Sinitus? Kopfschmerzen, Ohrendruck

Guten Tag,

hoffe ihr könnt mir mal weiterhelfen:frowning:

letzte woche Montag war ich beim Arzt gewesen, weil ich totale Kopfschmerzen hatte und das Gefühl hatte das die Nasennebenhölen zusitzen, die woche zuvor hatte ich eine kleine normale erkältung mit nießen.
Nachdem ich meinem Arzt dies erklärt hatte, hat er mir sofort ohne mich zu untersuchen Antibiotika (2X täglich einnehmen) verschrieben…Soweit ging es die woche gut…Die Kopfschmerzen waren soweit verschwunden, außer morgens hatte ich wenn noch leichte, Nasenspray genommen und die kopfschmerzen gingen weg…
Freitags lief meine Nase ununterbrochen (aber nur klares Nasensekret) Samstag/Sonntag hab ich auch tagsüber wieder leichte Kopfschmerzen bekommen.
Sonntag hatte ich meine letzte Antibiotika tabeltte genommen. Seit gestern hab ich wieder höllische kopfschmerzen. Ich bin wieder zum Artzt gegangen, dieser hat mir diesmal nur geraten Sinupret forte zu nehmen. Hab ich auch gekauft bin ich auch am nehmen. Nebenbei hab ich mir noch Meeressalznasenspray und Nasensalzlösung gekauft. Ich musste gestern auch noch 2 kopfschmerztabeltten nehmen. Seit gestern Abend hab ich auch noch druck auf den Ohren. Und wenn ich meine Nase zuhalte und schniefe sind meine ohren am knacken…und luft kam irgendwie aus meinem Augen hinaus.
Heut hab ich immer noch kopfschmerzen, zwar nich mehr so starke aber sie sind noch da, hinzu tut mir mein nacken noch weh und ich hab jetz dauernd einen druck auf den ohren.

was kann ich tun?

an einer nasenwandverkrümmung dürfte es nicht liegen, da ich letzte jahr im september daran operiert worden bin, da ich immer probleme mit rachenentzündungen und co hatte.

ich weiß nicht mehr weiter, das antibioka hat nicht geholfen:frowning:(((

hoffe ihr habt ein paar tipps für mich.

Erster Ratschlag:
Einen HNO-Arzt aufsuchen. Das erscheint mir sehr wichtig zu sein.

Zweiter Ratschlag: Die Anfrage gehört ins Medizinbrett, daher…

Hallo,

möglicherweise hat sich einiges im Kopf festgesetzt, Stirnhöhlen, Nasennebenhöhlen usw. und dadurch entstehen dann die Kopfschmerzen. Also wie Priamos schon sagte - zum HNO.

Zusätzlich kannst du noch Ferrum phosphoricum comp. von Weleda einnehmen. Folge den Angaben in der Packungsbeilage und nimm es bis alles vollkommen ausgestanden ist. Dieses Mittel hat die Eigenschaft auch festsitzende Reste hinauszutreiben - dadurch wirst du anfänglich häufiger die Nase putzen müssen, Augen tränen evtl. ebenfalls. Aber der Mist kommt endlich raus… Nebenbei stärkt es das Immunsystem und verhindert so eine neuerliche Ansteckung.

Ich nehme das Mittel seit 1992 beim ersten Anzeichen einer Erkältung und habe seither, außer einem 24-Stunden-Schnief, nie mehr eine Erkältung oder Grippe, geschweige denn Sinusitis o.ä. gehabt.

Gute Besserung!
Gruß,
Cantate

Habe mal den Titel geändert. Du hast „Sinusitis“ und „Tinnitus“ vermischt.

letzte woche Montag war ich beim Arzt gewesen, weil ich totale
Kopfschmerzen hatte und das Gefühl hatte das die
Nasennebenhölen zusitzen, die woche zuvor hatte ich eine
kleine normale erkältung mit nießen.
Nachdem ich meinem Arzt dies erklärt hatte, hat er mir sofort
ohne mich zu untersuchen Antibiotika (2X täglich einnehmen)
verschrieben.

