Kann man zuviel trinken?

Hallo,

die Diskussion ueber Thrombosen im Flugzeug hat mich wieder auf eine Frage gebracht, die mir schon lange im Kopf herumgeht: man kriegt ja immer empfohlen, viel zu trinken. Gibt es da auch eine Obergrenze? Kann man zuviel trinken? (Ich meine natuerlich nichtalkoholische Getraenke, um eventuellen Witzen vorzubeugen.)

Viele GrueBe
Sylvia

Hallo Sylvia,

das glaube ich nicht. Von Flüssigkeit, die evtl. doch etwas zuviel gewesen ist, verabschiedet sich der Körper nach einer gewissen Zeit auf natürlichem Wege (also über die Niere).

So long

Tessa

Vor der Niere wird das Zuviel an Wasser einfach im Darm runtergereicht. (Und chronischer Durchfall kann schon gefährlich werden, nur wer tut sich das freiwillig an)

Ciao Lutz

Ja, wenn du zuviel flüssigkeit zu dir nimmst kannst du sterben. allerdings würde ich mir keine Sorgen machen, dass müssten schon mehr als 10 Liter in kürzester Zeit sein.
Also praktisch gesehen nicht möglich, obwohl eine Frau in frankreich dass schon mal geschaffthaben soll…

Ja, wenn du zuviel flüssigkeit zu dir nimmst kannst du
sterben. allerdings würde ich mir keine Sorgen machen, dass
müssten schon mehr als 10 Liter in kürzester Zeit sein.

warum? was genau würde passieren?

Also praktisch gesehen nicht möglich, obwohl eine Frau in
frankreich dass schon mal geschaffthaben soll…

weißt du genaueres? was hat sie getan?

Im Prinzip nein, wenn Du es trinkts und es sogenannte relativ physiologische Zusammensetzungen hat.
Grund: Die (gesunde) Niere scheidet alles aus, was zu viel ist.
Allerdings besteht theoretisch die Chance, wenn Du Flüssigkeiten mit z.B. zu hohen oder niedrigen Chloridkonzentrationen oder Kaliumkonzentrationen trinks, das dann über diese Ionenansammlungen (z.B. Hypo- oder Hyperkaliämien) Herzrhythmusstörungen auftreten könne, die auch tötlich sein können.
Auch eine Zufuhr von zu viel (Frucht)Säuren kann zu einer Verschiebung der Säurebasenhaushaltes und zu schweren Komplikationen führen.
Gruss R.

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Hallo Sylvia,

im Grunde ist es nahezu unmöglich! (Von unsinnigen Wetten ist hier sicher nicht die Rede).

Dieses Märchen war allerdings vor Jahren (z. T. auch heute noch) weit verbreitet, weshalb sogar Kindern gesagt wurde, sie sollen nicht so viel trinken - ein ganz großer Irrtum!

Wenn z. B. die Radprofis in großer Hitze ihre Rennen absolvieren müssen, dann trinken sie pro Tag um die 10 Liter, ansonsten lässt ihre Leistungsfähigkeit nach, die Körpertemperatur steigt, der Puls ebenfalls und es stellen sich Wadenkrämpfe ein, die auf Durchblutungsstörungen beruhen, verursacht durch das abnehmende Flüssigkeitsvolumen und dessen Eindickung innerhalb des Herz-Kreislaufsystems.

Die chronische und zunächst unbemerkte Dehydrierung (Austrocknung) verursacht wesentlich mehr körperliche und geistige Probleme, als weithin angenommen wird (Wadenkrämpfe, Thrombosen, Schlaganfälle, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Pulsanstieg, oft starke Kopfschmerzen, Schwindel, Ödeme und „offenes Bein“ aufgrund der Durchblutungsstörungen, Infektionen der ableitenden Harnwege, Anstieg der Blasenkrebsrate, Konzentrationsstörungen, Verwirrtheit, Kollaps).

Wer viel trinkt, kann damit seine Gesundheit nachhaltig fördern und sich sogar vor gesundheitlichen Schäden schützen. Mit dem „über den Durst trinken“ lässt sich vonvornherein eine Herabsetzung der Fließeigenschaften des Blutes vermeiden.

