HalloEwa,
ich denke, die Erfahrungen zu diesem Thema sind sehr verschieden. Es kommt durchaus vor, daß das Implantat abgestoßen wird...und das oft erst nach langer Zeit. Oft liegt es einfach an mangelnder Pflege, dann ist derjenige aber wirklich selbst schuld. Es kommt in seltenen Fällen aber auch vor, dß das implantierte Material nicht vertragen wird.
Die Pflege ist bei Implantaten das A und O...da kann man gar nicht pingelig genug sein...anfangs erfordert das sehr viel Geduld, aber wenn man die richige Technick raushat, ist's ein Kinderspiel.
Die Kosten, ganz grob liegen sie bei ca. 1500 DM pro Implantat, werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen, es sei denn, es liegt eine entsprechende Zusatzversicherung vor.
Ich bin aber der Meinung, daß es sich auf jeden Fall lohnt, hier zu investieren...denn, was machst du, wenn sich 2 gesunde! Zähne verabschieden, weil sie keinen Gegenbiss haben ? Und im Unterkiefer sind Prothesen nicht so leicht zu befestigen...
Zu Beachten ist bei Implantaten im Oberkiefer, daß genug eigener Knochen vorhanden ist (Nasennebenhöhle), wenn nicht, kann man Knochen durchaus auch implantieren...hier geht man immer mehr dazu über, künstlichen Knochen zu verwenden und nicht die Hüfte anzubohren ;-)
Allerdings dauert die Behandlung entsprechend länger, denn der Knochen muß ja erst "anwachsen".
Die Behandlung ist wirklich nicht so schlimm, wie oft dargestellt. Natürlich hängt dies sehr von dem behandelnden Arzt ab...aber es gibt wirklich Schlimmeres. Bei der ersten Sitzung wird die Schraube des Implantats eingesetzt, hierzu wird erst das Zahnfleisch aufgeschnitten, dann in den Knochen gebohrt, anschließend das Zahnfleisch vernäht. Die Wange schwillt in der Regel leicht an und verfärbt sich unter Unterständen auch blau...das vergeht aber nach ca. 4-5 Tagen wieder. Auch die Schmerzen danach sind gut zu ertragen, schlimmer können die Nebenwirkungen des Antibiotikums sein, daß einige Ärzte prophylaktisch verschreiben. Ganz wichtig ist die Hygiene jetzt, damit die Schraube fest einheilen kann, denn davon hängt nun alles ab...nach jeder Nahrungsaufnahme spülen etc.
Bis diese Schraube wirklich fest eingewachsen ist dauert es im Oberkiefer ca. 4-6 Monate, im Unterkiefer geht das deutlich schneller. Wenn es dann soweit ist, wird der eigentliche 'Zahn' aufgeschraubt...und dann gilt es weiterhin : gut pflegen !
Ich kann dir dringend empfehlen, mind. zwei verschiedene Zahnärzte zu konsultieren...die Meinungen und Preise gehen hier sehr auseinander. Wenn du zwei Meinungen gehört hast, kannst du abwägen und evtl. weitere einholen. Lass dir damit Zeit...es lohnt sich.
Im Raum Niedersachsen kann ich Dir einige Spezialisten empfehlen, vielleicht magst du mir mitteilen, wo du wohnst, dann kann ich mich mal umhören. Es geht hier ja nun wirklich um etwas... die optischen Unterschiede sind sehr groß; die finanzielle Investition und Schmerzen...man möchte ja nicht mehr ertragen als nötig.
Für dich stellt sich ja nun auch die Frage, welche Alternativen es zu Implantaten gibt. Du sagst, eine Brücke käme nicht in Frage...hier gehen bei mir alle Alarmglocken an. Ich habe erlebt, daß ein Zahnarzt einer 28 jährigen Patientin geraten hat, im Oberkiefer alle bis auf sechs Zähne zu ziehen, diese sechs dann zu überkronen, damit eine Prothese besser hält. Die Zähne waren hin, gar keine Frage, aber nachdem bei dieser Behandlung so einiges schiefging, suchte sie einen anderen Zahnarzt auf, der nur den Kopf schüttelte. Die Frau verklagte den ersten Zahnarzt, anhand sämtlicher Röntgenbilder (vorher/nachher) konnte zum Glück bewiesen werden, daß diese Behandlung absolut überflüssig war...sie bekam Schmerzensgeld...aber was hat sie im Endeffekt davon ? Die ganze Prodzedur etc. nochmal und und und...
Es gibt oft andere Alternativen...wie gesagt, ich höre mich gerne um, wenn ich weiß, für welchen Bereich.
Lieben Gruß,
Vabe
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