Bin ich zu hart, wenn ich hier sage: „Such Dir einen anderen Arzt.“???
Es sollte sich doch langsam herumgesprochen haben, dass die Verschreibung von Antibiotika bei unklaren Erkrankungen Unfug ist.
Ich bemühe mal Wikipedia zur Sinusitis
„Ursache ist nur in 10–20 % der Fälle eine bakterielle Infektion. Meist sind Viren die Auslöser“
„Gabe von Antibiotika nur bei schwerer Symptomatik und wenn eine bakterielle Infektion gesichert oder zumindest wahrscheinlich ist“

was kann ich tun?

Raumluft feucht halten.
Nase feucht halten.
Nasendusche anwenden.

Und sobald wie möglich natürlich zum Facharzt - HNO.

Also wie Priamos schon sagte - zum HNO.

Zusätzlich kannst du noch Ferrum phosphoricum comp. von Weleda
einnehmen. Folge den Angaben in der Packungsbeilage und nimm
es bis alles vollkommen ausgestanden ist. Dieses Mittel hat
die Eigenschaft auch festsitzende Reste hinauszutreiben -
dadurch wirst du anfänglich häufiger die Nase putzen müssen,
Augen tränen evtl. ebenfalls. Aber der Mist kommt endlich
raus… Nebenbei stärkt es das Immunsystem und verhindert so
eine neuerliche Ansteckung.

Ich nehme das Mittel seit 1992 beim ersten Anzeichen einer
Erkältung und habe seither, außer einem 24-Stunden-Schnief,
nie mehr eine Erkältung oder Grippe, geschweige denn Sinusitis
o.ä. gehabt.

Das beweist nicht die Wirkung von Ferrum phosphoricum comp, sondern nur, daß man für die Paramedizin verdammt gesund sein muß, um sie zu überleben.

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Hallo Priamos,

darf ich mal fragen, warum du nie eine Anrede benutzt? Auch keine Unterschrift? Willst du nicht zu deinen Aussagen stehen? Da wir fast gleichaltrig sind, würde ich erwarten, daß du ebenso wie ich, noch die altmodischen Höflichkeitsformeln gelernt hast oder? Auch im Internet sind höfliche Umgangsformen durchaus üblich.

Ich nehme das Mittel seit 1992 beim ersten Anzeichen einer
Erkältung und habe seither, außer einem 24-Stunden-Schnief,
nie mehr eine Erkältung oder Grippe, geschweige denn Sinusitis
o.ä. gehabt.

Das beweist nicht die Wirkung von Ferrum phosphoricum comp,
sondern nur, daß man für die Paramedizin verdammt gesund sein
muß, um sie zu überleben.

Erstens ist das keine Paramedizin, sondern Homöopathie.
Zweitens hatte ich bis 1992 mit schöner Regelmäßigkeit mindestens zweimal jährlich eine schwere Grippe oder Erkältung, die sich über mehr als 3 Wochen hinzog, mit festsitzender Sinusitis, Bronchitis. Seit der Anwendung von Ferrum phosphoricum comp. aber nie wieder…

Es wäre daher zum Wohle deiner Patienten, wenn du dich auch mal in der Komplementärmedizin umschauen würdest, statt diese, ohne sie überhaupt zu kennen oder ausprobiert zu haben, in Bausch und Bogen abzulehnen.

Gruß,
Cantate

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darf ich mal fragen, warum du nie eine Anrede benutzt? Auch
keine Unterschrift? Willst du nicht zu deinen Aussagen stehen?
Da wir fast gleichaltrig sind, würde ich erwarten, daß du
ebenso wie ich, noch die altmodischen Höflichkeitsformeln
gelernt hast oder? Auch im Internet sind höfliche
Umgangsformen durchaus üblich.

Hallo Cantate

ich benutze keine Anredeformeln, wenn ich auf eine Anfrage antworte. Nur bei einem persönlichem Anschreiben benutze ich diese, übrigens und selbstvetsändlich auch in meine e-mails.

Sie werden festgestellt haben, daß ich auch das „Du“ vermeide. Auch in einem elektronischen Medium wünsche ich keine Vertraulichkeiten. Ich halte viel von altmodischen Höflichkeitsformeln.

