Maul- und Klauenseuche behandeln?

Von: , Frage gestellt am Di, 13. Mär 2001

Hi,

kann man die Maul- und Klauenseuche eigentlich behandeln?

Warum impft man eigentlich nicht (mehr), so weit ich weiß gibt es doch einen Impstoff?

Hat das damit zu tun, daß es unterschiedliche Versionen der Seuche gibt (laut Medien)?

THX

10 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 8 Stunden 1 hilfreich
    Re: Maul- und Klauenseuche behandeln?

    hi,
    kann man die Maul- und Klauenseuche eigentlich behandeln?
    jein. das ist ein virus, der sogar mit wind weitergetragen werden kann. es nützt nichts, erkrankte tiere zu behandeln, wenn sie gleichzeitig andere tiere anstecken können.
    Warum impft man eigentlich nicht (mehr), so weit ich weiß gibt
    es doch einen Impstoff?
    man hat eine zeitlang dagegen geimpft, nicht besonders erfolgreich jedoch. bei impfungen sollen inaktive viren antikörper bilden. bei mks-impfungen passierte es jedoch, dass diese inaktiven viren wieder aktiv wurden und mks dadurch erneut ausbrach.

  2. Antwort von nach 9 Stunden 1 hilfreich
    Re: Maul- und Klauenseuche behandeln?

    Warum impft man eigentlich nicht (mehr), so weit ich weiß gibt
    es doch einen Impstoff?
    Hallo, Deep Thought,
    in der Tat hat man bis in die 80/90er Jahre in Deutschland flächendeckend gegen MKS geimpft und zwar durchaus mit Erfolg.
    Angesichts der sinkenden Fleischpreise rechnete sich dies allerdings nicht mehr und wurde per EU-Verordnung eingestellt.
    Hinzu kommt, dass geimpfte Tiere logischerweise Antikörper gegen MKS ausbilden, wodurch das Fleisch für den Export (z.B. in die USA) nicht mehr verwendet werden kann. Es wohl sehr schwierig, wenn nicht unmöglich zwischen dem Fleisch gesunder, aber geimpfter Tiere und dem kranker Tiere zu unterscheiden.

    Gruß Eckard.

  3. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Maul- und Klauenseuche behandeln?

    hallo deep,
    ein freund war grad in england und hat der dortigen presse
    entnommen, daß mks nur zu ca. 2% tödlich sein soll. ansonsten
    gesunden die tiere nach kurzer zeit mit folgeschäden: ca.10%
    weniger milch und schwierigkeiten bei der gezielten
    mastverfettung, was bedeuten würde: das viehzeug funktioniert
    nicht mehr richtig, also ab dafür.
    für diese infos will ich mich nicht verbürgen, bleibe aber dran.
    ansonsten schliesse ich mich eckhard an.
    impfungen kosten schließlich geld, fürs verbrennen gibts
    subvention. so what?
    gruß,
    frank



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    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      unsinn!

      hi frank, für diese infos will ich mich nicht verbürgen,
      dieser satz müsste mit sternchen belohnt werden, aber 100 minuspunkte für den rest. und deinem freund wäre ein englischkurs zu empfehlen, so wie er offensichtlich zeitungen liest.

      was immer dein freund für unsinnige zahlen verbreitet, ungeprüft solltest du so ein zeug wirklich nicht weitergeben. was denkst du, warum von "seuche" gesprochen wird und warum sämtliche länder schon fast hysterisch werden, aus angst, auch bei ihnen könnte mks ausbrechen?

      (ich vermute, diese 2 % stellen den tatsächlich befallenen tierbestand in england dar) ansonsten schliesse ich mich eckhard an.
      impfungen kosten schließlich geld,
      auch eckard hast du missverstanden. er meinte, aus kostengründen (billigeres fleisch für den verbraucher!) wurde auf die mks-impfungen verzichtet.


      fürs verbrennen gibts subvention. so what?
      das kann ich nur als dümmste meldung des tages bezeichnen. und ich befürchte, jede weitere erklärung wird ohnehin an dir abprallen. dennoch:

      um die erkrankten tiere zu heilen, bräuchte man quarantäneställe, die aber erst gebaut werden müssten. zentrale quarantänestallungen kommen nicht in Frage, weil die erkrankten tiere durch den transport dorthin zur weiteren ausbreitung von mks beitragen würden. einzelställe bei jedem bauern sind auch nicht durchführbar, denn bis so ein stall steht, sind seine tiere verendet. ....

