Herzinfarkt - Treppen steigen?

Hi!

Mein Daddy ist vor knapp einem Monat verstorben. Bevor hier jetzt jemand beim Lesen auf eine falsche Idee kommt: Ich will niemandem ans Bein pinkeln - ich möchte nur etwas wissen!

Er hatte in der Nacht einen leichten Herzinfarkt (Übelkeit, Schwindel, linker Arm schmerzte), und meine Mutter rief den ärztlichen Notdienst, welchen dann einen Krankenwagen alarmierte.

Die Sanis haben ihn dann den Weg bis zum Wagen laufen lassen (54 Stufen und ca. 100 Meter). Ich habe mal vor etlichen Jahren einen Mini-Sanitätskurs gemacht (40 Std.), und uns wurde gesagt, dass wir in solchen Fällen darauf achten müssen, dass sich der Patient möglichst nicht bewegt.

Er hatte dann im Krankenhaus den zweiten Infarkt, lag einen Tag im Koma (?) und verstarb in der folgenden Nacht (wieso immer in der Nacht?) dann nach dem dritten Infarkt.

Wie gesagt: Ich will hier niemandem etwas, aber: Kann sich die Anstrengung negativ ausgewirkt haben? Nur, damit ich in einem ähnlichen Fall (der hoffentlich nie eintritt) richtig reagieren kann…

Traurige Grüße
Guido

Hi Guido,

upsi! Da hat wohl jemand Mist gebaut. Genausogut hätten die Herrschaften Deinen Dad zu einer nächtlichen Promenade einladen können. Bei einer Anstrengung (wie viele Etagen sind eigentlich 54 Stufen???) und zwar gerade in dieser Situation schüttet der Körper nämlich noch massenweise weitere Stresshormone aus, die weiteren Schaden anrichten bzw. zu Komplikationen führen können.

Was Du gelernt hast, war schon richtig: jede Anstrengung unbedingt vermeiden - Oberkörper hochlagern - Notarztwagen rufen. Ich kenne allerdings auch Koryphäen, die einen Menschen, der gerade einen Herzinfarkt erlitten hat, erst einmal auf den Boden schmeißen und anstatt den Oberkörper schön brav die Beine hochlagern, weil sie sowas mal vor Jahrhunderten ganz am Rande im Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein aufgeschnappt haben.

Koma (?)

Paßt schon…

(wieso immer in der Nacht?)

Keine Ahnung. Ich habe aber einmal eine Statistik gelesen, wonach die meisten menschen zwischen 03:00 und 06:00 Uhr morgens sterben.

So, jetzt denk bitte daran, daß Du niemandem ans Bein pinkeln wolltest… Du hast es versprochen!

Liebe Grüße

Tessa

PS.

Traurige Grüße

*Guido in den Arm nimm* Ich habe mich gestern so über Aaron aufgeregt, daß ich es ganz vergessen habe.

Lieber Guido,

zunächst einmal mein Beileid… lauter schlimme Fälle heute auf wer-weiß-was…

Das war sicher keine Glanzleistung der Sanitäter. Man muß bei Infarkpatienten immer mit plötzlichem Kammerflimmern und damit verbundener Bewußtlosigkeit rechnen. Wenn das auf einer Treppe passiert, hat man auf einmal einen Patienten mit Herzinfarkt *und* Schädeltrauma.
Außerdem werden, wie Tessa gesagt het, durch körperliche Bewegung Streßhormone ausgeschüttet, was Kammerflimmern noch wahrscheinlicher macht.

Mit dem späteren Tod Deines Vaters in der Klinik hat das allerdings weniger zu tun. Die Ursache waren weitere Infarkte, die wohl durch ein übergerinnbares Blut verursacht wurden. Es stellt sich also eher die Frage, ob die Ärzte es versäumt haben, gerinnungshemmende Medikamente (Vollheparinisierung plus Aspirin) zu geben.
Bei Infarkten besteht zudem die Möglichkeit, das Blutgerinnsel, welches die Herzkranzgefäße verstopft wieder aufzulösen (Thrombolyse). Sollte heutzutage fast Standard sein.

Viele Grüße und alles Gute,
Oliver

Lieber Guido,

zunächst einmal mein Beileid… lauter schlimme Fälle heute
auf wer-weiß-was…

Das war sicher keine Glanzleistung der Sanitäter. Man muß bei
Infarkpatienten immer mit plötzlichem Kammerflimmern und damit
verbundener Bewußtlosigkeit rechnen. Wenn das auf einer Treppe
passiert, hat man auf einmal einen Patienten mit Herzinfarkt
*und* Schädeltrauma.

