Mercaptobenzothialzol-Allergie:wer kennt sich aus?

Von: , Frage gestellt am So, 20. Mai 2001

Hallo!

Bei mir wurde vor einem halben Jahr eine Mercaptobenzothiazol-Allergie festgestellt, als mein Hautarzt herauszufinden versuchte, warum ich seit Jahren mal mehr und mal weniger stark an einem Ekzem im Gesicht (super...!) leide. In meinem Allergiepaß stehen unter "Vorkommen" alle möglichen Gummiarten sowie Medikamente z.B. gegen Pilzbefall. Damit habe ich allerdings nichts zu tun (auch nicht mit Spülhandschuhen oder Kondomen) und im Internet finde ich auch keinen Rat... Weiß vielleicht jemand, worin dieser Stoff noch vorkommen kann (Blättchen zum Zigaretten drehen, Plastikgehäuse vom PC, Zahnfüllungen, Weichspüler, Waschmittel, Kosmetik, evtl. sogar Nahrungsmittel usw...), damit ich endlich weiß, was ich in Zukunft meiden sollte?!?

Tausend Dank schon mal!!!
Heike

1 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 13 Stunden 1 hilfreich
    Re: Mercaptobenzothiazol-Allergie:wer kennt sich a

    Hallo Heike !

    Wie Du schon richtig gesagt hast kommt MBT in Gummi vor.
    Das liegt daran, dass MBT in der Kautschukindustrie als Vulkanisationsbeschleuniger verwendet wird.

    Eine weitere wesentliche Verwendung ist der Einsatz in Korrosionsschutzmitteln. Du solltest daher z.B. beim Fahrradputzen auf solche Mittelchen verzichten.

    MBT ist als stark sensibilisierend, reizend und umweltschädlich bekannt. Der LD50 (die Menge, bei der 50 von 100 Ratten nach oraler Aufnahme den Löffel abgeben) liegt bei nur 100mg / kg Körpergewicht.

    In Waschmitteln, Cremes und Nahrungsmitteln wirst Du den Stoff also nicht finden.

    Alles Gute - Achim

    P.S.: Der richtige Name lautet: 2-Mercaptobenzothiazol
    Die Verbindung hat die Chem. Summenformel C7H5NS2

    Vielleicht findest Du nach den Kriterien über die Suchmaschine http://www.google.de etwas im Netz

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