
Tages knallt.
das Ultraschall aber nicht
Erstaunlich. Ich weiß zwar, daß daran gearbeitet wird, rechne aber persönlich noch mit einer Entwicklungszeit von 5 bis, wenn man Pech hat, 10 Jahren.
Oder meinen Sie das Echokardioogramm? Das kann leider einen solchen Vershluß nicht erkennen, tut mir leid, da widersprechen zu müssen.
Jemand hat Krebs im Mastdarm. in 11 cm Tiefe. Der Finger
reicht aber nur bis 10cm. Pech.
weswegen man auch nicht mit dem Finger untersucht
Diese Untersuchung ist obligat
sondern
endoskopisch und dann auch gleich die möglicherweise
vorhandenen Polypen entfernt - das hat schon vielen (auch
jüngeren) Menschen das Leben gerettet. eine der häufigsten
auftretenden Krebsarten ist der dickdarmkrebs udn er ist
gleichzeitig einer derer die am allereinfachsten zu behandeln
sind wenn man ihn rechtzeitig entdeckt
Ich habe die Prozentzahlen genannt.
Man vergleiche: Ich rette von 900 Patienten einen - aber muß 900 untersuchen. Wieviele Schäden setze ich dabei bei den 899 überflüssigen Untersuchungen? Eine Coloskopie ist schließlich nicht gefahrlos. Deshalb gibt es auch vorher eine Besprechung und ein Zettelchen, das man unterschreiben muß.
Er könnte natürlich auch sonstwo im Dickdarm Krebs haben. Man
muß nun über 900 Darmspiegelungen machen, um einen
symptomenlosen Krebs zu finden.
falsch - die Quote ist wesentlich (!) höher - meine Gastrodoc
macht zwischen 5 und 12 Endoskopien /Arbeitstag Tag und hatte
allein in den 6 Wochen vor meiner Spiegelung 4 bösartige dabei
… einer davon war bei einem jungen Mann von 22 der eigentlich
wegen einer anderen Sache gespiegelt wurde
Ich bin hier vom symptomenlosen Krebs ausgegangen. Aber wenn sie der einschlägigen Studie im NEJM widersprechen wollen - bitte. Sollte Ihr Gastroenterologe bei symptomenlosen Carzinomen eine solche Rate haben, würde ich ihm empfehlen, das zu veröffentlichen.
Krankheitswahrscheinlichkeit liegt also im Promille-Bereich.
nicht wirklich
Zu bedenken ist weiter: Je genauer man nachschaut, um so höher
sind die Untersuchungsrisiken.
Endoskopien und ultraschall sind nicht wirklich gefährlich
Ultraschall nicht, die Endoskopie aber hat ihre Risiken, so sorry.
Etwa man bestimmt das PSA, ein Marker des Prostata-Carzinoms.
Werte unter 8 sind o.k., Werte über 11 ein Zeichen des
Karzinoms. Und wenn man nun einen Wert von 9 hat? Das gibt
schlaflose Nächte.
es ist also besser nicht drüber nachzudenken sich auch lieber
nicht untersuchen zu lassen und abzuwarten bis der Krebs
unheilbar geworden ist
Das ist eine derzeit weit geführte Diskussion, die auch im deutschen Ärzteblatt ihren Niederschlag gefunden hat. Gestatten Sie mir, daß ich die dort vertretenen Ansichten als wichtiger erachte als die einer Hobbymedizinerin.
Zudem im letzteren Fall: Nur Unwissenheit hält Sie davon ab Sich vorzustellen, wie die weiteren Untersuchungen aussehen würden.
Untersuchung: Die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung.
und warum nun ausgerechnet die ?
Untersuchungen sind nur dann sinnvoll, wenn eine gezielte
Fragestellung vorliegt.
genau - z.B. Ausschluss von Magen- und Dickdarmkrebs -
feststellen der
Das tut weh!!!
Man merke: Der Mensch ist kein Auto,
das regelmäßig zur Inspektion oder zum TÜV muß.
weswegen auch so viele Menschen wegen nicht oder zu spät
erkanntem Krebs / hohem Blutdruck / Diabetes / etc. sterben
müssen
Nichts für ungut, aber deine Ansichten wirken auf mich wie die
aus dem vorvorigen Jahrhundert (Akupunktur hilft nur wenn man
daran glaubt, etc. ) - die Medizin hat mittlerweile (zum
glück) Fortschritte gemacht
Aber in eine andere Richtung als Sie glauben! Lassen Sie Sich mal von Herrn Dr. Fussler aufklären. Oder vertreten Sie hier bereits seine Ansichten?