      10 DM subvention für dich, wenn du eine bessere lösung hast.

      • Antwort von nach 2 Tagen 3 hilfreich
        Re: unsinn!pöbel!schimpf!

        hallo antennaria,

        ich hoffe, daß es dir sonst gut geht. also los:
        ich sagte ja, (wie du auch richtig zitiertest), daß ich diese
        information nur aus zweiter hand habe. näheres darüber würde
        mich interessieren, nicht aber offensichtliches gepöbel.


        und deinem freund wäre ein englischkurs zu empfehlen, so wie er offensichtlich zeitungen
        liest.
        das scheint mir bei einem engländer etwas..äh..vermessen.



        was denkst du, warum von "seuche" gesprochen wird und warum
        sämtliche länder schon fast hysterisch werden, aus angst, auch
        bei ihnen könnte mks ausbrechen?
        seltsam ist doch, daß diese "hysterie" proportional zum
        medieneinsatz steigt. glaubst du, dies ist die erste tierseuche
        in europa? meinst du, es ist das erste mal, daß tiere verbrannt
        werden? was ist mit der rindertuberkulose in bayern, da deckt
        sich ein geheimnisvoller mantel des schweigens drüber. das ist
        nämlich wirklich gefährlich.



        auch eckard hast du missverstanden. er meinte, aus
        kostengründen (billigeres fleisch für den verbraucher!) wurde
        auf die mks-impfungen verzichtet.
        was habe ich da missverstanden? oder haben "kostengründe" deiner
        ansicht nach nichts mit geld zu tun?



        fürs verbrennen gibts subvention. so what?
        das kann ich nur als dümmste meldung des tages bezeichnen.
        ist dir nicht bekannt, daß ein landwirt entschädigt wird in
        diesem falle? dumm wäre, dies nicht zu wissen. ich befürchte, jede weitere erklärung wird ohnehin an dir
        abprallen.
        oha. wie kommst du zu dieser leicht böswilligen unterstellung?
        laß mich raten: du weißt einfach voll was sache iss.
        um die erkrankten tiere zu heilen, bräuchte man
        quarantäneställe, die aber erst gebaut werden müssten.
        zentrale quarantänestallungen kommen nicht in Frage, weil die
        erkrankten tiere durch den transport dorthin zur weiteren
        ausbreitung von mks beitragen würden. einzelställe bei jedem
        bauern sind auch nicht durchführbar, denn bis so ein stall
        steht, sind seine tiere verendet. ....
        da kommt ja doch noch diskussionsfähiges. hier gebe ich dir
        völlig recht, und dies führt wiederum zur anfangsfrage:
        warum wird nicht geimpft? immer wenns zuspät ist, bricht die
        grosse heulerei aus, während an anderer stelle die
        agrar-pharma-und chemielobby ungestört ihre deals aushandelt,
        bis mal wieder in regelmäßigen abständen ein zweig abbricht.
        und dann wills keiner gewesen sein, stattdessen wird eine fast
        schon religiöse panik inzeniert, aber die anderen geschäfte
        laufen weiter.

        ...und jetzt setz dich mal wieder hin und reg dich ab.
        wie bereits gesagt, ich versuche, mehr infos zu bekommen.
        vielleicht findet sich ja auch hier ein experte für dieses
        problem.

        gruß,
        frank

      • Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
        Re: Kein Unsinn!!!

        Frank hat schon im großen und ganzen recht. Maul- und Klauenseuche ist für Tiere ähnlich tödlich, wie für Menschen die Herpes. Das mit der Verringerung der Milchleistung stimmt auch , genauso wie mit der Unfähigkeit der schnellen Mast. Mein Großvater sagte mir, das vor dem Weltkrieg die Maul- und Klauenseuche eine sehr verbreitete Sache war, ohne daß sie einen solchen Schaden angerichtet hätte wie immer durch die Presse geistert. In einigen Ländern (vor allem in mittleren Osten, Afrika und (ich glaube) Südamerika) ist die Maul- und Klauenseuche immer noch endemisch.

