Atemnot, Brustschmerzen...bitte um Hilfe!

Hallo!

Ich bitte diejenigen, die mit sowas schon Erfahrungen hatten oder eine medizinische Ausbildung haben mir ein Paar Tips zu geben…bin ziemlich verzweifelt…

Zu meiner Vorgeschichte:
Bin nun 29, weiblich, normalgewichtig. Habe über 10 Jahre mäßig geraucht, Rauchstopp vor 2 Jahren wegen chronisch gewordenen pfeifendem Atmen und eingeschränktem Lungenvolumen (vom Lungenarzt festegestellt und diagnostiziert als allergie- und rauchbedigntes Asthma - allerdings ohne Anfälle)
Ich fing an Sport zu treiben und mir ging es von Tag zu Tag besser, bis ich auch die Lungenerweiternden Präparate komplett weglassen konnte ohne irgendwelche Beschwerden zu haben.

Was jetzt geschah:
Ich habe mich verkühlt, bekam Kopfweh und leichtes Fieber. Ich dachte mir nichts dabei und fing an einfach Tee zu trinken, mich ganz warm einpacken und schonen. Darufhin sind die Erkältungssymptome weggegangen, das was blieb ist für mich der reinste Horror:

Seit fast 2 Wochen nun krieg ich fast keine Luft. Es pfeift beim Ein- und Ausatmen. Bei aufrechter Haltung habe ich keinen Hustenreiz, wenn ich mich aber hinlege habe ich das Gefühl, als wäre da „Wasser“ in der Lunge und ich fang an zu Husten, aber NICHTS kommt hoch. Mein Brustkorb bzw. das Atmen tut mir mittlerweilen ständig Weh. Ein ständiges Druckgefühl ist da.
Ich war beim allg.Mediziner: er hat mir einen Lungenerweiternden Spray gegeben und Anitibiotika. Keines von Beiden scheint im Moment was zu bewirken…oder nur sehr wenig.
Ich habe es mit heißem Dampf natürlich (ausgedehnt) versucht…ebenfalls nichts :frowning:

Ich habe solche Angst, dass das so bleibt! Ich weiß nicht was das ist, aber so einen schlimmen Atemnot hatte ich noch nie…
Bitte, hilft mir doch, wenn ihr eine Idee habt, was helfen könnte; oder überhaupt: was ist das? Eine normale Erkältung wohl nicht…
Lg,
marylou

Hallo,

Ich habe solche Angst, dass das so bleibt! Ich weiß nicht was
das ist, aber so einen schlimmen Atemnot hatte ich noch nie…

wenn es so akut ist, rufe entweder den ärztl. Notdienst oder lass Dich ins nächste Krankenhaus in die Notaufnahme fahren! Zöger bitte nicht lange, aber mit diesen Symptomen ist nicht zu spaßen. Ich kenne das (leider) selbst, leide auch an Asthma.

Und lasse Dich auf jeden Fall schnellstens zu einem Lungenfacharzt überweisen!

Alles Gute,
Kieckie

chronisch
gewordenen pfeifendem Atmen und eingeschränktem Lungenvolumen
(vom Lungenarzt festegestellt und diagnostiziert als allergie-
und rauchbedigntes Asthma - allerdings ohne Anfälle)
Ich fing an Sport zu treiben und mir ging es von Tag zu Tag
besser, bis ich auch die Lungenerweiternden Präparate komplett
weglassen konnte ohne irgendwelche Beschwerden zu haben.

Zujnächst einmal: Asthma ist immer chronisch und hat auch immer Anfälle (definitionsgemäß)

Aus diesem Grund: Das Absetzen der „lungenerweiternden Medikamente“ war keine besonders gute Idee (mal abgesehen davon, daß es lungenerweiternde Medimante gar nicht gibt.) Was erweitert, wird sind die kleinen Bronchien, die sog. Bronchiolen.
Dann kommen zwei Probleme:

  1. Viele Leute, die einen solchen Spray benutzen, wissen nicht richtig damit umzugehen. Ich habe da schon recht erstaunliche Dinge gesehen! Es ist Sache des Arztes, Ihnen genau zu erklären, wie man es macht und sich das auch mal von Ihnen vorführen zu lassen.