Es besteht zwar diese Regel, aber man darf auch die örtlichen Gegebenheiten nicht ausser acht lassen. Ich trage zwar auch solche Patienten immer. Doch weiss ich aus Selbstversuchen, dass bei dem Geschaukel im Tragetuch im engen Treppenhaus auch Stresshormone ausgeschüttet werden. Das wäre mal ein Thema für eine Studie: Was ist schonender. Generell gilt aber: Wer liegt, kann nicht umfallen. Schon daher bevorzuge ich das Tragen.

Außerdem werden, wie Tessa gesagt het, durch körperliche
Bewegung Streßhormone ausgeschüttet, was Kammerflimmern noch
wahrscheinlicher macht.

Mit dem späteren Tod Deines Vaters in der Klinik hat das
allerdings weniger zu tun.

Sehe ich auch so

Die Ursache waren weitere Infarkte,

die wohl durch ein übergerinnbares Blut verursacht wurden. Es
stellt sich also eher die Frage, ob die Ärzte es versäumt
haben, gerinnungshemmende Medikamente (Vollheparinisierung
plus Aspirin) zu geben.

Ich gehe davon aus, das die Internisten im Krankenhaus die Standard-Therapie bei Verdacht auf Herzinfarkt eingeleitet haben!

Bei Infarkten besteht zudem die Möglichkeit, das
Blutgerinnsel, welches die Herzkranzgefäße verstopft wieder
aufzulösen (Thrombolyse). Sollte heutzutage fast Standard
sein.

Das ist heutzutage auch in kleineren KH Standard! Aber nicht der Goldstandard. Es gibt heute viele Ansätze: Ballondilatation (PTCA), intravasale Lyse (Thrombolytika werden nicht systemisch gegeben, sondern direkt vor dem Thrombus gesetzt), genauere Abschätzung des Verschlusses durch intravasalen Ultraschall (IVUS) etc. Die letzten beiden Methoden zugegebener Maßen nur experimentell an Zentren. Aber ohne Herzkatheter-Labor bleibt auf dem Land nur die systemische Lyse, die aber überall durchgeführt wird.
Trotz Thrombolyse sind Reinfarkte aber nicht immer zu verhindern. Das hängt auch davon ab, wie weit der Herzmuskel geschädigt ist (ach für die Reinafrkt-Rate von Bedeutung, den genauen pathophysiologischen Zusammenhang bekomme ich aber nicht mehr zusammen). Die ersten 36 Stunden sind und bleiben nunmal eine kritische Phase. Auch wenn es uns Medizinern sehr missfällt, es gibt leider das Schicksal, und dagegen sind die Ärzte machtlos.

Ich weiss Guido, das ist dir sicherlich kein Trost.
Ich wünsche dir bzw. deinen Angörigen viel Kraft !

Sönke

2 „Gefällt mir“

Hallo Guido,

zunächst einmal mein Mitgefühl. Es ist immer schrecklich, einen
nahe stehenden und geliebten Menschen zu verlieren.

So wie du den Fall schilderst ist da leider vieles nicht so gut
gelaufen, wie es gelaufen sein sollte. Wennschon es natürlich
spekulativ ist zu sagen, daß u.U. das Ergebnis, nämlich der Tod
deines Vaters, daraus resultiert.
Ich muss ehrlich sagen, ich bewundere dich, daß du es so ohne
Hintergedanken fragen kannst :wink:.

Mein Daddy ist vor knapp einem Monat verstorben. Bevor hier
jetzt jemand beim Lesen auf eine falsche Idee kommt: Ich will
niemandem ans Bein pinkeln - ich möchte nur etwas wissen!

Das sollte auch dein gutes Recht sein.

Er hatte in der Nacht einen leichten Herzinfarkt (Übelkeit,
Schwindel, linker Arm schmerzte), und meine Mutter rief den
ärztlichen Notdienst, welchen dann einen Krankenwagen
alarmierte.

