Geist und Seele? (Ausschweifung)
Hallo Karl-Heinz,
…Mittel repertorisiert. Das heißt, das bei 10 Personen mit der
gleichen Symtomatik u.U. 10 verschiedene Mittel in den
unterschiedlichsten Potenzierungen verordnet werden.
Dieses Verfahren macht also eine wissenschaftliche Überprüfung
so schwierig.
Klar, es ist aufwendig, aber es wäre ja auch möglich, den Therapieerfolg rein bezüglich der Symptomatik zu untersuchen, d.h. man nimmt 50 Patienten, die ruhig mit einer jeweils anderen Repertorisierung (sage ich das so richtig?) behandelt wurden, und vergleicht eben doppelblind mit Plazebo (d.h. ein dritter müßte „heimlich“ per Zufall die Fläschchen vor der Therapie austauschen und dieses für den späteren Vergleich notieren). Die Frage wäre dann eben, aufs Symptom bezogen: Niesen Verum-Patienten weniger? So etwas wäre doch durchaus machbar - oder wo liegt da mein Denkfehler?
…die Information von Bedeutung und nicht die Materie wie
dies auch bei einer Computerdiskette ist. Eine Diskette kann
man gründlich chemisch analysieren und wird ihre Bedeutung
nicht verstehen. Erst dannnn, wenn man sie auf ihren
Informationsgehalt hin untersucht, wird man fündig.
Den Vergleich finde ich echt gut, da ein wissenschaflich-analytischer Ansatz ja zwangsweise mit einem vorübergehenden Scheuklappenblick verbunden ist - man interessiert sich nur für die chemische Struktur der Diskette und verpaßt dabei, daß der wesentliche Gehalt eigentlich in der Anordnug der kleinen Magnetisierungen an der Diskettenoberfläche besteht. Dieser wäre aber mit einem anderen wissenschaftlichen Blick (eben mit Meßverfahren für Magnetisnus und nicht für chemische Zusammensetzung) nicht entgangen.
Aber wie ist das nun mit dem Wasser? Ist die Vorstellung, daß die Informationen des Therapeutikums z.B. als eine bestimmte strukturelle Anordung der Wassermoleküle (in Analogie zum Diskettenvergleich wissenschaftlich erfaßbar, wenn man die Methoden hätte) erhalten bleiben, oder könnte man das quasi (anders als mit der Diskette) „aus Prinzip“ nicht wissenschaftlich messen?
Wenn letzteres zuträfe, so müßte man auch sagen, daß es da eben noch etwas anderes gibt, was nicht unter einem wissenschaftlichen Blick erfaßt werden kann (= Glaube an Seele und Geist etc., Subjektivität im weitesten Sinne). Gleichzeitig wird aber behauptet, daß Homöopathie eine objektive Heilung bewirkt, und diese müßte dann ja per Definitionem („objektiv“) meßbar sein, wie oben beschrieben. Also kann man „das andere“ dann doch messen? Wäre etwas widersprüchlich. Ich glaube zwar schon (subjektiv) an Seele und Geist, meine aber auch, daß Seele und Geist im objektiven Bereich (im Sinne einer strengen Trennung) nicht wirken können, d.h. ich glaube zum Beispiel eben nicht an die Wunderheilungen von Lourdes (als Beispiel).
Es ist ja interessant daß das eigene Bewußtsein beim vorübergehenden Hirntod weiterexistiert und Dinge wahrnimmt, also *nicht* an ein funktionierendes Gehirn gebunden ist (!). Das weiß man aus Nahtodeserlebnissen aus der Neurochirurgie. Aber das ist nun entgültig off-topic 
Am klinischen Erfolg wäre jedenfalls meßbar, ob sich „potenziertes Wasser“ von „normalem“ Wasser unterscheidet, aus welchem der beiden Gründe auch immer. Daher würde ich mich auch für die Komplexierungsmittel (vorausgesetzt es sind ebenfalls Hochpotenzen) interessieren. Wird das auch als Paper in den üblichen medizinischen Journals publiziert, d.h. kann man da etwas in den einschlägigen Datenbanken (Medline) finden?
Viele Grüße und vielen Dank 
Oliver