Hallo!
ich hab … rausgefunden dass ich eisenmangel hab. mein doc hat mir ein praeperat fuer 2 wochen
verschrieben. frage: kann man den mangel so schnell beheben und was passiert danach?
kann es nicht sein dass ich dann nach einiger zeit wieder fe-mangel bekomme?
ich bin leistungssportler (leichtathletik) und dazu noch vegetarier. …
was gibt es denn noch fuer eisenhaltige nahrung? was passiert eigentlich bei dauerndem eisenmangel
(momentan fuehl ich mich nur oft muede und hab kopfweh was ja
auf den eisenmangel zurueckzufuehern ist)?
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Eisen ist sehr gefährlich, z.B. ist es ein wesentlicher Faktor bei der Vermehrung krankmachender Mikroben.
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Eisen ist sehr wichtig: zur Bildung von Hämoglobin, also für den Sauerstofftransport. Bei Eisenmangel kann es zu Anämien kommen.
Der Organismus muß mit beiden Seiten der Medaille klarkommen. Im Falle einer Infektion oder auch bei erhöhter Gefahr einer Infektion (Menstruation) wird deshalb ganz gezielt der Eisengehalt gesenkt. Manch „Mangel“ muß also deswegen nicht so interpretiert werden, sondern könnte auch durch eine unerkannte Infektion verursacht sein.
Wegen der Gefährlichkeit von Eisen ist es kaum möglich, den Eisengehalt durch Präparate langfristig zu erhöhen. Nach einer kurzzeitigen Erhöhung sank der Eisengehalt wieder auf das Normalniveau ab (wenn ich mich recht entsinne, nach wenigen Tagen)[Pollmer u.a., „Prost Mahlzeit, krank durch gesunde Ernährung“]. Insofern wäre ich mal über ein Blutbild gespannt, das gegen Ende Deiner Therapie, noch vor dem Absetzen der Medikamente, gemacht würde.
Aber es könnte auch zu „echtem“ Eisenmangel kommen:
„Bei Sauna und Sport verlieren wir Eisen über den Schweiß, im Gebirge werden die Depots aufgebraucht, weil wegen des niedrigen Sauerstoffdrucks vermehrt rote Blutkörperchen gebildet werden. „Rotes” Fleisch enthält reichlich Eisen, vegetarische Ernährung bedeutet hingegen eine knappe Versorgung mit dem Metall.“
[Europäisches Institut für Lebensmittel und Ernährung: http://www.interfit.de/circle/editorial72000.html]
Du hast also Recht, Deine vegetarische Ernährung, erst recht in Kombination mit Sport, ist ungünstig. Auch die Symptome würden passen (siehe Quelle oben). Auch mußt Du langfristig handeln, die 14 Tage reichen nicht.
Das Folgende ist nur Meinung:
Präparate sind meist überteuert und zweifelhaft (Organismus benötigt komplexe Lebens -Mittel statt Einzelsubstanzen). Ich würde sie dennoch vorübergehend akzeptieren, während Du Deine Ernährung überdenkst. Fragt sich wie. Der sprichwörtlich eisenhaltige Spinat ist nur ein Druckfehler. Vielleicht findest Du eine akzeptable Form, in der Du ab und an Fleisch essen kannst.
Auch zu Magnesium und Kalzium sage ich verallgemeinernd, daß Einzelsubstanzen Unsinn sind, es auf die sogenannte „ausgewogene Ernährung“ ankommt. Die erreicht man aber nicht durch Einzelsubstanzzählung, ala Ernährungstabellen (siehe Buchtitel „Krank durch gesunde Ernährung!“). In der Evolution hatten jene Organismen Bestand, die die Homöostase auch unter wechselnden Bedingungen aufrecht erhalten konnten. Dazu dient der Appetit (Wer krank ist, hat z.B. vermehrt Appetit auf Vitamin-C-haltiges).
Mein Fazit daher: Essen nach Appetit statt nach Tabellen. Versuch mal, in Dich reinzuhorchen, wonach Dir ist.
[Ich hab das mal begonnen, und mir ist dabei z.B. aufgefallen, daß ich sehr oft viel länger esse, als ich eigentlich Hunger habe. - Ebenso ein Mechanismus, der normalerweise für die geeignete Menge sorgen soll.]
so dann noch ne frage zum thema calcium/magnesium. ich nehme
taeglich eine brausetablette magnesium und ab und zu calcium.
bringen diese tabletten eigentlich was oder ist es nur
geldmacherei?
Geldmacherei.
Das Ganze ist mehr, als die Summe seiner Teile.
Dieser Satz, der von der Gestaltpsychologie her kommt, stimmt auch bei der Ernährung. Unsere Nahrung ist komplex aufgebaut, ihre Verwertung ebenfalls komplex. Es ist nicht möglich einen Apfel durch Vitaminpillen und ein Zellstofftaschentuch (=Ballaststoffe) zu erstezen.
Tschuess, Sven.