War der Arzt vor Ort? Denn hier fängt das Übel schon an.
Eigentlich sollte schon der Telefonist des Ärztlichen
Notdienstes ÄND ein wenig abklären, ob dies überhaupt ein Fall
für den ÄND ist; wäre dies geschehen und deine Mutter hätte die
Symptome so wie du hier geschildert, hätte schon hier alles
anders laufen müssen. Nämliche sofortige Weitergabe an die
Rettungsleitstelle, Entsendung eines Notarztwagens mit
Stichwort „Verdacht Herzinfarkt“.

Gut, wenn nun der ÄND vor Ort war hätte auch er diese
Entscheidung treffen müssen: Notarztwagen. 50% aller Patienten,
die an einem Infarkt versterben, tun dies in der ersten Stunde
nach dem Ereignis! Also genau dann, wenn es um den Transport
geht - deswegen kommt ja auch die Intensivstation in Form eines
Notarztwagens zum Patienten, nicht umgekehrt.

Bitte auch an alle anderen, die dieses lesen: Bei den Symptomen
Brustschmerz u.U. gar in den Arm ausstrahlend, akute Atemnot,
Schwindel, Übelkeit > 112!
, bzw. in Bayern, Ba-Wü, RLP,
Saarland 19222.

Ein Krankenwagen ist nur zum Transport von Patienten gedacht,
die kein Notfall sind - ein Infarkt ist dies aber immer. Diese
Fahrzeuge sind personell und technisch nicht so ausgestattet,
daß sie sich zum Transport eines Infarktpatienten eignen.

So wird beispielsweise ein Großteil der intensivmedizinischen
Maßnahmen, die Oliver erläutert hat, bereits im Notarztwagen
bzw. in der Wohnung des Patienten vom Team durchgeführt
(Heparinisierung, Thrombozytenaggretationshemmung, Lyse, ggf.
Behandlung von Rhythmusstörungen).

Die Sanis haben ihn dann den Weg bis zum Wagen laufen lassen
(54 Stufen und ca. 100 Meter). Ich habe mal vor etlichen
Jahren einen Mini-Sanitätskurs gemacht (40 Std.), und uns
wurde gesagt, dass wir in solchen Fällen darauf achten müssen,
dass sich der Patient möglichst nicht bewegt.

Völlig richtig, die Gründe sind ja genannt worden. Das Herz ist
eh stark angegriffen, jede weitere Belastung kann eine zu viel
sein. Deswegen niemals selber gehen, und sei es für die Sanis
(die übrigens Rettungsassistenten oder Rettungssanitäter heißen)
noch so schwer. Auch die Gefahr eines Kollaps im Treppenhaus ist
nicht zu unterschätzen, da steht man dann nämlich mehr als doof
da. Die Kollegen haben sich da nicht eben mit Ruhm bekleckert.

Er hatte dann im Krankenhaus den zweiten Infarkt, lag einen
Tag im Koma (?) und verstarb in der folgenden Nacht (wieso
immer in der Nacht?) dann nach dem dritten Infarkt.

Leider ist es nicht selten, daß die Patienten noch einen zweiten
Infarkt bekommen, den sie dann nicht mehr verdauen können, da
das Herz bereits so schwer geschädigt ist. Ich weiß, daß es kein
Trost ist, aber vielleicht ist ihm so eine Menge erspart worden.

Wie gesagt: Ich will hier niemandem etwas, aber: Kann sich die
Anstrengung negativ ausgewirkt haben? Nur, damit ich in einem
ähnlichen Fall (der hoffentlich nie eintritt) richtig
reagieren kann…

Wie gesagt, das Verhängnis trat IMHO bereits viel eher ein. Ich
erwarte nicht von deiner Mutter oder anderen Angehörigen, daß
sie wissen, daß man besser einen Notarztwagen ruft. Aber jeder,
der einen solchen Anruf annimmt, sei es bei der
Feuerwehrleitstelle oder beim Ärztlichen Notdienst hat verdammt
nochmal vernünftig nachzufragen und bei diesen Symptomen ohne
wenn und aber einen Notarztwagen dorthin zu schicken, keinen
Notdienstarzt und keinen Krankenwagen, Punkt. Daß dann auch noch
zwei Pappnasen kamen, die deinen daddy laufen ließen, ist
einfach nur der Höhepunkt aus einem Beitrag „so sollte es nicht
laufen“.

Traurige Grüße
Guido

Ich wünsche dir viel Kraft dabei.

