hallo,
mich würde einmal interessieren ob übergewicht, schlafstörungen, diverse süchte, psychische erkrankungen ( wie zwänge, nägelkauen, angstzustände…) hauptsächlich in der „modernen“ gesellschaft auftreten oder ob diese und ähnliche krankheiten auch in den naturvölkern vorkommen.
vielen dank…michael
hallo,
mich würde einmal interessieren ob übergewicht,
schlafstörungen, diverse süchte, psychische erkrankungen ( wie
zwänge, nägelkauen, angstzustände…) hauptsächlich in der
„modernen“ gesellschaft auftreten oder ob diese und ähnliche
krankheiten auch in den naturvölkern vorkommen.
Hallo Michael
man hört ja oft, daß die „moderne“ Gesellschaft schuld ist an allen möglichen Krankheiten, von Depressionen über Krebs bis zur Sucht.
Wird auch in der Presse und im Fernsehen gern thematisiert, ist ja immer für eine Schlagzeile gut.
Dahinter steckt nur Profitdenken, ich halte so etwas für total unseriös.
Naturvölker ist ein Begriff, den schwärmerische Intellektuelle entwickelt haben, den „edlen Wilden“, der nur gesundheitsbewußt lebt, hat es nie gegeben.
Die früheren Generationen aller Völker plagten sich mit genau den gleichen Krankheiten herum, wie wir heute.
Man hat in Ägypten 3000 Jahre alte Mumien gefunden, Todesursache: Magenkrebs.
Übergewicht und Fettleibigkeit war bei der Oberschicht in der Antike recht häufig anzutreffen, die hatten genug zu essen.
Depressionen und Angstneurosen gab es auch, die verstand man aber früher nicht und hielt die Betroffenen für von bösen Geistern besessen.
Süchte hat es in jeder Kultur gegeben, man hat sie meist ritualisiert, eine bestimmte Sucht war erlaubt (um den Göttern zu dienen, Erleuchtung zu empfangen), andere verboten.
Haben wir heute auch, Alkohol ist akzeptiert, andere Sucht mittel nicht.
Also so modern sind wir gar nicht, Alles schon mal dagewesen.
Gruß
Rainer
Hallo Michael,
im Pschyrembel als medizinischem Wörterbuch kommt der Begriff „Zivilisationskrankheit“ nicht vor. Vielleicht ist die Zivilisation die Krankheit?
Spaß beiseite!
Ganz klar gibt es Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes Typ II die in Kriegs- also Notzeiten wesentlich seltener auftreten.
Die Ernährungsgewohnheiten einer Überflußgesellschaft münden oft in den Formenkreis des metabolischen Stoffwechselsyndroms (ungünstige, stammbetonte Körperfettverteilung, Insulinresistenz, Hyperinsulinämie, gestörte Glucosetoleranz, Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörungen wie hohe Triglyceride und niedrige HDL-Werte, arterieller Bluthochdruck).
Da uns die Zivilisation auch eine höhere Lebenserwartung beschert hat, haben wir mehr Zeit, altersbedingte Krankheiten auszubrüten. Viele Leute, die heute an Krebs erkranken und sterben, haben früher dieses Alter erst gar nicht erreicht.
Alles hat wohl Vor- und Nachteile.
Gruß
Irma
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]