hCG - Test schon am 5. Tag?

Hallo Experten,

eine Freundin hat einen Schwangerschaftstest (Bluttest) am 5. Tag nach dem Eisprung (und möglicher Befruchtung) beim Frauenarzt durchführen lassen. (Die Schwangerschaft ist gewollt, d.h. es wurde SV zwischen 10. und 14. Zyklustag durchgeführt; außerdem gab es Anzeichen einer möglichen Befruchtung, wie z.B. Bluttropfen etc.)

Der Test war allerdings negativ.

Wie sehr kann man sich auf dieses Ergebnis nun verlassen?

Der Hintergrund ist, dass sie jetzt „fruchtschädigende“ Medikamente einnehmen muss und unsicher ist, ob der Test nicht zu früh durchgeführt wurde.

Das Internet spricht immerhin von 9. Tag (Wikipedia) bzw. 6. Tag (eine Herstellerseite). (Und auch aus meiner Sicht als Biochemiker, scheint der Test sehr früh durchgeführt worden zu sein…).

Wer kann uns also helfen?

Vielen Dank,
Sax

Hi!

Das Internet spricht immerhin von 9. Tag (Wikipedia) bzw. 6.
Tag (eine Herstellerseite).

Mich irritiert der Hinweis auf die Herstellerseite - ist hier ev. falsch gegoogelt worden, z.b. auf Schwangerschaftstest, die ß-HCG im Urin nachweisen?

Reden wir jedoch vom ß-HCG im Blut, dann ist dieser Test i.d.R. bereits in den ersten Tagen sehr aussagekräftig (imk Falle einer normal verlaufenden Schwangerschaft). Zur Sicherheit kann man ihn aber wiederholen, z.b. bei Ausbleiben der Periode, die ja rechnerisch demnächst zu erwarten wäre.

Gruß,
Sharon

Hi,

also diese Aussagen finde ich im Netz dazu:

Quelle: http://www.9monate.de/schwangerschaftstests.html
Schwangerschafts-Bluttest

In der Praxis des Gynäkologen oder bei einer Hebamme kann auch der Bluttest als Schwangerschaftsnachweis durchgeführt werden. Dabei wird das Hormon HCG im Blutserum nachgewiesen. Dies kann bereits acht bis zwölf Tage nach der Befruchtung positiv ausfallen.

Quelle: http://www.familie.de/schwangerschaft/kinderwunsch/a…
Schwangerschaftstest: Der Bluttest

Eine weitere Schwangerschaftstest-Variante ist der Bluttest. Dieser Schwangerschaftstest wird vom Frauenarzt durchgeführt und kann schon zwei Tage vor der erwarteten Periode [= also 12. Tag nach Eisprung] das Hormon HCG anzeigen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftstest#Bl…
Bluttest

Insbesondere in den ersten fünf Wochen der Schwangerschaft kann die Hormonkonzentration im Urin unter der Nachweisgrenze des Urintests sein, so dass hier ein falsch negatives Testergebnis vorliegt.

Durch eine Blutentnahme kann schon ca. 9 Tage nach erfolgter Empfängnis das hCG in ausreichender Menge im Blutserum festgestellt werden. Dies wiederum bedeutet, dass bereits vor der vermutlich ausbleibenden Periode eine Schwangerschaft nachgewiesen werden kann.

Quelle: http://www.geburtskanal.de/index.html?mainFrame=http…
Ein Nachweis im Blut gelingt sogar schon ab dem 6. Tag nach Konzeption.

Die Internet-Recherche ergibt also eine Bandbreite von 6-12 Tagen. Von

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Hi!

Die Internet-Recherche ergibt also eine Bandbreite von 6-12
Tagen. Von TageN :wink:

Damit liege ich in etwa in der von dir angegebenen Bandbreite.

Die Diskrepanz der Angaben könnte ich mir am ehesten erklären durch unterschiedliche Meßmethoden und Empfindlichkeit der Geräte des jeweiligen Labors. Dies gilt allgemein für alle Laborwerte, daher werden die jeweiligen Normwerte des Labors stets mit angegeben. Einheitlich (und national/international) genormt sind nur wenige Werte.

Ein Abwarten der Regel (bzw. des Ausbleibens) ist nicht
möglich (erwartet am nächsten Mittwoch/Donnerstag), da jetzt
(= noch vor dem Wochenende) die Medikamente genommen werden
sollten.

Wenn ich es richtig verstehe, sind seit dem mutmaßlichen Eisprung und der damit verknüpften mutmaßlichen Befruchtung nun einige Tage vergangen. In der Zeit hat sie doch bereits diese Medikamente eingenommen?
Dann wäre zu erwarten, daß entweder die Medikamente der Frucht (noch) nicht geschadet haben und diese sich normal entwickelt oder daß bereits die Medikamente zu einem Frühabort (oft unbemerkt) geführt oder gleich die Einnistung verhindert haben.

Da eine Schwangerschaft geplant ist, solltet ihr dringend mit dem Frauenarzt die weitere Einnahme dieser Medikamente besprechen. Eigentlich hätte dies sogar im Vorfeld, sprich noch VOR der Planung, bereits geschehen sollen!
Da morgen Freitag ist, solltet ihr bzw. sie da morgen vorstellig werden.