Mit freundlichen Grüßen: Claus, selber Rettungsassistent *dersichfürseineKollegenetwasschämt*

112 - bei Schlaganfall und Herzinfarkt die Wahl ihres Lebens

Vielen lieben Dank Euch allen!
Dann lag ich also doch richtig…

Grüße
Guido

Danke
Hallo Claus,

zunächst einmal mein Mitgefühl. Es ist immer schrecklich,
einen
nahe stehenden und geliebten Menschen zu verlieren.

Danke

So wie du den Fall schilderst ist da leider vieles nicht so
gut
gelaufen, wie es gelaufen sein sollte. Wennschon es natürlich
spekulativ ist zu sagen, daß u.U. das Ergebnis, nämlich der
Tod
deines Vaters, daraus resultiert.

Darauf wollte ich gar nicht unbeding hinaus - ich wolte es nur für den Fall der Fälle wissen, ob ich den Sanis dann in den Hintern treten muss…

Ich muss ehrlich sagen, ich bewundere dich, daß du es so ohne
Hintergedanken fragen kannst :wink:.

Was bringt es mir, da groß den Macker zu machen? Ein paar unterbezahlte Sanitäter, die viel zu wenig Knete für ihren Knochenjob kriegen, werden „bestenfalls“ ihren Job verlieren. Das macht nichts rückgängig!

Ein Krankenwagen ist nur zum Transport von Patienten gedacht,
die kein Notfall sind - ein Infarkt ist dies aber immer. Diese
Fahrzeuge sind personell und technisch nicht so ausgestattet,
daß sie sich zum Transport eines Infarktpatienten eignen.

Ich weiß nicht, WAS für ein Wagen das war - er hatte halt Blaulicht. Ich denke mal, die Ärztin wird schon gewusst haben, was sie rufen muss…

Die Sanis haben ihn dann den Weg bis zum Wagen laufen lassen
(54 Stufen und ca. 100 Meter). Ich habe mal vor etlichen
Jahren einen Mini-Sanitätskurs gemacht (40 Std.), und uns
wurde gesagt, dass wir in solchen Fällen darauf achten müssen,
dass sich der Patient möglichst nicht bewegt.

Völlig richtig, die Gründe sind ja genannt worden. Das Herz
ist
eh stark angegriffen, jede weitere Belastung kann eine zu viel
sein. Deswegen niemals selber gehen, und sei es für die Sanis
(die übrigens Rettungsassistenten oder Rettungssanitäter
heißen)
noch so schwer. Auch die Gefahr eines Kollaps im Treppenhaus
ist
nicht zu unterschätzen, da steht man dann nämlich mehr als
doof
da. Die Kollegen haben sich da nicht eben mit Ruhm bekleckert.

Na ja - was ändert’s?

Ich wünsche dir viel Kraft dabei.

Danke!

Grüße
Guido

Danke
Hi Oliver

zunächst einmal mein Beileid… lauter schlimme Fälle heute
auf wer-weiß-was…

Danke!

Mit dem späteren Tod Deines Vaters in der Klinik hat das
allerdings weniger zu tun. Die Ursache waren weitere Infarkte,
die wohl durch ein übergerinnbares Blut verursacht wurden. Es
stellt sich also eher die Frage, ob die Ärzte es versäumt
haben, gerinnungshemmende Medikamente (Vollheparinisierung
plus Aspirin) zu geben.
Bei Infarkten besteht zudem die Möglichkeit, das
Blutgerinnsel, welches die Herzkranzgefäße verstopft wieder
aufzulösen (Thrombolyse). Sollte heutzutage fast Standard
sein.

Ich denke, im Krankenhaus hatte er schon eine vernünftige Versorgung. Ich wollte halt nur wissen, wie ich in einem solchen Fall reagieren soll!

Gruß
Guido

Danke Tessa
Hi !

upsi! Da hat wohl jemand Mist gebaut. Genausogut hätten die
Herrschaften Deinen Dad zu einer nächtlichen Promenade
einladen können. Bei einer Anstrengung (wie viele Etagen sind
eigentlich 54 Stufen???) und zwar gerade in dieser Situation
schüttet der Körper nämlich noch massenweise weitere
Stresshormone aus, die weiteren Schaden anrichten bzw. zu
Komplikationen führen können.

