Ärzte sagen, wir müssten 2-3 Liter täglich trinken. Beduinen und andere Wüstenbewohner trinken aber sicher weniger - und das unter extremeren Bedingungen. Übertreiben die Mediziner, oder haben Beduinen eine andere Physiologie??
Hallo Robert,
das Thema Fluessigkeitsbedarf wurde weiter unten schon mal ausfuehrlich behandelt. Diesen Thread habe ich eben gerade mit grossem Interesse gelesen.
Die Beduinen haben vermutlich wohl keine andere Physiologie als wir Europaeer, nur sieht man den Beduinen den Fluessigkeitsmangel teilweise auch stark an, die Haut sieht schon regelrecht vertrocknet aus. Mir ist nichts genaues ueber die Lebenserwartung der Beduinen bekannt, ich koennte mir aber gut vorstellen, dass diese nicht so hoch ist, wie bei uns. Wasser hat nun mal eine lebenswichtige Funktion im Koerper und wenn es daran mangelt, kann das nicht gesund sein. (Dies sieht man ja auch immer wieder hier bei aelteren Personen, bei denen das Trinkbeduerfnis nachlaesst)
Die Mediziner uebertreiben also bestimmt nicht, wenn sie ca 3l Wasser als Tagesration fuer angemessen halten. An mir selbst merke ich immer wieder, dass ich mich viel wohler fuehle, wenn ich genug trinke. Probleme wie dauernde Muedigkeit trotz ausreichendem und auch erholsamem Schlaf, anhaltende leichte Kopfschmerzen, Bewegungsschwierigkeiten verschwinden dann wie von selbst. (Trotzdem schaffe ich es nicht immer, die 3 l auch zu trinken)
So long
Faya
Ärzte sagen, wir müssten 2-3 Liter täglich trinken. Beduinen
und andere Wüstenbewohner trinken aber sicher weniger - und
das unter extremeren Bedingungen. Übertreiben die Mediziner,
oder haben Beduinen eine andere Physiologie??
hi Robert
nach meiner persönlichen Erfahrung trinken Wüstenbewohner etwas weniger als die neu angekommen Europäer, aber mehr als 3 l, (min um die 5-6, Einheimische in der Namib) wir begannen dort mit 8 - 10 l Wasser am Tag, konnten dann nach 2 Wochen auf 6-7 reduzieren. offenbar passt sich der Körper an und hält mehr Wasser zurück. Ausserdem laufen die Einheimischen nicht in der prallen Mittagshitze herum (wie der übliche Tourist) sondern halten Siesta.
Gruss
Mike
und
nach meiner persönlichen Erfahrung trinken Wüstenbewohner
etwas weniger als die neu angekommen Europäer, aber mehr als 3
l, (min um die 5-6, Einheimische in der Namib) wir begannen
dort mit 8 - 10 l Wasser am Tag, konnten dann nach 2 Wochen
auf 6-7 reduzieren. offenbar passt sich der Körper an und hält
mehr Wasser zurück. Ausserdem laufen die Einheimischen nicht
in der prallen Mittagshitze herum (wie der übliche Tourist)
sondern halten Siesta.
Und außerdem macht auch die traditionelle Kleidung einen Sinn
- Schutz vor praller Sonne und Kälte
- wirkt klimatisierend und kühlend durch „Zwiebeltechnik“ mehrerer dünner Baumwollschichten und Schweiß, der verdunstet, und den lockeren Sitz (keine engen Hosen etc.), weshalb Tuareq auch Schwarz tragen, was für Europäer ja meist kaum vorstellbar ist (in der Wüstensonne Schwarz zu tragen)
Die Stellen, die häufig oder immer der starken Sonne ausgesetzt sind, sehen natürlich im zarten Alter von 45 Jahren schon recht ledrig aus (Gesicht, Hände).
Gruß, Faten
hi Mike,
danke für Deine Antwort - ist echt interessant!! Und Siesta leuchtet mir total ein! Nur eine Frage hab ich noch: Hast Du irgendeine Idee, wie die das machen mit dem „Wasser zurück zu halten“? Irgendwie über die Niere? Oder haben die eine andere Haut? Oder anderen Urin? Also von Vögeln weiss ich, dass sie um Wasser zu sparen, feste Harnsäure ausscheiden statt wasserlöslichen Harnstoff - aber soweit treibens Wüstenfahrer und -bewohner ja wohl nicht - oder? Wenn Du mir irgend einen Tipp hast, wäre klasse! Ansonsten erstmal: Danke
Grüsse Robert
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