Sogar die Bundesärztekammer erklärt in einem Gesundheitstipp:
„Es gibt eine ganze Reihe von Leiden, die lassen sich oft schon
durch den häufigen Griff zum Wasserglas lindern“.

Wird zu wenig getrunken, was vielfach bei Frauen zutrifft, erleiden die Nieren eher Schaden als umgekehrt!!

Durch eine gesteigerte Getränkezufuhr werden die Nieren zu erhöhter Tätigkeit angeregt. Dies belastet sie keineswegs. Genau das Gegenteil ist der Fall. Durch den vermehrten Wasserdurchfluss werden nicht nur die Nieren stabilisiert. Auch die ableitenden Harnwege und die Harnblase werden positiv beeinflußt. Harngrießablagerungen kommen erst gar nicht zustande. Im Dünndarm wird die Flüssigkeit resorbiert und über die Nieren ausgeschieden.

Ältere Leute, die aufgrund des nachlassenden Durstgefühls zu wenig trinken, bekommen vom Hausarzt eher ihre tägliche Aspirintablette verschrieben, um die gefürchtete Eindickung des Blutes zu vermeiden, als dass sie nachdrücklich auf regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme hingewiesen werden, nicht alle ignorieren diesen Rat.
Es setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass viele alte Leute an den Folgen ihres chronischen Flüssigkeitsmangels sterben, aber wohl kaum durch das Gegenteil.

Während eines langen Fluges stört es auch niemand, wenn man mal zwischendurch die Arme nach oben streckt und die Hände bewegt und Fuß- und Zehengymnastik macht!

Viele Grüße

Renate

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Hi Sylvia,

ich kenne das wirklich massive Wasser- und Teetrinken (mehr als 5 Liter täglich) mehr von Menschen mit Eßstörungen oder dem massiven Abnehmwillen, da man dadurch nicht zunimmt und auch den Hunger unterdrücken kann.

Allerdings habe ich genau von diesen Menshcen auch gehört, daß „Elektrolyte“ (? bin Laie) über die Nierentätigkeit ausgewaschen werden, wenn nicht ab und zu eine Tasse Brühe oder Apfelschorle dabei ist. Ich kann dir dazu aber keine medizinisch fundierte Erkenntnis liefern. Es ist nur eine Story aus meinem Umfeld!

Gruß, Faten

nein, aber
Halla Sylvia,

man kann rein von der Menge an Flüssigkeit (= Wasser) gesehen nie zuviel trinken. Die Frage ist eher was man trinkt. Schwarzee und Kaffee zählen nicht zu dem, was als Wasser gerechnet wird. Auch Zuckerhaltige oder wie schon gesagt Fruchtsäurehaltige Getränke sind in grossen Mengen problematisch. Beim Wasser an sich ist vielleicht beim Sprudel die Kohlensäure lästig. Aber z.B. von dem „Batteriewasser“ - gereinigtes Wasser im Büro (diese Wasserblasen, die man aus amerikanischen Filmen kennt) kann man endlos trinken. Nur so kalt sollte es auch nicht sein. Das schädigt - genau wie zuviel Eis den Magen. Nicht umsonst ist die Magenkrebsrate in USA sehr hoch.

also kein Thema, aber bitte keine Limonaden und keine Kaffee und Tee Orgien

Na dann is ja alles prima…
… ich mag naemlich weder Schwarztee noch Kaffee noch zucker- oder kohlensaeurehaltige Getraenke, und kalt mag ich’s auch nicht
(womit ich hier in den USA immer ein Problem habe, weil man da ungefragt Eis in sein Wasser geknallt kriegt und sich dann immer komisch vorkommt, wenn man nach „water no ice please“ fragen muB ;o)

Vielen Dank fuer Deine Antwort
Sylvia

Im Prinzip ja, sowohl bei Nierenkranken (Dialysepatienten) als auch bei Herzleistungsdefiziten ist die Trinkmenge limitiert

Hallo,
Ihre Frage sollte viel interessieren. Wasser hat bekanntlich null kalorien, trozdem können Menschen mit bestimmter Konstitution durch zuviel Flüssigkeit an Gewicht zunehmen. Nach der Ayurveda müssen Menschen mit Kapha-Konstitution mit dre Flüssigkeitszufuhr achtsam umgehen.
Grüße
H. Links

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