Die Niere ist am Arsch

Hallo Mitmenschen,

vor einigen Tagen wurde bei mir ein Nierenkarzionom festgestellt. Der Doc wollte mich sofort in eine Klinik einweisen. Metzgern lasse ich mich aber nicht. Lieber mit „Würde haha“ sterben. Sterben müssen wir eh alle einmal. Was würdet ihr an meiner Stelle machen?

Grüße Mousehunter

Hallo Mousehunter
ist nur eine Niere betroffen?
Dann laß die herausoperieren, man braucht keine zwei, mit einer kann man weiterleben.
Ein Freund von mir hat das hinter sich, es geht ihm gut, er treibt wieder Sport, läuft Alles ganz normal.
Alles Gute :wink:
Rainer

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Nierenzellkarzinom
Nierenzellkarzinom ist eine Erkrankung der Männer im mittleren Alter von ca. 50 Jahren. Sie wird meist erst spät bemerkt, wenn bereits Metastasen vorhanden sind. Typische Erstzeichen sind Flankenschmerz, Leistungsschwäche, Gewichtsverlust. Durch abtropfende bestandteile der Niere kann der Harnleiter verstopft werden. Wird die Erkrankung im T1 stadium(Erststadium) festgestellt und operiert, so ist die 5 jahresüberlebensrate 88%.

Sind bereits Metastasen vorhanden überleben max. 20% 5 jahre.
Heisst also-je schneller die Niere draussen ist, desto wahrscheinlicher ist es , dass noch keine Metastasen da sind.

War das ein zufallsbefund bei dir? oder bist du wegen Schmerzen im Lendenbereich zum Arzt gekommen.
Achja Metastasen werden auf der Blutbahn gesetzt, deswegen sollte die Nierenvene ganz raus.

Also eine schwere Entscheidung steht Dir bevor aber im Grunde ist die Entscheidung klar. Das Leben kann etwas schönes sein!

Gruss und alles Gute

Sebastian

Organerhaltende OP
Hallo,

ich habe bei einigen Informationsveranstaltungen der Uni-Klinik Freiburg schon viel über die OP-Möglichkeiten von Nierentumoren erfahren, so wird dort oft organerhaltend mit der sog. „Schlüssellochtechnik?“ operiert, so dass kein grosser Bauschnitt mehr nötig ist.

Bei uns Hippel-Lindau-Patienten kommt es öfters vor, das wir mehrere solche Tumoren auf beiden Nieren haben, deshalb wird versucht organerhaltend zu operieren. Ich weiss von Priv.-Doz. Dr. Schulze-Seemann das er schon Patienten zum 3. mal erfolgreich und organerhaltend operiert hat.

Üblicherweise werden Nierenkarzinome durch eine vollständige Entfernung der betroffenen Niere behandelt. Für VHL-Patienten, die häufig Tumoren in beiden Nieren haben, würde dies eine beidseitige Nierenentfernung und damit die Notwendigkeit einer regelmäßigen sog. Dialysebehandlung (Blutwäsche)bedeuten. Man ist deshalb dazu übergegangen, bei VHL-Patienten nur die Tumoren zu entfernen. Dabei werden die Nieren freigelegt, die Durchblutung urch Abbinden der Blutgefäße vorübergehend unterbrochen, das Organ gekühlt, und dann werden alle Tumoren ausgeschält. In erfahrener Hand ist der Eingriff nahezu immer erfolgreich.
Eine zentrale Frage ist, ob man jeden Nierentumor operieren soll. Die Empfehlungen sind verschieden. Prof. Novick und seine sehr erfahrene Gruppe in Cleveland operieren ab einer Tumorgröße von 2,5 bis 3 cm Durchmesser. Wir in Freiburg haben ebenfalls Untersuchungen von Nierentumoren bei VHL-Patienten durchgeführt, und dabei das Wachstum und die Frage der Absiedlung (Metastasen) studiert. Wir sahen nur bei Tumoren über 7 cm Durchmesser Metastasen und stellten insgesamt ein sehr langsames Tumorwachstum fest. Unter Einbeziehung einer gewissen Sicherheitsspanne habe ich deshalb erst bei einer Tumorgröße ab 4-5 cm Durchmesser zu einer Operation geraten. Die Entscheidungen werden in ausführlichen Gesprächen mit den Patienten getroffen, wobei auch andere Gesichtspunkte, etwa eine ungünstige Lage eines Tumores in der Niere oder auch der etwaige Wunsch des Patienten, von dem Tumor rasch befreit zu werden, eine Rolle spielen
(Quelle: Infoschrift VHL: Prof. Dr. Neumann, Uni Freiburg)

Ich würde auf keinen Fall den Kopf hängen lassen und mir einen Termin in einer guten Klinik geben lassen!

Wo kommst Du den her und wer hat die Diagnose gestellt?

alles Gute
Andreas

Metzger.
Nierenschmerzen hast Du wohl noch nicht gehabt?
Mit einer läßt sich auch gut leben.
Außerdem hängt jeder am Leben
PiRo

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Hey, hey, hey,

Metzgern lasse ich mich aber nicht.

Aber klar doch!!! Und wie Du das tust!!! Hör mal, es ist
ein Schock, aber …(glaub mir ich weiss, wovon ich rede),
es lohnt sich allemal, es ist behandelbar und in Würde
sterben, kannst Du später immer noch! Solche Erfahrungen
wünscht man keinem, aber sie können auch Dein Leben
verändern, kaempf drum und hol Dir schnellstens noch eine
2. Meinung ein!!! Vertrau Dir und vertrau Deinen Ärzten!
Sei aktiv! Rede (wie schon hier) Dir alles von der Seele,
belies Dich, aber nicht alleine, was Du nicht verstehtst, frag
nach, hinterfrage in der Klinik „ALLES“. Laß Dir genau
erklären was, warum und mit welchen Auswirkungen passiert.
Du hast das Recht auf Bedenkzeit! Lass Dich nicht von der
Angst unterkriegen, eben indem Du alles genauestens wissen willst.
Ganz viel Glück!!!
D.