Daneben erinnert mich das zu sehr an das amerikanische Prinzip: „Bill, you are a very tough guy… besides, you are fired!“ Eine Vertraulichkeit und Mitmenschlichkeit, die gar nicht existiert.

Ich nehme das Mittel seit 1992 beim ersten Anzeichen einer
Erkältung und habe seither, außer einem 24-Stunden-Schnief,
nie mehr eine Erkältung oder Grippe, geschweige denn Sinusitis
o.ä. gehabt.

Das beweist nicht die Wirkung von Ferrum phosphoricum comp,
sondern nur, daß man für die Paramedizin verdammt gesund sein
muß, um sie zu überleben.

Erstens ist das keine Paramedizin, sondern Homöopathie.

Wie ich schon einmal sagte, diese gehört auch zur Paramedizin.

Zweitens hatte ich bis 1992 mit schöner Regelmäßigkeit
mindestens zweimal jährlich eine schwere Grippe oder
Erkältung, die sich über mehr als 3 Wochen hinzog, mit

Wie wäre es mit dieser Erklärung: Mit dem Älterwerden hat man bald so alle gängigen Virusarten durch. Und irgendwann kratzt das einen aus diesem Grunde nicht mehr, man nennt’s Immunität.

Es wäre daher zum Wohle deiner Patienten, wenn du dich auch
mal in der Komplementärmedizin umschauen würdest, statt diese,
ohne sie überhaupt zu kennen oder ausprobiert zu haben, in
Bausch und Bogen abzulehnen.

In der Medizin „probiere“ ich nie etwas aus, das wäre gegenüber dem Patienten verantwortungslos.
Zudem: Ein Heilpraktiker muß für seine (Un)taten nicht einstehen. Juristische Begründung: Der Patient weiß ja, daß er keinen ausgebildeten Arzt vor sich hat ( sondern einen Bäcker, Klempner, Juristen, Straßenfeger usw.). Also kann er auch aus dem eigenen Risiko keine Haftungsansprüche ableiten.

Bei Ärzten ist das anders. Der Patient kann erwarten, daß er mit aller Sorgfalt nach den gängigen medizinischen Erkenntnissen behandelt wrd. Daraus nresultiert gegebenfalls ein Regreßanspruch.

Gruß

P.

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Hallo Priamos,

darf ich mal fragen, warum du nie eine Anrede benutzt? Auch
keine Unterschrift? Willst du nicht zu deinen Aussagen stehen?
Da wir fast gleichaltrig sind, würde ich erwarten, daß du
ebenso wie ich, noch die altmodischen Höflichkeitsformeln
gelernt hast oder? Auch im Internet sind höfliche
Umgangsformen durchaus üblich.

Hallo Cantate

ich benutze keine Anredeformeln, wenn ich auf eine Anfrage
antworte. Nur bei einem persönlichem Anschreiben benutze ich
diese, übrigens und selbstvetsändlich auch in meine e-mails.

Es dürfte dir aber schon aufgefallen sein, daß hier eine Anrede durchaus üblich ist, denn es handelt sich ja auch um direkte Antworten.

Sie werden festgestellt haben, daß ich auch das „Du“ vermeide.
Auch in einem elektronischen Medium wünsche ich keine
Vertraulichkeiten. Ich halte viel von altmodischen
Höflichkeitsformeln.

Das kann ich nachvollziehen - da ich anfänglich mit dieser Anredeform auch so meine Probleme hatte. Nachdem ich jedoch feststellte, daß dies mitnichten zu den befürchteten Vertraulichkeiten führte (Ausnahmen bestätigen hier die Regel), gewöhnte ich mich ebenfalls an diese Umgangsform, zumal ich es im Englischen aufgrund meiner langjährigen Auslandsaufenthalte ohnehin nicht anders kannte.

Ich nehme das Mittel seit 1992 beim ersten Anzeichen einer
Erkältung und habe seither, außer einem 24-Stunden-Schnief,
nie mehr eine Erkältung oder Grippe, geschweige denn Sinusitis
o.ä. gehabt.