  2. Die Bronchialverengung muß durchaus nicht die ganze Lunge betreffen, sondern kann nur in einem (allerdings wechselnen) Teil stattfinden.
    In einem solchen Fall lebt man prächtig und merkt gar nichts von seiner Krankheit.

Seit fast 2 Wochen nun krieg ich fast keine Luft. Es pfeift
beim Ein- und Ausatmen. Bei aufrechter Haltung habe ich keinen
Hustenreiz, wenn ich mich aber hinlege habe ich das Gefühl,
als wäre da „Wasser“ in der Lunge und ich fang an zu Husten,
aber NICHTS kommt hoch. Mein Brustkorb bzw. das Atmen tut mir
mittlerweilen ständig Weh. Ein ständiges Druckgefühl ist da.
Ich war beim allg.Mediziner: er hat mir einen
Lungenerweiternden Spray gegeben und Anitibiotika. Keines von
Beiden scheint im Moment was zu bewirken…oder nur sehr
wenig.

Wie schon oben: Der Bär schläft in seiner Höhle, aber ab und zu kommt er raus, dann wird es unangenehm.

Die Schmerzen lassen sich mit der erhöhten Atemarbeit erklären, die Sie leisten müssen.

Man muß jetzt nicht unbedingt zum Lungenfacharzt rennen, ein Allgemeinmediziner kann das auch.

Im Prinzip kommen Sie hier am Cortison nicht vorbei, sowohl in dieser Akutphase wie auch auf die Dauer. In Ihrem Falle würde ich sogar zum systemischen Cortison greifen, das inhalative Cortison ist aber obligat.

Ich würde hier therapeutisch so vorgehen (als eine! Möglichkeit): Viani + Berodual-N (für beide Medikamente gibt es keine Generika, also kann ich die Handelsnamen verwnden).
Wie weit und wie hoch systemisches Cortison einzusetzen ist, kann der Hausarz anhand des FEV1 bestimmen.

Ich habe es mit heißem Dampf natürlich (ausgedehnt)
versucht…ebenfalls nichts :frowning:

Natürlich nicht. Lassen Sie das, sonst wird alles nur noch schlimmer.

Ich habe solche Angst, dass das so bleibt! Ich weiß nicht was
das ist, aber so einen schlimmen Atemnot hatte ich noch nie…
Bitte, hilft mir doch, wenn ihr eine Idee habt.

Ich habe noch eine Menge Ideen zum Thema, aber das würde hier zu weit führen. Aber es gibt ja die e-mail.

Noch eine Bemerkung zum Abschluß: Wenn in Mensch einmal „gelernt“ hat, seine Bronchien zu verengen, so verliert er diese Fähigkeit nicht mehr. Nie mehr.

Hallo Priamos,

Man muß jetzt nicht unbedingt zum Lungenfacharzt rennen, ein
Allgemeinmediziner kann das auch.

aus eigener Erfahrung kann ich hier wirklich raten, bei einem chronischen Asthma einen Lungenfacharzt aufzusuchen, da sich dieser eben auf dieses Gebiet spezialisiert hat, über erforderliche Geräte wie z.B. eine Lungenfuntionskabine bzw. ein -gerät verfügt etc., up to date ist was den pneumologischen Bereich angeht u.s.w.

Ein Allgemeinmediziner ist sicher eine erste Anlaufstelle, aber bei richtiger Diagnose sollte er schon so verantwortungsvoll sein und seinen Patienten an einen Facharzt überweisen.

Ich schreibe das jetzt, weil ich leider vor vielen Jahren die Erfahrung gemacht habe, das mir ein Allg.mediziner nicht die wirklich erforderlichen Medikamente verabreicht hat und meine Erkrankung nicht als solche diagnostiziert hat.

Weil sich meine Beschwerden stetig verschlechtert haben, habe ich nach ca. 1 !/2 Jahren auf eigene Faust einen Lungenfacharzt aufgesucht, der mir von einem Professor der Uniklinik Lübeck empfohlen wurde; ich bin nämlich aufgrund eines akuten, lebensbedrohlichen Asthmaanfalls nachts in die Klinik eingeliefert worden, in der ich dann 1 Woche behandelt und gründlichst untersucht wurde.

