Komische Parasiten im Urwald

Hallo -
ich habe mal geh"ort, dass es im Brasilianischen Urwald Parasiten gibt, die beim Pinkeln sozusagen im Strahl hochschwimmen, und es sich dann in der Blase gem"utlich machen, was wohl ausgeprochen unangenehm ist. Deshalb soll man niemals einfach auf den Boden oder in einen Fluss pinkeln, sondern immer in ein Gef"ass, das man hinterher auslehrt.
Stimmt das?? Gibt es solche Parasiten wirklich? Und wenn ja - wie schwimmen die denn gegen einen solchen Druck an?
Danke f"ur Antworten!
Gruss, Steffi

Hallo Steffi,

das klingt ja hochinteressant :smile: diese Form einer Ansteckung wäre mir völlig neu - habe viele Jahre u. a. auch parasitologische Diagnostik bei Tropenheimkehrern durchgeführt.

Von Erregern, die gegen den Strahl schwimmen, habe ich noch nichts gehört.

Blasenbilharziose (Bilharziose = Schistosomiasis) bekommt man vom Baden (nicht vom Pinkeln) in Süßwasser (Flüssen, Seen), aber nicht in Südameríka. Winzige Larven (Zerkarien) bohren sich dabei durch die gesunde Haut. Während die Darmbilharziose in Asien, Afrika und Südamerika vorkommt, ist mit Blasenbilharziose nicht in Südamerika zu rechnen.

Gruß, Renate

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Stimmt Steffi,es handelt sich hierbei um einen Mini-Wels,der dann munter in deiner…ähh,(seiner)Blase schwimmt.

Wie aber er rein kommt ,das weiss ich auch nicht.
Hab da so eine Ahnung.Also es gibt auch Fische die einen hohen Wasserfall überwinden,indem sie Strudel nutzen die dort auftreten können.

MOD: Hallo Robert
Ich bin auch mal gerne albern, aber dann im Plauderbrett, okay?
:wink:
Rainer

Hallo Renate,

das klingt ja hochinteressant :smile: diese Form einer Ansteckung
wäre mir völlig neu

mir auch, obwohl ich keinen einzigen Tag mit der parasitologischen Diagnostik bei Tropenheimkehrern verbracht habe.:smile:

Von Erregern, die gegen den Strahl schwimmen, habe ich noch
nichts gehört.

Öfters mal was Neues, liebe Renate… Ich kann Dir sogar sagen, woher dieser Unsinn kommt. Vom Robert-Koch-Instutut persönlich. Unter http://www.rki.de/INFEKT/STECKBRF/STBR_PA/SCHISTO.HTM findest Du die Aussage

Die gepaarten Egel wandern „gegen den Strom“ dann in das Venengeflecht der Blase (S. haematobium)

Daß man sich dieses Viech nur aus Afrika bzw. aus dem Nahen Osten einschleppen kann und daß es sich seinen Weg in den Körper keinesfalls durch die Harnröhre bahnt, übersehen die meisten.

Viele Grüße

Tessa

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Hallo Tessa,

das ist ja gründliche Detektivarbeit!

Das RKI wird wohl dabei eher an den (Blut)Strom gedacht haben :smile:) („Der Pärchenegel wandert gegen den Strom“).

Die beim RKI haben sicher nicht damit gerechnet, dass ihre Webtexte mal solch abenteuerlichen Interpretationen zum Opfer fallen würden…

Klingt beinahe amüsant - würden sich nicht auch Leute durch diese mutierten (meist weitererzählten) Geschichten verunsichern lassen.

Viele Grüße

Renate

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Natalie??