Hi!
Frage vorab: ständig liest man „IMHO“ - klar weiß ich, daß das
sowas wie „meiner Meinung nach“ o.ä. heißt, aber verdammt
nochmal, ich weiß es nicht: was genau kürzt es ab?
Genau das: „meiner Meinung nach“ 
Laut Deinen Ausführungen läuft es für mich darauf hinaus, daß
hier jeder zum Arzt geschickt werden muß, um unangenehme
Konsequenzen zu vermeiden.
Hmmm… nee, ganz so hab ich es nicht gemeint. Es war gemeint, wenn eine möglicherweise bedrohliche Erkankung vermutet wird oder vorliegt.
Sooo oft kommt der Hinweis, dringend zum Arzt zu gehen, ja nun auch nicht. Zum Beispiel muß man keinen mit einem einfachen harmlosen Infekt oder winziger Schnittwunde gleich zum Arzt prügeln. Würde man unangenehme Konsequenzen generell fürchten, würde man tatsächlich jeden zum Arzt schicken - genau das meinte ich aber nicht, sondern die mutmaßlichen bedrohlichen Erkrankungen.
Abre eben weil dies kein verbindliches Brett ist, muß man sich
als Schreiber doch keine Sorgen machen?!
Es wird in der Brettbeschreibung darauf hingewiesen, daß hier KEINE Ratschläge verbindlich sind und jeder mit gesundem Menschenverstand sollte das auch wissen. Aber es gibt nun mal solche und solche… *seufz*
Will sagen, manche glauben alles, was im Internet steht oder geschrieben wird…
Wobei das nicht mehr auf den Beinen halten können durchaus
sehr individuell sein kann.
Eben. Woher soll ich da wissen, wann ich die Zeit eines Arztes
in Anspruch nehmen kann.
Als einfache Faustregel: spätestens, wenn der eigene Leidensdruck zu groß wird. Das kann bei akutem Auftreten von Beschwerden sofort sein oder sich auch erst nach monatelangem Runterschlucken der Beschwerden entwickeln.
Kann man die Symptome gar nicht selbst einschätzen, KANN dann der Rat im Internet hilfreich sein (sofern er es auch ist *g*).
Wenn Fachleute hier im Brett also dazu raten, auch bei
scheinbar harmlosen Geschichten dringend zum Arzt zu gehen,
hat das meist seine Berechtigung 
Auch Fachleute können irren 
Klar 
Aber doch deutlich weniger als Laien, oder? 
Außerdem schrieb ich ja schon, daß hinter auch harmlosen Beschwerden üble Krankheiten stecken können. Können, aber nicht müssen. Und genau hier greift mein Grund zwei: lieber einmal zuviel zum Arzt geschickt, als einmal zu wenig. Das gilt nicht nur zur Absicherung des Antworters, sondern auch zur Sicherheit des Fragers!
Nicht, daß Ihr mich hier falsch versteht.
Ich selbst würde vermutlich auch jeden anderen, der mich wegen
eines Wehwehchens fragt, zum Arzt schicken.
Bei mir selbst bin ich da allerdings sehr kritisch.
Dazu muß man aber auch unterscheiden können, was nur ein Wehwehchen ist und was nicht.
Als Beispiel sei mal gesagt, daß ich schon mal in der Vergangenheit gefragt wurde, ob der- oder diejenige hier im Forum meiner Einschätzung nach tatsächlich Arzt/Ärztin wär. Meine Antwort war ein klares Ja! Denn aus den Postings las man, daß der Antworter sich nicht nur auf die geschilderten Dinge beschränkte (die jeder Laie leicht ergoogeln kann), sondern einen guten Überblick hatte und im Falle des Falles auch auf begleitende Zusammenhänge hinwies. Solch einen Überblick erlangt kein Laie, kein Heilpraktiker, auch keine Krankenschwester (*gg*), sondern nur jemand, der Medizin studiert hat und somit einen guten Überblick hat.
Kurzum: wer nicht erkennt, daß es sich um ein Wehwehchen handelt, schickt jeden zum Arzt und umgekehrt.
Was du hingegen mit dir selbst machst, liegt in deiner Verantwortung. Sicherlich kann man sich selbst sehr gut einschätzen, aber dies auf andere zu übertragen, ist deutlich schwieriger und bedarf IMHO (sorry *g*) eines gewissen Fachwissens (hier ist jetzt nicht nur ärztliches gemeint).
Gruß,
Sharon