54 Stufen sind drei Etagen. Als Kind habe ich die so oft gezählt, dass mir die Zahl nicht aus dem Kopf ging.

Was Du gelernt hast, war schon richtig: jede Anstrengung
unbedingt vermeiden - Oberkörper hochlagern - Notarztwagen
rufen. Ich kenne allerdings auch Koryphäen, die einen
Menschen, der gerade einen Herzinfarkt erlitten hat, erst
einmal auf den Boden schmeißen und anstatt den Oberkörper
schön brav die Beine hochlagern, weil sie sowas mal vor
Jahrhunderten ganz am Rande im Erste-Hilfe-Kurs für den
Führerschein aufgeschnappt haben.

Ich habe mal jemanden, der genau DAS auf unserer Straße gemacht hat, weggeschubst und die Erstversorgung „an mich gerissen“! Kleine Anmerkung: Der Kerl war Erste-Hilfe-Ausbilder beim örtlichen DRK…

(wieso immer in der Nacht?)

Keine Ahnung. Ich habe aber einmal eine Statistik gelesen,
wonach die meisten menschen zwischen 03:00 und 06:00 Uhr
morgens sterben.

Da wüsste ich zu gerne einen Grund für!

So, jetzt denk bitte daran, daß Du niemandem ans Bein pinkeln
wolltest… Du hast es versprochen!

Was würde das ändern?

PS.

Traurige Grüße

*Guido in den Arm nimm* Ich habe mich gestern so über Aaron
aufgeregt, daß ich es ganz vergessen habe.

Danke :o)

Grüße
Guido, der den aaron mal ein wenig in Schutz nimmt - er ist halt „etwas“ impulsiv…

Danke o.T.

Ich weiß nicht, WAS für ein Wagen das war - er hatte halt
Blaulicht. Ich denke mal, die Ärztin wird schon gewusst haben,
was sie rufen muss…

Leider macht man sehr, sehr oft andere Erfahrungen. Bei jeder 2. Alarmierung durch Hausärzte, Kinder- Frauen- HNO-Ärzte, Radiologen und alle anderen, die nicht gerade Anästesisten oder Internisten sind, hat man den Eindruck daß sie zwar in ihrer Disziplin gut sein mögen, aber von Notfallmedizin keine Ahnung haben.
Sie wissen nicht den Unterschied zwischen Rettungs-, Notarzt- und Krankentransportwagen, können den Hausärtzlichen Notdienst nicht vom Notarzt unterscheiden und ordern einfach „einen Krankenwagen“.
Ich habe schon erlebt daß reanimationspflichtige Patienten in Arztpraxen lagen und NICHTS getan wurde, und ich habe Ärzte gesehen die eine Herzdruckmassage, aber daneben keine Beatmung durchgeführt haben.
Außenstehende denken das kann alles nicht stimmen, aber leider ist es nicht die Ausnahme sondern fast schon eine gewisse Regel…

… et is ja keene schöne Beruf…

Jetzt doch Ahnung…
Hi Guido,

Ich habe mal jemanden, der genau DAS auf unserer Straße
gemacht hat, weggeschubst und die Erstversorgung „an mich
gerissen“! Kleine Anmerkung: Der Kerl war
Erste-Hilfe-Ausbilder beim örtlichen DRK…

Wenn ich wieder einmal so etwas höre, fehlen sogar mir die Worte. Und bei meiner großen Klappe soll das schon was heißen! Bei solchen Ausbildern ist es dann natürlich kein Wunder, wenn die ‚Azubis‘ genau denselben Schwachsinn machen. *aaarrrggghhhhh*

(wieso immer in der Nacht?)

Keine Ahnung. Ich habe aber einmal eine Statistik gelesen,
wonach die meisten menschen zwischen 03:00 und 06:00 Uhr
morgens sterben.

Da wüsste ich zu gerne einen Grund für!

Hier kommt die Erklärung: das liegt an unserer inneren Uhr. Genaueres kannst Du unter http://www.facts.ch/stories/0027_wis_schlaf3.htm oder http://members.chello.at/norbert.streicher/derschlaf… nachlesen.

Guido, der den aaron mal ein wenig in Schutz nimmt - er ist
halt „etwas“ impulsiv…

Weiß ich doch… *g*

Ciao

Tessa

Beruf kommt von Berufung
Hi!

Von diesem Wort isses wohl abgeleitet!

Wer den Job nicht mag, soll etwas anderes machen!

Gruß
Guido

… et is ja keene schöne Beruf…

Wirklich nicht! Was die alles sehen müssen, immer das Blut, kranke Menschen. Nachts die Alpträume… und die Zigaretten gehen nicht aus - und dann immer der Alkohol! :smile:

Die Bilder bleiben…