Hätte mich mein damaliger Allgemeinmediziner damals gleich zu einem Facharzt überwiesen, wäre mir wahrscheinlich einiges erspart geblieben, dessen bin ich mir sicher.

Verstehe mich jetzt bitte nicht falsch, aber ein Allgemeinmediziner kann eben nicht auf jedem Gebiet Facharzt sein und über erforderliche Geräte und Untersuchungsmethoden verfügen; wozu gäbe es sonst schließlich Fachärzte?

Gruß
Kieckie

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Danke für die Antworten :smile: ich werde zum Lungenfacharzt gehen.
Ich frage mich dennoch ständig, weil die Sitzungen damals sehr uneindeutig waren und ich seither das Gefühl habe, dass die auch nicht so genau weiterwissen und nur Symptombehandlung betreiben können, ob es nicht irgendwas gäbe, was zur tatsächlichen Heilung beiträgt?
Das man sein Lebensstil komplett umgestellt hat und sich in vielerlei Hinsicht am „Riemen gerissen“ hat, ha anscheinend nichts gebracht…

…Aber besteht vielleicht eine geringe Chance, dass das ganze nur mit der Verkühlung akut zu tun hat und es dann verschwindet?
Hat wer schon so einen „Einbruch“ erlebt, der sich dann wieder normalisiert hat?

Hi.

…Aber besteht vielleicht eine geringe Chance, dass das ganze
nur mit der Verkühlung akut zu tun hat und es dann
verschwindet?

es ist nunmal so, das das Immunsystem bei einer Erkältung eh geschwächt ist und Deine Atembeschwerden, also das Asthma, sich dann verschlimmern kann.

Hat wer schon so einen „Einbruch“ erlebt, der sich dann wieder
normalisiert hat?

Ja, dann wurde bei mir u.a. die Cortison-Dosis erhöht, das einzige, was mir in ganz akuten Situationen überhaupt je geholfen hat…

Du darfst auf keinen Fall den Fehler machen, Dir verordnete Medikamente auf eigene Faust abzusetzen, dann verschlimmert sich das ganze, natürlich!

Auch wenn Du das Gefühl einer Verbesserung spürst, nimm weiter die vorgegebene Dosis; solltest Du Cortison-Tabletten nehmen, dann kann man die Dosis langsam herunterfahren, aber IMMER nur nach Absprache mit dem Arzt!

Was mir persönlich sehr hilft, ist die regelmäßige Einnahme eines Cortison-Sprays,und zwar immer!, auch in Zeiten, in denen ich keine Beschwerden habe; dieses hat nun u.a. dazu geführt, das ich auf jahrelange Tabletteneinnahme (Cortison) nach ganz langsamen ‚ausschleichen‘ - alles unter regelmäßiger, sehr guter ärztl. Betreuung durch meinen Lungenfacharzt - verzichten kann.

Gruß
Kieckie

Oder zumindest wusste ich nicht davon (also als Bestandteil eines Medis zb. )
Mir macht das ganze solche Angst im Moment…ich kann mir das alles nicht erklären!
Ich ernähre mich einigermaßen gesund, hab keinen besonders anstrengenden Lebensstil, achte also im Großen und Ganzen auf mich. Und wo ich mich vorletzte Woche ganz super fühlte, sitz ich jetzt da mit Dauerkopfweh ,Schwindel und Schwächeanfällen.
…ich versteh nicht, warum es mir nicht vergönnt ist sich längere Zeit vital und stark zu fühlen. Vorher bin ich auch von einem Infekt zum anderen gekommen, nur eben nie mit der Lungenpoblematik.
Alle stempeln einem dann als „drückeberger“ ab, wenn man sich zb. bei der Hausarbeit zurücknimmt, aber ich bin im Moment mit jeder Kleinigkeit überfordert. Fühl mich, als hätte ich seit Wochen nicht geschlafen.