Das beweist nicht die Wirkung von Ferrum phosphoricum comp,
sondern nur, daß man für die Paramedizin verdammt gesund sein
muß, um sie zu überleben.

Erstens ist das keine Paramedizin, sondern Homöopathie.

Wie ich schon einmal sagte, diese gehört auch zur Paramedizin.

Das ist eine willkürliche Einordnung - privat von dir und natürlich Wikipedia - die weder Hand noch Fuß hat.

Zweitens hatte ich bis 1992 mit schöner Regelmäßigkeit
mindestens zweimal jährlich eine schwere Grippe oder
Erkältung, die sich über mehr als 3 Wochen hinzog, mit

Wie wäre es mit dieser Erklärung: Mit dem Älterwerden hat man
bald so alle gängigen Virusarten durch. Und irgendwann kratzt
das einen aus diesem Grunde nicht mehr, man nennt’s Immunität.

Da die Grippen sozusagen von einem auf den anderen Monat aufhörten, sticht dieses Argument nicht. Auch deswegen nicht, weil ich auch heute noch die Anfänge einer Grippe/Erkältung habe, was ebenfalls aus meiner Schilderung hervorgeht, sie aber mit Hilfe dieses Mittels innerhalb von 24 Stunden auch schon wieder los bin.

Es wäre daher zum Wohle deiner Patienten, wenn du dich auch
mal in der Komplementärmedizin umschauen würdest, statt diese,
ohne sie überhaupt zu kennen oder ausprobiert zu haben, in
Bausch und Bogen abzulehnen.

In der Medizin „probiere“ ich nie etwas aus, das wäre
gegenüber dem Patienten verantwortungslos.

Da Homöopathie deiner Meinung nach sowieso keine Wirkung entfaltet, was spricht dann dagegen dieses Mittel mal auszuprobieren, zumal es bei deiner Voraussetzung auch keine Nebenwirkungen haben kann? Deinem Gedankengang folgend: es wirkt oder es wirkt nicht und schaden kann es folglich auch nicht.

Zudem: Ein Heilpraktiker muß für seine (Un)taten nicht
einstehen. Juristische Begründung: Der Patient weiß ja, daß er
keinen ausgebildeten Arzt vor sich hat ( sondern einen Bäcker,
Klempner, Juristen, Straßenfeger usw.). Also kann er auch aus
dem eigenen Risiko keine Haftungsansprüche ableiten.

Hier bist du leider sehr schlecht informiert. Auch Heilpraktiker haften, denn sie treten NICHT als Klempner, Bäcker usw. auf, sondern als ausgebildete Heilpraktiker, und haben eben aus diesem Grunde ebensolche Haftpflichtversicherungen wie Ärzte.

Bei Ärzten ist das anders. Der Patient kann erwarten, daß er
mit aller Sorgfalt nach den gängigen medizinischen
Erkenntnissen behandelt wrd. Daraus nresultiert gegebenfalls
ein Regreßanspruch.

Genau das Gleiche gilt auch beim Heilpraktiker, dessen Ausbildung und Prüfung auf medizinischen Kriterien beruht. Die Komplementärmethoden sind alles Zusatzausbildungen, die nur bei Spezialisierung auf eine Methode bei der Prüfung eher am Rande überprüft werden. Dennoch haften Heilpraktiker auch bei diesen Methoden für Fehler.

Gruß,
Cantate

Hallo Cantate

Da Homöopathie deiner Meinung nach sowieso keine Wirkung
entfaltet, was spricht dann dagegen dieses Mittel mal
auszuprobieren, zumal es bei deiner Voraussetzung auch keine
Nebenwirkungen haben kann? Deinem Gedankengang folgend: es
wirkt oder es wirkt nicht und schaden kann es folglich auch
nicht.

Würde ich so handeln, dann müßte ich zwecks „ausprobieren“ dem Patienten das wirksame Medikament vorenthalten.
Das wäre
a) gesetzwidrig
b) unethisch
und mit Pech
c) fahrlässige Tötung

Zudem: Ein Heilpraktiker muß für seine (Un)taten nicht
einstehen. Juristische Begründung: Der Patient weiß ja, daß er
keinen ausgebildeten Arzt vor sich hat ( sondern einen Bäcker,
Klempner, Juristen, Straßenfeger usw.). Also kann er auch aus
dem eigenen Risiko keine Haftungsansprüche ableiten.