        Was sagt uns das?

        Die Maul- und Klauenseuche schadet den Tieren weniger, als den Besitzern.

        Gandalf

        • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
          Re^2: Kein Unsinn!!!

          hallo gandalf,

          >>Maul- und Klauenseuche ist für Tiere ähnlich tödlich, wie für
          Menschen die Herpes<<

          ...das erinnert mich daran, wie unser aller bild-zeitung vor
          einigen jahren, als aids nicht mehr genug hergab, den
          "herpes-simplex"-virus als "neue, tödliche lust-seuche"
          verkaufte. und alle machten mit und wuschen sich mit domestos
          den mund und den pimmel mit terpentinersatz.
          bse ist out, mks ist in. mal sehen, was es morgen gibt.
          ursachenforschung mit folgen wohl kaum.

          gruß,
          frank

      • Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
        Re: Völlig unnötige Schärfe des Tons!

        Hallo Antennaria!

        Unsinniges in Franks Aussagen kann ich nicht entdecken, zumindest nichts, was diesen Ton rechtfertigen würde.

        Z. B. folgende Aussage:
        "fürs verbrennen gibts subvention"

        Das ist zwar ungenau, trifft aber dennoch den Kern der Sache.
        In den Bundesländern gibt es Seuchenausgleichskassen, hier und da auch Seuchenfonts genannt. Das sind öffentlich-rechtliche Kassen, die von den Tierhaltern Zwangsbeiträge einsammeln und in Form einer Solidargemeinschaft den von einer Tierseuche betroffenen Landwirt entschädigen. Die Beiträge decken die Ausgaben zur Hälfte. Die andere Hälfte kommt aus der Steuerkasse. Obwohl diese Zuwendungen im offiziellen Sprachgebrauch nicht unter Subvention laufen- dem Charakter nach ist es eine solche.

        Die Ausbreitung von MKS wird durch das Fehlverhalten von Landwirten und EU gefördert, nämlich durch das Hin- und Hergekarre lebender Tiere durch ganz Europa. Die Tierquälerei bringt den Beteiligten Subventionen in Höhe von ca. 400 DM (!) pro Rind. Das sind nach meiner Ansicht grob fehlgeleitete Steuern. Wenn dadurch der schnellen Seuchenverbreitung Vorschub geleistet wird, kostet es noch einmal Steuergeld.

        Angesichts dieser Verhältnisse sind wahrhaftig deutliche Worte und scharfe Töne angebracht. Aber bitte nicht in Richtung der Leute, die diese Verbrechen an der Natur anprangern.

        Gruß
        Wolfgang

  4. Antwort von nach einem Tag 2 hilfreich
    Re: Wozu Maul- und Klauenseuche behandeln?

    So grausam es klingt: Jeder Tierfreund sollte froh sein, daß zu BSE nun auch noch MKS hinzu kommt und sich offenkundig weltweit ausbreitet. Ich hoffe auf die flächendeckende Ausbreitung auch in Deutschland mit möglichst großem wirtschaftlichen Schaden.

    Massentierhaltung und Transporte von Fleisch und insbesondere lebendigen Tieren kreuz und quer durch Europa, manchmal sogar um den halben Globus, begünstigen die Ausbreitung von Tierseuchen. Wenn schon der Tierschutzgedanke nur untergeordneten Stellenwert besitzt, werden vielleicht Existenzängste endlich eine Änderung der Verhaltensweisen bewirken.

    Nach vielen Jahren der Beobachtung bin ich überzeugt, daß nur noch massiver wirtschaftlicher Leidensdruck eine Veränderung des menschlichen Umgangs mit der Natur bewirken kann. Das Verhalten von Politikern, Funktionären, aber auch das Handeln des Einzelnen ist weltweit von derart törichter Ignoranz geprägt, daß ich auf Einsicht sonst nicht mehr hoffen mag.

    Gruß
    Wolfgang



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