Ich kann hier keine Ratschläge zur Medikamenteneinahme geben, erst recht nicht, wenn nicht einmal die Medikamente bekannt sind, noch die Krankengeschichte.

Gruß,
Sharon

Hi,

danke für die Antwort, aber ich habe das Gefühl wir sprechen aneinander vorbei.

Also vorliegend ist eine akute Erkältung mit vereiterten Nebenhöhlen, Halsschmerzen, etc. und nun kamen noch heftige Zahnschmerzen mit einer Entzündung am Nerv hinzu.

Der Zahnarzt hat Antibiotika verschrieben, meint aber der Frauenarzt müsse sein „OK“ geben. Der HNO-Arzt hat andere Antibiotika und Cortison-Nasenspray verschrieben, meint aber man solle erst einmal mit Salbei-Tee etc. herumlaborieren.

Die Frauenärztin hat - wie gesagt - den Test gemacht der negativ ist, rät aber nach Möglichkeit auf Antibiotika zu verzichten.

Was soll man also nun tun?

Entweder ist der S-Test negativ, dann kann man auch die Antibiotika nehmen und die Betroffene muss nicht weiter leiden, oder man versucht es weiter mit Hausmittelchen (Inhalieren, Nasenspülung, Tees, etc.) ohne dass sich die Situation (derzeit) merklich verbessert.

Insgesamt fühlt man sich jedenfalls von der Ärzteschaft ein wenig allein gelassen. Im Grund will sich keiner zu einer genauen Aussage hinreissen lassen.

Wüsste man, dass der Test z.B. am Tag 4,5 nach der potentiellen Empfängnis mit 95% Sicherheit das richtige Ergebnis lieferte, so wäre das ein Wert mit dem man arbeiten könnte. Stellt sich aber heraus, dass ein Test vor dem 6. Tag Geld- und Zeitverschwendung (weil ohne Aussagekraft) ist, so könnte man darauf ebenfalls sein weiteres Vorgehen aufbauen.

Und etwas VORHER abklären konnte man hierbei ohnehin nicht…(die damit verbundene Unterstellung halte ich im übrigen für ziemlich frech…)

Gruß,
Sax

Hi!

danke für die Antwort, aber ich habe das Gefühl wir sprechen
aneinander vorbei.

Das seh ich nun auch so, denn es lagen nicht gleich alle Infos vor.
Da die Medikamente und der Grund der Einnahme zunächst nicht genannt waren, ging ich nun mal von einer regelmäßigen, dauerhaften Einnahme aus.

Nach deinen jetzigen Infos wird mir die Situation erst klar!
Und ich sehe nun auch euer Dilemma.

Insgesamt fühlt man sich jedenfalls von der Ärzteschaft ein
wenig allein gelassen. Im Grund will sich keiner zu einer
genauen Aussage hinreissen lassen.

Ja, sehe ich auch so.
Leider ist hier ein Ratschlag wirklich schwer bis unmöglich :-/
Letzlich müßte man nun abwegen, was vordringlicher ist: eine mögliche Schwangerschaft mit dem Risiko einer Fruchtschädigung oder eine Eskalation einer nicht behandelten akuten Erkrankung.

Wüsste man, dass der Test z.B. am Tag 4,5 nach der
potentiellen Empfängnis mit 95% Sicherheit das richtige
Ergebnis lieferte, so wäre das ein Wert mit dem man arbeiten
könnte.

Ich verstehe schon, daß eine hohe Aussagekraft eines Tests die Entscheidung vereinfachen könnte. Aber ob ein Test nun eine 80prozentige oder 95prozentige Sicherheit liefert - was heißt das schon für den Einzelfall?

Stellt sich aber heraus, dass ein Test vor dem 6. Tag
Geld- und Zeitverschwendung (weil ohne Aussagekraft) ist, so
könnte man darauf ebenfalls sein weiteres Vorgehen aufbauen.

Darauf würde ich am ehesten aufbauen und dies als am wahrscheinlichsten ansehen.
Wobei ich hier Mißverständnissen vorbeugen will: ich rede hier grad vom 6. Tag nach dem Eisprung/der möglichen Befruchtung! Die Produktion von ß-HCG beginnt nämlich erst mit der Einnistung des Eis in die Gebärmutterschleimhaut und dies geschieht selbst erst wenige Tage (2-3? Habs vergessen…*g*) nach der Befruchtung. Das hieße dann, der Test wurde ca 2-3 Tage nach Einnistung durchgeführt und dies ist arg früh. (nagel mich jetzt aber nicht auf die Zahlen fest, ich hab dein erstes Posting grad nicht vorliegen zum nachrechnen).

P.S.: auch wenn ich euch hier nicht zu etwas raten kann und will(!), so kann ich euch doch sagen, was ich in der Situation tun würde:
die Antibiotika weiternehmen bzw. die Therapie fortführen und in der Zwischenzeit bis zum kompletten Ausheilen verhüten. Und dies würde ich tun in dem Wissen, daß selbst die geringste Fruchtschädigung in der Frühschwangerschaft zum natürlichen Abort bzw. gar nicht erst zur Einnistung führt. Das Risiko der Fortschreitung der akuten Erkrankung würde ich für mich persönlich als gravierender sehen mit ggfs. schwerwiegenden Folgen.

Gruß,
Sharon