Hier bist du leider sehr schlecht informiert. Auch
Heilpraktiker haften, denn sie treten NICHT als Klempner,
Bäcker usw. auf, sondern als ausgebildete Heilpraktiker, und
haben eben aus diesem Grunde ebensolche
Haftpflichtversicherungen wie Ärzte.

Ja, dieses Argument habe ich schon öfters gehört. Nur gibt es bisher keine verurteilten Heilpraktiker, denn die Gerichte urteilen eben so, wie ich es oben beschrieben habe.

Und was heißt hier „Ausbildung“. Bei der Heilpraktikerprüfung wird lediglich nachgeschaut, ob der Typ nicht eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt. Über die Gefahr für den Einzelnen ist nichts gesagt.

Bei Ärzten ist das anders. Der Patient kann erwarten, daß er
mit aller Sorgfalt nach den gängigen medizinischen
Erkenntnissen behandelt wrd. Daraus nresultiert gegebenfalls
ein Regreßanspruch.

Genau das Gleiche gilt auch beim Heilpraktiker, dessen
Ausbildung und Prüfung auf medizinischen Kriterien beruht. Die
Komplementärmethoden sind alles Zusatzausbildungen, die nur
bei Spezialisierung auf eine Methode bei der Prüfung eher am
Rande überprüft werden. Dennoch haften Heilpraktiker auch bei
diesen Methoden für Fehler.

Wie will man bei einer unsinnigen Methode Fehler nachweisen?? Da muß erst einmal eine wissenschaftliche Basis geschaffen werden, und eben diese fehlt.

Gruß

P.

NB: Ich schlage vor, wir beenden die Diskussion, einigen werden wir uns ohnehin nicht. Außerdem geraten wir „off topic“, was unserer MOD mit Recht nicht gefallen wird.

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Hallo Priamos,

Da Homöopathie deiner Meinung nach sowieso keine Wirkung
entfaltet, was spricht dann dagegen dieses Mittel mal
auszuprobieren, zumal es bei deiner Voraussetzung auch keine
Nebenwirkungen haben kann? Deinem Gedankengang folgend: es
wirkt oder es wirkt nicht und schaden kann es folglich auch
nicht.

Würde ich so handeln, dann müßte ich zwecks „ausprobieren“ dem
Patienten das wirksame Medikament vorenthalten.
Das wäre
a) gesetzwidrig
b) unethisch
und mit Pech
c) fahrlässige Tötung

Bei einer Erkältung träfe das alles nicht zu (Antibiotika haben bekanntlich starke Nebenwirkungen), gesetzwidrig ist es nicht weil das Mittel die ordentlichen Zulassungsverfahren durchlaufen und -bestimmungen erfüllt hat, also ganz offiziell als Erkältungs- und Grippemittel anerkannt wurde, außerdem hilft es auch bei einer VIRALEN Grippe (Antibiotika bekanntlich nicht), unethisch ist es auch nicht, weil du dem Patienten die Antibiotika-Nebenwirkungen und evtl. Resistenzentwicklungen ersparst, und von einer Erkältung stirbt man nicht.

Wenn du es bei einer sehr schweren bakteriellen Grippe nicht ausprobieren willst, kann ich das evtl. gelten lassen, bei einer viralen aber nicht mehr. Bei einer Erkältung oder auch bei dir selbst wäre die Anwendung in jeder Beziehung unbedenklich.

Zudem: Ein Heilpraktiker muß für seine (Un)taten nicht
einstehen. Juristische Begründung: Der Patient weiß ja, daß er
keinen ausgebildeten Arzt vor sich hat ( sondern einen Bäcker,
Klempner, Juristen, Straßenfeger usw.). Also kann er auch aus
dem eigenen Risiko keine Haftungsansprüche ableiten.

Hier bist du leider sehr schlecht informiert. Auch
Heilpraktiker haften, denn sie treten NICHT als Klempner,
Bäcker usw. auf, sondern als ausgebildete Heilpraktiker, und
haben eben aus diesem Grunde ebensolche
Haftpflichtversicherungen wie Ärzte.

