Hilfe bei Insektenstichallergie

Hallo allerseits!

Mein Freund hat eine (bislang leider ungeklärte) Insektenstichallergie. Und jetzt beginnt die „heiße“ Phase ja wieder - alles fliegt und sticht dann auch vielleicht wieder.
Wir wissen schon, daß er dann Pusteln auf dem Rücken und irgendwann Unruhezustände, Atemnot usw. bekommt. Er muß dann ziemlich schnell ins Krankenhaus - und vorher Antihistaminika einwerfen. Soweit ist alles klar.

Meine Frage ist nun, ob ich ihm gegen seine Atemnot, wenns dann halt doch mal brenzlig wird, mein Athma-Spray geben kann, oder ob das eher kontraproduktiv ist.

Wäre toll, wenn mir jemand das erklären könnte! Danke Euch!

Snoef

Hallo allerseits!

Mein Freund hat eine (bislang leider ungeklärte)
Insektenstichallergie. Und jetzt beginnt die „heiße“ Phase ja
wieder - alles fliegt und sticht dann auch vielleicht wieder.
Wir wissen schon, daß er dann Pusteln auf dem Rücken und
irgendwann Unruhezustände, Atemnot usw. bekommt. Er muß dann
ziemlich schnell ins Krankenhaus - und vorher Antihistaminika
einwerfen. Soweit ist alles klar.

Meine Frage ist nun, ob ich ihm gegen seine Atemnot, wenns
dann halt doch mal brenzlig wird, mein Athma-Spray geben kann,
oder ob das eher kontraproduktiv ist.

Kontraproduktiv ist es nicht, die Lungenalveolen erweitern sich durch das Asthma-Spray und er könnte mehr Luft bekommen. Das Problem beim allergischen Schock besteht nur darin, daß durch eine Schwellung im Bereich der Luftröhre die Zufuhr zur Lunge verengt wird, also strömt gar nicht genug Luft herein, die aufgenommen werden könnte. Aber schaden tut es nicht.

Gruß,

Marcel

Wäre toll, wenn mir jemand das erklären könnte! Danke Euch!

Snoef

Nabend Swantje,

zunächst mal meine Frage, wie denn jemand im Süden an einen so
nordischen Namen kommt :wink: … off topic.

Zu deinem Problem:
Asthmamedikamente, auch die Sprays, bergen ein besonderes
Problem, nämlich daß sie die Herzfrequenz erhöhen. Diese kann
bei einer Anaphylaxie, besonders im Schock, aber eh schon stark
erhöht sein, so daß ein Asthmamittel nicht zu empfehlen wäre.
Wenn schon ein Asthmaspray in dieser Situation, dann würde ich
eines mit Kortikoid-Anteil empfehlen. Im Gegensatz zum
Asthmaanfall ist bei einer Anaphylaxie nicht so sehr
das „verkrampfen“ der Atemwege das Problem, sndern vielmehr
das „zuschwellen“.

Asthmamedikamente gehören auch nicht zur standadisierten
Behandlung einer Anaphylaxie. Die Medikamente, die bei diesem
Notfallbild angesagt sind, sind in erster Linie das von dir
erwähnte Antihistaminikum (Fenistil usw.), Kortikoide und bei
einer schweren Form Adrenalin 0,1-0,3 mg (also geringere
Konzentration als bei einer Reanimation).

Abgesehen davon möchte ich euch ans Herz legen die Situation
nicht zu unterschätzen. Spätestens wenn Atemnot ins Spiel kommt:
Rettungsdienst / Notarzt alarmieren, Rufnummer 112 oder in Ba-
Wü/BAY/Saarland 19222
und dabei auf die Insektengiftallergie
hinweisen. Du kannst dir sicher sein, daß die eure Situation
einschätzen können. Solche Fälle haben wir einige jeden Sommer.
Keiner wird euch den Anruf böse nehmen, dafür ist der Rettungsdienst da.

Gruss & viel Glück, Claus

Mein Freund hat eine (bislang leider ungeklärte)
Insektenstichallergie. Und jetzt beginnt die „heiße“ Phase ja
wieder - alles fliegt und sticht dann auch vielleicht wieder.
Wir wissen schon, daß er dann Pusteln auf dem Rücken und
irgendwann Unruhezustände, Atemnot usw. bekommt. Er muß dann
ziemlich schnell ins Krankenhaus - und vorher Antihistaminika
einwerfen. Soweit ist alles klar.

Meine Frage ist nun, ob ich ihm gegen seine Atemnot, wenns
dann halt doch mal brenzlig wird, mein Athma-Spray geben kann,
oder ob das eher kontraproduktiv ist.

Wäre toll, wenn mir jemand das erklären könnte! Danke Euch!

Snoef

Hallo Swantje,
mein 1. Rat: bitte sofort Auslöser feststellen lassen.
2. Es gibt Kühlkissen, die im Bedarfsfall geknetet werden und dann ca. 30 min kühlen und somit eine Schwellung mindern.
3. Arzt nach Notfallmedikamenten fragen (z. B. Spritzen, die der Patient immer mit sich führen muß)
4. Nächstmöglichen Termin für eine Hyposensibilisierung nutzen.

Ich bin Insektengift-Allergiker und Asthmatiker (allergisches Asthma) und ich kann dir sagen, daß im Notfall jede Minute zählen kann. Also nicht zögern, vorsorgen und sofort nach dem Stich einen Rettungswagen benachrichtigen: 1. Kontakt ist eine Warnung, der 2. kann tödlich sein!

Alles Gute trotzdem…

Gruß

Daggi