Ja, dieses Argument habe ich schon öfters gehört. Nur gibt es
bisher keine verurteilten Heilpraktiker, denn die Gerichte
urteilen eben so, wie ich es oben beschrieben habe.

Wenn keine verurteilt wurden, dann deswegen, weil sie sich nichts zuschulden kommen ließen. Wenn ein Patient zu Schaden gekommen wäre, dann wäre der HP auch verurteilt worden. Ich denke eher, daß du dir dieses Argument aus den Fingern gesaugt hast, oder kannst du Prozeßdaten vorlegen, die deine Behauptung belegen - aber bitte nicht aus der Regenbogenpresse?

Und was heißt hier „Ausbildung“. Bei der Heilpraktikerprüfung
wird lediglich nachgeschaut, ob der Typ nicht eine Gefahr für
die Allgemeinheit darstellt. Über die Gefahr für den Einzelnen
ist nichts gesagt.

Hier verkennst du, daß der Einzelne Teil der Allgemeinheit ist, die geschützt werden soll. Ebenso verkennst du, daß die Ausbildung der Heilpraktiker in einem medizinischen Umfang erfolgt, der sicher stellt, daß er/sie erkennt, wann ein Patient an einen Arzt zu verweisen ist. D.h. der Heilpraktiker lernt seine Grenzen erkennen, wozu einiges an medizinischem Wissen erforderlich ist.

Bei Ärzten ist das anders. Der Patient kann erwarten, daß er
mit aller Sorgfalt nach den gängigen medizinischen
Erkenntnissen behandelt wrd. Daraus nresultiert gegebenfalls
ein Regreßanspruch.

Genau das Gleiche gilt auch beim Heilpraktiker, dessen
Ausbildung und Prüfung auf medizinischen Kriterien beruht. Die
Komplementärmethoden sind alles Zusatzausbildungen, die nur
bei Spezialisierung auf eine Methode bei der Prüfung eher am
Rande überprüft werden. Dennoch haften Heilpraktiker auch bei
diesen Methoden für Fehler.

Wie will man bei einer unsinnigen Methode Fehler nachweisen??
Da muß erst einmal eine wissenschaftliche Basis geschaffen
werden, und eben diese fehlt.

Unsinnige Methode ist wieder eine private Ansicht deinerseits. Die sog. unsinnigen Methoden haben schon vielen Menschen geholfen, die von den Medizinern aufgegeben worden waren, gelegentlich sogar, wenn man sie nur noch zum sterben nach Hause schickte!

Daß solche Heilerfolge oder Besserungserfolge von der Medizin dann generell ignoriert, abgelehnt, kleingeredet oder verunglimpft werden, statt wirklich mal zu hinterfragen, wie der Patient gesunden konnte, ist ebenfalls Standard. Warum haben eigentlich so viele Mediziner solche Angst davor, etwas dazuzulernen?

Und dann das Totschlagargument wissenschaftlich! Hand auf’s Herz Priamos, als erfahrener Arzt, weißt du doch gewiß, dass gerade die Medizin zu einem großen Teil aus ERFAHRUNGS-Wissenschaft besteht. Wie oft magst du in deiner Laufbahn eine Therapie abgewogen haben, dich mehr Intuitiv als nach wissenschaftlichen Kriterien für die eine oder andere entschieden haben? Einfach, weil du das Gefühl hattest, diese sei für diesen Patienten besser als eine Andere?

NB: Ich schlage vor, wir beenden die Diskussion, einigen
werden wir uns ohnehin nicht.

Es wäre ja auch zu schön, wenn du an der Naturheilkunde auch nur ein gutes Haar dran lassen würdest… Oder der Homöopathie oder, oder…

Außerdem geraten wir „off topic“, was unserer MOD mit Recht nicht :gefallen wird.

Hmmm, das überlasse ich gerne unseren Moderatoren… :smile:
Oder willst du so sicherstellen das letzte Wort gehabt zu haben? :wink:

Herzlicher Gruß,
Cantate

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